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Plötzlich Kämpfe? auf Kaninchen Forum

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.09.2022
Beiträge: 73
widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.09.2022, 23:01

Plötzlich Kämpfe?


Hallo!

Ich hab schon ein paar ähnliche Beiträge gefunden, allerdings fast nur mit Pubertieren, Neutieren und unkastrierten, deshalb wollte ich zu meiner Situation einmal nach Ratschlägen fragen. Ich hoffe, ich habe im Forum nichts übersehen, sonst leitet mich einfach weiter, ich bin noch neu hier :-(

Ich habe zwei Indoor-Freihoppler Kaninchen (m kastriert 3 Jahre alt, w unkastriert 2 Jahre jung), die eigentlich schon seit fast 2 Jahren erfolgreich vergesellschaftet sind (glaubte ich zumindest). Eine Ausnahme zur Regel gabs eigentlich nur in der Pubertät meines Weibchens, das war aber auch innerhalb von ein paar Tagen geklärt. Normalerweise kleben die zwei wirklich an einander und putzen sich/ kuscheln eigentlich den ganzen Tag wie im Bilderbuch.

Vorgestern ist dann ohne Provokation mein Männchen gegenüber meinem Weibchen aggressiv geworden. Er jagt sie mit erhobenem Püschel durch die Wohnung und grunzt sie böse an, sobald er sie sieht. Er lässt auch von alleine erst ab, wenn sie aus seinem Blickfeld ist. Ich hab sie jetzt seitdem öfters versucht zu Re-Vergesellschaften, allerdings ohne Erfolg.

Meine Frage ist jetzt, soll ich die einfach machen lassen, bis sie das Problem geregelt haben und versuchen weiter zu vergesellschaften oder komplett dazwischen gehen?
Bisher ist es bis auf ein paar unglückliche Kratzer (beim Wegrennen ausgerutscht und das Öhrchen des anderen getroffen) nichts passiert und sie haben ca. 30m2 fast nur für sich. Ich hab aber Angst, dass eventuell mal irgendwas passiert und ich dann nicht im Haus bin. Mein Weibchen ist auch noch chronisch krank und der extra Stress könnte da echt Probleme machen.
Ich wollte sie auch eventuell trennen, wenn ich nicht im Raum bin (nachts oder wenn ich unter der Woche arbeite), habe aber keinen Ausweichraum und sie riechen sich trotzdem noch durch die Gehegegitter, auch wenn ichs zuhänge - deshalb habe ich Angst, dass das eventuell eher kontraproduktiv wäre.

Hat irgendwer von euch eventuell ähnliches erlebt oder weiß, wie ich die Situation am besten und ohne weitere Öhrchen-Verletzungen/ Besitzernervenzusammenbruch wieder hinbiegen kann?




Geändert von widdermoehrchen (03.09.2022 um 23:10 Uhr).
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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 26.03.2021
Beiträge: 953
Hasen-Nasen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.09.2022, 01:05

Hallo, da du ja gute Gründe wie Neutier und Pubertät ausschließen kannst, würde ich mal nach der Gesundheit gucken und beide Tiere durchschrecken lassen. Inkl. einem Röntgenbild von Zähnen und Ohren (Kieferknochen, Backenzähne, Zahnwurzeln,Mittelohr etc.) Versteckte Schmerzen können die Ursache für das agressive Verhalten sein. Ebenso kann die Gejagte krank sein und deshalb verscheucht werden. Kranke Tiere im Bau locken in der Natur Fressfeinde an.
Bei Verletzungsgefahr, vor Allem in wenn Du nicht eingreifen kannst, würde ich persönlich trennen. Wenn medizinisch untersucht , mehr als nur angeguckt, dann würde ich neu vergesellschaften.

LG Anni




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 26.03.2021
Beiträge: 953
Hasen-Nasen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.09.2022, 01:06

Zum Thema Trennen gerne auf weitere Antworten warten, es ist ja nur meine Meinung...




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.09.2022, 18:03

Hallo und willkommen im Forum

was hat dein Weibchen denn, wenn sie chronisch krank ist?

Ungewöhnlich ist es, dass sie solange Zeit ein harmonisches Pärchen waren, da würde ich den kleinen Mann mal genauer untersuchen lassen, warum er auf einmal aggressiv ist. Schmerzen können durchaus ein Grund sein oder hat sich in eurem Umfeld etwas geändert?

Wenn du sie nicht zusammenlassen möchtest, dann würde ich eine Gittertrennung machen. Das ist nicht schlimm, wenn sie sich sehen und riechen. Dabei kann man auch ihr Verhalten am Gitter gut beobachten. Es gibt hier auch User, die gute Erfahrung mit Gittertrennung haben der bei Gitter- VGs

So doof wie wir vielleicht glauben, sind sie eh nicht die erkennen sich auch nach Wochen wieder



marinahexe likes this.

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.09.2022
Beiträge: 73
widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.09.2022, 23:23

Zitat:
Zitat von 4Chaoten Beitrag anzeigen
Hallo und willkommen im Forum

was hat dein Weibchen denn, wenn sie chronisch krank ist?

Ungewöhnlich ist es, dass sie solange Zeit ein harmonisches Pärchen waren, da würde ich den kleinen Mann mal genauer untersuchen lassen, warum er auf einmal aggressiv ist. Schmerzen können durchaus ein Grund sein oder hat sich in eurem Umfeld etwas geändert?

Wenn du sie nicht zusammenlassen möchtest, dann würde ich eine Gittertrennung machen. Das ist nicht schlimm, wenn sie sich sehen und riechen. Dabei kann man auch ihr Verhalten am Gitter gut beobachten. Es gibt hier auch User, die gute Erfahrung mit Gittertrennung haben der bei Gitter- VGs

So doof wie wir vielleicht glauben, sind sie eh nicht die erkennen sich auch nach Wochen wieder
Mein Mädel hat EC und Schnupfen (EC verschlimmert Schnupfen), gerade ist aber bis auf das übliche Niesen ab und zu, ist kein EC Schub zu erkennen. Sie hatte in der Vergangenheit schon ein paar krasse EC Schübe, da waren Aggressionen aber eigentlich auch nie Thema. Im Gegenteil hat mein Männchen sie sogar eher gepflegt und noch mehr gekuschelt.

Beide gehen eigentlich auch oft zum Tierarzt (arbeite in einer Praxis, bin also direkt an der Quelle und nutze das auch hehe), bei ihr war bei der Allgemeinen Untersuchung Mitte August alles okay, und das Männchen hat erst im Juli ein Röntgenbild und Ganzkörper-TÜV bekommen - auch alles okay. Hab jetzt am Donnerstag noch einen Termin zum Vorderzähne kürzen beim kleinen Mann, ich hoffe das bringt vielleicht was?
Beide essen auch normal und liegen (wenn der andere gerade nicht da ist) komplett entspannt und lang gestreckt da und schlafen. Bei Schmerzen oder Unwohlsein machen die sowas eher nicht....

Was ich mitbekommen habe war, dass am Abend als es eskaliert ist, sie ihn wohl irgendwie blöd am Öhrchen gekratzt hat. Und seitdem geht richtig die Post ab. Dass er am Abend an sich sauer ist und sie jagt, hab ich noch verstanden. Dass es jetzt aber seit 3 Tagen noch so ist macht mich wahnsinnig. Die Wunde am Öhrchen war nichts allzu schlimmes und wurde direkt wundversorgt, entzündet ist auch nichts. Hab heute die ganze Wohnung geschrubbt und mit Geruchsneutralisator eingesprüht- bringt nichts. Dann beide in dieselbe Box gesetzt und 30 min mit ihnen spazieren gelaufen, um zu Stress-Bonden. Engelsruhe in der Box. Dann zusammen in ein Gehege im Bad gesetzt ohne Box und es wurde sich prompt gerauft. Hatte einen kleinen Funken Hoffnung, als er sie kurz geputzt hatte und sie beide wie immer zusammen auf die Seite gerollt geschlafen haben, als hätten sie kurz vergessen, dass sie eigentlich Krach haben. Dann 20 min später ists ihnen wohl wieder eingefallen und das Spiel ging von vorne los. ( ;; ) Das einzig positive: Wunden gab es keine.

Sie hat auch mittlerweile mega Panik, wenn er auf sie zuhoppelt, das hilft auch nicht gerade. Selbst wenn also mein Männchen eher neutral auf sie zukommt, läuft sie panisch weg und beginnt eine neue Jagd. Ich trenn sie heute Abend nochmal mit dem Gitter und versuch die Tage nochmal die Revergesellschaftung.

Ich könnt heulen, mir gehts richtig ans Herz, dass die Zwei sich jetzt plötzlich so hart zoffen und ich bin selbst dadurch auch richtig gestresst. ( ;; ) Ich hoff, die hören mit dem Mist bald auf, sonst dreh ich durch.




Geändert von widdermoehrchen (04.09.2022 um 23:26 Uhr).

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 30.04.2022
Beiträge: 187
DieHoppelbande befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.09.2022, 08:17

Ich würde sie auch erstmal mit Gitter trennen um die Lage für die Kaninchen und auch dich selbst zu entstressen. Vielleicht nähern sie sich auch am Gitter wieder an, wenn sie merkt, dass sie vor ihm keine Angst zu haben braucht, da er nicht an sie ran kann
Ich finde das sehr ungewöhnlich, dass so ein alteingesessenes Pärchen sich so lange und ausdauernd zofft.




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.09.2022, 09:47

Wenn, dann würde ich sie länger getrennt mit Gitter halten, wie @DieHoppelbande sagt, sie und auch du brauchen die Zeit zum entspannen
Zuviel hin und her ist auch Streß für die Tiere. Lass erstmal Ruhe reinkommen

Sind seine Ohren und die Zähne auch mal geröngt worden?
Wenn Kaninchen in der Ecke hocken und nicht fressen, dann sind die Schmerzen schon ganz arg. Sie sind gut in verstecken und Tiere mit einer Otitis oder Zahnproblemen, die Schmerzen bereiten, fressen noch und sind aktiv
Oft merken wir als Halter es erst, wenn es zu spät ist



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.09.2022
Beiträge: 73
widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.09.2022, 21:49

Danke für die lieben Antworten!
Zahnröntgen wurde bei ihm schon gemacht, Öhrchen im Juli direkt mit, was bei Otitis aber nicht viel heißt. Wir gehen die Tage nochmal zur Untersuchung und Blutbild, um Schmerzen/Krankheit auszuschließen. Sein Fressverhalten und Aktivität sind aber komplett normal, weshalb mich irgendwas medizinisches echt wundern würde. Aber sicher ist sicher.

Bis dahin lass ich sie erstmal getrennt durch ein Gitter, um für uns alle etwas Ruhe reinzubringen.
Ich wart jetzt erstmal ab, was die Untersuchung sagt.
Wenn alles unauffällig ist, versuch ich nochmal am Wochenende wenn ich Zuhause bin beide zu Re-Vergesellschaften. Die beiden verletzen einander aber nach wie vor nicht absichtlich, deshalb bete ich einfach mal, dass sich das bald gibt.

Wenn sich irgendwas tut würd ich eventuell ein Update schreiben ( > > )



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 30.04.2022
Beiträge: 187
DieHoppelbande befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.09.2022, 08:01

Zur Not würde ich sie länger mit Gitter getrennt lassen. Man kann ja das Verhalten am Gitter beobachten. Vielleicht nähern sie sich wieder an, liegen am Gitter zusammen oder putzen sich sogar durchs Gitter. Und wenn das eine Weile gut geht das Gitter einfach wegmachen.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.09.2022
Beiträge: 73
widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.09.2022, 22:11

Freudiges Update:
Es wird wieder einander geputzt! Zwar wird ab und zu noch kurz gejagt, aber das Weibchen hat jetzt durch die Gitter-VG die Angst vor ihm abgebaut. Sie können jetzt wieder in einem Raum bleiben, weil die Stresslevel deutlich minimiert sind. Sie sitzen und liegen auch oft einfach nebeneinander. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg zurück zur Ausgangslage, obwohl es noch ein bisschen dauern wird denke ich.

Befund bei der Kollegin war, dass sein Weibchen ihn mit der Kralle so doof am Öhrchen erwischt hat. Das kann dann zu einem Vertrauensbruch geführt haben und dadurch ists dann eskaliert. Gesund ist er nämlich (zum Glück).

Danke für die Hilfe



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Stichworte
aggression, kampf, kämpfe, partnertier, vergesellschaftung



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