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Verhaltensänderung nach KastrationHallo Freunde, Bin neu und bräuchte mal die Meinung von "Experten" Also ich hab seit 3 Monaten 2 Junge Rammler (4 Monate alt) Fünkchen und Flecki sind Brüder und leben im Moment als pure Männer WG. Natürlich ist mir klar dass das zu Problemen führen kann also wurden beide vor 4 Wochen kastriert. Zur Haltung: Beide haben ein 11qm Gehege bekommen mit PVC Boden, Tunneln, Versteckmöglichkeiten, Toiletten, Spielzeug und und und. Ernährung ist auch 100% frisch, ich hole jeden Tag Tonnenweise Löwenzahn von der Wiese nebenan und es gibt Kohl und Salat und Heu und alles was man braucht. 2 Wochen vor der Kastration hat Flecki angefangen seine Rangordnung klarzumachen und dabei Fünkchen ziemlich oft und auch recht heftig gebissen. (Wunde musste geklammert werden) D.h. für den armen Fünkchen kamen sehr viele stressige Arzttermine bei denen ich ihn hocheben musste. Lange Rede kurzer Sinn: Zu Fünkchen hatte ich immer eine besonders gute Beziehung er ließ sich oft streicheln, hat mir auch oft die Hand abgeleckt und mich immer begrüßt. Seit diesen vielen Arzt besuchen und vor allem nach der Kastration ist das alles weg. Er hat zwar überhaupt keine Angst vor mir, stößt mich aber bei Streichelversuchen permanent energisch weg. MAnchmal zwickt er sogar leicht. Hand ablecken ist auch nicht mehr. Ich streichle ihn auch nicht mehr, da ich ja merke das er das nicht will. Nun zur Frage: Kann das durch die Kastration kommen? Hat jemand schonmal ähnliche Erfahrungen gemacht? Vielleicht die vielen Arztbesuche die er nun negativ mit mir assoziiert? Flecki (der Boss) der vorher immer ängstlich war lässt sich mittlerweile problemslos streicheln und zeigt keine "Zeichen der Abneigung". Rangordnungskämpfe gab es nun seit 4 Wochen keinen einzigen mehr, und beide wirken ziemlich entspannt. Ich frage das alles weil ich traurig bin und irgendwie das Gefühl hab einen Freund verloren zu haben ![]() liebe Grüße
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| Ich glaube nicht, dass es durch die Kastration kommt. Ich vermute, dass es durch die Arztbesuche und Behandlungen kommt. Zudem darst Du nicht vergessen, dass die beiden jetzt in die Pubertät kommen. Wenn er schon STreicheleinheiten genossen hat, wird er das auch in Zukunft wieder. Lass ihm einfach Zeit.
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| Durch Kastration hat sich der Charakter weder bei meinen Kastraten noch Häsinnen verändert. Was aber nicht zu unterschätzen ist, ist die Pubertät. Das ist der Zeitpunkt, wo sich die Charakteren im Laufe der Zeit erst recht ausbilden. Und nicht nur beim Menschen werden die Grenzen ausgelotet um die Rangordnung zu zeigen, und zwar nicht nur unter den Tieren selbst. Der Prozess zum Erwachsen werden dauert lange an. Kommen da noch einige negative Erfahrungen dazu, dann kann das schnell umschlagen. Vertrauen kann man sich auch nur erarbeiten durch viel Geduld, Beschäftigung und Konditionierung mit positiver Verstärkung/ Belohnung. Situationen, die ins negative umschlagen können, sollten vermieden werden, damit das Kaninchen nicht bedrängt wird. Man kann Kaninchen durchaus einige ‚Tricks/Kommandos‘ in Form von Geräuschen oder stimmlich beibringen. Sei es für Futter oder für unerwünschtes Verhalten. Beim Letzterem habe ich ein ‚ Pscht’ etabliert, was sich z.B. auch einsetzen lässt beim Zwicken/ Beissen. Sonst kann das während der Pubertät auch ausarten, wenn sie merken, dass sie sich so durchsetzen können. Ich hoffe, dass sich die beiden Brüder auch in Zukunft gut verstehen werden, denn die Pubertät hat ja erst angefangen und ist auch erst zw. 6.-8. Monat auf dem Höhepunkt. Hand ablecken ist sowieso etwas, was nur wenige Kaninchen machen. Muss auch nicht immer eine Geste der Zuneigung sein. Es kann manchmal auch ein Zeichen der Unterwerfung (v.a. untereinander) sein oder zumindest gegenüber dem Menschen auch eine Beschwichtigungsgeste sein. Streicheln lassen sich auch noch lange nicht alle Kaninchen. Manchmal braucht es Monate, um dieses Vertrauen zu gekommen. Bei mir lässt sich nur ein Einziger streicheln, wenn er Lust hat… Es ist aber empfindlich gestört, wenn ich ihn zum Check ( Krallen schneiden etc.) oder Medikamenten- Gabe Einfangen musste. Das hat früher auch schon Wochen/Monate gedauert, bis er sich davon erholt hatte. Heute geht’s schneller, da er mir wesentlich besser vertraut durch die engere Bindung.
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