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Aufgasung bei Kaninchen, was noch tun? auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By marinahexe
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Ninchen
 
Registriert seit: 13.04.2020
Beiträge: 15
Leonie03 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2022, 17:17

Aufgasung bei Kaninchen, was noch tun?


Hallo,
ich brauch mal euren Rat. Der Text wird wahrscheinlich etwas länger, ich bitte euch aber trotzdem ihn mal durchzulesen…ich bin nämlich sehr verzweifelt. Es geht um mein Kaninchen Joshi (8 Jahre und kastriert), Joshi hat seit den 10.06.22 einige Bauchprobleme. Ich hab ihn zitternd und schnell atmend frühes gefunden, darauf hin hab ich ihn schnell noch Metacam und Wärme gegeben und bin sofort zum Tierarzt gefahren. Der Tierarzt hat erstmal nichts festgestellt außer eine extreme Untertemperatur (34 Grad). Joshi hat leider auch Spondylose weswegen ich diese "Anfälle" kenne, mein Verdacht war auch wieder, dass ihn seine Wirbelsäule weh tut…aber nein die Tierärztin meinte es kommt vom Magen. Auf Röntgenbildern hat meine Aufgasung erkennen können. Joshi ist somit erstmal beim Tierarzt geblieben, später rufte mich die Tierärztin an und meinte es steht total schlecht um Joshi und dass wir sofort kommen sollen. Joshi hat beim Tierarzt immer noch nicht gefressen und auch nicht geköttelt. Ihn wurde ein Kontrastmittel gefüttert um auf den Röntgenbildern zusehen ob Futter voran geht, zu diesem Zeitpunkt ging das Mittel aber nur sehr schlecht voran. Die Tierärztin hat mir immer wieder gesagt, dass er selbstständig nicht mehr frisst, was ich nicht so wirklich glauben wollte. Als ich immer gefragt hab ob ich Futter für ihn haben kann wurde auch immer nur gesagt er frisst nicht und dass ich eine Entscheidung treffen soll ob Darm op (um möglicherweise Verstopfung zu lösen) oder ob wir bis morgen warten mit dem Risiko in einschläfern zu lassen…wir wurden dann mit Joshi kurz alleine gelassen und ich habe meinen Freund gebeten etwas Löwenzahn zu holen und siehe da Joshi frisst eigenständig. Ich hab mich dann darauf geeinigt Joshi beim Tierarzt zulassen da er nun wieder frisst. Am nächsten Tag um 18Uhr haben wir ihn dann abgeholt und die Tierärztin meinte ich soll ihn einfach Metamizol, SanSimplex und Emeprid geben…mehr weiß sie auch nicht. Montag war ich dann nochmals da weil er mir einfach noch nicht gefällt, er frisst und köttelt zwar aber nicht wie sonst. Es wurde eine Blinddarmaufgasung festgestellt, bei der Kotprobe ist nichts rausgekommen und seine Blutwerte haben auch gepasst. Ab Montag Abend wurde er auch echt wieder relativ normal, zwar lag er immer wieder etwas da aber es wurde Tag für Tag besser. Joshi hat teilweise auch wieder hacken geschlagen und seine Löcher gegraben. Heute hatte er aber wieder einen Rückfall…wieder gezittert (bei dieser Hitze 35 Grad), wieder nicht gefressen. Ich habe ihn nun Metamizol 0,3ml gegeben und 0,5 Sab Simplex sowie 0,3 Emeprid. Er frisst jetzt auch wieder eigenständig und köttelt auch…aber halt nicht wie sonst. Ich verstehe halt nicht wovon es kommen kann da ja anscheinend alles passt. Habt ihr Tipps oder Ideen was ich noch machen kann? Heute von 18:00 bis 18:30 hätte mein Tierarzt auch Notfall Dienst, momentan ist er aber denk ich recht stabil.

Joshi Trinkt aktuell auch sehr viel und hat immer recht Rotenurin

Vielen Vielen Dank schonmal.
Der Text wurde doch recht schnell aus Panik und Verzweiflung verfasst. Verzeiht mir also bitte die Fehler

Liebe Grüße
Leonie



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2022, 17:38

Der rote Urin wird vom Löwenzahn kommen.


Bei Spondylose würde ich dauerhaft Schmerzmittel geben, und zwar das Hunde-Metacam. Metamizol ist gut bei Bauchgeschichten, aber bei Spondylose sollte Metacam gegeben werden. Wurde die Spondylose durch ein Röntgenbild festgestellt?


Die Zähne sind auch schon mal geröngt worden? Wenn dort Probleme sind, sieht man die meistens nicht durch "ins Maul schauen". Bei Bauchschmerzen würde ich immer sofort Sab Simplex und Metamizol (Novalgin) geben. Wenn es 1 Std. später nicht besser ist, ab zum TA.



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Ninchen
 
Registriert seit: 13.04.2020
Beiträge: 15
Leonie03 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2022, 17:43

Wegen seiner Spondylose hat er immer Metacam bekommen. Ich hab es aber wieder abgesetzt nach ein paar Wochen weil es ihn wieder gut ging. Dauerhaft geben würde ich eigentlich doch recht ungerne aber mal schauen. Die Spondylose wurde über Röntgenaufnahmen festgestellt.

Seine Zähne wurde von drinnen und Röntgen angeschaut, soweit schauen sie okay aus. Er frisst normalerweise auch total normal.

Naja besser ist es schon irgendwie aber halt noch nicht optimal und eine Ursache wird ja leider nicht festgestellt.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2022, 17:59

Bei Bauchgeschichten dauert es immer ein paar Tage, bis es wieder richtig rund läuft.



Metacam würde ich schon durchgehend geben, evtl. etwas niedriger dosieren. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass Schmerzen immer da sind. Sie sind nur unterschiedlich stark ausgeprägt. An dem einen Tag geht es gut, am nächsten Tag wieder schlechter.

Wie schwer ist Joshi? Wieviel Metacam bekommt er? Hunde- oder Katzenmetacam? Ein- oder zweimal täglich?



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2022, 18:02

Weißt Du noch, wann die Zähne zuletzt geröngt wurden? Wenn die Tiere älter werden verändert sich der Kiefer und es treten öfter mal Zahnrpobleme auf. Das würde ich mal im Hinterkopf halten und da ggf. nochmal tätig werden.




Ninchen
 
Registriert seit: 13.04.2020
Beiträge: 15
Leonie03 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2022, 18:14

Ob Hunde oder Katzen Metacam weiß ich gar nicht. Da kann ich aber mal nachfragen und nötigenfalls nochmal was holen. Joshi wiegt aktuell 1,6 kg. Also Spondylose wurde im März bei ihm diagnostiziert und seit April war kein „Rückfall“ mehr oder zumindest hat man nichts gemerkt. Als es ihn nicht so gut ging hab ich ihn immer Abends 0.2ml Metacam gegeben (teilweise auch morgens und Abends) aber halt nie länger als 3 Wochen.

Die Zähne wurden am 10.06.22 angeschaut und geröntgt also recht aktuell. Ich geh morgen aber nochmals zum Tierarzt um eine Köttelprobe abzugeben und evtl. ein weiteres Vorgehen zu besprechen. Da kann ich das dauerhafte geben von Metacam auch mal ansprechen.

Vielen Dank aufjedenfall




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Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2022, 18:42

Von dem Hundemetacam (da muss man nicht so viel von geben) kannst Du 2x täglich 0,2ml/kg geben. In schlimmen Fällen kann man auch die doppelte Dosis geben. 2x täglich deshalb, dass das Schmerzmittel gleichmäßig über den Tag verteilt ist, weil Kaninchen das schneller verstoffwechseln als Hunde.


Von dem Katzenmetacam muss man 3x so viel geben, um die gleiche Wirkung zu erzielen.




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.06.2022, 19:55

Ich muss meinen beiden Arthrosepatienten vom Hundemetacam jeweils 0,6 ml/kg geben. Bei extrem starken Schmerzen darf ich diese Dosis sogar 2 x täglich geben. Vor 3 Tage konnte mein Grosser sich nur noch sehr schlecht bewegen und hatte massiv Mühe beim Aufstehen, daher gab es die Doppelte Portion. Am nächsten Tag sprang er herum, wie wenn nichts gewesen wäre…

Meine Beiden haben auch hin und wieder Aufgasungen. Ich bin nicht ganz sicher, ob es aufgrund der Arthrose ist. Zumindest seit ich wieder strikt täglich Metacam gebe, ist es mit den Verdauungsstörungen deutlich besser geworden.



 
 
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