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FrühkastrationHallo zusammen, da muss ich doch noch einmal euer Wissen in Anspruch nehmen. Unser Nachwuchs - mittlerweile 9 Wochen alt, super fit, super verfressen und super süß - ist mittlerweile geimpft und alle sind auch vermittelt. Glücklicherweise haben wir genau 3 Mädels und 3 Jungs, sodass wir drei Pärchen vermitteln konnten . Ich habe bei unserem eigenen Tierarzt einen "Kontrolltermin", wenn die Kleinen 11 Wochen alt sind und den Kastrationstermin vorsichtshalber direkt mit vereinbart, da sind sie dann auf den Tag genau 12 Wochen alt (früher war kein Termin frei!). Meine Frage: reicht das noch? Oder muss ich jetzt irgendwelche Trennungen veranstalten?! Das Thema hatten wir bei uns gerade durch und ich wollte den neuen Besitzern genau diesen Stress mit wieder zusammenbringen etc. ersparen...Schon mal lieben Dank für eure Hilfe!
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| Danke für die "Aufklärung" ![]() Weiter rumtelefonieren... ich weiß, was Du meinst, und ich bin auch nicht happy mit dem Termin... Aber ist es nicht auch irgendwie blöd, bei irgendeinem TA die Kastration machen zu lassen, den man gar nicht kennt, von dem man keine Ahnung hat, wie der so ist... Ich weiß nicht, ob ich mich da so wohl fühlen würde... Ich muss dazu sagen, dass wir bei der Kastration unserer großen Jungs Probleme hatten (keine Frühkastration) - wir mussten 2 Tage zwangsernähren und hatten echt Sorge, ob die beiden es schaffen...was passiert war, wissen wir nicht. Die Kastration hat nicht "unser" TA gemacht, da der Termin für uns zu spät war...
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| Ich selbst trenne die JT mit 8 Wochen voneinander, Jungs gehen dann in eine eigene Gruppe mit Erwachsenem. Ist mir sonst zu unsicher. Ich hatte auch schon einen Kandidaten, der mit 8 Wochen schon der Welt seine Kronjuwelen präsentierte... Es gibt immer wieder Frühstarter - und einer reicht da ja schon... In deinem Fall würde ich zumindest eine Gittertrennung machen, damit die JT sich nicht vergessen, falls du keinen TA findest, der frühkastriert. Ob du den TA persönlich kennst, ist eigentlich wurscht. Der soll seinen für ihn Routineeingriff machen, nicht mehr und nicht weniger. Passieren kann immer was, da steckt auch ein dir persönlich bekannter TA nicht drin.
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| Hast du mal marinahexe mit deiner PLZ angeschrieben und nach einem TA gefragt? Oder bei kaninchenwiese geguckt? Bis zur 12. Woche würde ich definitiv nicht abwarten sondenr so bald wie möglich kastrieren.
__________________ GESTERN warst Du noch bei uns, mit Deinem Lachen, mit Deiner Freude, mit Deinen Worten. HEUTE bist du bei uns, in unseren Tränen, in unseren Fragen, in unserer Trauer. MORGEN wirst du bei uns sein, in Erinnerungen, in Erzählungen, in unseren Herzen.
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| Ach ihr Lieben, ich hatte schon mit diesen Antworten gerechnet... Dann werdenn wir wohl mal wieder das Gitter im Gehege aufbauen... echt blöd... Das Problem ist, dass die 4 Großen ja erst seit 3 Wochen wieder zusammen sind, ich würde sie ungern schon wieder trennen... Kann ich die 3 Jungs denn dann "alleine" im Gehege nebenan unterbringen? Oder besser mit den erwachsenen Jungs - dann müssten sich nur die Paare wieder aneinander gewöhnen...
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| Und auf der Suche nach einem TA, der eine Frühkastration macht, bleibe ich trotzdem...
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| Vollkommen verrückt: hier bei uns in der Gegend sagen mir alle Tierärzte, dass eine Kastration erst ab 3 Monaten möglich bzw. mdeizinisch vertretbar sei... Warum ist das so? Auf allen, wirklich allen Kaninchen-Info-Seiten liest man von der Frühkastration und dass diese sinnvoll ist... Warum sind die Tierärzte da so anders gepolt???
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| Das liegt daran, dass die meisten Tierärzte wenig bis keine Ahnung von Kaninchen haben. Dazu müssten sich die Ärzte selbständig weiterbilden, was Zeit- und Kostenintensiv ist. Ich bin fast eine Stunde mit dem Auto unterwegs um zu einem Tierarzt zu kommen, der sich auskennt. Aber für alles was komplizierter als eine spät Kastra ist, ist ein Spezialisierter Heimtierarzt nicht zu ersetzen.
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| Eine späte Kastration ist sinnvoller, denn die Tiere benötigen die männlichen Hormone um richtig erwachsen zu werden in ihrem Verhalten und das hat auch auf das Knochenwachstum usw. Einfluss. Desweiteren ist ein Bauchschnitt so wie er bei einer Frühkastration gemacht werden muss viel gefährlicher als wie wenn von außen operiert wird. Bei einer Frühkastration sind die Tiere auch noch sehr klein und können deswegen eine Narkose nicht so gut vertragen wie ein Kaninchen das jetzt zum Beispiel 6 Monate alt ist. Wenn man die Tiere mit einem Gitter trennt wo sie sich aber sehen/riechen können dann muss man sie meistens auch nicht neu vergesellschaften.
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| Zitat:
Wer hat Dir denn diesen Quatsch erzählt? Viele meiner Männchen waren frühkastriert und sind trotzdem gestandene "Hasen-Männer" geworden. Bei einer Frühkastra wird kein Bauchschnitt wie bei einer Weibchenkastra gemacht. Ich hab die Böckchen um 8.15 Uhr in der Praxis abgegeben und konnte sie gegen 12 Uhr wieder abholen. Dann saßen sie schon in der Transportbox und haben gefressen, als ob nix gewesen wäre. Man lässt die Tiere ja frühkastrieren, damit man sie nicht trennen muss und sie in der Gruppe bleiben können.
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| Bei Hunden und Katzen ist es das Gleiche, die sollten auch erst ab einem bestimmten Alter kastriert werden ... Viele Tierärzte bieten eine Frühkastration nicht an weil sie eben selbst wissen, dass es besser ist wenn die Tiere vollständig entwickelt sind. Okay vlt ist es kein direkter Bauchschnitt wie bei einer Weibchenkastra, aber dadurch sich die Hoden noch im Inneren befinden wird trotzdem auf eine gewisse Weise eben von innen operiert. Ja, dass sie in der Gruppe bleiben ist natürlich einerseits schon gut gemeint, aber andererseits sollte die Gesundheit schon Vorrang haben. Die Tiere sind ja nur 6 Wochen getrennt und wenn sie sich durch das Gitter sehen/riechen können, dann sind sie ja nicht komplett getrennt. Geändert von _Cinderella_ (04.06.2022 um 18:32 Uhr).
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| Wie es bei Hunden ist weiß ich nicht, aber bei Katzen wird definitiv eine Frühkastra gemacht und hat meiner Erfahrung nach keine gesundheitlichen Folgen Bei meinen Eltern leben wilde Katzen, die wurden mit ca 3 oder 4 Monaten kastriert, Genau weiß man das Alter natürlich nicht, aber die Katzenhilfe hier vor Ort hat hat sehr gut geholfen und keine Probleme bei einer frühen Kastra gesehen Inzwischen sind die Tiere ca 7 Jahre alt, gesund, munter und auch zutraulich Vieles was früher nicht ging, ist heute erfahrungsgemäss weiter und man sollte auch offen für neues sein und sich nicht an das "alte" Wissen klammern Ich selber habe zwar nie eine Frühkastra machen lassen (nehme nur Tiere aus schlechter Haltung), aber aktuell laufen da welche bei einer Freundin rum, die sind inzwischen auch ca 3- 4 Jahre. Sie sind genauso gesund und munter wie Spätkastraten und können ebenso rumpöbeln
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| Bei Kaninchen würde ich definitiv immer die Frühkastra bevorzugen, ich hatte schon beides und es hat null Unterschied gemacht. Hunde/Katzen mit Kaninchen zu vergleichen ist wie Äpfel mit Birnen.
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| Zitat:
Wird ein fachkundiges Narkosemanagement geführt, sind Beatmungsgeräte vorhanden, und wird die Narkose von einer 2. Person mit speziellen Geräten überwacht, dann ist das Risiko generell sehr gering. Ein erhöhtes Risiko gibt es bei Kaninchen mit Vorerkrankungen (v.a. Herzerkrankungen) oder stark geschwächte Tieren. Gemäss einer bereits älteren, 14-jähriger Studie liegt das Risiko bei 1,4% inkl. schwerer Erkrankungen ( mit gesunden Kaninchen ist das Risiko noch tiefer). Seitdem hat sich aber im Narkosemanagement sehr viel getan und verändert, daher ist das heutige Risiko mit damals nicht annähernd vergleichbar. Tödliche Narkosezwischenfälle treten meist auch erst 2-3 h nach der Narkose auf, v.a. dann wenn die Tiere hinterher nicht überwacht werden, sondern sich selbst überlassen werden. Ich habe gerade an einem Webseminar über Narkose teilgenommen eines kaninchenkundigen TA, die Infos decken sich mit den Infos bei Kaninchenwiese: https://www.kaninchenwiese.de/pflege/kranken-pflege/narkoserisiko-beim-kaninchen/ Übrigens: jeder der schon Spätkastrate miteinander versucht hat zu vergesellschaften weiss, dass dies häufiger zum scheitern verurteilt ist und die Spätkastrate in Paarhaltung besser aufgehoben sind (Ausnahme: wenn sie gut sozialisiert wurden und in Gruppen mit ausgewachsenen Tieren aufwachsen konnten, was aber leider selten der Fall ist). PS: es gab bei meinen verstorbenen Lenny vor 2 Monaten bei versuchter Röntgen bei Zahnkorrektur während der Narkose einen Zwischenfall, den der kaninchenkundiger TA aber durch Sofortmassnahme aber gut stabilisieren und retten konnte. Natürlich wurde gleich Ursachenforschung gemacht und es stellte sich heraus, dass Lenny todkrank war (Thymom, der auf‘s Herz drückte). 1 Monat später musste ich ihn deswegen einschläfern lassen, weil er Atemnot bekam. Geändert von Rakete (06.06.2022 um 19:25 Uhr).
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