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Nierenzyste! OP? Bin verunsichertHallo, ich würde mich gerne austauschen, auch damit ich etwas mehr Klarheit für eine Entscheidung bekomme. Der heutige TA Besuch hat mich zusätzlich verunsichert. Durch Zufall ist bei meinem Widder-Mädchen bei einem TA Besuch ein Abdomen im Bauchraum durch Röntgen festgestellt worden. Ich war bei der TÄ eigentlich wegen dem Partnertier, ein älterer Herr von 12 Jahren, da er schlecht fraß. Geröntgt wurde er nicht, ihm wurde eine Zahnspitze abgeknipst und das wäre die Ursache fürs schlechte Fressen. (ein absolutes NO-GO) Bei dem Widder Mädel hat sie auf dem Röntgenbild einen angeblichen Lebertumor entdeckt sowie einen Blasenstein. Außerdem hat sie die Ohren entzündet, dies hat sie nur durch Nachschauen und Ertasten diagnostiziert. Ich wollte dann eine Zweitmeinung einholen und bin zu einer Kaninchen-erfahrenen TÄ gegangen. Diese hat die Ohrenentzündung durch Röntgen bestätigt und durch Ultraschall kam heraus, dass mein Mädel keinen! Lebertumor hat, sondern eine Nierenzyste. Die eine Niere ist verkümmert, aber die andere Niere arbeitet ordnungsgemäß laut Blutbild. Ihre Blutwerte sind auch soweit in Ordnung. Die TÄ möchte nun gerne operieren und die verkümmerte Niere mitsamt Zyste entfernen. Hier steht nicht nur das OP Risiko im Raum, sie meinte auch: wenn sie sehen würde, dass es doch schlimmer als laut Ultraschall wäre, würde sie das Kaninchen nicht mehr aufwachen lassen. Es ist trotz Ultraschall nicht ganz klar, wie das mit der Zyste ist und genaues könne man nur erkennen, wenn man den Bauchraum öffnet. Der Blasenstein ist übrigens nicht mehr auf dem Röntgen erkennbar. Das Kaninchen hat auch keine Probleme mit dem Wasserlassen. Ich hatte die TÄ schon nach dem Ultraschall angesprochen, was mit der Ohrenentzündung geschehen soll, ob die Ohren nicht gereinigt werden sollen? Sie meinte: Die Ohrenentzündung ist das kleinste Problem, erst die OP gut hinter sich bringen. Okay, dachte ich. Den OP Termin musste ich verschieben, da es zwischenzeitlich dem Männlein nicht so gut ging (das ist wieder ein anderes Thema, dafür müsste ich einen neuen Thread aufmachen). Der neue OP Termin ist Ende des Monats angesetzt. Dann habe ich bei einem TA-Termin für den Jungen gefragt, ob man nun die Ohren des Widder-Mädels reinigen könnte und bekam zur Antwort: das könnten sie nicht dazwischen schieben, keine Zeit. Diesen Montag hat das Mädel Durchfall bekommen, wahrscheinlich wegen Wetterwechsel und weil sie die ganzen Möhren (waren für den kränkelnden Herrn bestimmt) gefuttert hat. Abends zeigte sie Schmerzsymptome und ich gab ihr Novalgin. In der Nacht hat sie eine Art Anfall bekommen: ist auf die Seite gefallen, hat den Kopf hin und her geschlickert, schief gehalten und das paar mal hintereinander. Ich dachte schon: Das war`s. Ich gab ihr Vitamin B und Schmerzmittel und zur Sicherheit Rodicare Akut. Sie fing danach auch wieder das Fressen an. Am nächsten Tag rief ich sofort in der TA Praxis an und es wurde mir gesagt: ich solle Panacur und Vitamin B geben, das könne ein EC Anfall gewesen sein. EC Titer bei ihr ist negativ, dies soll laut Praxis aber nicht unbedingt aussagekräftig sein. Da ich auf die Ohrenproblematik hinwies, bekam ich einen Termin für heute. Die Praxis ist ca. 45 min Autofahrt von mir entfernt, aber hier in der Nähe gibt es keinen TA der sich mit Kaninchen auskennt. Als ich in die Praxis kam wurde ich mit den Worten begrüßt: Warum ich bei dem heißen Wetter soweit gefahren wäre, wenn es dem Kaninchen doch wieder soweit gut gehe? Als ich erwiderte: Ich weiß ja nicht, was genau der Auslöser für den Anfall war, ob es mit den Ohren zusammenhängt. Die TÄ meinte: Die Ohrenproblematik sei doch bekannt und sie hätte mir gezeigt, wie man die Schlappohren säubert. Da bin ich dann wütend geworden und meinte: Nein das haben sie nicht, es war ja nie Zeit. Sie musste dann weg und ihre Kollegin säuberte die Ohren und zeigte mir zwischen Tür und Angel wie das Ganze funktioniert. Die TÄ kam wieder und ich musste sie noch auf das tränende Auge meiner Häsin hinweisen und dass sie unterm Kinn nass wäre. Das ist sie öfters. Jaja, das könne von den Ohren kommen, war ihre Meinung, aber es wäre alles in Ordnung. Ich merkte richtig, dass die TÄ keine Zeit (oder Lust) hatte sich mit uns zu befassen. Jetzt bin ich weiter verunsichert, ob ich die OP bei ihr machen lassen soll oder nicht. Ich halte die TÄ für kompetent, aber mir kommt sie auch gestresst und etwas fahrig vor. In meiner näheren Umgebung brauche ich mir keine Dritt-Meinung einzuholen. Was meint ihr? Soll ich die TÄ auf meine Bedenken und, dass sie mich mit ihrem Verhalten verunsichert hat, ansprechen?
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| Hallo, wenn ich das Gefühl habe, nicht gut oder ausführlich beraten worden zu sein, würde ich mir eine 2. Meinung einholen oder die TÄ um ein Gespräch bitten, je nachdem, wie gut man mit ihnen klar kommt ![]() Wie weit wäre denn bei dir ein Spezialist für Kaninchen entfernt? Wenn ich jemand mit wirklich guter Erfahrung brauche, dann müsste ich schon ca 3 Stunden fahren Wie alt ist deine Häsin?
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| Hallo Keksdame, vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Es tut mir leid, dass deine Widder-Dame gestorben ist und es scheinen da wirklich Paralellen zu existieren. Also mein Mädel ist ca. 11 Jahre alt und so fit. Es kann sogar sein, dass sie die Ohrenentzündung schon lange hat, aber bei den letzten TA Besuchen (andere TÄ, keine Kaninchenspezialisten) wurde nichts entdeckt. Sie hat ihr Gewicht über die Jahre gehalten, aber es stimmt ich kann ihre Wirbelsäule gut fühlen. Sie ist ein Rex-Widderchen und durch das lockige Fell ist man schnell bis auf die Haut beim Abtasten. Jeder hat mir bisher gesagt, ihre Zähne wären in Ordnung. Sie frisst auch viel ohne Probleme. Das einzige, sie hat bei Wetterwechsel schnell Matschekot und nach einem TA Besuch, bei dem sie das 1. Mal Metacam bekam, sie hat auch Arthrose und Spondylose, bekam sie Durchfall wie Wasser. Aber das habe ich in den Griff bekommen. Die Zyste an der Niere (?, Zyste könnte auch woanders liegen, da Ultraschallbild nicht zu 100% eindeutig), ist schon recht groß und könnte sie im Bauch drücken. Es besteht auch die Gefahr, dass die Zyste aufgeht oder sie innerlich verblutet. Ich verstehe auch nicht, warum nicht vorher auf die Ohren eingegangen wird, es wurde sich direkt auf die OP konzentriert. Ich habe die Blutwerte gesehen, die sind wirklich soweit in Ordnung. Was mich auch irritiert, ist dass diese TÄ bei meinem Männlein weiterhin Metacam geben will, obwohl er zu hohe Nierenwerte hat. Ich hatte sie darauf angesprochen und sie meinte, die NIerenproblematik bei Metacam wäre eher bei Hunden und Katzen. Ich muss ihr nur zu gute halten, dass ich ohne sie die ganzen Diagnosen bei meinen beiden Hasis nicht bekommen hätte und ich beim Kleinen die Zähne machen lassen konnte, so dass er wieder richtig frisst und er rechtzeitig auf seine schlechten Nierenwerte behandelt werden kann. Dafür bin ich dankbar. Aber ich finde auch, wenn so eine große OP im Raum steht, müssen doch die anderen Dinge relativ gut im Griff sein? Das hat mich heute auch so geärgert, dass sie meine Nöte, dass die Ohrenentzündung schlimmer geworden ist, abgetan hat.
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| Hallo 4Chaoten, ja, über eine 2. (ist dann fast schon die 3.) Meinung denke ich auch nach. Und ich spüre, dass ich das Gespräch mit der TÄ führen muss, denn heute hat sie mit ihrem Verhalten mein Vertrauen in sie angekratzt. Mein Mädel ist ca. 11 Jahre alt.
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| 11 Jahre sind wirklich ein stolzes Alter und ich sehe da jede OP als ein Risiko dass sie vielleicht nicht mehr aufwacht, auch wenn sie sich soweit fit verhält. Meine Widderdame war bis zum letzten Abend fit und ist durch die Wohnung gehoppelt. Ich hätte nie geahnt was am nächsten Tag passiert und ich konnte es nicht mal beim TA verstehen dass es einfach vorbei war. Also bei Merci war das mit dem nassen Kinn auch und sie hatte Zahnwurzelprobleme, das hatte mich auch überrascht weil sie gut und viel gefressen hatte. Was dann auch überraschend war dass sie kaum Muskulatur hatte wegen der Nierenprobleme und obwohl sie frass und ihr Gewicht nicht auffällig war. Aber das Ganze war ein schleichender Prozess und allein durchs Wiegen nie aufgefallen. Ich persönlich würde jetzt nicht sofort in die OP springen ohne vorher eine gewisse gesundheitliche Grundstabilität zu haben. Ich hoffe sehr dass die TÄ nicht nur auf die OP drängt weil es der am besten bezahlte Eingriff ist... Ich weiß jetzt nicht wie lange sich eine Ohrenentzündung entwickelt aber da die Auswirkungen sehr schlimm sind bleibt sowas nicht lange unentdeckt. Ich würde jetzt als höchste Priorität setzen die Entzündung in Griff zu bekommen und nach den Zähnen zu schauen, d.h Kiefer röntgen. Bei Durchfall/Matschkot könntest du noch Benebac dazu geben. Das beruhigt und regeneriert die Darmschleimhaut. Manche Medikamente wie Schmerzmittel und Antibiotika werden nicht gut vertragen.
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| Hallo Keksdame, danke für deine Antwort. Ich gebe meiner Kleinen schon was gegen Matschekot und es hat schon prima geholfen (Präbiotika). Ich hatte gestern nochmal mit der TÄ gesprochen und sie auf mein Unbehagen angesprochen. Sie meinte, dass sie den Bauchraum öffnen müsste, um genau zu untersuchen wo die Zyste/die Umfangvermehrung sitzt, also auf welchem Organ. Sie meinte auch, wenn sie sehen würde, dass die Umfangvermehrung nicht problematisch sei und eine Entfernung mehr Gefahr als Nutzen bringt, sie mein Kaninchen wieder zunähen würde. Wenn eine Entfernung aber notwendig ist, dann müsste die Zyste raus, da das eine tickende Zeitbombe ist. Die Zyste kann auch auf die Verdauungsorgane drücken und ich habe schon den Eindruck, dass sie meine Widder-Dame stört. Die TÄ meinte auch, wenn ich unsicher bin würde sie mein Kaninchen da behalten und nochmal Röntgen mit Kontrastmittel und Ultraschall machen, bevor sie die OP startet. Das ganze klingt für mich logisch. Trotzdem habe ich Angst. Die TÄ ist auf Heimtiere/Kaninchen spezialisiert und auch ihre OP Methoden sind an die Besonderheiten von Kaninchen angepasst. Sie operiert auch öfters ältere Kaninchen. Es wird ein Venenzugang gelegt um im Notfall schnell handeln zu können und die Kaninchen werden sogar intubiert. Klingt für mich alles vernünftig.
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