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| Siehe unten Geändert von Hasen-Nasen (17.04.2022 um 15:17 Uhr).
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| Also davon wird allgemein dringend abgeraten, da spätestens in der Pubertät Revierkämpfe, die dann plötzlich auftreten, so ausarten können dass ein Rammler abgebissene Hoden hat und verblutet. Selber gesehen habe ich es nicht ! Natürlich berichten Halter das es funktioniert, aber es wird auch berichtet, dass es ein Pulverfass ist, was jeder Zeit hoch gehen kann. So teuer ist eine Kastration ja auch nicht. Sollte dich der Preis zurück schrecken, lass Dir sagen das Kaninchen-Leben wird noch sehr viel teurer. Aber das weißt Du ja Du hattest ja bereits Kaninchendamen. Am verträglichsten sollen übrigens ein Paar sein mit kastrierten Bock, oder zwei Kastraten. In der Natur leben mehrere Tiere zusammen, haben aber riesige Bauten mit Tunnel und Höhlen für ranghohe und rangniedrige Tiere. Das aus dem Weg gehen ist bei unbegrenzten Platz möglich. Im Gehege von 8-10 qm halt nicht ausreichend für zwei Hormongesteuerte Böcke. Bei einer Rangablösung in der Natur, mit blutigem Ausgang weint dann auch kein Mensch, da es keinen Halter gibt. Über die Lebensweise von Wildkaninchen kannst du Google fragen. Es gibt tolle Berichte über die Kaninchenkolonie und deren Aufbau und Sinn dahinter vom Kaninchenbau. Übrigens impft man Wildkaninchen nicht, aber die Haustiere, da Futter und Insekten tödliche Krankheiten übertragen... Myxomatose, RHD 1+2 Impft man nicht trägt man zu Verbreitung der Seuchen bei und muss mit tötlichen Ausgang rechnen. Man muss damit leben, dass man Wildtiere und Haustiere in der Nachbarschaft in Gefahr bringt. In der Natur haben die Kaninchen eine deutlich geringere Lebenserwartung. U.a. wegen der Seuchen. LG Anni
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| Nein, mir geht es nicht um die Kosten die eine Kastration kostet sondern eher darum, dass Nagetiere ein hohes Narkoserisiko haben und dass ich einfach der Meinung bin, dass Tiere lieber "vollständig" was den Körper betrifft leben möchten. Bin einfach generell nicht wirklich ein Fan von Kastrationen, egal bei welchem Tier. Tiere können sich dann vlt auch vom Charakter verändern und wer weiß wie der Tierarzt arbeitet und ob das Tier vlt während oder nach der Operation Schmerzen hat.
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| Im Falle von Kaninchenrammlern ist die Kastration der einzige Weg Tierleid, zu vermeiden. Die Verletzungen bei Rammlerkämpfen können heftig und tödlich sein. Die Alternative ist Einzelhaltung und steht daher nicht zur Debatte. Btw: Kaninchen sind keine Nagetiere ![]()
__________________ --- "Du mußt sie jetzt sagen, Oder ewig 'rumtragen, Deine Worte: Verzeih! Hätt' ich doch! – Einerlei. Könnt' ich doch noch! – Vorbei." (Reinhard Mey) --- [Danke, Tante Jessi]
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| Wie alt sind die beiden jetzt? Lass beide zeitgleich kastrieren und zusammen wieder aufwachen. Ein guter TA deckt die Kaninchen gut mit Schmerzmitteln ab. Ein Narkoserisiko ist da, klar. Das würde ich aber jederzeit in Kauf nehmen, um den Tieren ein artgerechtes Leben mit Partner ermöglichen zu können. Du möchtest nicht sehen, wie ein Kastrat nach einer Auseinandersetzung mit einem Rivalen aussehen kann.
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| Die Haltung von unkastrierten Rammlern kann vor dem Tierschutzgesetz durchaus auch unter Tierquälerei fallen… Die Haltung in freier Natur unterscheidet sich grundlegend. Erstens können sich die Tiere bei Auseinandersetzungen neues Revier suchen oder ausweichen. Vermutlich wird es da auch dort welche geben, die sich miteinander verstehen. Allerdings ist die Sozialisierung durch das Aufwachsen in einer Kolonie schon mal gegeben, was in der Haustierhaltung kaum der Fall ist. Da werden sie zu früh von der Mutter getrennt und wachsen oft ohne die Sozialisierung durch ausgewachsene Tiere auf. Aber auch in der Wildnis wird es massive Verletzungen geben. Bisswunden können zu Abszessen und zum Tod führen. Aber für eine normale explosionsartige Kaninchenvermehrung braucht es auch gar nicht viele Rammler, da hat die Natur schon vorgesorgt, dass nur die Stärksten überleben…
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| Hallo und willkommen ![]() das Risiko ist in meinen Augen auch nicht größter, als wenn ein Mensch operiert werden müsste und für einen erfahrenen TA ist es keine große Sache und vorher eine Kotprobe und gesundheitscheck machen lassen Von meinen Tieren hat es jeder gut überstanden Die Aussage, dass die Tiere lieber "vollständig" leben möchten, finde ich nicht nachvollziehbar, das ist wohl eher die denkweise von Menschen Kaninchen sind wie alle Tiere Instiktgesteuert, d. h. fressen und vermehrenWenn du also 2 Rammler hälst, dann verhalten sie sich auch so und werden sich früher oder später bekämpfen bis einer stirbt Ich habe vor ca 2 Jahren einen Kastraten genommen (für eine Häsin) Die Vorbesitzerin hatte ein vermeintliches Pärchen (Käfighaltung) zu ihrer Häsin genommen. Großes Gehegen, Außenhaltung Bis sie einen (Kastrat)morgens halbtot im Gehege vorgefunden hat. Er hatte eine ca 10 cm große Wunde, die Wirbelsäule war schon zu sehen. Der TA konnte ihn retten und es stellte sich heraus, dass das Weibchen ein Rammler war
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| Bei Rammlern geht es bei Auseinadersetzungen nicht so sehr um Hierachie, sondern darum den anderen zu vertreiben. Funktioniert in der Natur, in der Haltung nicht. Dass der andere nicht geht kann als Affront empfunden werden und dann kann die Situation von einem Moment auf den anderen eskalieren. Selbst wenn es ein Jahr gut geht, die jährlichen Hormonschwanken bergen immer ein Risiko. Bisher hab ich nur kastrierte Rammler jenseits von 6 Monaten erfolgreich zusammen leben gesehen, in der Nachbarschaft hat einer probiert 3 intakte Rammler zusammenzuhalten, hatten ziemlich böse Bisswunden. Auch wenn das Partnertier ein kastriertes Weibchen ist würde ich den Rammler kastrieren lassen - abgesehen davon dass sie das Mädel ziemlich belästigen markieren sie sie auch ohne Rücksicht darauf wo sie sind, sie haben eine Reichweite von mehr als einem Meter und ein Ziel wie Stevie Wonder, etwas mühsam bei Wohnungshaltung *seufz*. Alleine kann ein intakter Rammler ein perfektes Haustier sein, nur, der Grossteil der Freude die ich von meinen Fellnasen habe ist sie bei ihren Interaktionen zu sehen, ich allein wäre ein mangelhafter Ersatz für einen Partner. Weibchen sind ein ganz anderes Thema. Es kann passieren dass Charaktere einfach nicht zusammenpassen, aber sie haben beim Ausarbeiten der Hierachie wenigstens ein paar Eskalationsstufen und es ist leichter einzugreifen wenn es schief geht. Kastrieren macht aber auch da, abhängig vom Charakter und der Stärke der Instinkte, das Leben einfacher. IMHO sind Kaninchen auf eines spezialisiert, wenn das nicht das Ziel des Halters ist ist sie nicht zu kastrieren wie bei einem Auto das Gas voll durchzutreten ohne jemals einen Gang einzulegen, Verbrauch, Verschleiss, unnötige Pannen - ohne einen Schritt vorwärts zu kommen. Die Kosten, objektiv ist das nicht viel. Ich hab wegen anderer Sachen schon viel mehr beim Tierarzt gelassen, damit muss man rechnen. Bei Weibchen sind geundheitliche Risiken mit dem Alter auch ein Thema, und dann steigt nicht nur das Risiko eines Eingriffs sondern auch die Kosten.
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| Ich hab jetzt die ganze Zeit überlegt, ob ich dieses Foto posten soll oder nicht. Dort wurden 5 unkastrierte Böcke zusammen gehalten. Sie waren 14 Wochen alt und gerade in die Geschlechtsreife gekommen. Einer musste eingeschläfert werden, dieser hier hat mit Verletzungen überlebt. 2 weitere sahen ähnlich aus. ![]()
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| Danke für das Foto! Ich hatte selbst schon einen solchen Kandidaten auf dem OP Tisch. Da wurde versucht drei Rammler unkastriert zusammen zu halten trotz meiner vorherigen Warnung. Man wollte nicht hören und die Tiere mussten das ausbaden. Dem schwächsten wurde ein Hoden und das umliegende Gewebe so stark verletzt, dass eine reguläre Kastration nicht möglich war und das eine riesige OP Wunde gab, da das infizierte Gewebe und der hodensack mit entfernt werden musste. Selbst nach der Kastration war keine Besserung in Sicht, die Besitzer konnten die Haltung nicht optimieren, sodass sie am ende alle drei Tiere getrennt vermittelt haben. Also bitte: unbedingt die Männchen nur kastriert zusammen halten.
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| Ich hatte ein Mal (EIN EINZIGES!) den Fall, dass zwei Rammler beste Freunde waren. So sehr, dass der eine gestorben ist, als ich den anderen verkauft habe. Das ist die absolute Ausnahme und lag wahrscheinlich mit daran, dass der eine den anderen quasi aufgezogen hat. Der war nämlich eine Handaufzucht und ich habe ihn und die Geschwister mit 3 Wochen zu dem Altrammler gesetzt, damit sie lernen, Kaninchen zu sein. Das war die absolute Ausnahme, in allen anderen Fällen führt es zu blutigen kämpfen und heftigen Verletzungen, wenn zwei intakte Rammler zusammen kommen. Denn im Stall kann keiner die Segel streichen und abhauen wie in der Natur. Die verbeißen sich ineinander und haben das Ziel, den Gegner zu töten. Kastration beim Rammler ist übrigens wunderbar mit leichter Sedierung ("Scheißegalspritze") und örtlicher Betäubung möglich. Dauert 10 Minuten, Tier steht auf, schüttelt sich und fängt an zu fressen. Ist nur nicht so leicht, jemanden zu finden, der das macht...
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| OMG ... hm ja man kann es dann irgendwie erst glauben, wenn man mal ein Foto von sowas gesehen hat bzw. Erfahrungen von anderen Leuten gehört hat. Hätte nämlich nicht gedacht, dass so ein Unterschied zwischen Rammlern und Häsinnen ist weil sich meine (unkastrierten) Weibchen immer gut untereinander verstanden haben. Geändert von _Cinderella_ (18.04.2022 um 19:20 Uhr).
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| Dir muss vor allen Dingen auch klar sein: die können sich an einem Tag abgöttisch lieben und morgens schaust du ins Gehege und einer ist tot oder schwer verletzt. Das sind tickende ZeitBomben und russisch Roulette spielen. wenn sie sich erst mal richtig gefetzt haben bekommt man sie meist auch nach der Kastration nicht mehr zusammen. und zum Thema intakt lassen: das trifft bei Kaninchen absolut nicht zu. Du machst Ihnen damit keinerlei gefallen. Auch den Weibchen nicht. die leiden sogar ziemlich unter ihren Hormonen. Außerdem bekommen viele im Alter dann Gebärmutter Tumore und sterben daran. Bei Hunden sieht das wieder anders aus.
__________________ LG Britta
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| Nein, definitiv nicht. Schon allein wegen der Urinspritzerei, die du schon selbst aufgeführt hast. Die ist unabhängig von der An- oder Abwesenheit von Artgenossen, die wird immer erfolgen. Intakte Rammler stinken außerdem (für menschliche Nasen). Ich rieche das selbst im exzellent belüfteten Außenstall, wo die Herren der Schöpfung wohnen Sie berammeln, was nicht bei Drei aufm Baum ist, und/oder lassen ihre sexuelle Frustration an greifbaren Gegenständen inkl. Halter aus. Zitat:
Selbstverständlich muss man schauen, wer mit wem zusammenpasst. Kaninchen sind auch nur Menschen, unsereins will ja auch nicht mit jedem X-Beliebigen zusammenwohnen müssen. Und natürlich gibts leider auch bereits verhaltensgestörte Tiere, die man langwierig therapieren muss oder am Ende auch scheitert. Ich will nichtmal in Abrede stellen, dass es auch introvertierte Kaninchen gibt, die gern ihr eigenes Ding machen und nicht unbedingt im Pulk liegen wollen. Aber die Möglichkeit zu können, wenn sie wollen, müssen sie halt haben.
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| Hm naja bei Weibchen sehe ich das eigentlich schon anders. Ich hatte in der Vergangenheit immer Weibchen und keines davon ist an einem Gebärmuttertumor oder so gestorben. Wir Menschen könnten auch an Tumoren in der Gebärmutter sterben, aber deswegen lassen wir uns auch nicht die Gebärmutter entfernen. Und selbst wenn Kaninchen einen Gebärmuttertumor bekommen, dann passiert das erst im hohen Alter und bis dahin hatten sie ein glückliches Leben. Eine Kastration ist bei Weibchen noch gefährlicher als bei Männchen und vor allem nicht so notwendig wie bei Männchen.
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| Jap. Es gibt Berichte von Pflegestellen, die jedes Weibchen vorsorglich kastrieren. Die Trefferquote ist erschreckend.
__________________ --- "Du mußt sie jetzt sagen, Oder ewig 'rumtragen, Deine Worte: Verzeih! Hätt' ich doch! – Einerlei. Könnt' ich doch noch! – Vorbei." (Reinhard Mey) --- [Danke, Tante Jessi]
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| Ich hatte 2 Häsinnen. Jule erkrankte im Alter von knapp 4 Jahren (Notkastra erfolgreich), Wuschel im Alter von knapp 5 Jahren (Krebs hatte bereits gestreut, für sie kam jede Rettung zu spät, einziges Symptom: Futterverweigerung). Beide waren definitiv nicht verwandt. Es gibt natürlich Leute, die meinen das wäre schon ein "hohes Alter"...
__________________ Gute Menschen gleichen Sternen, sie leuchten noch lange nach ihrem Erlöschen.
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| Mein Onkel hatte einige Kaninchen, die Männchen und Weibchen lebten getrennt, da die Männchen alle nicht kastriert waren. Es waren erst nur zwei Kaninchen, bis das Weibchen schwanger wurde ( sie war eigentlich noch viel zu jung um Babys zu bekommen ). Es kamen 9 Babys auf die Welt, ein Mädel und acht Jungs. Als die kleinen älter wurden kam es oft zu kämpfen, bis der Vater einen seiner Söhne tot biss. Du siehst also, das hat nichts damit zu tun wie lange sich die Kaninchen kennen und ob sie verwandt sind. Irgendwann wurde der Vater und ein weiteres Männchen stark angegriffen, sodass diese abhauten. Das ist das beste Beispiel dafür, was passieren kann, wenn man sich Kaninchen holt ohne sich zu informieren… LG Myrabbit
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