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Verwachsungen im Darm und Phyto Bezoare auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By NinaMiu

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Ninchen
 
Registriert seit: 28.05.2019
Beiträge: 5
NinaMiu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.04.2022, 21:53

Verwachsungen im Darm und Phyto Bezoare


Hallo zusammen!
Ich würde gerne die Erfahrungen und Meinungen von erfahrenen Kaninchenhaltern hören. Mein Kaninchen (3 Jahre und 1 Monat alt) war wiederholt mit einer Darmverstopfung in der Klinik. Am Mittwoch wurde bei ihr eine Laparotomie durchgeführt, bei der mehrere Verwachsungen im Darm und Phyto-Bezoare im Dünndarm festgestellt wurden. Ich weiß, dass die Prognose nicht gut ist, aber das Kaninchen will unbedingt leben und kämpft, so gut es kann. Können Sie Ratschläge geben, wie man den Darm am Laufen halten kann? Ich frage mich, wie lange und wie oft man Rodicare hairball geben kann?



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Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.04.2022, 22:44

Da wird es wahrscheinlich wenig Erfahrungsberichte geben, da viele so eine Diagnostik gar nicht machen.
Ich kann dir nur von einem meiner Kaninchen berichten, der immer wieder hartnäckige Verdauungsprobleme hatte.

Beim ersten lang dauernden Verdauungsproblem, war die Tierklinik überrascht, dass er es geschafft hatte. Ich hatte ihn wieder mit nach Hause genommen, weil die TÄ sich sicher war, dass ich mehr tue, als sie stationär machen können. Er war teils so schwach, dass ich nicht glaubte, dass er es noch schafft und hab ihm dann letztendlich einen lauwarmen Einlauf gemacht und darauf hat er dann 80g innerhalb weniger Minuten abgesetzt und es ging bergauf. Er hatte vom Körper her eine sehr birnenförmige Form.
Ein Jahr später hatte er als ich ihn kontrollierte richtige Platten im Bauch spürbar. So als würden lauter Kotplatten im Darm sein. Es ging ihm zunehmends schlechter und meine TÄ meinte, jetzt machen wir auf, er hat nichts mehr zu verlieren.
Da ich selbst fundierte medizinische Kenntnisse habe, weil ich in der Chirurgie gearbeitet habe, durfte ich assistieren und das was zum Vorschein kam war echt der Wahnsinn. Sie hat ihn umgehend erlöst und dann haben wir den Darm angeschaut.
Sein Darm war im aufgegasten Bereich zum Durchreißen dünn und darin waren ganz zähe Kotplatten drin. Der gesamte Darm war miteinander verwachsen. Ein Darmtumor hatte den Darm bis eine Ministelle zugewuchert und ein weiterer großer Tumor war an der Darmwand dran. Außerdem hatte er einen Megacolon.
Wer weiß wie lange das ganze sich schon angebahnt hatte. Letztendlich war es zu diesem Zeitpunkt klar, dass es ganz schlecht um ihn steht.
Ich würde auf jeden Fall eine Darmaufbaukur machen. Normalerweise ist eine reine Wiesenfütterung über die Wiesenpflückzeit am Besten und auch das artgerechteste.
Ich denke aber auch, wenn schon alles verwachsen ist, wird es eine gemeinsame befristete Zeit sein.



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Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.04.2022, 07:34

@gerti

Wie kann man sowas (Tumore, Verwachsungen, Magen- Darmsteine) feststellen? Nur über die Eröffnung oder allenfalls auch mittels einfacheren Untersuchungen wie Ultraschall?

Meine Seniorin (bald 11) frisst seit 2 Jahren zunehmend sehr kärglich, oft auch nur durch Zureden. Regelmässige Verdauungsprobleme seit einem halben Jahr (meist dann auch mit etwas Matschkot), auch wiederholt stationäre Behandlung. Nur weil ich immer so schnell reagierte, ging es ihr relativ noch gut, aber Erholungen dauern oft mehr als 1 Woche mit Päppeln. Auch habe ich das Gefühl, dass sie manchmal Schmerzen beim Kotabsatz hat. Kot auf Parasiten negativ. Sollte sie einmal im bedenklichen Zustand sein, werde ich sie sicherlich erlösen lassen, denn selbst die wiederholten Verdauungsproblemen mit mässigen Schmerzen sind kein Zustand in dem Alter.




Geändert von Rakete (15.04.2022 um 07:38 Uhr).

Ninchen
 
Registriert seit: 28.05.2019
Beiträge: 5
NinaMiu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.04.2022, 08:18

Zitat:
Zitat von gerti Beitrag anzeigen
Da wird es wahrscheinlich wenig Erfahrungsberichte geben, da viele so eine Diagnostik gar nicht machen.
Ich kann dir nur von einem meiner Kaninchen berichten, der immer wieder hartnäckige Verdauungsprobleme hatte.

Beim ersten lang dauernden Verdauungsproblem, war die Tierklinik überrascht, dass er es geschafft hatte. Ich hatte ihn wieder mit nach Hause genommen, weil die TÄ sich sicher war, dass ich mehr tue, als sie stationär machen können. Er war teils so schwach, dass ich nicht glaubte, dass er es noch schafft und hab ihm dann letztendlich einen lauwarmen Einlauf gemacht und darauf hat er dann 80g innerhalb weniger Minuten abgesetzt und es ging bergauf. Er hatte vom Körper her eine sehr birnenförmige Form.
Ein Jahr später hatte er als ich ihn kontrollierte richtige Platten im Bauch spürbar. So als würden lauter Kotplatten im Darm sein. Es ging ihm zunehmends schlechter und meine TÄ meinte, jetzt machen wir auf, er hat nichts mehr zu verlieren.
Da ich selbst fundierte medizinische Kenntnisse habe, weil ich in der Chirurgie gearbeitet habe, durfte ich assistieren und das was zum Vorschein kam war echt der Wahnsinn. Sie hat ihn umgehend erlöst und dann haben wir den Darm angeschaut.
Sein Darm war im aufgegasten Bereich zum Durchreißen dünn und darin waren ganz zähe Kotplatten drin. Der gesamte Darm war miteinander verwachsen. Ein Darmtumor hatte den Darm bis eine Ministelle zugewuchert und ein weiterer großer Tumor war an der Darmwand dran. Außerdem hatte er einen Megacolon.
Wer weiß wie lange das ganze sich schon angebahnt hatte. Letztendlich war es zu diesem Zeitpunkt klar, dass es ganz schlecht um ihn steht.
Ich würde auf jeden Fall eine Darmaufbaukur machen. Normalerweise ist eine reine Wiesenfütterung über die Wiesenpflückzeit am Besten und auch das artgerechteste.
Ich denke aber auch, wenn schon alles verwachsen ist, wird es eine gemeinsame befristete Zeit sein.

Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort!




Ninchen
 
Registriert seit: 28.05.2019
Beiträge: 5
NinaMiu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.04.2022, 08:24

Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen
@gerti

Wie kann man sowas (Tumore, Verwachsungen, Magen- Darmsteine) feststellen? Nur über die Eröffnung oder allenfalls auch mittels einfacheren Untersuchungen wie Ultraschall?

Meine Seniorin (bald 11) frisst seit 2 Jahren zunehmend sehr kärglich, oft auch nur durch Zureden. Regelmässige Verdauungsprobleme seit einem halben Jahr (meist dann auch mit etwas Matschkot), auch wiederholt stationäre Behandlung. Nur weil ich immer so schnell reagierte, ging es ihr relativ noch gut, aber Erholungen dauern oft mehr als 1 Woche mit Päppeln. Auch habe ich das Gefühl, dass sie manchmal Schmerzen beim Kotabsatz hat. Kot auf Parasiten negativ. Sollte sie einmal im bedenklichen Zustand sein, werde ich sie sicherlich erlösen lassen, denn selbst die wiederholten Verdauungsproblemen mit mässigen Schmerzen sind kein Zustand in dem Alter.
Unsere Tierärztin hat sie "geöffnet". Sie untersuchte ihren Darm auf Durchlässigkeit und fand mehrere Verwachsungen.
Das Kaninchen frisst ein bisschen selbst, aber ich glaube, es tut ihm weh, wenn es auf die Toilette geht. Aber sie will unbedingt leben. Sie wäscht sich, hört auf verschiedene Geräusche, reagiert auf mich, wenn ich mich dem Käfig nähere. Und sie ist noch so jung...




Benutzerbild von gerti
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Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.04.2022, 10:00

Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen
@gerti

Wie kann man sowas (Tumore, Verwachsungen, Magen- Darmsteine) feststellen? Nur über die Eröffnung oder allenfalls auch mittels einfacheren Untersuchungen wie Ultraschall?

Meine Seniorin (bald 11) frisst seit 2 Jahren zunehmend sehr kärglich, oft auch nur durch Zureden. Regelmässige Verdauungsprobleme seit einem halben Jahr (meist dann auch mit etwas Matschkot), auch wiederholt stationäre Behandlung. Nur weil ich immer so schnell reagierte, ging es ihr relativ noch gut, aber Erholungen dauern oft mehr als 1 Woche mit Päppeln. Auch habe ich das Gefühl, dass sie manchmal Schmerzen beim Kotabsatz hat. Kot auf Parasiten negativ. Sollte sie einmal im bedenklichen Zustand sein, werde ich sie sicherlich erlösen lassen, denn selbst die wiederholten Verdauungsproblemen mit mässigen Schmerzen sind kein Zustand in dem Alter.

Gute Frage, evtl würde ein Röntgen mit gefuttertem Kontrastmittelbrei durch den Verdauungstrakt da etwas zeigen. Das alles so genau darstellen wird bestimmt schwierig sein.



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Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.04.2022, 10:03

Zitat:
Zitat von NinaMiu Beitrag anzeigen
Unsere Tierärztin hat sie "geöffnet". Sie untersuchte ihren Darm auf Durchlässigkeit und fand mehrere Verwachsungen.
Das Kaninchen frisst ein bisschen selbst, aber ich glaube, es tut ihm weh, wenn es auf die Toilette geht. Aber sie will unbedingt leben. Sie wäscht sich, hört auf verschiedene Geräusche, reagiert auf mich, wenn ich mich dem Käfig nähere. Und sie ist noch so jung...

Bekommt sie Schmerzmittel? Evtl hat sie auch Probleme zusätzlich an der Gebärmutter? Da hatte ich auch schon ein Mädel, die bei Hormonschüben nicht mehr alleine pinkeln konnte und mit Schmerzmittel ging es dann. Nach der Kastra zeitnah mit 5 war das weg. Aber bei ihr war der Darm sonst gesund.



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NinaMiu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.04.2022, 16:08

Zitat:
Zitat von gerti Beitrag anzeigen
Bekommt sie Schmerzmittel? Evtl hat sie auch Probleme zusätzlich an der Gebärmutter? Da hatte ich auch schon ein Mädel, die bei Hormonschüben nicht mehr alleine pinkeln konnte und mit Schmerzmittel ging es dann. Nach der Kastra zeitnah mit 5 war das weg. Aber bei ihr war der Darm sonst gesund.
Ja, ich gebe ihr ein Schmerzmittel. Sie ist kastriert. Es war eine Notoperation, weil sie eine Gebärmutterentzündung hatte. Das war im August '20. Und dann sagte der Arzt, dass die Gebärmutter verwachsen sei.



 
 
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