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Frage zum Zahnabrieb, ZahnspitzenHallo, ich habe ein paar Fragen zum Zahnabrieb. Ich war jetzt beim TA zum Impfen und er hat die Zähne meiner beiden 1 Jährigen mit angeschaut, mit einer Mikrokamera im Maul. Dabei stellte er wohl fest, dass beide kleine Zahnspitzen an den Backenzähnen haben, die er unter Narkose entfernen will. - ALso nicht sofort, sondern so in 3 Monaten... Meine Fragen jetzt: Ich habe mich sehr eingelesen bei Kaninchenwiese zu diesem Thema und meine haben bisher IMMER Frisch bekommen - im Sommer ausschließlich Wiese und im Winter in Außenhaltung TÄGLICH frisch (Kohl, Salat, Möhre, Kohlrabiblätter, Gurke, Fenchel, Blumenkohlblätter, Brokoli, Paprika, manchmal Apfel - dazu Trockenkäruter von Grünhopper, gemischt mit Saaten und ab und an Zweige und als Leckerli Erbsenflocken und natürlich gutes Heu. Die beiden sind jetzt 1 Jahr alt geworden. Kann es jetzt sein, dass trotz dieser Fütterung und ohne, dass einer abgenommen hat oder sonstige Symptome zeigt, dass sie BEIDE diese Haken haben? Es sind Zwergschecken, mit einem GEwicht von 1,8 und 2kg, also keinesfalls dünn o.ä. Oder ist dies Geldmacherei? Dabei soll angemerkt sein, dass ich meinen TA als nicht sehr Kaninchenkundig einschätze, er sagte zb auch, ich soll zum Zahnabrieb Zweige füttern. Also: Machen lassen oder abwarten? Danke für eure ehrliche Meinungnen und Erfahrunsgwerte Geändert von Frau Meier (09.04.2022 um 16:52 Uhr).
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| Vielen Dank für deine schnell Antwort. Es sind Tiere von einem Züchter (wich wusste es erst später besser) und kenne die Eltern nicht, gehe aber mittlerweile sogar davon aus, dass beide Schecken waren, was ja echt schlecht wäre. Kann das zusammenhängen? Es sind keine Geschwister.
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| Nein, das hängt wahrscheinlich nicht zusammen. Wenn die Eltern beide Schecken waren, würde es häufiger zu Verdauungsproblemen kommen (Megacolon). Es gibt aber verantwortungsvolle Züchter und Vermehrer. Vermehrer setzen wahllos Männlein und Weiblein zusammen. Verantwortungsvolle Züchter kaufen sich für die Zucht gesunde Tiere bei anderen Züchtern, wo EC und Zahnprobleme weitestgehend ausgeschlossen sind.
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| Wenn es strikt nur genetisch wäre, dann hätte das bereits im Alter von 3-4 Monaten auffallen müssen. Trotzdem kann die Genetik auch einen gewissen Einfluss haben.. Allerdings laut Webseminar Zahnerkrankungen von Dr. Diana Ruf reicht es teilweise schon für Schädigungen, wenn sie als Jungtiere ( z.B. nur beim Züchter) falsch mit harten Pellets u.ä. ernährt wurden. Jegliche harte Sachen können die Zahnwurzeln später weiterhin schädigen, dazu zählt auch hartes Gemüse wie Karotte & Co, Erbsenflocken… Letztendlich macht es natürlich die Menge und die Dauer aus, damit die Schädigungen sich bemerkbar machen. Aber wenn es ganz dumm läuft, dann reicht sogar ein einziger falscher Biss, dass aus den chron. Entzündungen die Wurzeln richtig Schaden nehmen. Im Vergleich zu uns: nicht jeder, der sein Fussgelenk übertritt, hat dann gleich einen Bänderriss. Da spielen immer noch mehrere Komponente mit, damit es so weit kommt. Genetik kann natürlich auch bei Kaninchen eine Rolle spielen, v.a. wenn die Kopfform von der idealen Form weg gezüchtet wurde und somit etwas weniger Muskulatur in den Kiefergelenken vorhanden ist. Spielt dann der Zufall noch mit, dass ganz dumm und fest zugebissen wurde und es zu einer massiven Fehlbelastung kommt, dann reicht eben ein einziger falscher Biss, damit alles schief wird und Zahnschädigungen schon bereits recht früh eintreten und nicht erst gehäuft im Alter. Es sind also oft mehrere Faktoren, die dazu führen können. Im Gegensatz dazu: es gibt Kaninchen, die zeitlebens mit Pellets komplett falsch ernährt wurden und die haben auch mit 10-12 jährig keine sichtbaren Zahnproblemen. Da kommt natürlich schnell das Argument hoch, dass Pellets (oder andere harten Sachen) gar nicht schädlich sein können… Aber eben: auch bei uns kriegt noch lange nicht jeder Kettenraucher im Alter Lungenkrebs, trotzdem ist Rauchen erwiesenermassen schädlich. Ich kannte 2 Männer in meinem Umfeld, die waren sportlich und haben nie geraucht und sind trotzdem Beide zufällig mit 36 Jahren an Lungenkrebs gestorben. Da sind also immer diverse äussere Einflüsse, Zufälle oder Genetik Schuld, dass es soweit kommt oder eben nicht… Es lässt sich also nicht nur auf eine Ursache alleine abschieben. Allerdings muss ich sagen, dass ich nie mehr so viel hartes Gemüse verfüttern werde, wie ich das früher gemacht habe. Heutzutage bin ich viel sensibilisierter darauf . Ich habe nun seit kürzerem 2 Zahnkaninchen (7 und 9), obwohl ich die letzten 3-4 Jahre versucht habe, möglichst vorbildlich zu füttern und auf Hartes weitgehend verzichtet habe. Das alleine hat nicht gereicht. Wenn Du Dir betreffend Deines Tierarztes unsicher bist, dann würde ich mir eine Zweitmeinung von einem erfahrenen TA holen. Übrigens hatte ich bei meinen TA‘s auch schon Fälle, wo es hiess, es wären leichte Zahnspitzen vorhanden, wo es aber noch nicht nötig wäre, die zu schleifen. Man müsse eben abwarten und später nochmals kontrollieren, ob diese nun besser abgenützt werden oder dann irgendwann doch noch abgeschliffen werden müssten, falls es sich verschlechtert.
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| Hallo, bitte entschuldige, wenn ich in Deinem Thread auf Raketes Beitrag reagiere... @Rakete 1) würdest Du sagen, Möhren und Knellerie ( wenig, wegen Hefen) mit dem Sparschalter ein Streifen geschnitten schädigen nicht die Zähne? Fürich hat das dann eher so ne Kohlblatt Konsistenz. 2) Wie ist es mit Baumrinde oder Holz vom Weidentunnel? Teils beißen sie auch Knospen oder dünne Zweigelein ganz ab? Schädigt das? Sie sollen dich Zwrige haben. 3) Meine Peppi ohne Schneidezähne freut sich extrem über kleine Stöcker vom Apfelbaum, die sind ca 2-3 mm dick im Durchmesser und 10 cm lang....und die kaut sie mit den Backenzähnen und frisst sie ganz auf. Sie ist immer ganz närrisch drauf und ich dachte, wenn die anderen Rohfaserhunger haben ist es für sie auch gut, etwas zu bekommen für die Verdauung, aber auf den Zweig zu beißen ist ja wie es Pellet so hart. Denkst du es wird schädlich sein oder vermutest Du eine Mahlbewegung die ok.ist.? LG Anni
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| Hallo Anni Diese Fragen wurden z.T. auch am Webseminar an Diana Ruf gestellt. Ihre Antwort war beim harten Gemüse, dass man für Zahnkaninchen hartes Gemüse eh raspeln muss. Für Andere zwar jetzt nicht extra, aber man solle Karotte &Co. sowieso höchstens mal als Leckerli eine Scheibe verfüttern. So wie ich verstanden habe, wird eine Kleinstmenge jetzt nicht wirklich ins Gewicht fallen... früher habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht, aktuell aber wegen den Zahnkaninchen rasple ich öfters mal für Alle. Aber wie gesagt, am besten wohl gar nicht/kaum verfüttern.... Meine fressen inzwischen höchstens nur noch die ganz dünnen Zweige. Früher war das mal anders. Ich beobachte aber im Zoo, dass die Kaninchen bei den vielen dicken Äste auch bloss die Rinde abnagen und keine Äste fressen. Die werden zwar sowieso alle 'falsch' mit hauptsächlich Pellets ernährt. Das Abnagen von Rinde hat auf die Backen Zähne keinen Einfluss. Abgenagt wird mit den Schneidezähnen und die sind anatomisch anders angelegt, d.h. bei Druck werden die Wurzeln der Schneidezähne gar nicht belastet. Im Unterschied beim Beissen von harten Sachen bei den Backenzähnen, wo direkt Druck auf die Wurzeln ausgeübt wird. Den Unterschied sieht man deutlich, wenn man eine Darstellung des Gebisses sich anschaut. Die frische Rinde ist ja nicht derart hart, die wird dann normal mit Mahlen verarbeitet . Wenn harte Äste gefressen werden und dabei gebissen wird, ist das sicher nicht optimal. Da muss man halt beobachten, ob gemahlt oder gebissen wird. Äste dienen ja auch in erster Linie der Beschäftigung und sind zumindest für Kaninchen mit Blasengriess nicht geeignet. Deine Frage mit dem Sparschäler wird schwierig zu beantworten sein. Am besten beobachten, ob Mahlbewegungen durchgeführt werden oder nicht... Vermutlich ist es genügend weich...
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| @ Rakete Vielen Dank erstmal, dass Du Dich meinen Fragen annimmst... 1) Blasengrieß Verdächtige dürfen keine Äste abnagen? Warum, zu trocken? Und ich dachte die wissen wenn Ihnen etwas gut tut und manchmal sind sie ganz wild auf Zweige und knabbern die Rinde ab und Minizweige ganz. Ich dachte sie brauchen dann Rohfaser, das machen sie besonders gern bei Köttelketten, oder leichte Verstopfung, ich habe es eher als Verdauungsanleger/Darmputzer gesehen. Ich gebe dazu dann auch Hairball, da sie auf Leinkuchen immer mit Völlegefühl reagieren, irgendwie sind sie nach drei Flocken wie ausgenockt und wirken unglücklich 2) wenn die Zahni Dame eher eine Malmbewegung macht mit dem Stock, der ganz Stock wackelt hin und her und wird auch die Seite gewechselt, ist dann es ok, oder zu gefährlich, weil zu hart. Bei ihr war die ZF Zucht-bedingt, zu kleiner Kopf, mit erstem TA Besuch festgestellt worden. Aufgewachsen mit Wiese, Grünzeug,aber leider auch Grünhopper, wo ja auch Johannisbrot, getrocknetes Gemüse drin ist. Mit 9 Monaten kam sie zu mir. 3) ich habe alle Gemüse Knollensellerie,Möhre,Apfel und Paprika nur in 2 mm Scheiben angeboten, machte die Küchenmaschine, seit Hefen gebe ich dies alles nicht mehr und Möhre Mal paar Streifen alle 14 Tage. Ich frage mich aber immer wie andere Tiere klar kommen z.b. auf Ferienhöfen, die hatte mit vielen Möhren und Heu beste Köttel... LG Anni
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| @Anni (etwas verspätete Antwort, da gestern das Forum etwas Mühe hatte) 1) Rinde ist zu kalziumreich, respektive eine Kalziumbombe, daher bei Blasenproblemen sollte es komplett gestrichen werden. Wobei ja auch ein günstiges Verhältnis von Kalizium zu Phosphor (ca. 2:1) mitentscheidend ist. Es braucht auch nicht zwingend Äste für eine gesunde Ernährung, die dienen in erster Linie der Beschäftigung. Und je trockener das Futter ist, desto höher die Kalizium-Konzentration. Bei Verstopfung und gegen Haarballen: braucht es in erster Linie viel, viel Flüssigkeit. Gleichzeitig viel Faserstoffe ist ideal. Wiese (v.a. Gras) enthält ja sehr viel Zellulose. Was daher v.a. gut abführt: Gras, Löwenzahn... Bei ausschliesslicher Wiesenfütterung im Frühling/Sommer hatte ich über all die Jahre (fast) nie Probleme. https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/verdauung-magen-darm/haarballen-verstopfung/ Zitat:
Zusätzliche Hilfsmittel sind Hairball, Leinkuchen etc. (PS: Leinkuchen kenne ich nicht, da es bei uns nicht erhältlich ist. Aber grundsätzlich sollten Flohsamenschalen, Leinsamen etc. vorher genügend lange eingeweicht werden, weil die extrem quellen. Ich gebe es teilweise schon gar keine Samen mehr, weil sie die aufgequollen dann eh nicht mehr mögen). Kontraproduktiv ist: trocken, eiweissreich, kalorienhaltig. 3) Wenn Du derart selten Möhre gibst, sollte das ja kein Problem sein. Nicht jedes Kaninchen reagiert gleich auf das Futter, was die Verdauung und Zähne anbelangt. Das gilt auch bei 'falscher' Fütterung. Es heisst ja nicht umsonst: Survival of the fittest... Und man weiss ja auch nicht, wie viele Kaninchen bereits deswegen ihr Leben lassen mussten. Auch auf den Ferienhöfen mit ungesunden Fütterung etc. ist ja nur eine Momentaufnahme und es ist fraglich, wie lange das dann tatsächlich so gut geht...
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| @Rakete Hallo Rakete, ich habe bereits viel über Kalzium/Phosphor/Blasengrieß gelesen (Raddicchio,Chinakohl und Spitzkohl sind super im Verhältnis 1:2) ansonsten habe ich Frisee,Endivie und Möhrenkraut,Selleriegrün, Dill,Majoran,Oregano... Möhrenkraut hat auch viel Kalzium aber es scheint ok zu sein. Petersilie lasse ich extra weg. Sobald ich welche gab sah ich weisse Ablagerungen auf der Wiese, wenn auch nicht griessig. Bisher wurde auch kein Grieß nachgewiesen, der Diagnosewege für das Einnässen war schon lang. Vieles gemacht, Ultraschall steht aber noch aus. Das mit den Zweigen/Rinde/Kalzium wusste ich nicht. Es heißt doch immer, die Tiere wissen was sie brauchen. Ich habe im Sommer nur Wiese gefüttert und trotzdem extreme Probleme mit Verstopfungen und Haarketten gehabt. Auch Hinweise wie Köttelketten sind harmlos unterschreibe ich nicht mehr. Ich finde man muss genau hinsehen. Ketten die 20 cm lang sind und aus dem.Po hängen oder die Ködel an den Ketten zu Kidneybohnen groß werden finde ich nicht normal. Ich gebe zeitig Hairball. Die Leinsamenflocken kann ich nicht geben, da sie trocken im Bauch Quellen und sie sich danach schlecht fühlen und aufgeweicht will es keiner fressen. Da geht es mir wie Dir. Einzug Sonnenblumenkerne gebe ich so, aber da meine auch gerne 200-400 g weniger wiegen dürfen ist das auch nicht optimal. Du schreibst survival the fittest...da gehören meine nicht zu. Ich habe immer den Eindruck bei kleinsten Veränderungen haben sie Probleme. Ich denke manchmal sie kriegen Bauchweh, wenn ich sie falsch angucke.Heute gab es z.b. kein Frühstück, außer etwas frisches Gras, da noch so viel Futter (Salate,Kohl, Gemüsegrün) da war. Mich plagt jetzt schon das schlechte Gewissen. LG Anni
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| Frau Meier bitte entschuldige dass Dein Thread abgedriftet ist... Wie geht es Deinen zwei mit den Zahnspitzen?Bist Du nochmal woanders hingegangen? Und haben Deine zwei einen sehr kleinen Kopf, also eher rund wie ein Sehhund? Das begünstigt die Zahnfehlstellungen. LG Anni
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| https://www.tierarzt-dumhart.at/2022/01/22/backenzahnfehlstellungen-beim-kaninchen/ Frau Meier, mir gefallen die Infos mit vielen Bildern von Fr. Dr. Dumhart, du findest das auch zwei weitere Artikel über Zahnfehlstellungen auf der Webseite. LG Anni Geändert von Hasen-Nasen (15.04.2022 um 16:15 Uhr).
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