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Frage zum Zahnabrieb, Zahnspitzen auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 29.12.2021
Beiträge: 18
Frau Meier befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.04.2022, 16:49

Frage zum Zahnabrieb, Zahnspitzen


Hallo,
ich habe ein paar Fragen zum Zahnabrieb. Ich war jetzt beim TA zum Impfen und er hat die Zähne meiner beiden 1 Jährigen mit angeschaut, mit einer Mikrokamera im Maul. Dabei stellte er wohl fest, dass beide kleine Zahnspitzen an den Backenzähnen haben, die er unter Narkose entfernen will. - ALso nicht sofort, sondern so in 3 Monaten...
Meine Fragen jetzt: Ich habe mich sehr eingelesen bei Kaninchenwiese zu diesem Thema und meine haben bisher IMMER Frisch bekommen - im Sommer ausschließlich Wiese und im Winter in Außenhaltung TÄGLICH frisch (Kohl, Salat, Möhre, Kohlrabiblätter, Gurke, Fenchel, Blumenkohlblätter, Brokoli, Paprika, manchmal Apfel - dazu Trockenkäruter von Grünhopper, gemischt mit Saaten und ab und an Zweige und als Leckerli Erbsenflocken und natürlich gutes Heu.
Die beiden sind jetzt 1 Jahr alt geworden. Kann es jetzt sein, dass trotz dieser Fütterung und ohne, dass einer abgenommen hat oder sonstige Symptome zeigt, dass sie BEIDE diese Haken haben? Es sind Zwergschecken, mit einem GEwicht von 1,8 und 2kg, also keinesfalls dünn o.ä. Oder ist dies Geldmacherei? Dabei soll angemerkt sein, dass ich meinen TA als nicht sehr Kaninchenkundig einschätze, er sagte zb auch, ich soll zum Zahnabrieb Zweige füttern.
Also: Machen lassen oder abwarten?
Danke für eure ehrliche Meinungnen und Erfahrunsgwerte




Geändert von Frau Meier (09.04.2022 um 16:52 Uhr).

Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.04.2022, 17:31

Ich würde abwarten und die beiden gut beobachten. Ob Zahnspitzen da sind oder ob der TA verdienen will, kann ich nicht beurteilen. Es gibt aber erblich bedingte Zahnfehlstellungen. Woher hast Du die Tiere? Kennst Du die Elterntiere?

Gibt es von dieser Untersuchung ein Video? Dann lass es Dir schicken und lass es von jemanden mit Ahnung begutachten.




Ninchen
 
Registriert seit: 29.12.2021
Beiträge: 18
Frau Meier befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.04.2022, 17:54

Vielen Dank für deine schnell Antwort. Es sind Tiere von einem Züchter (wich wusste es erst später besser) und kenne die Eltern nicht, gehe aber mittlerweile sogar davon aus, dass beide Schecken waren, was ja echt schlecht wäre. Kann das zusammenhängen? Es sind keine Geschwister.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.04.2022, 19:58

Nein, das hängt wahrscheinlich nicht zusammen. Wenn die Eltern beide Schecken waren, würde es häufiger zu Verdauungsproblemen kommen (Megacolon).

Es gibt aber verantwortungsvolle Züchter und Vermehrer. Vermehrer setzen wahllos Männlein und Weiblein zusammen. Verantwortungsvolle Züchter kaufen sich für die Zucht gesunde Tiere bei anderen Züchtern, wo EC und Zahnprobleme weitestgehend ausgeschlossen sind.




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.04.2022, 21:34

Wenn es strikt nur genetisch wäre, dann hätte das bereits im Alter von 3-4 Monaten auffallen müssen.

Trotzdem kann die Genetik auch einen gewissen Einfluss haben..

Allerdings laut Webseminar Zahnerkrankungen von Dr. Diana Ruf reicht es teilweise schon für Schädigungen, wenn sie als Jungtiere ( z.B. nur beim Züchter) falsch mit harten Pellets u.ä. ernährt wurden. Jegliche harte Sachen können die Zahnwurzeln später weiterhin schädigen, dazu zählt auch hartes Gemüse wie Karotte & Co, Erbsenflocken…

Letztendlich macht es natürlich die Menge und die Dauer aus, damit die Schädigungen sich bemerkbar machen. Aber wenn es ganz dumm läuft, dann reicht sogar ein einziger falscher Biss, dass aus den chron. Entzündungen die Wurzeln richtig Schaden nehmen.

Im Vergleich zu uns: nicht jeder, der sein Fussgelenk übertritt, hat dann gleich einen Bänderriss. Da spielen immer noch mehrere Komponente mit, damit es so weit kommt.

Genetik kann natürlich auch bei Kaninchen eine Rolle spielen, v.a. wenn die Kopfform von der idealen Form weg gezüchtet wurde und somit etwas weniger Muskulatur in den Kiefergelenken vorhanden ist. Spielt dann der Zufall noch mit, dass ganz dumm und fest zugebissen wurde und es zu einer massiven Fehlbelastung kommt, dann reicht eben ein einziger falscher Biss, damit alles schief wird und Zahnschädigungen schon bereits recht früh eintreten und nicht erst gehäuft im Alter.

Es sind also oft mehrere Faktoren, die dazu führen können. Im Gegensatz dazu: es gibt Kaninchen, die zeitlebens mit Pellets komplett falsch ernährt wurden und die haben auch mit 10-12 jährig keine sichtbaren Zahnproblemen. Da kommt natürlich schnell das Argument hoch, dass Pellets (oder andere harten Sachen) gar nicht schädlich sein können…

Aber eben: auch bei uns kriegt noch lange nicht jeder Kettenraucher im Alter Lungenkrebs, trotzdem ist Rauchen erwiesenermassen schädlich. Ich kannte 2 Männer in meinem Umfeld, die waren sportlich und haben nie geraucht und sind trotzdem Beide zufällig mit 36 Jahren an Lungenkrebs gestorben. Da sind also immer diverse äussere Einflüsse, Zufälle oder Genetik Schuld, dass es soweit kommt oder eben nicht… Es lässt sich also nicht nur auf eine Ursache alleine abschieben.

Allerdings muss ich sagen, dass ich nie mehr so viel hartes Gemüse verfüttern werde, wie ich das früher gemacht habe. Heutzutage bin ich viel sensibilisierter darauf . Ich habe nun seit kürzerem 2 Zahnkaninchen (7 und 9), obwohl ich die letzten 3-4 Jahre versucht habe, möglichst vorbildlich zu füttern und auf Hartes weitgehend verzichtet habe. Das alleine hat nicht gereicht.

Wenn Du Dir betreffend Deines Tierarztes unsicher bist, dann würde ich mir eine Zweitmeinung von einem erfahrenen TA holen.

Übrigens hatte ich bei meinen TA‘s auch schon Fälle, wo es hiess, es wären leichte Zahnspitzen vorhanden, wo es aber noch nicht nötig wäre, die zu schleifen. Man müsse eben abwarten und später nochmals kontrollieren, ob diese nun besser abgenützt werden oder dann irgendwann doch noch abgeschliffen werden müssten, falls es sich verschlechtert.




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 26.03.2021
Beiträge: 954
Hasen-Nasen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.04.2022, 06:26

Hallo, bitte entschuldige, wenn ich in Deinem Thread auf Raketes Beitrag reagiere...

@Rakete
1) würdest Du sagen, Möhren und Knellerie ( wenig, wegen Hefen) mit dem Sparschalter ein Streifen geschnitten schädigen nicht die Zähne? Fürich hat das dann eher so ne Kohlblatt Konsistenz.
2) Wie ist es mit Baumrinde oder Holz vom Weidentunnel? Teils beißen sie auch Knospen oder dünne Zweigelein ganz ab? Schädigt das? Sie sollen dich Zwrige haben.
3) Meine Peppi ohne Schneidezähne freut sich extrem über kleine Stöcker vom Apfelbaum, die sind ca 2-3 mm dick im Durchmesser und 10 cm lang....und die kaut sie mit den Backenzähnen und frisst sie ganz auf. Sie ist immer ganz närrisch drauf und ich dachte, wenn die anderen Rohfaserhunger haben ist es für sie auch gut, etwas zu bekommen für die Verdauung, aber auf den Zweig zu beißen ist ja wie es Pellet so hart. Denkst du es wird schädlich sein oder vermutest Du eine Mahlbewegung die ok.ist.?

LG Anni




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 26.03.2021
Beiträge: 954
Hasen-Nasen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.04.2022, 16:06

Frau Meier bitte entschuldige dass Dein Thread abgedriftet ist...
Wie geht es Deinen zwei mit den Zahnspitzen?Bist Du nochmal woanders hingegangen?
Und haben Deine zwei einen sehr kleinen Kopf, also eher rund wie ein Sehhund? Das begünstigt die Zahnfehlstellungen. LG Anni



Antwort



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