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Kaninchen getrennt füttern?Hallo ![]() Seit drei Wochen wohnt ein 6 Jahre alter Kastrat bei mir, als neuer Partner für mein ca. 2-jähriges Weibchen. Er ist sehr fröhlich und menschenbezogen, aber nicht sonderlich bewegungsfreudig und leider auch zu dick. Er liegt fast nur rum und bewegt sich kaum, wenn ich bei ihm bin freut er sich total und ist ganz aufgeregt, er folgt mir dann die ganze Zeit und läuft mir immer vor die Füße, aber alleine bewegt er sich nur wenn es notwendig ist. Das Ziel ist jetzt natürlich dass er abnimmt, allerdings gestaltet sich das etwas schwierig. Er ist sehr gefräßig und gierig, er stürzt sich auf alles essbare und schlingt richtig bis nichts mehr da ist. Mein Weibchen ist zierlich und schlank und sehr fit, sie isst auch viel entspannter und macht ständig Pausen beim Essen. Also nimmt ein paar Bissen und geht dann erst mal wieder laufen, springen oder spielen und kommt dann immer mal wieder um noch ein bisschen zu essen. In der Zeit in der sie sich anders beschäftig frisst mein Kastrat ihr aber fast alles weg. Meine Sorge ist jetzt dass sie einfach nicht genug bekommt und er nicht abnimmt. Wäre es sinnvoll die beiden für eine Weile beim Füttern zu trennen?
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| Das Problem sollte bei der richtigen Fütterung kein Problem sein. Mehrere Dinge sind wichtig. 1. Genug Futter. Wenn für sie nichts übrig bleibt, muss die Portion größer werden. 2. Das richtige Futter. Bei artgerechter (sprich frischer, blättriger Fütterung) sollte sich auch bei ihm ein gutes Gewicht einstellen. Getrennt füttern halte ich für nicht sinnvoll und auch problematisch, da Kaninchen keine festen Futterzeiten haben, sondern über Tag und Nacht verteilt kleine Portionen fressen. Dem könntest du gar nicht gerecht werden. Sein Übergewicht und auch das Schlingen sind Zeichen, dass er in seinem alten Zuhause nicht artgerecht ernährt wurde. Beides spricht für falsches und rationiertes Futter. Beides wird sich bei gesunder adlibitum-Fütterung geben. Das braucht aber natürlich seine Zeit. Du kannst ihn zu mehr Bewegung animieren, indem du Futter verteilst und vielleicht auch aufhängst. Weißt du etwas über seine vorherige Haltung? Wie setzt sich deine Fütterung zusammen?
__________________ --- "Du mußt sie jetzt sagen, Oder ewig 'rumtragen, Deine Worte: Verzeih! Hätt' ich doch! – Einerlei. Könnt' ich doch noch! – Vorbei." (Reinhard Mey) --- [Danke, Tante Jessi]
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| Alles klar, vielen Dank! Dann hab ich mir da wohl ein bisschen zu viele Sorgen gemacht. Das Futter mehr verteilen und aufhängen werde ich ab sofort machen, danke für den Tipp. Seine Vorbesitzerin hatte ihn nur 6 Monate, in der Zeit hat er im Haus gelebt und durfte da frei rumlaufen. Er hatte kein anderes Kaninchen als Partner, sondern nur einen Hund... Gefüttert wurde er laut der Vorbesitzerin überwiegend mit (blättrigem) Frischfutter, als er zu mir kam hatte sie ihm aber noch einen großen Apfel in die Transportbox gelegt und mir seine Pellets in die Hand gedrückt. Die bekommt er jetzt natürlich nicht mehr. Ich fütter fast ausschließlich alle möglichen Salat- und Kohlsorten, Kohlrabiblätter und Möhrengrün und ein mal am Tag oder alle zwei Tage ein bisschen Kohlrabi, Staudensellerie oder anderes Gemüse. Alle paar Tage gibt es für jeden ein kleines Stück Obst und ca. ein mal pro Woche Trockenkräuter mit getrockneten Blüten ein paar Saaten. Nach dem er Medizin bekommen hat gibt es auch ein Leckerli. Es gab direkt am Anfang schon Schwierigkeiten, weil er bereits am ersten Tag bei mir Durchfall hatte, den er bei der Vorbesitzerin angeblich nicht hatte. Das wurde besser und wieder schlechter und dann hat der Tierarzt festgestellt dass er Würmer hat. Seit ein paar Tagen bekommt er deswegen keine Medikamente mehr, aber noch etwas gegen den Durchfall bzw. für die Verdauung.
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| Dann lass ihm noch Zeit und füttere deine gute Fütterung weiter. Bis sich das Gewicht eingependelt hat, würde ich ihm sämtliche Leckerlis, Obst etc. streichen. Der Dame kannst du ja zwischendurch mal was von Hand zustecken.
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| Ich würde mal schauen in den nächsten Wochen, wie er sich mit der Futterumstellung zurecht findet und ob er dabei Gewicht verliert. Wenn es nicht zum Erfolg führt, dann wirst Du um ein teilweise getrenntes Füttern nicht herum kommen. Zumindest was Kalorienhaltiges Futter (z.B. Knollengemüse) betrifft, damit er da nicht ran kommt. Kalorienarmes darf er dagegen jederzeit. Ich hatte oft Paare mit stark unterschiedlicher Statur. Eine meiner Häsin nimmt seit 7 Jahren nicht ab, egal wie ich ernähre. Auch nicht mit reinem Wiesenfutter. Bei ihr ist nicht das Futter das Problem, sondern dass sie sich im Leben kaum je bewegt hat und das als 9-Jährige noch nicht tut… Meine andere Seniorin war schon immer spindeldürr und inzwischen auch sehr heikel was Futter anbelangt. Da bin ich froh, wenn sie überhaupt was frisst. Es ist aber einfacher mit ihr, da sie als Einzige in die (rutschige) Küche auf ihr Klo geht. Da frisst sie dann alleine in Ruhe und ich kann das Futter bei ihr auch so anpassen. Quasi getrenntes Füttern auf freiwilliger Basis ![]()
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| Guten Abend, da ich gerade ein ähnliches Problem habe, wollte ich mal nachfragen, wie es bei euch gelaufen ist und wie es mit dem Gewicht und der Fütterung klappt? Vielleicht hast du ja ein paar Tipps und einen kleinen Erfahrungsbericht für mich? Liebe Grüße
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| Meiner Erfahrung nach funktioniert getrennt füttern, wenn unterschiedliche Bedürfnisse das nötg machen recht gut, Gehege/Stall/wasauchimmer so gestalten dass es einfach trennbar ist, und dann jedem das geben was er braucht. Ich habe mehrere Ställe durch Tunnel verbunden, kann durch ein Brett blockiert werden, ist recht nützlich. Sind zwar tagsüber draussen, aber was auch immer sie abseits von Wiese bekommen, bekommen sie im Stall. sehr nützlich.
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