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Kastration der Häsin auf Kaninchen Forum

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 09.01.2009
Beiträge: 75
Möhrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.01.2009, 14:48

Kastration der Häsin


Hi!

Meine Häsin ist noch nicht kastriert. Ich bin etwas hin und hergerissen weil jeder Tierarzt was anderes sagt.
Da ich noch nie eine Häsin kastrieren hab lassen bin ich darin sehr unerfahren.

Eigentlich wollte ich sie ja nicht kastrieren lassen.
Der Rammler ist kastriert u. meine Häsin ist auch nicht lästig.
Aber ich hab etwas Angst weil viele meinen das es zu Probleme der Gebärmutter und den Eierstöcken kommen kann und eine Kastration empfehlenswert wäre.
Eine Tierärztin rät mir strikt davon ab weil durch die Kastration angeblich der Hormonhaushalt so durcheinander kommt u. die Häsin dadurch oft nicht alt wird. Außerdem ist der Eingriff nicht ungefährlich.

Lg



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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 28.09.2008
Beiträge: 636
Sensi_Star befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.01.2009, 15:03

Hallo,

also in diesem Thema scheiden sich in der Tat auch die Geister der Gelehrten... es gibt die eine Seite die dringend von dem großen Eingriff abrät wenn er nicht medizinisch notwendig ist unddie andere Seite die z.B. grundlegend rät nur die Häsinnen nicht aber die Rammler zu kastrieren weil es angebl. umgekehrt ein zu großer Eingriff in den Hormonhaushalt des Rammlers wäre...

Ich persönlich würde es nicht machen solange es nicht medizinisch notwendig ist, da die Kastra beim Bock nur ein kleiner, bei der Häsin aber ein recht großer Eingriff ist.

Zudem ist eine Häsinnenkastra auch ein enormer Kostenfaktor... also solang keine ständigen Scheinschwangerschaften auftreten o.ä. würde ich es lassen.

LG Anita




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 09.01.2009
Beiträge: 75
Möhrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.01.2009, 16:02

Danke, das hilft mir sehr weiter - besonders von einer erfahrenen Kaninchenbesitzerin

Bisher wurde sie noch nicht scheinschwanger. Einmal hatte sie eine Zeit wo sie dem Rammler mehr hinter her lief und aufreiten wollte. Das war aber harmlos und es hörte nach einigen Tagen wieder auf.

Und mir ist es auch lieber ihr so einen Eingriff zu ersparen solange es nicht notwendig ist.

Man könnte ja auch die Gebärmutter des Kaninchens untersuchen lassen oder?

Lg




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 28.09.2008
Beiträge: 636
Sensi_Star befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.01.2009, 16:31

Huhu,

das Aufreiten ist bei Kaninchen nicht nur eine durch den Sexualtrieb gesteuerte Geste sondern dient in erster Linie als Dominanzgeste... also das rammelnde Tier versucht sich dadurch die ranghöhere Position zu sichern... es kann aber bei unkastrierten Häsinnen auch dadurch ein Eisprung und somit eine Scheinschwangerschaft ausgelöst werden.... sollte die Häsin dann häufig mit Scheinschwangerschaften zu kämpfen haben führt das in den meisten Fällen zu krankhaften Veränderungen... daher sollte man bei unkastrierten Häsinnen sobald Krankheitssymptome auffallen o. gravierende Verhaltensänderungen entstehen unbedingt immer die Gebärmutter mit kontrollieren lassen.

Da sind wir schon bei deiner Frage: Ja, die Gebärmutter kann untersucht werden. Das erfolgt genauso wie bei Menschen und anderen Tieren durch einen Ultraschall... manchmal kann auch ein Röntgenbild in mehreren Ebenen sinnvoll sein. Und evtl. wird zusätzlich ein Blutbild angefertigt um Entzündungsanzeichen feststellen zu können. Im Regelfall reicht aber der Ultraschall aus um die Veränderungen feststellen zu können und rechtzeitig zu operieren.

Da so eine Entzündung aber schnell zuschlagen kann sollte man auch bei augenscheinlich allgemeinen Krankheitsanzeichen auf die Untersuchung der Gebärmutter bestehen (Mattigkeit, Fressunlust, Fieber, Untertemperatur, Verdauungsstörungen etc. können alles Anzeichen sein).

LG Anita



 
 
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