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Nest, Geburt, Aufzucht ... 1000 Fragen von absolutem NeulingHallo liebes Forum, Seit diesem Wochenende ergänzen vier Kaninchenbabys unsere Kaninchenfamilie. Bisher waren es drei. Unsere schöne zarte Bella ist leider ein Rammler. Unsere Dame hat die Babys unbemerkt im einem selbstgebauten Kaninchenbau zur Welt gebracht. Plötzlich hoppelten die Babys durch unseren Garten. Hierzu hatte ich einen Thread erstellt. Soweit die Vorgeschichte. Nun steht sie kurz vor der erneuten Geburt, da sie leider wieder gedeckt wurde. Diesmal soll es kontrolliert erfolgen und nicht im Bau. Was tun? Was gibt es zu beachten? Aktuelle Situation: Rammler sitzt getrent und wird am Donnerstag kastriert. Mutter, Kinder und kastrierter Rammler zusammen in Gehege. Die Großen können das Gehege verlassen und in den Garten. Dort durch Welpengitter Kontakt zu Rammler. Was tun, wenn die neuen Babys kommen? Wer mit wem oder eben nicht? Temperatur für Babys im Winter? Tipps, Ideen, Hinweise? Vielen Dank schonmal.
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| Kurz bevor die neuen Jungen kommen, musst du die älteren von der Mutter trennen. Beide Würfe schafft sie nicht! Die Jungen können zum Beispiel zum Vater. Sie fressen in dem Alter auch schon feste Nahrung und können zur Not ohne Mutter überleben. Da du den genauen Zeitpunkt ihrer Geburt nicht kennst, trenne lieber eher als später. Du kannst sie aber einmal am Tag für ein paar Minuten zum Säugen hin lassen, falls die Mutter das zulässt. Kommt kein neuer Wurf, können sie wieder zurück zur Mutter. Sofern die Mutter ein gutes Nest baut und die neugeborenen auch rein setzt, haben die neuen jungen auch bei Kälte eigentlich kein problem. Auch die älteren nicht die sind ja in die Witterung hinein geboren und aufgewachsen, die haben genug Fell. Der Vater darf 6 Wochen lang nach der Kastration NICHT zum Weibchen! Ich würde die Mutter mit dem Kastraten und den Vater mit den älteren Jungtieren zusammen setzen, so dass sich die beiden Gruppen sehen können. Damit entfällt dann eine spätere Wiederzusammenführung. Wenn keine neuen Jungen kommen, kannst du die Trennung so bauen, dass die vorhandenen jungen durch schlüpfen können.
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| Und diesmal bitte auf eine richtige Sicherung des Geheges achten (auch nach unten!)... https://www.kaninchenforum.de/kaninchenhaltung-allgemeines/50436-kaninchenbabys-ausgesetzt-oder-unsere.html
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| Ich danke euch ganz herzlich für eure Antworten. Hier gleich noch eine akute Frage: Unsere Dame hat ihren letzten Wurf ja in einem selbstgebauten Bau zur Welt gebracht. Jetzt haben wir sie in der Voliere, damit sie nicht wieder draußen gräbt. In der Voliere buddelt Sie nun wie wild in der Sandgrube. Ich habe Angst, dass sie ihre Babys dort zur Welt bringt und sie im Sand ersticken. Ich habe eine Wurfbox bestellt, die morgen geliefert wird. Habt ihr Erfahrung damit? Besteht überhaupt eine Chance, dass sie die annimmt? Geändert von Jalina (23.11.2021 um 20:13 Uhr).
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| Die Chancen stehen 50:50, ob sie sie annimmt. Ich hab es schon erlebt, dass eine Dame NEBEN die Wurfkiste gesetzt hat, in den Spalt zwischen Kiste und Wand... Du könntest ihr höchsten sämtliche andere Möglichkeiten nehmen und ihr wirklich nur diese Kiste übrig lassen. Für die einmalige Sache hätte ich nichtmal eine teure Box bestellt, sondern einfach eine aus irgendwelchen Resten zusammengebastelt. Wichtig ist nur, dass der Eingang höher ist und eine Abstreifkante hat, die verhindert, dass die Jungen versehentlich aus dem Nest gezogen werden. Zur Not hätte es sogar ein Pappkarton getan. Du weißt ja nichtmal ob überhaupt noch ein Wurf kommt... Aber da sie den ersten ohne Hilfe aufgezogen hat, solltest du ihr auch für den eventuellen zweiten vertrauen. Die macht das schon. Wie gesagt, die alten Jungtiere müssen nur weg, bevor die neuen kommen, damit sie den Kleinen nicht die Milch wegtrinken und die Kräfte der Mutter überfordern.
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| Danke sehr. Ich hab sie gestern Nacht übergangsweise im den Stall gesperrt. Denn sie hatte in ihrer Sandbuddelgrube ein wahres Meisterwerk an Hohlengängen, inklusive Stroh, gebastelt. Ich war nachts nochmal mit Taschenlampe draußen. Ich hatte so Angst, dass sie dort die Babys zur Welt bringt. Heute Morgen haben wir die Grube mit einem Pappkarton abgedeckt. Am liebsten würde ich sie ja in den Garten lassen, damit sie ihre Babys ganz natürlich auf die Welt bringen kann. Leider gibt es nachts draußen Fressfeinde. Ich weiß. Die Kleinen haben es ja glücklicherweise trotzdem geschafft. Und sie scheinen topfit, munter und gesund. Ganz die Mutti. Sie wirkte auf uns auch von Anfang an sehr wild und ursprünglich, in ihrem ganzen Verhalten. 😊 Was kann ich ihr denn neben Stroh noch anbieten für den Nestbau?
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| Heu. Ansonsten braucht sie nichts weiter. Sie wird das Nest mit ihrem Bauchfell auspolstern, manche bedienen sich auch am Fell ihrer Gruppengenossen. Nach der Geburt kannst du ihr Fenchel anbieten, das fördert die Milchbildung. Pfefferminze und Salbei sind tabu, die lassen die Milch versiegen. Und sie darf schlemmen, wenn die Jungen da sind (erst dann, nicht vorher! Zu üppig gefütterte Muttertiere plagen sich sonst mit zu großen Jungtieren, die schlecht durch den Geburtskanal passen). Milch bilden braucht viel Energie.
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| Inzwischen haben wir die Sandgrube mit Holz abgedeckt. Und siehe da: Heute Abend hat sie wie wild begonnen Unmengen Stroh In den Stall zu tragen. Und zwar in den hinteren geschlossenen Teil. Eine gute Wahl. Die Wurfbox steht jetzt auch im Stall, wird aber ignoriert. Ich bin einfach froh, dass sie etwa für Sie selbst passendes gefunden hat. Denn gestern wollte sie einfach nur graben und war überhaupt nicht interessiert am Stall. Morgen wird der Vater kastriert.
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| Ist das wirklich zwingend? Vor - äh, fast 40 Jahren, ich komme mir jetzt wirklich uralt vor - hatten wir als Kaninchenneulinge eine ähnliche Situation mit zwei Würfen im Abstand von 30 Tagen. Die Mutter hat damals den ersten Wurf selbst abgestillt (ok, Raja hat ab und an trotzdem versucht, sich hinzu zu mogeln, bekam dann aber von ihrer Mutter, sobald diese es merkte, die Leviten gelesen) und alle, einschließlich Mutter, waren damals gesund und munter (und lebten dann noch lange als Gruppe bei uns zusammen, alle verstarben erst in zweistelligem Alter, seufz)
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| Zitat:
Und dann würde es bei IHR an die Substanz gehen. Da wir nicht wissen, ob diese Mutter die älteren Jungen noch saugen lassen würde, ist die Trennung eine notwendige Vorsichtsmaßnahme. Wenn man es beobachten kann, dann KANN man die älteren Jungen kurz zur Mutter lassen, NACHDEM die jüngeren gesäugt worden sind, dann können sie gern den Rest haben, der noch übrig ist. Sie BRAUCHEN das aber nicht mehr zum Überleben. Wenn nun kein zweiter Wurf kommt, können die Jungen logischerweise wieder zur Mutter. Gezählt 35 Tage (das ist inkl. Sicherheitspuffer) nach Trennung des Rammlers. Man kann natürlich auch einfach laufen lassen und eben in Kauf nehmen, wenn das eine oder andere Tier stirbt. Ist dann halt Lauf der Natur. Muss man wissen, was man will.
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| Danke an dieser Stelle für eure Antworten. Ich melde mich wieder, wenn es Neuigkeiten gibt. Oder wenn mir vorab noch eine weitere Frage einfällt. Herzlichen Dank, ihr seid wirklich eine große Hilfe für Unwissende wie mich. (In Sachen Kaninchen allgemein habe ich ja schon viel gelernt inzwischen, aber das Thema Schwangerschaft, Geburt, Kastration, Aufzucht - absolutes Neuland!)
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| Und hier fällt mir gerade eine konkrete Frage ein: Wie sind eure Erfahrungen? Wie lange dauert es noch bis zur Geburt, wenn das Kaninchen wie wild Stroh sammelt? Ich weiß, dass es hier keine klare Aussage oder Prognose gibt. Aber mich interessieren eure Erfahrungen? Tendenz 1-2 Tage - oder 1-2 Wochen?
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| Normal bauen sie wirklich unmittelbar vor dem Werfen. In Züchterkreisen gilt die Faustregel, wenn eine Häsin zu früh, so um die 2 Wochen vor dem errechneten Termin baut, hat sie nicht aufgenommen. Stimmt natürlich nicht immer, ich hatte da schon einen richtigen Streit mit einem im Verein. Meine Häsin hat eigentlich während der gesamten Trächtigkeit vor sich hin gebaut und dann lagen eines Tages 7 Jungtiere im Nest. Der Kollege beharrte aber darauf "Wenn eine Häsin 2 Wochen vor Termin baut, isse nicht tragend!!!" und ich fragte ihn, woher dann bitteschön die Jungtiere gekommen sind... Der fing richtig an zu schreien, immer wieder diesen einen Satz ![]() Also Fazit: MEIST wird wirklich wenige Stunden vor der Geburt gebaut. Und die passiert meist in Abwesenheit jeglicher menschlicher Störung. Im Regelfall kommt man zu einem fertigen, sauberen Nest und einer völlig unbeteiligt tuenden Häsin hinzu. Mach dir keinen Stress. Die macht das schon, ist nicht ihr erstes Mal ![]()
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| Jetzt hab ich echt Angst, dass ich zu spät war und sie die Babys in der Sandgrube bekommen und zugescharrt hat. Ich hatte sie ja in der Nacht dann in den Stall gesperrt. Am nächsten Tag Sandgrube dicht gemacht. Sie hat dann wie wild Stroh In den Stall getragen. Und letzte Nacht nichts mehr. Kein Nestbautrieb. Aber auch keine Babys. ![]()
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| Dann musst du halt nachgucken. Oder sie zur Sandgrube lassen und gucken was sie macht.
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| Ich hatte mich schon versucht durchzugraben. Aber sie ist groß und tief. Gefunden hatte ich in der Nacht nichts.
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| Dann lass die Häsin hin, die weiß was sie zu tun hat.
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| Hab gerade nochmal gegraben und sie war sofort wieder mit am graben. Haben aber nichts gefunden. Alleine lasse ich sie nicht in die Sandgrube. Mir ist das Risiko zu groß, falls sie noch trächtig ist. Mein Mann macht sich jetzt ans Werk und gräbt die komplette Grube aus.
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