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E.Coli homöopathisch auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 03.08.2020
Beiträge: 2
Lulchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.07.2021, 14:52

E.Coli homöopathisch


Hallo Leute!
Ich hätte eine Frage an euch . Und zwar geht es um mein inzwischen fast 9-järhriges Löwenkopf-/Widderkaninchen. Ich habe die starke Vermutung, dass er E.Coli hat und brauche echt eure Hilfe. Ich fasse mal kurz zusammen, was alles bei ihm schon so war

Also vor 4 Jahren hatte er einen Bandscheibenvorfall. Die Tierärztin (inzwischen sind wir bei ihrer Nachfolgerin), hat ihm damals ne Kortison Spritze gegeben, die geholfen hat. Problem war, dass sie uns gesagt hat, dass er danach nur noch wenig Freilauf (absolute Käfigruhe) haben sollte, damit seine Bandscheiben sich nicht nochmal verschieben. Also gesagt getan.

Dann ein Jahr später, als wir aus dem Urlaub zurück kamen, hatte er ne Augenentzündung. Salbe bekommen beim TA... hat anfangs was gebracht, kam aber immer wieder. Inzwischen ist er deswegen leider blind, aber das stört ihn nicht wirklich.
Seit dem ging es ihm eigentlich immer gut, bis er dieses Jahr im Januar angefangen hat zu "sabbern". Dacht er hätte was an den Zähnen aber die TÄ hat beruhigt, dass alles in Ordnung sei.

Dann im März/April hat er nicht mehr richtig gefressen und seine Vorderbeine gingen so breit auseinander. Manchmal ist er auch so komisch umgekippt während dem hoppeln aber danach war alles wieder gut. Die TÄ hat gesagt es sei Arthrose. (Da hatte ich schon den Verdacht auf EC weil er so viel getrunken hat, andauernd Durchfall hatte und wegen seinen Augen aber sie hat gesagt, dass sie davon nicht ausgehe. Ich habe ihm dann Bärenklau gegeben, was geholfen hat aber auch nicht so richtig.)
Wir haben dann Mittel gegen die Arthrose bekommen, die nicht geholfen haben. Wir sind dann auf pflanzliches umgestiegen, hat auch nicht geholfen.

Seit Anfang diesen Monat, hatte er dann auch noch Probleme im Hinterlauf, ist ständig umgekippt und hatte wie im April schon so "neurologische Ausfälle". Es ist sogar so "schlimm" mit dem Hinterlauf, dass er nicht mehr, oder nur noch sehr schwer hochkommt, wenn er sich hinlegt. Also sind wir wieder zur TÄ, ich habe wieder nach EC gefragt aber davon wollte sie nichts hören. Sie hat stur gesagt, dass man ihn einschläfern sollte. Sie ließ nicht mit sich reden.
Ich war natürlich total traurig und auch etwas sauer, da sie davor andauernd gesagt hat, dass alles "in Ordnung" bzw. nicht so schlimm sei und weil sie wegen der E.Coli Sache so stur war.

Ich habe mich natürlich dagegen entschieden, weil er noch einen Lebenswillen hat und auch gut frisst. Er reagiert auch auf mich. Klar ist es blöd mit seinem Hinterlauf, aber ich merke, dass er hoppeln WILL aber nicht kann, weil er grade dieses Problem hat. Da zerbricht einem manchmal schier das Herz, trotzdem weiß ich, dass er noch leben will. (Und Schmerzen scheint er auch nicht zu haben.)

Jetzt komme ich zu meinem eigentlichen Grund warum ich schreibe, sorry für diese ewig lange Einleitung.

Und zwar habe ich hier im Forum gelesen, dass man EC auch mit homoöpathischen Mitteln behandeln kann, diesem Cerebrum Comp und Varherrogel (oder so, habe mir die Namen nicht so gut merken können.)
Jetzt wollte ich fragen, ob da jemand schon gute Erfahrungen gemacht hat und so etwas empfehlen kann, unter Anderem auch welche Mittel man da gut verwenden kann, also von welcher Firma oder so.

Panacur gebe ich ihm momentan übrigens auch, bis jetzt scheint es glaube ich schon ein klein wenig zu wirken, kann es aber nicht so gut abschätzen, weil ich es erst seit drei Tagen gebe.

Bei Baytril oder so wäre ich jetzt eher etwas vorsichtig, weil das anscheinend ja nicht so gut vertragen wird.

Zu einem zweiten Tierarzt möchte ich übrigens auch noch gehen, also es ist nicht so, dass ich das jetzt 100% alleine machen will (würde ich aber, wenn der nächste TA auch so inkompetent ist). Problem ist nur, dass wir voll in der Pampa wohnen und es nicht so viele Ärzte in näherer Umgebung gibt. Außerdem ist der Transport mit meinem Hasi aufgrund seinem aktuellem "Handicap" alles andere als einfach...

Sorry wenn ich euch etwas "erschlagen" habe. Ich sage euch schon Mal vielen Dank im Voraus

LG
Lulchen



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Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.07.2021, 15:22

Hallo Lulchen,
es ist gut das du soviel schreibst und ich glaube, deine TÄ sind nicht wirklich gut
Frage doch mal Marinahexe per PN nach einer Empfehlung. Ein guter TA ist wirklich wichtig, auch wenn die Fahrt länger dauert. Bedenkt, es erspart dem Tier Leid und euch Geld


Wurde überhaupt mal ein Röntgenbild gemacht von Zähnen oder wegen Verdacht auf Bandscheibe? Ich bin auch mal an einer geraten, die Bandscheibe vermutet hat und habe Röntgen lassen. Sie hatte Spondylose. Wenn das Auge tränt würde ich, wenn der Verdacht besteht, immer röntgen lassen, ob es die Zahnwurzeln sind


Lebt er jetzt seid dem in einem Käfig? Hat er einen Partner? Warum ist der Transport mit ihm schlecht? Er braucht einen TA mit Erfahrung, da ist es leider notwendig und dann nehme den Partner mit

EC kann man mit einem Blutbild feststellen, er braucht neben Panacur auch Vitamin B und ein gehirngänges AB. Zunächst würde ich Panacur geben und Vitamin B aus der Apotheke besorgen. Dann einen guten TA aufsuchen und ihm die ganze Geschichte erzählen


Grundsätzlich ist es so, dass wenn mir ein TA sagt, es ist nicht nötig zu röntgen und ich anderer Meinung bin, sage ich, dass ich gerne ein Röntgenbild haben möchte. Ich bezahle diese Leistung. Oft muss man sich bei TA auch durchsetzen



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Geändert von 4Chaoten (24.07.2021 um 15:29 Uhr).

Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.07.2021, 17:05

Armer Kerl. Schick mir bitte Deine PLZ per PN, ich schau dann nach einem guten TA.



Gerade bei Arthrose/Spondylose/Bandscheibenvorfall soll man sich bewegen. Allein das, und das nix geröngt wurde, sagt mir genug über die Kompetenz der TÄ. Es sollte unbedingt der Kiefer in mehreren Ebenen und ein Übersichtsbild von der Wirbelsäule und den Beinen gemacht werden.



Ich vermute, dass er Arthrose/Spondylose sowie ein Zahnproblem hat. Beides kann man behandeln und den Zustand deutlich verbessern. Dafür braucht es aber einen guten Tierarzt.




Ninchen
 
Registriert seit: 03.08.2020
Beiträge: 2
Lulchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.07.2021, 13:50

Hi, danke für eure Antwort
Eine gute Freundin von mir hat mir einen Tierarzt empfohlen, der bei uns ganz in der Nähe ist. Da werde ich dann anrufen. Vielen Dank aber für das Angebot .
Geröngt wurde er damals wegen der Bandscheibe. Da hat man das eindeutig gesehen (sogar ich als Laie nach kurzer Erklärung der damaligen Tierärztin.)

Wegen der Tierärztin: also eigentlich ist sie total kompetent und wirklich gut in ihrem Job. Wir sind auch mit unserem Meeri dort, das sie schon zwei Mal erfolgreich operiert hat. Ich habe echt keine Ahnung, warum sie das letzte Mal so inkompetent war.

Momentan lebt er in einem Käfig, ohne Partner. Er war noch nie sehr sozial ausgelegt, hat Partnertiere eher gemieden.
Der Transport ist insofern schwierig, da er ja wie oben beschrieben mit seinem rechten HInterlauf immer einknickt. (Besonders auf unseren holprigen Landstraßen ist es echt anstrengend..)

Das Gesabber hat übrigens direkt nach dem TA Besuch damals wieder aufgehört, das habe ich vergessen zu schreiben und ist auch nicht wiedergekommen. Keine Ahnung woher es kam, vielleicht auch weil er damals temporär ne andere Trinkflasche hatte.

Wegen den Zähnen und den Augen ist übrigens alles abgeklärt. Die Entzündung an den Augen kommt tatsächlich von einer bakteriellen Infektion. Möglicherweise diese E.Coli Erreger. Eine Zahnfehlstellung oder das, was ihr geschrieben habt liegt nicht vor.

Wegen der Spondylose: die Arthrose Medikamente, die ich das letzte Mal vom TA bekommen habe, habe ich ihm jetzt nicht mehr gegeben, da er sie zum einen überhaupt nicht leiden kann und ich immer ne halbe Ewigkeit brauche, bis ich sie in ihm drin habe und weil ich wegen diesen "neurologischen Ausfällen" ja den Verdacht hege, dass er E.Coli haben könnte.
Aber helfen die Arthorse Medikamente auch dagegen? Wenn ja, gebe ich ihm die dann wieder.

Ich schreibe euch hier nochmal auf, was meiner Meinung nach auch für E.Coli und nicht nur für die Spondylose sprechen könnte:
-hatte letztes und vorletztes Jahr andauernd Durchfall
-hat enorm viel getrunken
- mit Bärenklau ging Durchfall weg (Hat lange gedauert aber irgendwann war es wie aus dem NIchts wieder normal.)
-die Augenentzündung
-seit ein paar Monaten diese neurologischen Ausfälle

Also ich könnte mir vorstellen, dass er vielleicht beides hat, E.Coli aber in nicht so "großem" Ausmaß... Aber ich frage jetzt Mal bei dem anderen TA nach, vielleicht kann der mir ja helfen

Danke euch nochmal
LG Lulchen




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.07.2021, 16:32

Hallo,

ohne Diagnose würde ich die Arthrosemedis nicht weiter geben, mit Panacur und Vitamin B sieht es schon anders aus. Die kann man auch vorsorglich geben.
Wichtig wäre jetzt eine richtige Diagnose, ob EC oder evtl. auch eine Otitis?
Vieles müsste abgeklärt werden.
Bedenke aber bitte, dass einen TA weiterempfehlen nicht bedeutet, dass er viel Erfahrung mit Kaninchen hat. Wenn sie auf Heimtiere (Meeris, Kaninchen) spezialisiert sind, sieht man dies auch auf ihrer Webseite. Wichtig ist auch, dass du weißt was du willst - also welche Untersuchungen
Ohne es jetzt böse zu meinen, aber was ist das für ein Leben für dein Tier? Im Käfig ohne Partner? Sorry, aber Kaninchen sind Tiere die Bewegung brauchen und auch einen Partner, sie Leben auch in der Natur in Gruppen. Ein Partner ist minimum
Es wird auch für ihn die passende Partnerin irgendwo geben und ich glaube nicht, dass er kein Interesse daran hat. Wenn er sie gemieden hat, dann kann es andere Gründe haben, vielleicht die VG zu früh abgebrochen?



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Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.07.2021, 22:34

Diverse Erkrankungen wurden hier bereits aufgezählt. Für diese (oder deren Ausschluss) braucht es eine saubere Diagnostik. Die fehlt mir aber hier in Deinem Bericht über durchgeführte Untersuchungen Deiner Tierärztin.

Zahnerkrankungen können nur ausgeschlossen werden, wenn in allen 4 Ebenen geröntgt wurde. Otitis braucht ebenfalls ein Röntgen (die Mehrheit der Widderkaninchen haben lebenslang chron. Otitis und dauerhaft Schmerzen, weswegen sie als Qualzuchten gelten). EC kann nur ausgeschlossen werden, wenn Titerbestimmungen durchgeführt wurden, alles andere ist ein Schuss ins Blaue und rein hypothetische Annahme…. Die Symptome sprechen stark für EC, wenn es natürlich auch andere Ursachen für neurologische Ausfälle haben könnte wie Arthrose, Otitis, Schnupfen…

Einzelhaltung und ‚Knasthaltung‘ in einem Käfig führt nicht nur zu Muskelschwund und sozialer Verkümmerung. Durch den psychischen Dauerstress können bei einem Fluchttier wie Kaninchen oft stressbedingten Erkrankungen auslösen. Die Psyche beeinflusst stark auch die Physis, weil das Immunsystem so geschwächt wird. Das ist nicht nur bei uns Menschen so, sondern erst recht bei den nachweislich viel stressempfindlicheren Kaninchen.

Übrigens leben Wildkaninchen in Kolonien, da hat jeder seinen passenden Partner. Hauskaninchen stammen davon ab und haben immer noch dieselben Verhaltensmuster und Ansprüche. Klappt das Zusammenleben nicht, dann kann es an diversen Fehler seitens der Besitzer liegen (Platz, falscher Ablauf der VG) , aber auch genau so, dass das Kaninchen nie in jungen Jahren sozialisiert wurde (was dann ebenso ein ‚menschlicher‘ Fehler ist). Liegt letzteres vor, dann braucht es von Seitens des Besitzers etwas mehr Geduld und Aufwand für die richtige Auswahl des Partnertieres. Es lässt sich aber immer ein passender Partner finden anstatt ein so hoch soziales Tier für sein ‚Vergehen‘ zu bestrafen.

Auch ‚asoziale’ Tiere (welche das nie gelernt haben) können in gewissem Grade noch sozial werden. Mein letzter Neuzugang hat dafür 9 Monate gebraucht. Heute merkt man meinem unzertrennlichen Paar nicht an, dass er sie so lange komplett ignoriert hat.

Natürlich sollte die Gesundheit an erster Stelle kommen. Erst nach entsprechender Diagnostik und Behandlung kann man daran denken, für ein derart handicapiertes Kaninchen einen entsprechenden Partner zu finden.

PS: ich weiss zwar nicht, was es mit dem beschriebenen E.coli auf sich hat… und um was für einen Infekt es sich handeln sollte. Aber eines weiss ich bestimm: Bakterien lassen sich bestimmt nicht homöopathisch abtöten ( dafür habe ich schon zu lange in div. mikrobiologischen Labors gearbeitet ;-) ).

Und falls es hier eine Verwechslung gab: E.coli sind Bakterien, aber E.cuniculi ( abgekürzt EC in der Umgangssprache) ist ein Parasit, der Encephalitozoonose verursacht



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Geändert von Rakete (25.07.2021 um 22:44 Uhr).
 
 
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