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2 männl. Kaninchen streiten auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Inesidgie
  • 1 Post By Angora-Angy
  • 4 Post By Terry

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Ninchen
 
Registriert seit: 30.06.2021
Beiträge: 7
Inesidgie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.07.2021, 12:54

2 männl. Kaninchen streiten


Hallöchen

Und zwar haben wir zwei männliche Kaninchen die Brüder sind und sich immer super verstanden haben bis zur 10. Woche. Da haben sie sich zu streiten und zu beißen angefangen und ich hab sie direkt am nächsten Tag kastrieren lassen. Nun musste ich sie eine Woche getrennt lassen, dass sie sich nicht die Wunden aufreißen. Sie beißen sich aber selbst durch die Käfige und stampfen wenn ich einen der beiden hoppeln lasse, wenn sie sich gegenseitig hören und sind ganz wild. Ich ärgere mich total weil die Züchterin mir versichert hatte, dass sich die zwei Brüder super verstehen und weiß nun dass die Kombination von Männchen und Weibchen besser gewesen wäre. Ich will nun einfach das beste für die kleinen Zwerge und natürlich auch nicht, dass sie sich noch umbringen.
Hättet ihr vielleicht einen Tipp für mich? Die Tierärztin meinte, dass sie nicht daran glaube, dass es mit den zwei Buben klappt. Hat jemand hier vielleicht Erfahrung mit zwei männlichen Kaninchen? Kann es mit den beiden funktionieren oder brauchen sie eher eine Partnerin?

Ganz liebe Grüße! Ich würde mich über eine Antwort freuen! Bin echt verzweifelt..



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Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.07.2021, 13:27

wieder mal so hoch kompetente Personen, die das Wort "Züchter" negativ belegen helfen...
Intakte Rammler vertragen sich zu 99% nie. Es gibt Ausnahmen, hatte ich auch schon, aber es ist selten. Es ist denen auch egal, ob und wie sie verwandt sind. Wobei 10. Woche schon sehr früh ist, aber auch das gibt es.

Du solltest sie einige Wochen komplett trennen, also so, dass sie sich weder sehen noch hören noch riechen können. In der Zeit fahren die Hormone runter, 1 Woche nach der Kastration ist der Hormonstatus noch kaum verändert. Ich würde mindestens 4, besser 6 Wochen warten und dann eine komplett neue Vergesellschaftung machen. Es kann natürlich sein, dass sie sich einfach nicht leiden können, Brüder hin oder her (ich hab auch extrem wenig Sehnsucht nach meinem Bruder, der zum Glück sehr weit weg lebt...).

Wie viel Platz hast du denn? Könntest du noch mehr Kaninchen aufnehmen? Nach meiner Erfahrung sind größere Gruppen tendenziell ruhiger, weil sich die Aufmerksamkeit auf mehr Individuen verteilen kann. Der Platz spielt natürlich auch eine Rolle, je mehr desto besser.




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 19.05.2020
Beiträge: 629
Tintenherz befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.07.2021, 14:14

Ich stimme Angy in allem zu, will dir aber auch von meiner Erfahrung mit einem kastrierten Brüderpaar erzählen. Die haben sich nämlich nach der Kastra fantastisch verstanden und waren bis zum Ende ein tolles Team. Es kann knallen, auch wirklich unschön, es muss aber nicht so enden. Trenne sie erstmal für 4-6 Wochen, damit sie sich beruhigen, dann schau weiter. Wenn es dann immer noch gar nicht geht, würde ich eine erwachsene Häsin dazu holen und schauen, ob es klappt




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.07.2021, 14:59

Ich halte seit Jahren mind. 2 Kastraten zusammen, das hat immer gut geklappt. Zuletzt 3 Kastraten und eine Häsin (Handicap-Tiere bzw. Rentner).



Überleg Dir, in welchem Raum sie später leben sollen, dieser ist bis zur Vergesellschaftung tabu für beide. Und Käfig ist keine gute Option. Junge Kaninchen wollen rennen, springen und toben. Käfig (Eingang und obere Klappe) können zur tödlichen Gefahr werden. Die Unterteile kannst DU als Klo und Futterstelle nutzen.




Ninchen
 
Registriert seit: 30.06.2021
Beiträge: 7
Inesidgie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.07.2021, 15:51

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten!!!
Das war nicht meine Absicht den Begriff “Züchter” negativ zu belegen. Ich meinte bloß, dass die Vermittlung schlecht verlaufen sei, aber vielleicht haben wir uns auch missverstanden.

Ich freue mich, dass es anscheinend doch möglich ist, dass sich 2 Kastraten verstehen können. Ich würde sie wohl wirklich erstmal für gut einen Monat trennen, wäre es da gut vielleicht einen der beiden zu meiner Mutter zu bringen? Dass sie sich wirklich nicht mehr riechen können und beide genug Auslauf haben?
Zu der Platzfrage, sie dürfen frei in der Wohnung hoppeln. Weshalb es sich schwierig gestaltet einen neutralen Ort für die Vergesellschaftungen zu finden. Der einzige Raum in dem die beiden noch nicht waren wäre die Küche.

Falls es nicht klappt mit den beiden, soll ich dann eine jüngere oder ältere Häsin dazu nehmen? Sie sollte vom Charakter auch eher schüchtern als dominant sein oder?




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 19.05.2020
Beiträge: 629
Tintenherz befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.07.2021, 19:06

Wie groß ist die Küche denn?

Wenn einer der Beiden auch bei deiner Mutter gut versorgt ist, wäre das eine Idee. In der Zeit kannst du ja auch, falls deine Küche winzig ist, ein Zimmer absperren, dass das neutral sein kann. Badezimmer kann auch funktionieren, da lässt es sich ja auch leicht putzen.

Bei einer Häsin würde ich persönlich eine um ungefähr selben Alter holen, nichts zu junges, die ruhig, aber resolut ist. In Tierheimen und Pflegestellen wirst du da sicher gut zu beraten, wenn du die Situation erklärst.




Ninchen
 
Registriert seit: 30.06.2021
Beiträge: 7
Inesidgie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.07.2021, 19:19

Ich glaube die Küche hat so geschätzt 12 freie Quadratmeter. Allerdings sind dort nur Fliesen als Boden. Da müsste ich wohl erst paar Decken auslegen, dass sie nicht ausrutschen oder?

Ja bei meiner Mutter wäre der Kleine an sich gut versorgt, könnte viel hoppeln und hätte viel Aufmerksamkeit allerdings leben dort auch 2 Katzen. Die Katzen kennen zwar schon Kaninchen, weil sie 4 Jahre mit Kaninchen gelebt hatten, aber der kleine Zwerg kennt noch keine Katzen. Das wäre sicherlich auch wieder viel Stress für ihn oder?

Also die beiden Wackelnasen sind jetzt 11 Wochen alt, sollte das Mädchen dann auch mind. 10 Wochen alt sein? Und die Besitzer meinen meist, dass man in dem Alter noch nicht gut den Charakter feststellen kann. Ich schreibe morgen dem Tierheim und Tierschutz mal ne Mail. Gute Idee danke :-)




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 19.05.2020
Beiträge: 629
Tintenherz befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.07.2021, 19:33

Teppiche wären da praktisch. Und die Jungs sollen jetzt ja eh erstmal ne Weile getrennt sein. Das Problem ist, Kaninchen fangen vor 16 Wochen kaum an, sich gegen Erwachsene zu verteidigen. Sie wurden dir leider auch zu früh verkauft, Kaninchen sollten bis zur 12. Woche bei ihrer Mutter bleiben :/ ändern kann man es jetzt nicht mehr, für nächstes Mal aber sinnvoll.

Was die Katzen betrifft, kann ich leider nichts kompetentes dazu beitragen, ich hatte nie Katzen. Was ich von Freunden höre: kann klappen, muss nicht




Ninchen
 
Registriert seit: 30.06.2021
Beiträge: 7
Inesidgie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.07.2021, 19:38

Ohje was hat das zu bedeuten, dass sie sich vor 16 Wochen garnicht verteidigen? Ist es dann nicht auch seltsam, dass sie sich schon so sehr streiten? Ich hab die kleinen mit 7 Wochen bekommen und sehe auch weiterhin, dass die meisten mit 7 Wochen abgegeben werden. Aber gut zu wissen!
Also falls noch eine Häsin dazu kommt, dann lieber ab 16 Wochen?




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 19.05.2020
Beiträge: 629
Tintenherz befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.07.2021, 19:54

Lies dir mal auf Kaninchenwiese den Artikel zum Thema Jungtiere vergesellschaften durch und meide die Person, von der du die Kaninchen hast. 7 Wochen sind VIEL zu früh, die Jungen brauchen ihre Mutter zum einen, weil sie mit 7 Wochen noch gesäugt werden und weil sie dann ein Erwachsenes Tier haben, was sie kennen, von dem sie lernen, wie man ein Kaninchen ist, Sozialverhalten etc.




Ninchen
 
Registriert seit: 30.06.2021
Beiträge: 7
Inesidgie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.07.2021, 20:25

Oh man gut zu wissen! Ich wollte dort eigentlich noch eine Häsin später holen, aber nun schaue ich nach jemandem, der sich besser mit Kaninchen auskennt. Sie meinte ja auch, dass sich zwei Böcke oft besser vertragen würden. Naja man lernt daraus! Ich hoffe ich finde eine friedliche Lösung für die Zwerge. Will nur das beste für sie und mache mir durchgehend Sorgen..

Ich habe nun den Artikel von Kaninchenwiese gelesen. Wahnsinn! Schade dass ich nun kein älteres Kaninchen für sie habe und es ist ja eigentlich garnicht gut sie jetzt zu trennen, da sie in der Sozialisierungsphase sind.. Puh ich bin echt verzweifelt. Da steht auch man könne junge Kaninchen zusammensetzen weil sie nicht streiten würden, meine streiten aber vielleicht auch weil kein älteres dabei ist? Ich weiß nun garnicht mehr weiter. Sie 4 Wochen zu trennen könnte in dieser Phase ja sehr schädlich sein.




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 19.05.2020
Beiträge: 629
Tintenherz befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.07.2021, 21:05

Da bin ich leider raus, ich hatte leider nicht auf dem Schirm, dass deine beiden SO jung sind, aber ja, da bist du an jemandem geraten, der keine Ahnung hat.
Geimpft sind die beiden aber, oder? Wenn nicht, bitte ganz schnell nachholen, vorher ne Kotprobe abgeben (3 Tage sammeln, kühl lagern)
Jemand anders weiß hier bestimmt weiter, ich drücke auf jeden Fall alle Daumen!




Ninchen
 
Registriert seit: 30.06.2021
Beiträge: 7
Inesidgie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.07.2021, 21:14

Vielen Dank auf jeden Fall für die Hilfe! Bin nun um vieles schlauer (leider zu spät ) Ich werde morgen mal Fachleute anrufen! Da muss ganz schnell eine Lösung gefunden werden, diese Woche werden sie geimpft. Die Tierärztin meinte ich solle eine Woche nach der Kastration zum impfen kommen.



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Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.07.2021, 09:05

Zitat:
Zitat von Inesidgie Beitrag anzeigen
Das war nicht meine Absicht den Begriff “Züchter” negativ zu belegen. Ich meinte bloß, dass die Vermittlung schlecht verlaufen sei, aber vielleicht haben wir uns auch missverstanden.
Ich meinte nicht dich, sondern die ahnungslose Vermehrerin, die sich als Züchterin zu bezeichnen die Dreistigkeit besitzt.

Zitat:
Ich freue mich, dass es anscheinend doch möglich ist, dass sich 2 Kastraten verstehen können. Ich würde sie wohl wirklich erstmal für gut einen Monat trennen, wäre es da gut vielleicht einen der beiden zu meiner Mutter zu bringen? Dass sie sich wirklich nicht mehr riechen können und beide genug Auslauf haben?
Das wäre eine Möglichkeit.

Zitat:
Falls es nicht klappt mit den beiden, soll ich dann eine jüngere oder ältere Häsin dazu nehmen? Sie sollte vom Charakter auch eher schüchtern als dominant sein oder?
Um Streit zu schlichten müsste sie schon eine forsche Natur besitzen und auf den Tisch hauen können. Also eine gestandene Frau mit guter Gruppensozialisierung, die die zwei Knaben in die Schranken weisen kann. Dazu kommt noch der Punkt mit dem erwachsenen Kaninchen, das den Jungtieren noch was beibringen kann. Dass man Kaninchen unter 16 Wochen nicht vergesellschaften kann, ist Quatsch. Wenn man keine Soziopathen hat, gehen Alttiere nicht auf Jungtiere los. Jungtiere beanspruchen noch keinen Platz in der Rangordnung, die laufen neben der Rangordnung. Erst mit der Pubertät fangen sie an, sich ihren eigenen Platz zu erkämpfen. Deine sind womöglich etwas frühreif, sonst hätten sie nicht schon in dem zarten Alter mit streiten angefangen. Trotzdem halte ich die magische 16 Wochen Grenze für Unsinn.



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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 19.05.2020
Beiträge: 629
Tintenherz befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.07.2021, 11:34

Das wusste ich nicht, wie gesagt, keine Erfahrung mit VGs von Jungtieren. Wieder was gelernt, danke




Ninchen
 
Registriert seit: 30.06.2021
Beiträge: 7
Inesidgie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.07.2021, 12:57

Ja das ist wirklich eine Dreistigkeit! Ich habe gestern wieder neue Anzeigen von ihr entdeckt und habe ihr mal einen langen Text geschrieben, mal sehen ob da noch etwas zurückkommt. Sie wirbt nämlich mit bester Beratung und Fachwissen, naja!

Also wäre es das beste sie erstmal zu trennen und nochmal zu sehen ob es funktioniert? Wäre es nicht schädlich für sie, sie 4 bis 6 Wochen alleine zu lassen?




Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 02.07.2021, 14:11

Es ist in diesem Alter sehr schädlich sie alleine zu halten, weil dann keine vernünftige Sozialisation (u.a. Kaninchensprache) möglich ist.

Noch schädlicher wäre es aber wenn sie sich richtig zerbeißen....


Das ist jetzt wirklich (!) kein Vorwurf an Dich, aber da hier auch viele "nur so" mal mitlesen und sich Kaninchen anschaffen möchten, hier mal das wichtigste zur Anschaffung:

Sich gründlich auf kaninchenwiese.de einlesen!!!!

(auch was die Qualzuchten der Widderkaninchen angeht)

- ein "Züchter" der seine Tiere vor der 10. Woche abgibt ist nicht vertrauenswürdig und lediglich ein Vermehrer,
- ein "Züchter" der zu gleichgeschlechtlichen Tieren rät fällt in die gleiche Katagorie, ebenso wie
- ein Züchter der Trockenfutter und Pellets füttert.

Das gleiche gilt für Baumärkte und Zoogeschäfte, nur das da noch erschwerend hinzukommt, dass diese Tiere unter bittersten Bedingungen und Haltungen "produziert" werden und noch viel früher der Mutter entrissen werden (da diese schon nachgedeckt wurde), meist mit vier Wochen.

Von beiden Vermehrungsformen haben die Tiere meist "Untermieter", gerade Kokzidien können bei so jungen Tieren innerhalb von Stunden zum Tod führen.

Von beiden Vermehrungsformen sind die Tiere nicht geimpft, es gab keine Kotuntersuchungen, keinen Tierarztcheck und keine Impfungen (die erste mit Filavac gegen RHD 2 gibt man mit fünf Wochen).


Demgegenüber stelle ich Tiere aus dem Tierschutz, vorzugsweise Pflegestellen...
- Der Charakter ist (außer bei Jungtieren) meist schon erkennbar,
- die Tiere sind gecheckt, geimpft und die Rammler frühkastriert

Diese kosten zwar etwas mehr an Schutzgebühr, das relativiert sich aber wenn man sich vorstellt welche Kosten auf einen neuen verantwortungsvollen Halter zu kommen (TA, Impfungen, Kotuntersuchungen, ggf. Behandlungen, Kastra etc...)



 
 
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