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Kaninchen getrennt wegen KrankheitHallo zusammen, meine beiden Kaninchen (m & w) lebten seit sie klein waren zusammen (seit ca. 5 Jahren) in Außenhaltung. Das Weibchen war schon immer recht dominant, aber die zwei haben sich gut vertragen. Nun ist das Männchen immer schwächer geworden und hat stark abgenommen - Diagnose vom Tierarzt: Leukämie. Wir mussten die zwei trennen und ihn in die Wohnung nehmen, weil er die Kälte in seinem Zustand nicht überlebt hätte. Dazu isst er ziemlich langsam und die Dame würde ihm alles vor der Nase wegschnappen. Ein kurzes Zusammensetzen in den vormals gemeinsamen Auslauf nach 3 Tagen "nicht sehen" hat nicht gut geklappt. Sie hat ihn heftig gejagt und er saß nur noch zusammengekauert und sehr schwer atmend da. Ich habe ihn dann wieder in seinen Käfig gebracht... Inzwischen (nach 2-3 Monaten) haben wir ihn gut aufgepäppelt, er ist wieder auf Normalgewicht und soweit fit und aktiv. Ich würde die beiden sehr gern wieder zusammenführen, habe aber große Bedenken hinsichtlich der Fütterung und ob es klappt... er ist nach wie vor krank und kann sich nicht mit gewohnter Kraft einem Kampf stellen. Wir ziehen am Wochenende um, somit wäre das eine gute Chance, das neutrale Terrain zu gewährleisten... Meint ihr, es wäre vielleicht als Kompromiss eine zeitweise Zusammenführung möglich, z.B. über die Sommermonate tagsüber in einem großen gemeinsamen Auslauf im Garten und über Nacht dann in getrennten Ställen? Oder heißt es ganz oder gar nicht? Und wenn "gar nicht", sollten sie sich dann Gitter an Gitter schnuppern können oder ist das kontraproduktiv? Ich habe leider keine Erfahrung mit einer solchen Situation, daher muss ich hier so ganz naiv fragen, was ich am besten tun soll. Ich möchte, dass meine zwei Kleinen glücklich sind. Danke im Voraus für eure Rückmeldungen!
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| Mich würde erst einmal interessieren, welche Untersuchungen zu der Diagnose Leukämie geführt haben? Ich will das nicht ausschließen, aber Leukämie bei Kaninchen hab ich noch nicht gehört. Hat Dein TA die Zusatzqualifikation Kleine Heimtiere?
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| @Polly: Mit dominant meine ich, dass sie immer zuerst am Futter ist, ihn dann ggf. auch vehement wegjagt (obwohl mehr als genug da ist) und sie ihn öfters besteigt, klar stellt dass sie die Chefin in der Beziehung ist. Richtige Kämpfe, im Sinne dass jemand verletzt wurde, gab es nie. Die beiden haben viel gekuschelt und sich gegenseitig geputzt. Also keine 100% Harmonie, aber sie waren doch sehr vertraut miteinander. Der Tierarzt hat eigentlich damit gerechnet, dass unser Kaninchen innerhalb von ein paar Wochen sterben wird. Das haben wir jedoch überstanden Es geht ihm derzeit gut und ich bin optimistisch. Weitere Prognosen zur Lebenserwartung habe ich nicht, jedoch wird er wohl nicht alt werden, wenn man dem Tierarzt glauben mag...Geändert von JayPi (25.02.2021 um 09:31 Uhr).
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Meine TA ist auf Kleintiere spezialisiert und hat die Diagnose anhang der Blutprobe gestellt. Sie meinte, das gibt es bei Kaninchen durchaus öfter und sei die Ursache für den schnellen Gewichtsverlust.
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Und eben das ist das Problem. Die meisten TÄ kennen sich 0 mit Kaninchen aus, wollen/müssen dem Halter aber irgend etwas sagen. Schreib doch bitte mal genau, welche Symptome er gezeigt hat. Dann können wir raten, welche Untersuchungen zur Abklärung gemacht werden sollten. Auch, wenn es ihm jetzt wieder gut geht. Er könnte einfach nur Darmparasiten haben, ein Problem bei den Zähnen oder eine Organerkrankung. Das alles ist meist mit Medikamenten oder einer Korrektur der Zähne zu beheben. Bei so schwerwiegenden Diagnosen würde ich mir immer eine zweiter Meinung von einem Tierarzt einholen, der Ahnung von Kaninchen hat.
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| Zitat:
Kleintiere = Hunde und Katzen Kleine Heimtiere = Kaninchen
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| Die TA behandelt Kleintiere, Heimtiere, Vögel und Reptilien... Sie ist schon sehr lange im Geschäft und eine geschätzte Tierärztin in unserem Landkreis... Ich schreibe gerne gleich noch ein bisschen was zur Krankheitsgeschichte. Jedoch abgesehen davon, was er nun genau hat, steht jetzt am Wochenende unser Umzug vor der Tür und daher stellt sich akut die Frage: Zusammenführen ja oder nein? Denn wenn ich sie nun getrennt einquartiere, ist das mit der neutralen Gemeinschaftszone dann gelaufen bzw. wird deutlich erschwert...
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Verlauf der Symptome: Er hat immer weiter abgenommen, man hat deutlich angefangen seine Wirbelsäule zu sehen, obwohl er noch Nahrung aufnehmen konnte. Er war aktiv und am Wesen hat man zunächst nichts gemerkt. Eines Tages (im Dezember) hat er komplett aufgehört zu fressen, er hat am Essen geschnuppert aber ich hatte das Gefühl, er kann nicht mehr beißen. Da habe ich die Zähne untersuchen lassen. Die TA hat nichts Auffälliges gefunden, aber dann in einer kleinen OP zwei Mini-Häkchen an den Backenzähnen entfernt. Er war zu der Zeit sehr schwach, lag fast nur noch und hatte kein Interesse mehr an der Außenwelt. Wir haben ihm für ein paar Tage Brei gefüttert, weil er weiterhin nicht selbstständig aß. Das hat gut geklappt, man hat gemerkt, er hat Hunger. Dann konnte er langsam wieder Kleingeschnittenes essen. Heu ging z.B. gar nicht, es wirkte als könnte er die Halme nicht kauen oder nicht mit der Zunge "nachschieben". Inzwischen isst er wieder größere Stücke Gemüse, ganze Salatblätter, Karottengrün etc. und auch Heu, getrockneten Gartenkräuter etc. Er ist jetzt auch wieder aktiv, hoppelt rum und schaut gleich, wer kommt, wenn man den Raum betritt...
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| Ich würde die beiden wieder zusammen lassen. Mit der Option, das Gehege bei Stress durch ein Gitter zu teilen. Hast Du mal eine Kotprobe, über 3 Tage gesammelt und kühl gelagert, auf Kokzidien Hefen und Würmer untersuchen lassen? Ich persönlich würde auf die Zähne tippen. Solltest Du Veränderungen im Fressverhalten feststellen, würde ich direkt zu einem Tierarzt gehen, der auf Zahnheilkunde spezialisiert ist.
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| Ich tippe auch auf Zähne oder Parasiten ehrlich gesagt..
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| Kleines Update: Die beiden leben jetzt wieder zusammen im Gehege ohne Trenngitter Meine Angst vor der Zusammenführung war unbegründet - die beiden kennen sich bereits ihr Leben lang und es gab überhaupt keinen Kampf. Ein wenig Jagen und hauptsächlich neugieriges Beschnuppern. Ich bin froh, den Schritt gegangen zu sein und im Nachhinein muss ich sagen, dass ich sie wahrscheinlich auch bei Krankheit nicht nochmal trennen würde.
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| Stichworte |
| krankheit, trennung, vergesellschaftung |
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