Hallo zusammen

Ich bin neu hier und könnte dringend Ratschläge zu einem Problem mit einer meiner Kaninchendamen brauchen.
Ich versuche seit über einem halben Jahr, unsere 2-jährige Halbriesendame Picasso zu vergesellschaften. Wir haben sie mit einem knappen Jahr ungeplant vor dem Kochtopf gerettet, sie kommt von einem Züchter aus unserer Nähe. Ob sie in der Zeit beim Züchter mit anderen Kaninchen zusammengelebt hat, ist uns nicht bekannt, zu dem Zeitpunkt, als wir sie bekommen haben, lebte sie allerdings alleine. Verkauft wurde sie uns als Bock, weshalb wir am Anfang versuchten, sie mit Häsinnen zu vergesellschaften. Weil sie SEHR scheu und abwehrend war (und wir der Aussage des Züchters vertrauten), dauerte es bis zum Kastrationstermin, bis wir erfuhren, dass er eine sie ist. Danach versuchten wir es mit verschiedenen Kastraten bzw. mit den verschiedenen Konstellationen, die wir hier haben (Paare, Schwestern-Duo, Kleingruppe aus drei Mädels und einem Kastrat). Keine Vergesellschaftung funktionierte.
Weil ich aber trotzdem - obwohl sie so schwierig, sehr dominant und anscheinend verhaltenstechnisch bzw. sozialisationsmäßig etwas gestört ist - nicht möchte, dass sie alleine bleibt, hoffe ich, dass mir hier vielleicht jemand gute Tipps geben kann. Jemand hat mir den Tipp gegeben, einen Rammler aus einer Zucht zu nehmen, der "mit schwierigen Häsinnen umgehen kann" - könnte das vielleicht wirklich funktionieren? Wo anders habe ich gelesen, dass einmal Decken lassen etwas ändern könnte - stimmt das? Ich möchte natürlich nicht sinnlos Kaninchen in die Welt setzen, aber frage mich trotzdem, ob diese Lösung funktionieren könnte.
Unsere anderen Vergesellschaftungen haben bisher immer funktioniert, ich weiß auch, wie es geht, worauf ich achten muss etc. Picasso stellt jedoch ein Extremfall dar, bei dem ich mir nicht mehr zu helfen weiß.
Ich hoffe, es findet sich jemand, der sich durch den langen Text quälen mag und ein paar gute Anregungen oder Tipps hat. Danke auf jeden Fall schonmal im Voraus.
Liebe Grüße