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Plötzlich Streit mit schweren Wunden auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 10.09.2020
Beiträge: 18
Kirasbunnies befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2020, 20:24

Plötzlich Streit mit schweren Wunden


Hallo zusammen,

wir stehen leider vor einem großen Problem mit unserem Weibchen (9 Monate) und kastrierten Rammler (11 Monate).
Die beiden leben seit Februar zusammen und abgesehen von kleineren Streitigkeiten waren die beiden immer ein super Pärchen - nebeneinander geschlafen, sich gegenseitig geputzt etc.
Vor 2,5 Monaten gab es dann das erste Mal richtig Stress und abgesehen von kleineren Bissverletzungen bei beiden hatte das Weibchen eine schwerwiegendere Bissverletzung an der Wange, sodass wir die beiden ein paar Tage trennen mussten. Die Vergesellschaftung lief dann nach ca. 4-5 Tagen recht problemlos (das Weibchen hatte nur erst Angst, aber keine Beißereien) und seitdem war Frieden.

Bis vor 2 Wochen...
Die beiden haben sich ineinander verkeilt und unser Weibchen erhielt eine Bissverletzung am Hintern mit einem schwerwiegenden Verlauf... die Wunde hat sich schlimm entzündet, Antibiotikum, Schmerzmittel - sehr kritischer Zustand... :/ Wir haben die beiden seitdem wieder getrennt, bis sie wieder gesund ist.
Seitdem halten wir das Weibchen in ihrem gewohnten Stall und er ist in einem extra Käfig untergebracht. Die beiden stehen im großen Wohnzimmer und es wird abgewechselt wer laufen darf und wer nicht.
Durch den Käfig beschnuppern sie sich regelmäßig.


Jetzt haben wir uns entschlossen die beiden wieder langsam aneinander zu gewöhnen und sie heute unter Beobachtung außerhalb der Käfige auf ca. 5qm zusammengesetzt. Das Weibchen ist noch recht ängstlich, dennoch sind sie wieder aufeinander losgegangen - wir haben sie sofort wieder getrennt, weil wir keine weiteren Verletzungen riskieren möchten, zumal die Wunde des Weibchens noch nicht komplett verheilt ist.
Die letzte Wiedereingliederung lief so problemlos und nachdem die letzten Wunden bei dem Weibchen doch recht schwerwiegend waren, möchten wir eigentlich nichts riskieren....


Hat jemand einen Rat? Ist eine neue Vergesellschaftung überhaupt noch möglich?

Danke! Danke!



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Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2020, 20:34

Hallo und willkommen
die erste Frage wäre, ist es sicher, dass es Weibchen und ein Kastrat sind?
Die nächste, wie genau ist die Haltung, ich lese von Käfigen bzw. Stall. Es wäre gut zu wissen, wie sie leben (Bilder wären gut).
Haben sie nur einen Stall/Käfig (welche Maße) und gelegentlich Auslauf in der Wohnung oder haben sie ein Gehege, dauerhaft 24/7 von mind.4 besser 6 qm für 24/7




Ninchen
 
Registriert seit: 02.06.2020
Beiträge: 7
Charly2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2020, 20:42

Also ist nur meine Meinung, aber ich würde dir raten, nochmal genau zu schauen, ob es wirklich ein Weibchen ist. Wenn nein, würde ich es lassen sie zu vergesellschaften, das wird wahrscheinlich nicht mehr funktionieren. Auch wenn es eins ist, sehe ich es kritisch. An deiner Stelle würde ich es zum Tierwohl lassen und dir raten, entweder für beide einen neuen Partner zu holen oder eins abzugeben und dir ein anderes zu holen, so blöd wie es klingt und wie ungern man das machen möchte. Bei ums gibt es extra jemanden, der sich solchen Fällen angenommen hat. Er würde eines von deinen aufnehmen und dir ein möglichst gleichaltriges mit geben. Die Leben dort auf einer riesigen Wiese. Vielleicht gibt es sowas ja auch bei dir.




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2020, 20:58

Also, wenn es ein Pärchen ist, sehe ich es erstmal überhaupt nicht kritisch
Mal abgesehen, dass sie gerade in der Pubertät sind, spielt auch der Platzbedarf und die Haltung eine Rolle
Sie haben sich ja auch zuerst verstanden, von abgeben würde ich noch lange nicht raten, solange die Haltung nicht bekannt ist.
Und, zu irgendjemand geben, der eine große Wiese hat, ist nicht die Lösung. Wie wäre da denn die Haltung genau, sind sie gesichert gegen Fressfeinde? Wie ist die tierärztliche Versorgung und werden sie regelmässig geimpt?



marinahexe, Rakete and Al Kanino like this.

Ninchen
 
Registriert seit: 10.09.2020
Beiträge: 18
Kirasbunnies befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2020, 21:02

Es ist ganz sicher ein Weibchen und ein Kastrat.

Sie ist momentan voll in der Pubertät und wollte ihn immer rammeln. Er toleriert es immer sehr lange, bis es dann einmal richtig eskaliert.



Wir haben einen selbstgebauten Stall ca. 2qm2 und einen Käfig ca. 1,5qm2. Momentan getrennt, aber vorher waren sie zu zweit auf den 2qm2 mit 2 Häuschen. Die beiden sind allerdings nur 8-9h (nachts) im Stall und den Rest haben sie Auslauf in der kompletten Wohnung. Die Streitigkeiten mit den Wunden sind auch ausschließlich außerhalb des Stalls zu Stande gekommen.



Hatten nach Rücksprache mit dem TA schon überlegt das Weibchen ggfs. in 2-3 Monaten zu sterilisieren, damit das Rammeln endlich aufhört, aber solange wir die nicht wieder Vergellschaftet bekommen, ist das ja auch erstmal keine Option.




Geändert von Kirasbunnies (10.09.2020 um 21:22 Uhr).

Ninchen
 
Registriert seit: 10.09.2020
Beiträge: 18
Kirasbunnies befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2020, 21:09

Sie sind beide geimpft und in reiner Innenhaltung.

Die beiden sind wirklich meine "Kinder". Einen abgeben würde mir unglaublich schwerfallen und wirklich nur im absoluten MUSS machen und nur an jemanden, den ich kenne. Möchte aber auch nicht riskieren, dass wieder einer schwer verletzt wird.

Blöde Situation gerade...




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 25.09.2019
Beiträge: 716
Jean-Claude Van Hase befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2020, 21:13

Das ist etwas arg wenig platz. Das kann schnell zu Aggressionen führen.
Das Kaninchen sollte bestimmen können wann es aktiv sein kann/darf, daher muss genug Platz rund um die Uhr zur Verfügung stehen.

Ich bezweifle auch das eine sterilisation was am Verhalten ändert. Die Hormone bleiben die selben.

Männlein und Weiblein scheitert soweit ich weiß höchst selten.
Lasst das Mädel genesen und in der Zeit schaut wie ihr den Tieren mehr Platz zugestehen könnt. Mindestens 4qm.




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2020, 21:32

Eigentlich sagen sie dir es schon damit, dass die Streitigkeiten außerhalb auftreten
Es ist zu wenig Platz, auch wenn es nur über 8 Stunden sind. Gerade gegen Abend und frühen Morgenstunden sind sie aktiv. Im Käfig/Gehege verstehen sie sich nur, weil sie sich arrangieren müssen
Ich würde entweder das Gehege erweitern auf mind 4 qm oder sie einfach 24/7 laufen lassen und die Wohnung sichern



Al Kanino likes this.

Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2020, 21:42

Biete den beiden mehr Platz. Vielleicht könnt ihr ein Zimmer kaninchensicher machen? Kaninchen sind dämmerungs-/nachtaktiv. Und gerade in dieser Zeit sperrt ihr sie ein.



Im Stall ist die Rangordnung geklärt. Wenn sie Auslauf haben, kommen sie in ein "neues" Revier, wo ständig die Rangordnung neu geklärt werden muss.



Rakete likes this.

Ninchen
 
Registriert seit: 10.09.2020
Beiträge: 18
Kirasbunnies befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2020, 22:01

Vielen Dank für eure Antwort und Hilfe!



Werden dann sehen, dass wir zukünftig Stall und Käfig aneinander stellen und ggfs. noch anbauen. Da beide nicht gerade die stubenreinsten Kaninchen sind, trotz extra Toilette im Wohnzimmer, kommt 24/7 Auslauf nicht in Frage.



Hättet ihr Tipps für die neue Vergesellschaftung?

Habe gelesen, dass neutraler Boden, den beide nicht kennen, am besten wäre. Wie viel qm wäre für die erste Begegnung gut?

Beim quiecken dazwischen gehen?

Ist es ratsam, dass sich beide momentan durch die Gitter beschnuppern oder bis zur vollständigen Genesung beide komplett voneinander trennen? Hätten die Option einen übergangsweise nach oben zu stellen. Habe momentan das Gefühl, dass sich beide durch die Gitter nur noch mehr provozieren. Zunächst wars erst lecken, jetzt beißen.

Gibt es quasi ein "Time-Limit" bis wann man die beiden Streithähne wieder zusammen setzen sollte oder ist das egal?




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2020, 22:16

Ihr habt sie heute aber wieder zusammengeführt und nun das gezicke am Gitter? Oder war es bei der vorherigen Trennung schon so?
Ich würde sie sonst erstmal nur mit Gitter trennen und beobachten, sollten sie aggressiv am Gitter sein, dann wäre es besser sie mit Riech- und Sehkontakt zu trennen............ aber
werden sie dann im Käfig gehalten ohne Auslauf? Und übereinander halten ist gar keine Option, am besten wäre Zimmertrennung und dabei auch den Platz und keinen Käfig
Ich würde mal nach Auslaufgehegen suchen und sie damit getrennt halten, nicht in einem Käfig oder Stall
Die Unsauberkeit wird sich irgendwann erledigen, wenn die Pubertät vorbei ist und du ihnen genug Platz und Toiletten anbietest




Ninchen
 
Registriert seit: 10.09.2020
Beiträge: 18
Kirasbunnies befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2020, 22:28

Wir haben es heute ein paar Minuten kurz versucht, sie aber nachdem das Gebeisse wieder losging, sofort wieder getrennt.

Das Gezicke am Gitter war bei der letzten Trennung im Juni nicht. Da hatten wir sie aber auch nur 4 Tage getrennt. Jetzt inzwischen fast 2 Wochen aufgrund der Wunde.

Werde das Männchen dann morgen übergangsweise nach oben (andere Geschoss) stellen. Einen Auslauf haben wir und wir werden auch dafür sorgen, dass beide genügend Platz haben.

Denkt ihr, dass eine Vergesellschaftung in 1 Woche eine gute Zeit wäre? Bis dahin sollte die Wunde vollständig verheilt sein.




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.09.2020, 06:35

Wenn Probleme vorhanden sind, dann würde ich deutlich mehr Platz als die dauerhaft empfohlene Mindestmaße von 6 qm geben. Unter 10 qm würde ich persönlich bei diesen Umständen nie gehen (sogar nicht mal ohne Probleme...).

Unsauber können sie auch sein, weil sie stark konkurrieren. Das ist Reviermarkierung. Ich habe/hatte das v.a. bei den Gleichgeschlechtlichen.

Trotzdem habe ich auch bei Unsauberkeit Zimmer oder sogar freie Wohnungshaltung gemacht. Was seine negativen Spuren teilweise hinterließ.
Aber: man kann durchaus die Wohnung schützen, wenn es auch bei lediglich 1 Zimmer viel einfacher ist. Rauher PVC als Untergrund und darüber waschbare Baumwollteppiche (als rutschfeste Unterlage können gummierte Läufer dienen). Dazu genügend Klo aufstellen, gerade an den kritischen Stellen. Mein Problem- Paar hat hat im KaninchenZimmer sogar 8 Klo, auch wenn nicht alle genutzt werden. Das andere Paar lebt mit mir im Rest der gesamten Wohnung und die haben bloß 4 Klo auf die gesamte Fläche verteilt, obwohl sie kein Pinkelproblem haben.

Ist das Verhältnis der Beiden harmonischer und fällt die Pubertät weg, dann wird es vermutlich besser.
Übrigens wenn überhaupt : dann würde ich die Häsin kastrieren lassen und nicht sterilisieren. Das ist ein Unterschied...

Durch das Gitter sollen sich die Beiden natürlich nicht beißen können. Erstens wegen der Verletzungsgefahr (Gitter kann man auch doppelt ziehen) und dann ist es ein Hinweis, dass da noch viel Aggressionen im Spiel sind.

Gittermethode als VG kann man zwar anwenden und kann erfolgreich sein, aber nicht, wenn es sich aktuell gerade so hochgeschaukelt hat. Später vielleicht...

VG vorzugsweise auf neutralem Revier machen mit neuer Inneneinrichtung.



Al Kanino likes this.

Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 19.05.2020
Beiträge: 629
Tintenherz befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.09.2020, 11:23

Ich tippe auch stark darauf, dass es am Platz liegt. Mein Tipp zur Stubenreinheit: benutze als Toilette(n) Käfigwannen, in denen du auch das Futter anbietest. Also ausschließlich da. Viele Kaninchen pinkeln da, wo sie fressen. Um das Futter vor Urin zu schützen, kannst du Heuraufen verwenden. Viel Glück!




Benutzerbild von Löwenzshn & Pusteblume
Ninchen
 
Registriert seit: 27.04.2020
Beiträge: 16
Löwenzshn & Pusteblume befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.09.2020, 15:16

Ich würde lieber zwei Wochen warten.
Ich habe auf das mit dem Seh- und Riechverbot zwei Wochen lang leider auch missachtet. Ich musste einen abgeben und einen neuen Partner für den anderen suchen.
Lass sie sich am besten vor der VG noch richtig austoben und sie am Nachmittag zusammensetzen.
Da sind sie am ruhigsten.



__________________
Grüße von den Schuffels:



Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 22.12.2018
Beiträge: 634
Tamou befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.09.2020, 18:50

Vieles ist ja schon gesagt. Ich kann noch hinzufügen, dass bei unseren auch Maja immer Moritz berammeln wollte.
Mit dem Erwachsenwerden hörte das auf, sie macht es jetzt praktisch gar nicht mehr, sie ist deutlich ausgeglichener, keine Pfützen und Köttel mehr in der Wohnung.
Vor einschneidenden Entscheidungen wie ner OP oder sogar Abgabe ist es auf jeden Fall ratsam, noch etwa 1/4 Jahr abzuwarten. Dann ist sie ein Jahr und die Pubertät dürfte so ziemlich durch sein.
Mehr Platz ist allerdings auch meiner Meinung nach unbedingt wichtig. Unsere (beide unter 2kg) haben 4qm plus Etagen und Buddelkiste (wenn wir nicht da sind, sonst Freilauf) und drunter würde ich selbst bei ihnen nicht gehen, obwohl sie durchgehend ein Herz und eine Seele sind.



__________________
Viele Grüße, Susanne



Benutzerbild von Löwenzshn & Pusteblume
Ninchen
 
Registriert seit: 27.04.2020
Beiträge: 16
Löwenzshn & Pusteblume befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.09.2020, 20:21

Da kann ich Tamou nur zustimmen.
Meine Charlotte versucht auch öfters Bobby zu berammeln. Der jagt ihr dann immer nach oder sie drehen sich im "Kreis " bis es irgendwo etwas interessanteres gibt. Danach kuscheln sie wieder und putzen sich. Charlotte ist grad voll in der Pupertät. Sie macht überall hin und makiert alles.



__________________
Grüße von den Schuffels:


 
 
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