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Problematisches Nagen an GitterstäbenHallo liebes Forum, unsere beiden Kaninchen (Zwergwidder (w) und jap. Farbenzwerg (m)) sind etwa 5 Monate alt und seit etwa 2,5 Monaten bei uns. Sie haben einen - so meinen wir - recht großen Auslauf (Stall 6qm, überdachter Auslauf 2qm, offener Auslauf ca. 4qm) - siehe Photo. Unser Männchen zeigt seit ein paar Wochen ein auffälliges intensives Nagen an den Gitterstäben des Auslaufs, vor allem des überdachten Auslaufs. Vor unserem Urlaub hat er öfters mal an den Stäben "geleckt", in unserem Urlaub hat er dann aber offenbar angefangen, sehr kräftig an den Stäben zu nagen und zerren. Wir fragen uns nun, wo wir seit 2 Tagen aus dem Urlaub zurück sind, wie wir ihm dieses Verhalten ("Tick", "Stereotyp") wieder abgewöhnen können. Natürlich haben wir schon recherchiert, was es sein könnte, sind aber ein wenig ratlos:
Wenn wir das Gitterstäbe-Nagen momentan bemerken, dann halten wir ihn durch Stupsen, Streicheln, Füttern etc. davon ab. Aber wir sind ja nicht immer dabei ... Habt ihr Tipps oder Ratschläge, wie wir ihm dieses Verhalten wieder abgewöhnen können?
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| Hey Casa! ![]() Ich bin erst selber kürzlich Hasenmama geworden, deswegen könnte das, was ich jetzt sage nicht richtig sein. Du hast bei deiner Recherche eigentlich schon alles rausgefunden, was falsch laufen könnte. Das Problem mit kranken Kaninchen ist aber, dass man es nicht unbedingt sehen muss, dass sie krank sind. Vielleicht ist der Gang zum TA gut, um auszuschließen, dass dem kleinen was fehlt. Unser beiden, vor allem Mango, haben auch an den Gitterstäben gezogen und genagt. Daraufhin haben wir den Platz vergrößert. Dann haben sie es gelassen. Aber ihr bietet ihnen ja genug Platz und Beschäftigungsmöglichkeiten! ![]() Vielleicht liegt‘s auch am Partner? Dass sie sich gerade nicht vertragen und sich das Nin deswegen unwohl fühlt? Ich hoffe, dass sich das bald wieder legt bei euch!
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| Hallo, ich hab auch zwei Jungtiere etwa im gleichen Alter:-) Also ihr bietet Ihnen natürlich schon viel Platz, aber ich finde es zum Rennen und richtig Haken schlagen doch recht eng. Wenn ich mir meine beiden anschau, wie die rumdüsen, da würde der Platz nicht reichen und sie wären wahrscheinlich schnell unterfordert... Da Du Krankheiten ausgeschlossen hast und sie auch normal fressen, tippe ich auf Langeweile und / durch zu wenig Platz und Bewegungsmöglichkeiten. Könntet ihr sie tagsüber nicht im ganzen Garten laufen lassen bzw den Gartenauslauf mit Welpengitter etc vergrößern? Viele Grüße Michaela
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| Zitat:
![]() D.h. wenn es aus Eurer Sicht so ist, muss die Kaninchensicht nicht automatisch auch so sein... Für ein Kaninchen kann das locker reichen, aber für ein anderes eben nicht... Das ist sicherlich auch Charaktersache plus gepaart noch mit der Ungestümheit der Pubertät, was sich dann als Langeweile äußert. Ich habe übrigens ein Übernahmekaninchen, was früher mit Partner in Innenhaltung auf 12 qm lebte, ständig Gitter nagte und auch ständig ausbüchste. Dank meiner freien Wohnungshaltung (ohne Gitter) und Gruppenhaltung gab es keine Unterbeschäftigung mehr. Leider musste ich später aufgrund von Unverträglichkeit und anderer Gruppenkonstellation in Paarhaltung trennen (ins Zimmer 12 qm). An der Türe gab es das bekannte Gitternagen und ständige Ausbruchsversuche (was aufgrund von Unverträglichkeit nicht ideal ist). Gitternagen habe ich behoben, indem ich ans Babygitter Kaninchendraht spannte, was auch noch die gegenseitigen Beissversuche abstellte. Die Inneneinrichtung ist sehr abwechslungsreich gestaltet und das Verhältnis des Paares sehr harmonisch. Er bekommt zwar gelegentlich Gartenfreilauf, trotzdem vermisst er den Wohnungsfreilauf, der aufgrund der Situation nicht mehr möglich ist. Verhaltensstörungen hat er nun keine, mal abgesehen davon, dass ich angeknurrt werde beim Zimmerbetreten. Aber das ist ein anderes Problem aufgrund seines vorherigen Lebens mit dem unschönen Verhalten der Kinder... Ich weiß nicht, ob Du platztechnisch was verändern kannst. Aber betreffend Inneneinrichtung würde ich das bestimmt machen, denn es sieht etwas karg aus. Man kann auch immer mal neue Sachen hineinstellen oder umplatzieren. Da Du so ein schön hohes Gehege hast, würde ich auf alle Fälle das nützen und was in die Höhe bauen z.B. mittels Gestell, Rampen etc. Zudem kannst Du auch mit Futterbeschäftigung (Futterbeschaffung) viel Abwechslung rein bringen. Das könnte man sogar auch erweitern bis zu Logik- Spielen oder Klickertraining. Den Boden mit den harten Steinplatten ist für die Füße auf Dauer nicht geeignet (Pododermatitis). Ich würde zumindest ein Teil mit Holzschnitzel einstreuen. Bei Kaninchenwiese findest Du viele Anregungen, inkl sehr lange Podcasts auch zur Beschäftigung. PS: ich weiß jetzt nicht, ob es hier auch Fotos hat mit den Sachen ( Rampen, Gestelle), welche ich oben erwähnt habe, aber sonst lässt es sich anderswo finden... https://www.kaninchenwiese.de/haltung/aussenhaltung/ https://www.kaninchenwiese.de/haltung/aussenhaltung/aussenhaltung-fotos/ https://www.kaninchenwiese.de/umgang/beschaeftigung/
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| Hallo, so ein Freiheit liebendes Tier hatte ich auch bis vor kurzem. Er war schon immer interessiert an der Welt hinter dem Zaun. Als es ihm dann mehrmals gelang auszubrechen, hat er angefangen intensiv am Gitter zu nagen und aktiv nach Schlupflöchern zu suchen. Er hatte ja gelernt, dass es eine Möglichkeit gibt den Zaun zu überwinden. Ich habe versucht, ihn davon abzulenken indem ich die Einrichtung alle paar Tage umgestellt oder ausgewechselt habe. Das Futter habe ich an wechselnden stellen angeboten und auch mal erhöht aufgehängt. Intelligenzspiele habe ich auch öfter angeboten. Außerdem habe ich einen höheren und stabileren Zaun besorgt, damit er kein Erfolgserlebnis beim Ausbrechen mehr haben kann. Mit der Zeit wurde es besser mit dem Nagen. Seine Partnerin hat zwar mal die Nase an den Zaun gedrückt, aber war nicht annähernd so auf die Welt hinter dem Zaun fixiert. Ich denke, es gibt einfach anspruchsvollere Tiere, als andere, die mehr Abwechslung und Abenteuer brauchen, als andere. Sind eure Ninchens vielleicht mal ausgebüxt? Oder waren aus anderen Gründen mal auf der anderen Seite des Zauns?
__________________ Behandle dein Haustier so, dass du im nächsten Leben mit vertauschten Rollen klar kommst. Pascal Lachenmeier
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| Nebenbei noch angemerkt: Gitter nagen auf die Dauer ist sicherlich nicht gut für die Zähne. Da besteht die Möglichkeit, dass sich diese verschieben... (nicht das Gitter , Zahnfehlstellung...)
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| Ich würde auch eher an Langeweile gepaart mit Pubertät denken, manchmal fallen Kaninchen auch plötzlich Dinge auf/ein, die sie vorher nie gemacht haben...oder es werden Ecken auf einmal gaaaanz interessant und wichtig und nach ner Zeit geht das von alleine wieder weg bzw. sie finden was anderes. Ihr könntet noch versuchen ein paar Dinge in den Auslauf zu legen, z.B. längere Tunnel, natürlich nicht zu viel, damit noch Platz zum Rennen ist (wobei durch Tunnel auch gerne mal gerannt wird), aber so ist da ja auch nix anderes zum Beschäftigen draussen, ausser der Stäbe. Oder Zweige reinlegen oder in die Erde stecken zum dran rumknuspern und rausziehen/rumwerfen.
__________________ LG von Nougie und Ebby ....und Menschin Möhrja
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| Das Gras auf der anderen Seite des Gitters ist grundsätzlich leckerer als alles andere. Genauso wie bei Innenhaltung der Raum hinter dem Gitter grundsätzlich interessanter ist als das eigene Gehege (egal wie schön und/oder groß es ist). Das Ganze wird dann noch getoppt von freier Wohnungshaltung wo es der Halter gewagt hat einen Bereich von gut 1qm „einzuzäunen“ weil dort wichtige Kabel liegen. Was sind schon 60 qm Hoppelfläche, wenn einem Langohr ein einziger qm verwehrt wird? Richtig, sie sind nichts! Denn genau an den Gittern wird geknabbert und gerissen.
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