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Wahrscheinlich Tumor - Gebärmutter entfernen? auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By LouisAbby

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Benutzerbild von Nschotschi
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.03.2011
Beiträge: 74
Nschotschi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.07.2020, 14:05

Wahrscheinlich Tumor - Gebärmutter entfernen?


Hallo alle zusammen,

Ich habe eine ca. 7 oder 8 jährlige Häsin in Innenhaltung.
Sie war eigentlich immer fit, hat aber schon seit ich sie habe (5 Jahre) beim schlafen und bei Entspannung geschnarcht bzw. laut geschnauft.
Die Allgemeinuntersuchungen beim Tierarzt brachten auch keine Klärung.

Seit ca. 2 Jahren litt sie des öfteren unter Fressunlust, Apathie, keine köttel. Dies dauerte aber immer ca. 1 Tag und danach war alles wieder gut. Untersuchungen beim Tierarzt ergaben als Ergebnis immer eine Verstopfung (Röntgen, Abtasten usw.) und so habe ich sie dann behandelt (laktulose, Öl, dimeticon usw.).
Außerdem haben wir vermehrt auf die Beseitigung der Haare im Gehege und beim Partnertier geachtet.

Seit Sonntag morgen (also ist heute der 3. Tag) war es wieder so weit.
Wir waren in der Tierklinik am Sonntag.
Laut röntgen wieder Verstopfung.
Wieder die übliche Medikation. Diese brachte aber dieses Mal keine Besserung.

Gestern bei einer weiteren Tierärztin, die sich wohl besser mit Kaninchen auskennt.
Neues röntgen (zur verlaufskontrolle).
Sie stellte aber keine Verstopfung fest, sondern eine deutlich sichtbare Gebärmutter.
Also entweder Hyperplasie oder Tumor.
In beiden Fällen kommt wohl nur eine Kastration als Therapie in Frage.
Durch diese Gebärmutter hat sie wohl Schmerzen, und daher kein fressen und kaum/wenig köttel sowie Apathie.
Sie schlug daher die Kastration vor (in 3 Tagen) und bis dahin soll ich Schmerzmittel verabreichen sowie päppeln, falls sie weiter nicht frisst.
Das mache ich auch seit gestern.

Sorgen machte sich die Tierärztin aber als ich das mit der Atmung erwähnte.
Demnach könnten es Metastasen in der Lunge oder ein Thymom sein. Etwas in der Richtung konnte sie auch in dem bisherigen röntgen erkennen.
Das könnte man eventuell durch ein weiteres Röntgenbild auf dem Rücken ggf. ausschließen. Sicher kann man das im röntgen aber wohl auch nicht erkennen, was da genau ist.
Sollte es Metastasen geben, so würde eine Kastration nur für kurze Zeit was bringen, zumal sie bereits atembeschwerden/schnarchen/schnaufen schon lange im Ruhezustand hat.

Seit der neuerlichen Erkrankung (also seit Sonntag morgen) ist diese laute Atmung die ganze Zeit, zeitweise sehr schnell. Ich kann leider nicht beurteilen, ob die laute schnelle Atmung von den Schmerzen in der Gebärmutter kommt oder ob sie noch schlechter Luft bekommt wegen der Lungen ...

Mir stellt sich die Frage, ob eine Entfernung der Gebärmutter bei einem 8 Jahre alten Kaninchen überhaupt Sinn macht. Zumal sie jetzt wegen der Schmerzen, wenig fressen, wenig kötteln, päppeln und wenig Schlaf eh schon so gestresst und geschwächt ist.

Außerdem besteht ja das Risiko, dass sie eh schon was mit der Lunge hat bzw. Ein Thymom, so dass ein positiver Ausgang der OP eventuell nur von kurzer Dauer ist...

Und der ganze Streß mit dem päppeln und so, das verträgt sie alles nicht gut, hat immer große Angst davor.
Und nach der OP müsste ich ihr auch mindestens 3mal täglich Mittel geben ich glaube für 2 Wochen.

Ich weiß einfach nicht, ob das alles Sinn macht.
Die Schmerzmittel, die sie jetzt bekommt, schlagen eventuell auch nicht an, ich habe das Gefühl, dass sie weiter schmerzen hat, trotz 2 unterschiedlicher Präparate.
Es geht ja nicht nur ums Überleben sondern um die Qualität des Lebens.
Leider wäre die Alternative wahrscheinlich das Einschläfern.
Seit Sonntag morgen hockt sie nur in der Ecke und atmet laut. Frisst aber ein wenig, wenn ich ihr was reiche.
Köttelt aber immer noch kaum, obwohl ich päppel und alles mache.

Was würdet ihr tun?



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Benutzerbild von LouisAbby
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.02.2019
Beiträge: 1.213
LouisAbby befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.07.2020, 14:42

Hallo,
das hört sich ja wirklich heftig an. Ich kann dir dazu nur sagen, wie ich wahrscheinlich vorgehen würde. Aber das bedeutet natürlich nicht, dass es auch der richtige bzw. einzige Weg ist. Ich würde auf jeden Fall das mit der Atmung möglichst schnell abklären lassen. Also die Lunge röntgen lassen, nach Metastasen schauen etc. Sollte es noch keine sichtbare Streuung geben und die Ärztin meinen, dass eine OP in ihrem Zustand machbar und sinnvoll sei, würde ich sie kastrieren lassen. Ich glaube, dass Alter ist da weniger das Problem, sondern mögliche Erkrankungen, die das Narkoserisiko nochmal erhöhen. Ich habe dieses Jahr meine Häsin mit 5 Jahren kastrieren lassen. Sie hatte allerdings keine anderen gesundheitlichen Probleme, außer die von der Gebärmutter verursachten. Bei einer OP sollte unbedingt eine Gasnarkose/Atemnarkose genutzt werden, da sie von Kaninchen und Nagern besser vertragen wird. Wenn die Lunge schon befallen sein sollte, würde ich ihr noch mit Schmerzmitteln ein paar schöne Wochen oder vielleicht sogar Monate ermöglichen oder sie falls nötig sofort gehen lassen.
Ich wünsche dir und deiner Maus auf jeden Fall viel Kraft. Egal für welchen Weg du dich entscheidest.



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Benutzerbild von Namii
Kaninchen
 
Registriert seit: 31.07.2015
Beiträge: 2.071
Namii befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.07.2020, 15:22

Hi
Also vom Alter her, hätte ich bei der Kastration keine Sorgen gehabt. Allerdings klingt es natürlich nicht so schön, dass die TÄ bereits Schatten auf der Lunge gesehen hat (wenn ich es richtig verstanden habe?).

Mit der Vermutung, dass sich bereits Metastasen gebildet haben, würde ich vermutlich nur noch palliativ begleiten. DAfür müsste sie aber natürlich unter Medikamenten wieder von alleine anfangen zu fressen. Sonst ist es sicher zu viel Stress für sie.

Eine meiner alten Häsinnen hat mit 10,5 Jahren plötzlich das Fressen eingestellt und musste notkastriert werden. Sie hat die Narkose und OP super hinter sich gebracht. Mir hatte die TÄ vorher allerdings nicht gesagt, dass sie bereits Schatten in der Lunge gesehen hat. Leider ist meine Häsin einige Wochen nach der OP erstickt. Mit der Info zu den vermutlichen Metastasen, hätte ich mich vermutlich gegen die OP entschieden und hätte sie gehen lassen. Das hätte ihr dieses schreckliche Ende erspart

Ein Grund warum meine Häsinnen jetzt immer in jungen Jahren kastriert werden.

Eine schwere Entscheidung. Auf jeden Fall sollte die Atmenproblematik abgeklärt werden, gerade wenn du sagst, dass sich die Atmung jetzt noch einmal verändert/verschlechtert hat.

Alles Gute für euch!



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Benutzerbild von Nschotschi
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.03.2011
Beiträge: 74
Nschotschi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.07.2020, 17:17

Danke für eure Antworten.
War gerade beim ta. Neues röntgenbild auf dem Rücken liegend. Leider nicht ganz eindeutig. Man sieht Schatten in einem lungenflügel. Könnte ein lymphom sein.
Von der Kastration hat sie nun bei dieser Atmung doch abgeraten. Das Risiko ist zu hoch. Sie soll jetzt palliativ behandelt werden. Hab ihr gerade Schmerzmittel verabreicht. Gefressen hat sie etwas. Jetzt muss sie noch köttel machen und mehr lebenslust bis morgen zeigen, ansonsten ist das nicht gut für das Tier. Das ist traurig...




Benutzerbild von Namii
Kaninchen
 
Registriert seit: 31.07.2015
Beiträge: 2.071
Namii befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.07.2020, 09:00

Tut mir leid, dass ihr eine so schlechte Prognose erhalten habt.

Ich drücke die Daumen, dass sie sich mit dem Schmerzmittel noch einmal berappelt und noch eine schöne Zeit haben kann.



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Benutzerbild von Nschotschi
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.03.2011
Beiträge: 74
Nschotschi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.07.2020, 10:24

Danke für den Zuspruch.
Es ist tatsächlich schlimm und zum heulen.
Vielleicht werde ich meine künftigen häsinnen in jungen Jahren auch vorbeugend kastrieren lassen, dazu muss ich mich noch über die Risiken besser informieren.

Mir ist aufgefallen, dass mein krankes nin zwar etwas frisst wenn ich es ihm reiche, aber nur blinddarmkot produziert. Diesen nimmt es nicht mehr (komplett) auf sondern lässt den Großteil in der Toilette liegen. Normale köttel kommen seit gestern gar nicht mehr, nur blinddarmkot.
Woran kann dass wieder liegen?
Ich vermute Stress und Schmerzen?



 
 
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