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Impfung im Tierheim?Das musste ich leider auch schon bei FB lesen... die 50 waren Stand gestern, ich habe ja nicht viel Hoffnung für die anderen... warum impft man nicht? Als Auffangstelle sollte man es doch besser wissen! Wenn ich schon dieses „wir hatten in unserer Gegend doch noch nie Fälle...“ lese...
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ich frage mich da wie es sein kann dass die 50 ungeimpfte Kaninchen haben. Ich war eigentlich davon ausgegangen dass die meisten tierheime die tiere direkt impfen lassen?
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| Ich kann nur von uns sprechen, hier lässt kein TH gegen RHD2 impfen. Aussage von 90% der TÄe hier ist auch das es nicht nötig wäre. Die meisten lassen sogar gar nicht impfen. Das TH in Freiburg immerhin Nobivac gegen RHD1 und Myxo. Da es das Nobivac nicht mehr gibt habe ich Hoffnung das sie dann zwangsläufig auf das neue Nobivac umsteigen. Und dann kann man halt nur hoffen das der Impfschutz greift da sie bei der erstimpfung ja kein Filavac dazu impfen lassen werden. Mich wundert es also nicht dass das TH nicht geimpft hat. Ist in der Regel bei Tierheimen entweder unwissenheit oder halt eine Kostenfrage.
__________________ LG Britta Geändert von angelsfire (27.06.2020 um 18:16 Uhr).
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| Unwissenheit sollte es aber mehr als vier Jahre nach den ersten größeren RHD2 Ausbrüchen nicht mehr geben, gerade wenn man beruflich Tiere schützen will, hat man auch die Verantwortung, sich bestmöglich über Krankheiten zu informieren. Und die Kosten lasse ich auch nicht gelten: bei 100 Tieren wäre es ein leichtes, zumindest zweimal im Jahr eine Bestandsimpfung zu machen, das wären dann allenfalls 2 Euro pro Tier. Bei Hunden und Katzen wird ja auch geimpft, ohne Kosten und Sinn zu hinterfragen. Wenn schon Tierheime Kaninchen als „Tiere zweiter Klasse“ betrachten, und an deren Gesundheit sparen, muss man sich nicht wundern, dass auch für OttoNormalverbraucher ein Kaninchenleben nichts zählt...
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| Bei uns ist das definitiv nicht so einfach. Ich will unser Tierheim da nicht unbeding in Schutz nehmen aber die haben halt auch nen TA der das ganze TH betreut. Und dieser impft kein Filavac, egal was du sagst. Hält er nicht für nötig, macht er nicht. Fertig. Und so ist es hier bei wirklich 80% der TÄe. Die restlichen 20% lassen sich mit viel zureden überreden es zu bestellen. Eine handvoll davon empfiehlt es sogar. Sammelimpfung macht hier genau eine TÄin, die ist aber nicht aus Freiburg. Und die macht das auch nur wenn man es selbst organisiert. Ins TH kommen ständig neue Tiere, die bekommt man NIE auf einen Nenner. Somit greift dann teilweise auch wieder die Kostenbegründung. Bei 100 Tieren wären es übrigens auch nicht nur 2 Euro pro Tier. Anfahrt kostet bereits 3,50 pro KM. Nehmen wir an sie würde diese TÄin nehmen die ich immer nehme. Dann zahlt sie schon mal 100 Euro rum Anfahrt. Für 50 Tiere zahle ich dann inkl. Anfahrt etwa 14 Euro pro Tier. Bei 100 wären es dann halt 7 Euro pro Tier (unser TH hat aber nie so viele Tiere). Wie gesagt, ich will die TH nicht verteidigen, ich halte auch nix davon das sie nicht impfen. Aber so einfach wie du das da gerechnet hast ist es halt nicht. Schon gar nicht wenn die TÄe sich hier weigern. Wie das im Fall der 50 verstorbenen Tiere ist kann ich natürlich nicht sagen da ich dieses TH gar nicht kenne. Ich weiß nur wie schwer es bei uns ist. Die TÄe raten sogar von der Impfung ab weil es hier angeblich kaum Fälle geben würde. Als uninformierter Halter glaubt man das dann.
__________________ LG Britta
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| Unvernünftige und gar sich weigernde Tierärzte sind natürlich ein Problem. Aber wenn jeder Kaninchenzuchtverein sich seinen Impfstoff beim Tierarzt abholen und selbst impfen kann, sollte das doch für ein Tierheim erst recht kein Problem sein. Deswegen ja Bestandsimpfung, dies erfordert keine Anreise des Tierarztes. Und natürlich ist eine solche Impfung, ohne vorherigen Check und nur zu festen Zeiten suboptimal, aber doch deutlich besser, als gar nicht zu impfen.
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| Die wenigsten Tierheime werden es sich leisten können illegale Sachen zu machen. Soweit ich weiß darf ich als Privatperson nicht mal eben Tiere impfen wie ich lustig bin. Den Impfstoff gibt es auch nicht einfach so mal eben in der Apotheke in Deutschland. Dazu muss ich schon ins Ausland gehen. Dann muss ich es illegal über die Grenze bringen und es illegal auch noch selbst impfen. Impfpass gibts dann sowieso keinen. Ich verstehe schon worauf du hinaus willst aber SO einfach ist das eben nicht. Die agieren ja offiziell. Sowas mus nur mal einer melden, dann gibts mächtig ärger. Und natürlich erfordert eine Bestandsimpfung die Anreise des TAes. Wie sollen die Tiere sonst geimpft werden?
__________________ LG Britta
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| Nichts davon wäre illegal. An gewerbsmäßige oder berufsmäßige Tierhalter dürfen Impfstoffe völlig legal abgegeben werden, entweder vom Tierarzt selbst oder nach Rezept von der Apotheke. Impfen sollte eigentlich jeder können, das ist, da subkutan, nicht schwer, eine einfache Einweisung vom Tierarzt reicht. Die Kaninchenzüchter impfen auch selbst. Gesetzliche Grundlagen findest du hier, Abschnitt 7, insbesondere Paragraph 44: http://www.gesetze-im-internet.de/tierimpfstv_2006/index.html Geändert von Diabi (27.06.2020 um 22:20 Uhr).
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| Ich will jetzt nicht gegen Tierärzte schießen, das wäre der völlig falsche Weg. Aus meiner Sicht ist die fehlende Meldepflicht und die Benachrichtigung in den Tierärztekammern an den Kammer zugehörigen Tierärzte das Übel des Desaster und nicht nur da. Während man von einer Tierarztpraxis hören kann, das es im Ort nie RHD/RHD 2 oder gar Myxomatose gab und das impfen völlig überflüssig und demzufolge zu teuer ist. Kann von einer anderen Tierpraxis im selben Ort schon andere Hinweise kommen. Die Tierheime welche ich kenne impfen an, z.B. Filavac oder jetzt das neue Nobivac. Alles andere liegt dann im Ermessen des Tierhalters.
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| Zitat:
Grund war, dass ich mit zwei Zwergen zum impfen war, sich beim Check aber herausgestellt hatte, dass der Kleine eine fiese Zahnspitze hatte die unter Inhalationsnarkose entfernt wurde. Die TÄ meinte, dass er dann frühestens am nächsten Tag (besser übernächsten) geimpft werden sollte. Da das dann nochmaliger Stress mit der Fahrt etc. bedeuten würde, hat sie mir dann die Ampulle mitgegeben und den Impfausweis ausgefüllt. Am übernächsten Tag hat er dann von mir den Pieks bekommen.
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| Aber sie deswegen einem qualvollen Tod auszusetzen kann's ja nun auch nicht sein.
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| Man muss aber die Realität sehen. Wenn Leute ins TH kommen auf der Suche nach Kaninchen und sollen dann 120-140 Euro Schutzgebühr zahlen für 2 Kaninchen, dann gehen sie halt woanders hin. Denn Sinn und die Notwendigkeit von Impfungen oder Kastrationen (nehmen wir halt 2 gleichgeschlechtliche) sehen die meisten nicht ein. Und hinterher erzählen sie es noch rum :Wir waren zuerst im Tierheim, aber die wollten 140 Euro für die 2 Kaninchen!!" Und evtl sind das dann nicht mal mehr Jungtiere sondern evtl schon 8 Jahre alt, haben Zahnprobleme oder sind chronische Schnupfer. Den Luxus dann auf Menschen zu warten, die geimpfte, kastrierte evtl ältere Tiere suchen und bereit sind diese Schutzgebühr zu zahlen können sich die meisten Tierheime nicht leisten. Das mag regional unterschiedlich sein. In Gegenden wo RHD und Myxomatose bekannter sind mag es einfacher sein geimpfte Kaninchen zu vermitteln. In meinem Bekanntenkreis ist kein Kaninchen geimpft. Immerhin vermittelt das TH nicht in Käfig- und nicht in Einzelhaltung und die Rammler sind kastriert.
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| Komischerweise kriegen sämtliche Pflegestellen und viele Tierheime es hin, ihre Kaninchen geimpft und kastriert abzugeben. Und die finanzieren sich auch selbst. Da unterstelle ich einigen Tierheimen einfach Unwissenheit manchmal gepaart mich Faulheit. Realität ist, ohne Impfung passiert genau das: 50 von 100 Kaninchen sind tot, die noch ein Leben vor sich gehabt hätten. Und sie sind sicher qualvoll gestorben, denn RHD beschert keinen schönen Tod.
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| Es ist die Verantwortung eines Tierheims nur so viele Tiere aufzunehmen, wie auch versorgt werden können. Und dazu zählen beim Kaninchen lebensnotwendige (wie sich hier zeigt) Impfungen.
__________________ --- "Du mußt sie jetzt sagen, Oder ewig 'rumtragen, Deine Worte: Verzeih! Hätt' ich doch! – Einerlei. Könnt' ich doch noch! – Vorbei." (Reinhard Mey) --- [Danke, Tante Jessi]
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| Ändert aber nix daran das die behandelnde TA Praxis, die unser Tierheim betreut und mit denen sie einen Vertrag haben, RHD2 nicht impft. Die Praxis kann man auch nicht so einfach wechseln wie man sich das vorstellt. Zumal es hier wie gesagt wenig TÄe gibt die das überhaupt impfen und die betreuen, soweit ich weiß, kein Tierheim. Beispiel bezüglich des Vertrages zwischen TH und TA Praxis: meine befreundete TÄin hat mal 2 Kaninchen im TH abgegeben (vor dem Schlachter gerettet). Das eine Kaninchen hatte ein Rolllid. Sie hat angeboten es kostenlos zu operieren, sie hatte nur aktuell keinen Platz in der Wohnung. TH musste ablehnen und es kostenpflichtig von der betreuenden TA Praxis machen lassen. Ich kann mir nicht vorstellen das ein TA an einen Privathalter (keinen Zuchtverein) Impfstoff abgeben darf. Meine Freundin ist gerade in Elternzeit und würde in Teufels Küche kommen wenn sie ein Kaninchen jetzt privat impfen würde. Wie das bei TH ist kann ich natürlich nicht sagen. Können tun die das bestimmt wenn man es Ihnen zeigt. Ändert aber nix dran das der TA den Impfstoff gar nicht erst bestellt.
__________________ LG Britta
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| Das Tierheim finanziert sich komplett aus Spenden und das ist alles andere als einfach. Ich bekomme das regelmäßig mit, weil ich ihr Tagebuch verfolge und auch schon des öfteren gespendet habe. Es gibt Jahre da kommen sie kaum über die Runden. Und natürlich müssen sie dann irgendwann Tiere abweisen. Nur , was wird dann aus diesen Tieren? Das nächste Tierheim ist 50km entfernt und auch das muss sich durch Spenden finanzieren. Natürlich könnten sie die Tiere auch komplett impfen und trotzdem nur 30 Euro Schutzgebühr nehmen, würden sie vermutlich auch gerne, wenn sie noch irgendwelche finanziellen Reserven hätten. Das Problem mag auch regional bedingt sein. In all den Jahren, die ich hier lebe habe ich niemals auch nur ein einziges Wildkaninchen gesehen. Das deckt sich damit, dass ich kürzlich irgendwo gelesen habe, dass Wildkaninchen selten in Regionen über 400m NN leben. Dementsprechend gibt es hier kein Bewusstsein für RHD und Myxo. Niemand meiner Bekannten, die ich darauf anspreche hat je davon gehört. Ich habe aber Verwandte in Duisburg und ich erinnere mich daran, dass bei einem Besuch bei ihnen vor etlichen Jahren ,lange bevor ich selbst Kaninchen hatte, dass wir damals viele Wildkaninchen dort gesehen haben die apathisch und krank aussehend mit geröteten Augen dort in den Büschen saßen. Die Verwandten erzählten damals, dass dort so eine Seuche umgehen würde. Heute weiß ich, dass es Myxo war. Und natürlich ist es leichter für Tierschützer, den künftigen Besitzern, die Wichtigkeit von Impfungen zu vermitteln, wenn sie die Krankheiten real vor Augen haben.
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Du vermittelst ja auch, richtig? Welche Schutzgebühr nimmst du für ein komplett geimpftes evtl kastriertes Kaninchen? Wieviel müsstest du nehmen, wenn du Einzeldosen impfst? Evtl noch plus Weibchenkastra? Denn Sammelimpfungen gibt es hier weit und breit nicht. Ob TA Impfstoffe abgeben dürfen weiß ich nicht. Aber ich habe schon Duphamox und auch Schmermittel (Rimadyl) von der TA Praxis bekommen und auch selbst subkutan gespritzt Geändert von Polly8 (29.06.2020 um 21:33 Uhr).
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| Ich war zwar nicht gefragt, aber ich hab für mein letztes Tier, untersucht und geimpft (Nobivac und Filavac), von einer kompetenten PS 45€ bezahlt.
__________________ GESTERN warst Du noch bei uns, mit Deinem Lachen, mit Deiner Freude, mit Deinen Worten. HEUTE bist du bei uns, in unseren Tränen, in unseren Fragen, in unserer Trauer. MORGEN wirst du bei uns sein, in Erinnerungen, in Erzählungen, in unseren Herzen.
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Vermittlungsgebühr: Kastrat und unkastriertes Weibchen 50 Euro, Kastriertes Weibchen 80 Euro. Und da machen die Leute schon richtig dumm. Wenn man einigermaßen kostendeckend vermitteln wollen würde: Vorausgesetzt das Tier ist gesund kostet bei einem Rammler die Kastra zwischen 70 und 90 Euro, Kotprobe wenn ich sie selbst einschicke 15 Euro, Impfung mit dem neuen Nobivac Plus 55 Euro + Filavac 36 Euro. Filavac und Rikavacc um die 50 Euro. Wär ebei einem Rammler also etwa 150-180 Euro. Weibchen: Kastra 220 Euro, Kotprobe 15 Euro, Impfung 50-91 Euro. Macht in der Summe 285-326 Euro. Und das alles ohne Futter und unter der Voraussetzung dass das Kaninchen nur einmal geimpft werden muss. Weibliche Kaninchen die ich privat vermittelt habe habe ich nicht kastrieren lassen sofern es nicht zwingend nötig war. Einfach weil das finanziell auch schlichtweg nicht geht. Bei Rammlern bleibt einem natürlich nix anderes übrig, das muss halt einfach sein. Impfen muss ebenfalls sein.
__________________ LG Britta
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