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Nasenausfluss - Antibiotika-Gabe - ja oder nein? auf Kaninchen Forum

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.05.2020
Beiträge: 39
La98 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.05.2020, 09:52

Nasenausfluss - Antibiotika-Gabe - ja oder nein?


Hallo,

ich brauche euren Rat zu folgender Situation:

Wir haben vor 12 Tagen zwei Kaninchen aus dem Tierheim adoptiert (beide 4 Jahre alt und gesund, Innenhaltung).

Vor ca. 7 Tagen haben wir die Toilette neu eingestreut (diese "normale" Sägespäne Einstreu). Am Tag danach fiel uns auf, dass Henry ab und zu niest, allerdings nicht wirklich oft (wir dachten uns schon, dass das evtl. vom neuen einstreuen kommt). Etwas später war allerdings auch etwas weißer Nasenausfluss vorhanden. Er hat sich zwar ganz normal verhalten und auch normal gegessen, aber wir sind dann tdm. zum TA.

Die TÄ hat ihn komplett durchgecheckt (u.a. auch Lunge abgehört und Zähne kontrolliert), da hat alles gepasst. Sie hat uns dann zwei Medikamente "vorgeschlagen": ein AB (Baytril) und RodiCare Immun (homöopathisches Mittel zur Immunstärkung). Mein Freund (nur er war mit im Behandlungszimmer) sollte dann anscheinend "entscheiden", was davon wir nehmen, bzw. ob nur das Immun-Mittel oder auch das AB. Er sagte dann natürlich, dass er sich unsicher ist (wir hatten zuvor noch nie Kaninchen und haben absolut keine Erfahrung). Die TÄ sagte dann quasi: "dann lieber auch das AB". Das kam uns im Nachhinein schonmal sehr komisch vor, da sie uns ja auch anderweitige Tipps hätte geben können, wenn wir uns nicht auskennen (Inhalieren, welche Kräuter, etc...). Sie hat auch keine eindeutige Diagnose gestellt und meinte nur, es könnte schon sein, dass das vom neuen Einstreuen und evtl. auch vom Umzugsstress kommen könnte.

Wir haben dann, als wir wieder daheim waren, im TH angerufen, wo wir die beiden geholt haben, und die Situation geschildert, um eine zweite Meinung zu haben. Die Pflegerin meinte, sie würde das AB auf jeden Fall erstmal nicht geben. Sie fand es auch seltsam, dass die TÄ uns kein "Darm-/Magenschutzmittel" mitgab, welches man bei AB-Gabe eigentlich hernehmen sollte.

Nun sind ein paar Tage vergangen, und es geht ihm immer noch super. Er niest mittlerweile kaum noch (vllt. 1x am Tag, und das höre ich auch nur, weil ich momentan fast durchgehend daheim bin). Er isst super und abends/morgens springt und rennt er auch ein bisschen rum. Wir dachten schon, es wäre vorbei, aber heute morgen hatte er nun wieder etwas weißen Ausfluss an der Nase kleben (was ich seltsam finde, da er ja kaum niest). Gestern haben wir übrigens wieder komplett neu eingestreut (nun allerdings mit Holzpellets). Das Stroh und Heu haben wir seit dem TA-Besuch immer in einem Kopfkissenbezug einmal durchgeschüttelt, damit der gröbste Staub draußen ist.

Wir werden nun heute nochmal im TH anrufen und fragen, ob eine AB-Gabe nun sinnvoll wäre. Zu lange sollte man das ja anscheinend auch nicht vor sich herschieben, da sich sowas ja schnell festsetzen kann. Evtl. gehen wir auch nochmal zu einem anderen TA.

Was sind eure Meinungen dazu?

Was mich außerdem manchmal beunruhigt: beide klappern immer mal wieder mit den Zähnen, schon seit sie bei uns sind. Ich hab gelesen, dass das sowohl ein Wohlgefühl als auch Schmerzen ausdrücken kann, ich kann es aber leider überhaupt nicht unterscheiden. Sie machen das eig. hptsl., wenn sie liegen bzw. ruhen (es sieht dann eigentlich entspannt aus --> Beine ausgestreckt). Irgendwann stehen sie dann auf und essen zum Beispiel was oder hoppeln rum. Dann wird sich wieder hingelegt. Würde sich so ein Kaninchen verhalten, das Schmerzen hat?

Danke!



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Oda Oda ist offline
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 25.10.2019
Beiträge: 149
Oda befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.05.2020, 10:32

Am besten Du fragst mal marinahexe wegen einem kompetenten Tierarzt.
Es hört sich für mich schon sehr nach Schnupfen an, und das tut mir jetzt echt echt leid für Euch, da wir Euch ja quasi zu einem „gesunden“ Pärchen geraten haben...
So ein Halterwechsel ist leider immer mit viel Stress für die Kaninchen verbunden und viele bzw. leider sehr viele sind Träger des Kaninchenschnupfens und bei sowas kommt halt gerne mal der Schnupfen (wieder) raus.
Ich würde jetzt an Eurer Stelle nicht mit Baytril rumdoktern, das hat bei unserem z.B. gar nicht geholfen und nur seinen Darm geschädigt. Ein Nasenabstrich wäre vernünftig, damit ihr gleich sicher sagen könnt, welcher Erreger das ist und ihr ihn gezielt bekämpfen könnt. Und deshalb braucht ihr einen Tierarzt, der sich mit Kaninchen auskennt.
Ansonsten : möglich, dass das Tierheim entweder a, nicht weiß, dass er vorher schon Schnupfen hatte oder b, es Euch nicht gesagt hat.
Wäre aber gut zu wissen, ob es der erste Ausbruch ist, oder er schon länger damit zu kämpfen hat, denn wenn er es schon lange hat, dann würde ich persönlich gar nix geben ( Dill oder sowas natürlich schon) denn dann hat er das im besten Falle selbst gut im Griff. Wird es schlimmer, muss man natürlich schon was tun.



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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 25.09.2019
Beiträge: 716
Jean-Claude Van Hase befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.05.2020, 23:48

Klappern mit den Zähnen ist Wohlbefinden. Knirschen hört sich ähnlich an wie bei uns Menschen. Aber nicht jedes Kaninchen hält sich ans Lehrbuch. Daher werdet ihr mit der Zeit das Verhalten eurer Tiere zu erkennen wissen. Fressen ist aber immer gut ein Kaninchen was starke schmerzen hat frisst nicht, ist meine erfahrung.



Als ich meine beiden neu bekommen habe haben sie anfangs auch öfters genießt. Allerdings ohne Ausfluss.

Habe (nur wegen der Weibchen Kastra) auch 9 Tage baytril gegeben und da keinen Unterschied feststellen können. Daher nehm ich an es schlägt nicht bei jedem Erreger stamm an oder es ist nicht gleich Kaninchen schnupfen.

Da ihr nun aber schon Ausfluss habt würde ich das von einem brauchbaren Tierarzt anschauen lassen. Denke dieser wird dann einen Abstrich machen um dann ggfs gezielt ein AB zu geben. Meistens ist es aber wohl tatsächlich baytril was ich so gelesen habe.



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Benutzerbild von -Flöckchen-
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 22.04.2019
Beiträge: 799
-Flöckchen- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.05.2020, 00:57

Rakete kennt sich da vermutlich am besten aus.
Aber prinzipiell wenn er doch fit ist, würde ich kein Antibiotika geben. Würde eher zum Rodicare greifen und einem Schleimlöser. Ansonsten könnt ihr auch zuerst inhalieren. Den kleinen in die Transportbox, mit dem Handtuch vorne und seitlich abdecken und hinten nicht abdecken, damit der Dampf durch die Box geht. 15 min wird da empfohlen, mit ner Kochsalzlösung könnt ihr das machen, wenn ihr ein gerät habt, ansonsten Thymiantee aufgießen. Würde auch Kräuter vermehrt verfüttern die bei Schnupfen helfen.
Bei meinem wurde auch eine Zylexiskur gemacht- seitdem ist es viel besser und ich brauch nur Schleimlöser zwischendurch mal.
Aber ein erfahrener Tierarzt ist erstmal A und O, damit man sich auch mit ihm absprechen kann, was Sinn macht und was nicht.



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Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.05.2020, 07:45

Hier viele Infos über chron. Kaninchenschnupfen:

https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/ist-mein-kaninchen-krank/

1. Problem : Du weißt nicht, wie lange sie es schon haben. Alles was länger als 2 Wochen dauert, gilt bereits als chronisch.

Ich hatte schon einige Übernahmetiere aus den Tierheimen, die leichte Symptome hatten. Das TH kann man da nicht wirklich ankreiden, denn gerade leichtere Symptome sind nicht so offensichtlich zu erkennen. Das TH verbringt keine längere Zeit bei den Kaninchen. Wenn da nicht gerade Eiter aus der Nase läuft oder ein Rier pausenlos niest, fällt einem so was nicht auf. Auch nicht dem TA.

Zudem können sich Symptome von Tier zu Tier total unterscheiden. Es muss nicht immer zwingend große Niesanfälle da sein, noch kann der zähe Eiter öfters mal gar nicht abfließen.

Aktuell habe ich auch einen total atypischen 'Schnupfer', der niest kaum und hat auch keinen Nasenausfluss. Dafür röchelt er beim Fressen gelegentlich und man hört (auch mit dem Stethoskop), dass die Nase blockiert ist. Als das Röcheln stark und permanent beim Fressen und Putzen wurde, habe ich ihn auch ohne sichtbaren Eiter sofort behandelt. Das AB hat auch gleich gewirkt.

Ein Hinweis auf permanenten Eiterausfluss kannauch sein, wenn das Fell um die Schnauze herum etwas verklebt ist oder die Innenseite der Vorderfüße verklebt sind.

Grundsätzlich:
Eiterausfluss (wenn es nicht einmalig war) sollte mit AB behandelt werden. Eine AB- Behandlung sollte immer zusätzlich mit BebeBac- Gabe erfolgen!

Wenn AB nicht anspricht, wurde es zu kurz verabreicht. Baytril im Minimum 2 Wochen geben, besser aber 3 Wochen! Der Haupterreger Pasteurellen ist sehr hartnäckig und braucht eine lange Behandlungszeit. Es sitzt relativ tief in den Nasennebenhöhlen (und ist daher auch mit einem Nasenabstrich oft nicht zu erreichen), zudem schützt viel Eiter alle Bakterien vor dem AB. Das kann ein Grund sein, wieso ein AB nicht anschlägt in Kombi mit zu kurzer Verabreichung.

Die schlechtere News: Pasteurellen wird man nie komplett eliminieren können. Bei chron. Schnupfen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es wieder kommt.

Bei Kaninchenwiese gibt s viele Tipps, wie man das Immunsystem stärken kann, möglichst auf gleichzeitig mehreren Ebenen.

V.a. vielversprechend sind Therapien mit Kaltinhalator und Kochsalz (Warminhalationen sind etwas weniger zu empfehlen), Schleimlöser. Im Anfangsstadium von Schnupfen kann Zylexis- Kur etwas helfen (bei lang bestehenden Symptomen bringt es weniger was).



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.05.2020
Beiträge: 39
La98 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.05.2020, 08:33

Erstmal danke für eure Antworten!

@Rakete: Den Gedanken mit dem TH hatte ich auch schon...wahrscheinlich schnupfen die Tiere dort öfters, als die Pfleger es überhaupt mitbekommen (ich denke mal, die Symptome, die er nun hat, würde man dort wahrscheinlich auch nicht wirklich mitbekommen, bis auf den Ausfluss (den putzt er sich aber auch wirklich schnell weg, wenn ich nicht flott genug bin)

Gestern hab ich nochmal mit dem TH telefoniert. Sie haben uns auch Zylexis empfohlen und gemeint, dass sie das im TH grundsätzlich vor einer AB-Behandlung geben. Ansonsten meinte die Pflegerin noch, dass die ersten 3 Wochen nach dem Umzug oft kritisch sind und solche Symptome nicht selten auftreten (veränderte Keimsituation, Stress, etc.).

Dass das TH bzgl. des Schnupfens nicht ehrlich war, kann ich mir eigentlich kaum vorstellen...die sind dort wirklich super hilfsbereit und wirken auch nicht so, als hätten sie es nötig, so etwas zu verschleiern...ich glaube eher, dass sie es eben wahrscheinlich nicht mitbekommen hätten, wenn es schonmal gewesen wäre.

Ab wann zählt Ausfluss denn als eitrig? Sein Fell um die Nase ist nicht wirklich verklebt. Der Ausfluss, den er bisher hatte, hing dann eher so neben/an seiner Nase dran (so was kleines weißes) und das konnte man auch gut wegnehmen.

Falls es sich nicht bessert, werden wir auf jeden Fall nochmal zu einem anderen Tierarzt gehen.




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.05.2020, 13:38

Zitat:
bis auf den Ausfluss (den putzt er sich aber auch wirklich schnell weg, wenn ich nicht flott genug bin)
genau, deswegen kriegen das die Meisten gar nicht mit


Wenn es weisslich flockig ist, dann ist es Eiter. Einfach eben nur ganz wenig

Die Meisten kennen eben nur die ganz schwierigen Fällen, wo schlichtweg die Nase komplett vereitert ist. Es gibt da ganz viele Fotos davon. Keines meiner Kaninchen hatte es so schlimm.


Zylexis kannst Du gerne versuchen. Ich hatte gute Erfolge, wenn ich es sofort bei Beginn des Schnupfens (nebst AB) eine Kur machte (normalerweise spritzt man Tag 1, 8 und 10) danach Wiederholung nach Bedarf. Theoretisch könnte man es alle 2 Wochen spritzen. Das habe ich für ein halbes Jahr sogar mal gemacht, aber der Zustand blieb immer gleich. Allerdings hatte der Kastrat auch schon sehr lange Symptome.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.05.2020
Beiträge: 39
La98 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.07.2020, 11:40

Hallo, hier folgt mal ein kurzes Update:

Wir waren dann nochmal beim TA (bei einem anderen). Wirklich nette und kompetent wirkende Person - zwar offiziell nicht "kaninchenkundig", aber gute Bewertungen anderer Patienten und auch in der Nähe. Er hat auch gleich zugegeben, dass er kein "Kaninchengott" ist, was ihn durchaus sympathischer macht, als die andere TÄ, die laut Website durchaus kaninchenerfahren ist und trotzdem einfach AB verschreibt - ohne eindeutige Diagnose und BeneBac....Naja.

Auf jeden Fall meinte der "neue" TA, eine AB-Gabe wäre seines Erachtens nicht sinnvoll, da Henry doch in sehr guter Verfassung ist und das AB die Symptome auch verschlimmern könnte, durch weitere Schwächung des Immunsystems, Fressunlust etc... (davon habe ich bereits auch des öfteren gelesen). Mit entspr. Kräutern, Inhalationen etc. weitermachen, bei Verschlechterung oder wenn die Symptome gar nicht weggehen nochmal kommen.

Seitdem hat sich sein Zustand nicht verschlechtert, aber auch nur etwas verbessert. Geniest hat er ja von Anfang an nicht viel (ca. 1-2x täglich 3 kurze Nieser - grob gesagt). Die Nasenschleimheit ist mittlerweile nicht mehr so gerötet, seine Nase wirkt weniger feucht. Seit über einer Woche habe ich auch keinen weißen Schleim mehr gesehen, seit ungefähr dem gleichen Zeitraum geben wir ihm aktuell RodiCare Pulmo. Manchmal bemerke ich für ca. 2 Tage gar keine Symptome mehr (also gar kein Niesen etc.). Da freue ich mich dann, dass es offensichtlich besser wird - bis er dann doch wieder irgendwann mehrmals hintereinander niest. Dann wieder eine Phase, in der ich kurz davor bin, doch wieder zum TA zu gehen - und dann wird es doch wieder besser. Also immer so ein Auf und Ab.

Mittlerweile glaube ich wirklich, dass er den Schnupfen schon länger hat, als gedacht...wenn er mal niest, wirkt es fast so, als würde er das ganz bewusst machen. Zudem habe ich einmal beobachtet, wie er sich den kleinen weißen "Schleimpropfen", der dann manchmal an der Nase hängt, mit der Zunge direkt vom Nasenloch ableckt...deswegen wahrscheinlich auch keine verklebten Stellen.

Grundsätzlich geht es ihm ja nicht schlecht, er hüpft und springt auch immer mal wieder durch die Wohnung. Aber langfristig hab ich doch Angst, dass ihm dieser Zustand irgendwann schadet. Oder ist dieser Zustand bei chronischen Schnupfen "normal"?

Dazu kommt noch, dass ich nicht weiß, ob die Inhalationen (also in die TB setzen) nicht mehr stressen als helfen...

Ich würde sie momentan auch so gerne nach draußen in den Garten ins Freigehege lassen (sie können über die Terassentür selbst rein und raus). Aber bei jedem kleinen Windstoß habe ich Angst, dass er sich einen Zug holt und es nur schlimmer wird...seine Partnerin habe ich letzte Woche beim Essen auch einmal kurz niesen hören, aber seitdem zum Glück nicht mehr (das war wohl hoffentlich etwas einmaliges).

Und was ich mich auch noch Frage: wie sieht es mit Impfungen aus? Im Herbst sind die beiden wieder dran...aber könnte er in diesem Zustand überhaupt geimpft werden?

Ich frage mich die ganze Zeit, ob es nicht doch ein Fehler war, kein AB zu geben, wie Rakete es empfohlen hatte (wobei sein Schleim ja nie flockig war). Mein schlechtes Gewissen plagt mich...

Liebe Grüße

Das war jetzt falsch ausgedrückt: Rakete hatte ja empfohlen, bei weißem flockigem Schleim (=eitrig) AB zu geben - aber solch einen hatte er ja nie.




Geändert von La98 (13.07.2020 um 11:44 Uhr).

Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.07.2020, 16:14

Hast Du es jetzt mal mit Zylexis versucht? Das wäre es nämlich zu Beginn Wert gewesen...

Wenn deutlich Eiter vorhanden ist, dann ist AB sinnvoll. Sonst nicht.
Mit pflanzlichen Mittel das Immunsystem zu stärken, ist sicherlich auch gut.

Langfristig hilft leider häufig gar nichts: weder AB noch pflanzliche Mittel. Der Schnupfen wird immer ein Stück weiter fort schreiten.

Meine chron. Schnupfer waren immer fit und haben sich ihren Zustand nie anmerken lassen. DAS ist normal!
Nur bei todkranken Tieren merkt man etwas. Ich hatte in Vergangenheit auch schon akute Schübe mit Untertemperatur oder stärker Atemnot (Schnappatmung). Sie waren da apathisch und der Zustand lebensbedrohlich.

Auch wenn die Symptome von aussen betrachtet schwach sind:
Über die Jahre hinweg muss man damit rechnen, dass es die Strukturen der Nasennebenhöhlen (evtl. auch Tränenkanal etc.) auch Dauer zerstört. Die Knochen können sich zersetzen und die Gänge (Nase, TNK) 'verkalken' durch Mineralisierung. Dieser Vorgang ist irreparabel. Und das Kaninchen kriegt immer schlechter Luft.
Im Alter nehmen die Symptome auch wegen des schlechteren Immunsystems zu.

Ich hatte bereits 2 Schnupfer, bei denen das im Alter passiert ist. Das lässt sich per CT nachweisen. Meine Seniorin (fast 9 Jahre) ließ ich anfangs Jahr deswegen an der Nase operieren um den festsitzenden Schleim zu entfernen. Leider kam die OP bereits zu spät, da die Zerstörung schon zu weit fortgeschritten ist. Sie kam vor 7 Jahren zu mir und hatte zu Beginn nur minimale Schnupfensymptome (gelegentliches Niesen, ohne Eiter). Sie hat vor der OP ca. 1.5 Jahre Antibiotika bekommen (dazwischen auch mal Pausen). Da war der Zustand deutlich besser als heute, wo sie nichts mehr bekommt. Ich habe mich aber nun entschieden aufgrund des Alters nicht mehr viel zu machen, sondern sie rechtzeitig zu erlösen.

Letztes Jahr habe ich Meinem Neuen nur AB gegeben, weil er derart stark röchelte beim Fressen und Putzen, ohne Eiter. Übrigens Röcheln er jetzt trotzdem wieder, zwar mal stärker oder schwächer. Es ist aber noch nicht so schlimm wie letztes Jahr, weswegen ich auf AB auch verzichte. Gelegentlich werde ich auch bei ihm ein CT machen lassen, um falls nötig, dann noch rechtzeitig zu operieren.

PS: Zugluft hat Meinen noch nie geschadet, vielleicht einfach schauen, dass es in der Wohnung ncht gerade durchbläst. Nach draußen dürfen Meine trotzdem.

Impfen bei schwachen Symptome würde ich schon noch. Nur bei meiner starken, alten Schnupferin habe ich mich seit 2,5 Jahre dagegen entschieden. Sie ist dafür definitiv zu krank.




Geändert von Rakete (13.07.2020 um 16:19 Uhr).

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.05.2020
Beiträge: 39
La98 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.07.2020, 17:42

Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen
Hast Du es jetzt mal mit Zylexis versucht? Das wäre es nämlich zu Beginn Wert gewesen...

Wenn deutlich Eiter vorhanden ist, dann ist AB sinnvoll. Sonst nicht.
Mit pflanzlichen Mittel das Immunsystem zu stärken, ist sicherlich auch gut.

Langfristig hilft leider häufig gar nichts: weder AB noch pflanzliche Mittel. Der Schnupfen wird immer ein Stück weiter fort schreiten.

Meine chron. Schnupfer waren immer fit und haben sich ihren Zustand nie anmerken lassen. DAS ist normal!
Nur bei todkranken Tieren merkt man etwas. Ich hatte in Vergangenheit auch schon akute Schübe mit Untertemperatur oder stärker Atemnot (Schnappatmung). Sie waren da apathisch und der Zustand lebensbedrohlich.

Auch wenn die Symptome von aussen betrachtet schwach sind:
Über die Jahre hinweg muss man damit rechnen, dass es die Strukturen der Nasennebenhöhlen (evtl. auch Tränenkanal etc.) auch Dauer zerstört. Die Knochen können sich zersetzen und die Gänge (Nase, TNK) 'verkalken' durch Mineralisierung. Dieser Vorgang ist irreparabel. Und das Kaninchen kriegt immer schlechter Luft.
Im Alter nehmen die Symptome auch wegen des schlechteren Immunsystems zu.

Ich hatte bereits 2 Schnupfer, bei denen das im Alter passiert ist. Das lässt sich per CT nachweisen. Meine Seniorin (fast 9 Jahre) ließ ich anfangs Jahr deswegen an der Nase operieren um den festsitzenden Schleim zu entfernen. Leider kam die OP bereits zu spät, da die Zerstörung schon zu weit fortgeschritten ist. Sie kam vor 7 Jahren zu mir und hatte zu Beginn nur minimale Schnupfensymptome (gelegentliches Niesen, ohne Eiter). Sie hat vor der OP ca. 1.5 Jahre Antibiotika bekommen (dazwischen auch mal Pausen). Da war der Zustand deutlich besser als heute, wo sie nichts mehr bekommt. Ich habe mich aber nun entschieden aufgrund des Alters nicht mehr viel zu machen, sondern sie rechtzeitig zu erlösen.

Letztes Jahr habe ich Meinem Neuen nur AB gegeben, weil er derart stark röchelte beim Fressen und Putzen, ohne Eiter. Übrigens Röcheln er jetzt trotzdem wieder, zwar mal stärker oder schwächer. Es ist aber noch nicht so schlimm wie letztes Jahr, weswegen ich auf AB auch verzichte. Gelegentlich werde ich auch bei ihm ein CT machen lassen, um falls nötig, dann noch rechtzeitig zu operieren.

PS: Zugluft hat Meinen noch nie geschadet, vielleicht einfach schauen, dass es in der Wohnung ncht gerade durchbläst. Nach draußen dürfen Meine trotzdem.

Impfen bei schwachen Symptome würde ich schon noch. Nur bei meiner starken, alten Schnupferin habe ich mich seit 2,5 Jahre dagegen entschieden. Sie ist dafür definitiv zu krank.
Danke für deine Antwort. Nein, Zylexis hatte ich wieder aus den Augen verloren, eben weil ich überall las, dass es nur zu Beginn Sinn macht...für mich war der "Beginn" relativ gesehen zu dem Zeitpunkt schon vorbei, aber wenn man sich die Zeitspanne ansieht, wäre es wohl sinnvoll gewesen.

Tut mir leid für den Verlust deiner Seniorin. Klingt so, als hätte sie sich tapfer geschlagen.

Deine Erfahrungen bereiten mir aber wirklich ein mulmiges Gefühl im Bauch.

Spricht denn etwas dagegen, es jetzt trotzdem noch mit Zylexis zu versuchen? Mehr als nicht wirken kann es doch nicht, oder? Oder kann es nun auch negative Auswirkungen haben?




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.07.2020, 19:11

Meine Seniorin lebt noch . 2 andere Schnupfer sind im Alter an anderen Sachen gestorben, was aber mit dem Schnupfen zusammen hing (darunter mein Lieblingskaninchen).
Bis anhin wurden meine Kaninchen nie wirklich alt, aber meine letzten 3 Schnupfer hatten erst mit 6-8 Jahren echte (alle ähnliche) Probleme.

Leider wird relativ selten beschrieben in den Foren, was die Langzeitwirkung des Schnupfens ist. Mit der Seniorin bin ich ursprünglich in Behandlung ins Tierspital Zürich gegangen wegen Augen-Problemen (und nicht wie sonst zum TA). Dort sind die Langzeitschäden von Schnupfen sehr wohl bekannt, auch wenn nur sehr wenige Halter jährlich weitere Abklärungen (CT, OP) machen. Meist ist es dann in einem zu spätem Stadium, wo man nicht mehr viel machen kann.

Ich erwähne die Folgeschäden nur, um darauf aufmerksam zu machen. Trotz allem ist 9 Jahre für eine chron. Schnupferin schon ein sehr hohes Alter!

Ich würde eine Zylexis Kur trotzdem versuchen. Ist zwar teuer, aber schlimmsten Fall hat es keine Wirkung. Negative Auswirkung hat es nicht.




Zwergkaninchen
 
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La98 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.07.2020, 08:45

Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen
Meine Seniorin lebt noch . 2 andere Schnupfer sind im Alter an anderen Sachen gestorben, was aber mit dem Schnupfen zusammen hing (darunter mein Lieblingskaninchen).
Bis anhin wurden meine Kaninchen nie wirklich alt, aber meine letzten 3 Schnupfer hatten erst mit 6-8 Jahren echte (alle ähnliche) Probleme.

Leider wird relativ selten beschrieben in den Foren, was die Langzeitwirkung des Schnupfens ist. Mit der Seniorin bin ich ursprünglich in Behandlung ins Tierspital Zürich gegangen wegen Augen-Problemen (und nicht wie sonst zum TA). Dort sind die Langzeitschäden von Schnupfen sehr wohl bekannt, auch wenn nur sehr wenige Halter jährlich weitere Abklärungen (CT, OP) machen. Meist ist es dann in einem zu spätem Stadium, wo man nicht mehr viel machen kann.

Ich erwähne die Folgeschäden nur, um darauf aufmerksam zu machen. Trotz allem ist 9 Jahre für eine chron. Schnupferin schon ein sehr hohes Alter!

Ich würde eine Zylexis Kur trotzdem versuchen. Ist zwar teuer, aber schlimmsten Fall hat es keine Wirkung. Negative Auswirkung hat es nicht.
Nein, ich finde es ja auch super, dass du darüber aufklärst

Ich werde jetzt ohnehin mit beiden einen Termin beim TA vereinbaren. Henrys Partnerin hat gestern auch nochmal geniest...

Ich habe überlegt, ob ich bei Lina nicht einfach sofort mit Angocin beginne, wie es auf Kaninchenwiese beschrieben wird, und es Henry dann einfach auch mal mitgebe. (Wobei die Dosierung dort ja nicht sehr genau beschrieben ist). Wobei man ja auch nicht zu viele Sachen auf einmal geben soll...

Dann habe ich noch über Sinupret nachgedacht, finde da aber auch keine verlässlichen Angaben zur Dosierung, v.a. da es ja mehrere Mittelchen gibt.

Ist eine Immunkur mit Gladiator Plus zu empfehlen?

Lt. TA kostet eine Spritze Zylexis um die 35€, das würde bei 2 Kaninchen und mehrmaliger Gabe doch ganz schön ins Geld gehen...aber daran soll es nicht scheitern! Letztendlich bleibt uns ja nichts anderes übrig, als so viel wie möglich auszuprobieren und zu sehen was am besten hilft




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-Flöckchen- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.07.2020, 11:01

Ich hab bei Flöckchen eine Zylexiskur am Anfang seiner Symptome gemacht - er war aber auch sehr jung als er zu mir kam- und da hat es sehr gut geholfen. Waren bei uns auch um die 35euro, aber als ich gesehen habe, dass es ihm geholfen hat, war es mir das Geld wert :3



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Betsy69 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.07.2020, 18:46

Ich habe einen meiner Schnupfer vor ein paar Monaten auch mit Zylexis behandeln lassen. Hat nicht vollständig geholfen. Niesen tut er immer noch, aber er hat keine feuchte Nase mehr. Gekostet hat das pro Injektion knapp 36€.
Gladiator plus habe ich vor ein paar Jahren mal ausprobiert. Hat mich aber nicht überzeugt. Ist sehr teuer und hat bei meinen Schnupfern keinerlei Wirkung gezeigt.
Was meiner Erfahrung nach sehr gut zur Stabilisierung des Immunsystems hilft, ist Ingwer. Weiß nicht, ob das schon jemand vorgeschlagen hat, habe aber auf die Schnelle nichts gelesen.
Ein Stückchen Ingwer reiben und mit Banane oder Baby-Apfel- bzw. Birnenbrei vermischen, eventuell noch ein paar Cunis darunter und dann jeden Tag eine Portion füttern über ein, zwei Wochen oder auch länger.

Was auch noch gut fürs Immunsystem bei Schnupfern hilft sind Schwarzkümmel (entweder Pellets oder Chips) oder Blütenpollen.
Meine Tiere (alles Schnupfer und Schnupfenträger) bekommen regelmäßifg entweder das eine oder andere zu ihrem Strukturfutter (oder eben Ingwer).

Angocin habe ich auch mal ausprobiert, mochten meine Tiere aber überhaupt nicht, egal, wie ich ihnen das unterjubeln wollte. Man soll auch sehr viele Tabletten davon geben, war mir dann auch zu teuer.



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Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.07.2020, 20:11

Bei den leichten Schnupfern im Anfangsstadium hat Zylexis gut geholfen. Bei lang anhaltendem Schnupfen und mittelstarken Symptome nicht. Aber da hat es gentlich har nichts geholfen außer AB (zumindest leichtere Symptome) Und ich habe fast alles von Kaninchenwiese ausprobiert.

Null Effekt:
Angocin, Gladiator Plus, Rodicare Pulmo, Schwarzkümmel/Öl (letzteres habe ich nicht lange ausprobiert, nur hin und wieder mal).

Was ich beibehalten habe:
Inhalationen (was ich jetzt nach 2,5 Jahren erstmals nicht mehr mache, ich werde im Winter wieder damit anfangen)
2-3 x in der Woche Ingwer (ich kann aber nicht sagen, dass es wirkt, aber zumindest mögen sie es mit aufgeweichten Cunis)
Gelegentlich Bisolvon (früher monatelang regelmäßig).




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Betsy69 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.07.2020, 21:11

Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen
Bei den leichten Schnupfern im Anfangsstadium hat Zylexis gut geholfen. Bei lang anhaltendem Schnupfen und mittelstarken Symptome nicht. Aber da hat es gentlich har nichts geholfen außer AB (zumindest leichtere Symptome) Und ich habe fast alles von Kaninchenwiese ausprobiert.

Null Effekt:
Angocin, Gladiator Plus, Rodicare Pulmo, Schwarzkümmel/Öl (letzteres habe ich nicht lange ausprobiert, nur hin und wieder mal).

Was ich beibehalten habe:
Inhalationen (was ich jetzt nach 2,5 Jahren erstmals nicht mehr mache, ich werde im Winter wieder damit anfangen)
2-3 x in der Woche Ingwer (ich kann aber nicht sagen, dass es wirkt, aber zumindest mögen sie es mit aufgeweichten Cunis)
Gelegentlich Bisolvon (früher monatelang regelmäßig).

Da hast du natürlich recht, bei einem richtigen Schub kommt auch hier in der Regel ein Antibiotikum mit ggf. Bisolvon zum Einsatz. Zum Glück haben sich meine Tiere bislang recht schnell erholt.
Da ich auf jeden Fall Pasteurella multocida als Erreger im Bestand habe, versuche ich das Immunsystem der Tiere möglichst stabil zu halten, da ich vor drei Jahren leider schlimme Erkrankungsfälle und mehrere Todesfälle durch das Bakterium hatte.

Ich gebe die Nahrungsergänzung (Schwarzkümmelchips oder Blütenpollen) immer vorbeugend, damit die bekannten Schnupfer stabil bleiben und die Träger hoffentlich erst gar keinen Schub bekommen. Außerdem füttere ich immer zusätzlich zum Grünfutter eine kleine Menge Strukturfuttermix aus Grünhopper Adult oder Junior (die Zusammensetzung gefällt mir etwas besser) und Versele Laga Nature Cuni (vitaminisiert).

Ingwer kommt dann zum Einsatz, wenn ich das Gefühl habe, sie fangen an zu schwächeln.



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La98 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.07.2020, 15:43

Zitat:
Zitat von Betsy69 Beitrag anzeigen
Da hast du natürlich recht, bei einem richtigen Schub kommt auch hier in der Regel ein Antibiotikum mit ggf. Bisolvon zum Einsatz. Zum Glück haben sich meine Tiere bislang recht schnell erholt.
Da ich auf jeden Fall Pasteurella multocida als Erreger im Bestand habe, versuche ich das Immunsystem der Tiere möglichst stabil zu halten, da ich vor drei Jahren leider schlimme Erkrankungsfälle und mehrere Todesfälle durch das Bakterium hatte.

Ich gebe die Nahrungsergänzung (Schwarzkümmelchips oder Blütenpollen) immer vorbeugend, damit die bekannten Schnupfer stabil bleiben und die Träger hoffentlich erst gar keinen Schub bekommen. Außerdem füttere ich immer zusätzlich zum Grünfutter eine kleine Menge Strukturfuttermix aus Grünhopper Adult oder Junior (die Zusammensetzung gefällt mir etwas besser) und Versele Laga Nature Cuni (vitaminisiert).

Ingwer kommt dann zum Einsatz, wenn ich das Gefühl habe, sie fangen an zu schwächeln.
Danke für den Tipp mit Ingwer! Den werde ich jetzt erstmal regelmäßig geben.

Heute waren wir nochmal beim TA. Sie hat nun einen Abstrich zur Erregerbestimmung gemacht. Mal sehen, was da raus kommt.

Zusätzlich hat sie uns auch Bisolvon "verschrieben", allerdings als Saft. Habt ihr damit Erfahrungen? Ich habe davon bisher immer nur in Form von Pulver oder Tabletten gehört.

Die Lungen sind bei beiden komplett frei, bei Henry hat sie etwas "Sekret-Geräusch" am Kehlkopf gehört. Aber alles anscheinend noch im Rahmen, zumal sein Sekret ja nie eitrig war.

Eine Zylexisgabe bei Lina (niest ganz selten, aber ohne Ausfluss) hielt sie für zu übereilt und riet uns, erstmal abzuwarten, was der Abstrich sagt. Je nachdem könne man dann die weitere Behandlung und evtl. auch eine Zylexis-Gabe bei beiden besprechen (da ja bei Lina der gleiche Erreger dann auch vorhanden wäre). Sie war schon der Meinung (im Ggs. zu Rakete), dass eine Zylexis-Gabe bei z.B. Vorliegen einer Allergie bzw. Asthma-ähnlichen Geschichten (was man grundsätzlich ja nicht komplett ausschließen kann) auch nach hinten losgehen könnte...

Danke für eure Hilfe!




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Betsy69 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.07.2020, 17:13

Zitat:
Zitat von La98 Beitrag anzeigen
Heute waren wir nochmal beim TA. Sie hat nun einen Abstrich zur Erregerbestimmung gemacht. Mal sehen, was da raus kommt.

Zusätzlich hat sie uns auch Bisolvon "verschrieben", allerdings als Saft. Habt ihr damit Erfahrungen? Ich habe davon bisher immer nur in Form von Pulver oder Tabletten gehört.
Lege nicht zu viel Hoffnung in den Abstrich. Häufig werden nicht alle Erreger gefunden und das empfohlene Antibiotikum deckt dann nicht alles ab. Wie wurde der Abstrich denn durchgeführt?

Bisolvon kenne ich für Tiere nur als Pulver zur oralen Eingabe oder Injektionslösung. Ist der Saft ein Humanprodukt? Da wäre interessant, was noch an Begleitstoffen da drin ist.



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La98 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.07.2020, 18:58

Zitat:
Zitat von Betsy69 Beitrag anzeigen
Lege nicht zu viel Hoffnung in den Abstrich. Häufig werden nicht alle Erreger gefunden und das empfohlene Antibiotikum deckt dann nicht alles ab. Wie wurde der Abstrich denn durchgeführt?

Bisolvon kenne ich für Tiere nur als Pulver zur oralen Eingabe oder Injektionslösung. Ist der Saft ein Humanprodukt? Da wäre interessant, was noch an Begleitstoffen da drin ist.
Sie hat den Abstrich per "Wattestäbchen in die Nase" durchgeführt.

Habe mich mal schlau gemacht: in dem Bisolvon Saft sind ansonsten noch enthalten: Aromastoffe, Benzoesäure, Levomenthol,
Maltitol-Sirup (Fructose?), Sucralose, gereinigtes Wasser...und das ist ja um einiges mehr als in dem Pulver, v.a. der Zucker.
Ich verstehe auch nicht ganz, wieso sie uns nicht einfach das Pulver verschrieben hat. Evtl. weil sie es gerade nicht da hatte? Aber das gibt es doch genauso in der Apotheke wie den Saft, oder nicht?
Bin mir grade sehr unsicher, da bei dem Saft auch dabei steht, dass er aufgrund des hohen Wirkstoff-Gehaltes für Kinder unter 6 Jahren nicht geeignet ist...aber für Kaninchen dann etwa schon?
Andererseits hat sie den Saft nicht einfach so genannt, sondern schon kurz in nem Buch nachgeschaut, ob das geht, soweit ich es mitbekommen habe...und natürlich hat sie die Dosierung auch runtergerechnet

Ich weiß gerade nicht weiter. Ich warte mal eure Antworten ab.




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Betsy69 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.07.2020, 19:48

Bisolvon-Pulver ist ein Tiermedikament, daher wirst du es in einer normalen Apotheke nicht bekommen. Das geht nur über den Tierarzt.

Der Saft ist ein Humanmedikament, da habe ich leider keine Erfahrung, ob man den nehmen kann, wäre da aber eher vorsichtig aufgrund der Begleitstoffe.
Kaninchenwiese empfiehlt ACC Kindersaft, der hat aber ebenfalls Begleitstoffe.

Ansonsten schleimlösende Kräuter verfüttern oder Inhalieren.

Abstrich per Wattestäbchen aus der Nase wird wahrscheinlich kein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis bringen.



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antibiotika, erkältung, nasenausflusss, schnupfen, tierarzt



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