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Krankes KaninchenHallo ihr Lieben, Ich habe folgendes Anliegen. Wir haben zwei Kaninchen, die seit 5 Jahren in Aussenhaltung leben und sich eigentlich auch lieben. Letzte Woche ist unsere Dame allerdings wie wild ihren Partner am jagen, so dass dieser kaum bis gar nicht gefressen hatte. Das ist uns allerdings nicht so bewusst aufgefallen, da sie auch einen zusätzlichen großen Auslauf haben. Der Widder ist unsere Dame Schnuppi, das Löwenköpfchen unser Oscar. Gestern war es aber so, dass er zitternd und zurückgezogen in der Ecke sass. Natürlich bin ich sofort zum Tierarzt. Dieser hat ihm eine Vitamin C Spritze und noch eine weitere ( in der Aufregung habe ich es vergessen und die Rechnung auch nicht mitgenommen) gespritzt. Zusätzlich habe ich Critical Care bekommen, welches ich alle 2 bis 3 Std auch nachts gefüttert habe. Ich habe die beiden gestern komplett getrennt gehabt, damit er zur Ruhe kommt. Gott sei Dank haben wir einen großen Notfallkäfig für drinnen. Heute morgen wirkte er auch schon sehr viel vitaler, so dass wir ihn wieder nach draussen gebracht haben. Da ging es dann aber wieder los. Sobald sie in seiner Nähe kam, ist er weggerannt. Dann haben wir Schnuppi draussen im Auslauf und Oscar im Aussengehege (jedes ca. 15 qm gross) gelassen. Der Tierarzt hatte mir den Tipp gegeben die beiden im Außengehege mit Gittern zu trennen. Das haben wir eben erledigt. Allerdings klappt das nicht. Unsere Schnuppi ist auf ihrer Seite sehr unruhig und hat es geschafft, drüber zu springen, so dass dann beide auf einer Seite waren. Nachdem er sich vom Schreck erholt hatte und sie ihm noch ein bisschen gejagt hatte, sitzen jetzt beide friedlich nebeneinander, putzen sich und fressen zusammen. Hinzufügen möchte ich, dass er heute das Critical Care verweigert. Er frisst jetzt wieder, wenn auch noch nicht die mega Mengen, frisches Futter. Da sie den ganzen Tag zusammen gefressen und sich auch geputzt gaben, haben wir ihn bei ihr gelassen. Sie hat ihn auch nicht gejagt. Heute Morgen allerdings saß er in der Ecke gemauert.ich bin wieder zum Tierarzt. Er bekam drei Spritzen , Vitamin C, Schmerzen und was für den Kreislauf. Tagsüber hat er nicht gefressen. Seine Partnerin ist aber ganz lieb und jagt ihn nicht. Nachdem er aber bei einem Grössen Regenschauer total nass geworden ist, haben wir ihn reingeholt.d.h. getrennt von Schnuppi. Ich habe, in Absprache tel. heute Abend nochmal mit dem TA ihm etwas Apfelmus und Hipp Karotte gegeben, da er nicht von alleine frisst. Ich bin so ratlos. Soll ich ihn wieder zu seiner Partnerin bringen oder lieber die Nacht im Hause lassen? Entschuldigt bitte meinen langen Text
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| Was für eine Diagnose zur Erkrankung bekam denn Oscar? Irgendwas muss er ja haben, wenn er nicht frisst. Die Ursache kann kaum Schnuppi sein. Wurden die Zähne angeschaut? Wurde geröntgt? Wie kaninchenerfahren ist Dein TA?
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| Hallo, so langsam geht es besser. Bin noch 2 x beim TA gewesen. Er hat u.a. MCP bekommen. Er frisst seit heute langsam wieder und köttelt auch. Ehrlich gesagt, habe ich nicht das Gefühl, dass der TA soviel Ahnung hat. Das Problem ist, ich wohne ländlich und da gibt es keine Alternative. Es sei, ich würde da es 50 km fahren. Von einer sehr erfahrenen Kaninchenhalterin habe ich letztendlich alle Infos und Tipps befolgt. Das wären u.a. Sab Simplex, Rodicare Akut, Rotlichtlampe, frische Kräuter...... Das hat meiner Meinung nach am besten angeschlagen. Die Köttel sind jetzt etwas schleimig überzogen. Auch habe ich neben Wasser Heutee und Kamillentee sowie gestern häufig den Bauch leicht massiert. Ich hoffe, das wir das Schlimmste überstanden haben. Der TA hat nur gemeint, dass die Nahrung nicht weiterrutscht. Eine Diagnose ist das ja nicht wirklich. Zähne sind in Ordnung.Köttel sowie Röntgen würde von ihm nicht untersucht.
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| Dann war's sicherlich eine Aufgasung infolge Haarballenverstopfung. Respektive wenn Du zuvor fleißig SabSimplex gegeben hast (alle 3 h), ist es gar nicht zur Aufgasung gekommen. Die hätte zumindest der TA ertasten können. Und wenn Du mal einige Male die Bäuche im gesunden Zustand abtastest, dann wirst Du den Unterschied selbst sofort feststellen können. Verstopfungen kann es hin und wieder gegen; ich habe solche Vorfälle sicherlich 2-5 x im Jahr.... Zusätzlich würde ich noch Metacam (Schmerzmittel) und Öl (Sonnenblumen- oder Rapsöl) einflössen. Bei Bauchweh wird nicht gefressen und daher wird es zur Aufgasung kommen. Schmerzmittel hilft meist bei Beginn einer Aufgasung verabreicht, das schlimmste zu verhindern. Nach 3 h ist dann der Spuk vorbei. Wenn nicht, dann ist es ein sofortiger Notfall. Der TA kann zusätzlich MCP geben, allerdings wenn das Kaninchen länger nichts gefressen hat (oder nicht bekannt ist wann letztes Mal gefressen wurde ), dann sollte zwingend eine Infusion unter die Haut gespritzt werden. Das verhindert eine Dehydration und resultierender Kreislaufkollaps. Baytril (AB) kann evtl. einmalig gespritzt werden, um ein explosionsartiges Wachstum von schädlichen Bakterien im Darm zu verhindern. Bei einer schweren Aufgasung kommt die Darmflora unweigerlich zu Erliegen und Pathogenese Bakterien (Colibakterien) nehmen überwanden. Daher ist es ratsam, die Darmflora mit BeneBac länger aufzubauen. Erst recht wie in Deinem Fall, wo es kurz danach bereits zum nächsten Vorfall kommt. Beim Schleim auf dem Kot handelt es sich um abgestorbene Darmschleimhaut, die v.a. ein Zeichen einer chron. Entzündung sind. Das kann durch Bakterien verursacht werden oder durch Parasiten. Wenn das nicht bessert, dann würde ich zwingend eine Sammelkotprobe in die Parasitologie schicken. Abgesehen davon, dass auch sonst jährliche Kotkontrolle nicht verkehrt ist. https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/verdauung-magen-darm/blaehungen-aufgasungen-trommelsucht/ https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/verdauung-magen-darm/haarballen-verstopfung/
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| Tierärzte (auch kaninchenerfahrene!) geben AB gelegentlich bei den ganz schwierigen Fällen, wenn's auf der Kippe steht.. soweit ich das über die Jahre beobachten konnte Es wird auch immer gespritzt und niemals oral verabreicht, um nicht zusätzlich zu belasten. Gemäss Nachhaken/Nachfragen meinerseits ist das unbedenklich und führt zu keinerlei Resistenzen im Gegensatz zu einer normalen, abgebrochenen AB-Therapie.Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Es ist mehr ein rechtzeitiges Verhindern von Explosionsartiger Vermehrung pathogener Keime. Allerdings im Normalfall bei einer Aufgasung wird kein Antibiotika verabreicht.
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