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Trommelsucht - endlich wird es besser... auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 18.05.2020
Beiträge: 15
wattwurm017 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.05.2020, 10:04

Trommelsucht - endlich wird es besser...


Hallo zusammen,

unser Kaninchen hat letzten Freitag die Trommelsucht erwischt und nach Diagnostizieren per Röntgenbild wurde festgestellt dass Magen und Darm aufgegast waren. Wir haben Dimeticon und ein Schmerzmittel gegeben und, da er nicht fressen wollte, auch gepäppelt. Leider hat das nicht zum Erfolg geführt und es gab immer nach einem halben bis ganzen Tag leichter Besserung dann wieder einen Rückfall. Am Mittwoch wurde eine Behandlung mit Antibiotikum begonnen, da die Ärztin davon ausgeht, dass sich Bakterien im Darm eingenistet haben und wir die nur so wegbekommen. Und das schlägt nun auch endlich an. Wir füttern immer noch ein wenig bei (3-4 mal am Tag ca 5 ml Critical Care) und geben Tropfen für die Darmflora. Dimeticon und die Gabe der Schmerzmittel haben wir am Mittwoch zu 100% eingestellt. Aber das Kaninchen ist wie ausgewechselt, viel aktiver, frisst deutlich mehr von alleine, hat nur noch ganz selten (meist nach der Stresssituation "Medikamenteingabe") ein klein wenig Schmerzen (atmet etwas schneller, klopft aber nicht mehr und sucht auch nicht mehr ewig nach der richtigen Sitzposition... putzt sich auch oft schon direkt wenn er wieder im Käfig sitzt), aber auch das ist viel besser als vorher.

Lediglich eine Sache ist geblieben und da wurde ich mich freuen wenn ihr mir eure Erfahrungen mitteilen könntet: Seine Beine zittern bei körperlicher Anstrengung. Ist das normal? Etwas genauer erklärt: Er sitzt gerne auf einem leicht erhöhten Brett. Das ist naturgemäss ein klein wenig rutschiger als auf dem Streu zu sitzen. Wenn er nun nach vorne langsam "wegrutscht" beim sitzen und er gegenhält fangen seine Vorderläufe an zu zittern. Beim putzen der Hinterläufe (wenn er diese nach vorne vor sein Maul streckt) zittert der Hinterlauf. Ist das normal? Evtl noch eine Nachwirkung da er nun so lange gekämpft hat und noch etwas geschwächt ist? Wie gesagt: Er ist mittlerweile schon wieder agiler, frisst, stupst einen energisch weg wenn ihn was nervt, kommt auch hier und da mal neugierig ans Gitter gehoppelt wenn man zu ihm kommt, aber überstanden ist das Thema noch nicht...



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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 25.09.2019
Beiträge: 716
Jean-Claude Van Hase befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.05.2020, 12:35

Hey,


Die tropfen für die Darmflora würde ich noch eine Weile, evtl auch regelmäßig geben wenn er anfällig für Bauch Geschichten ist.



Das gezucke hab ich so noch nicht gesehen, aber eine meiner Damen zuckt an den Hinterläufen wenns lecker Futter gibt^^
Da das sonstige Verhalten völlig normal ist würde ich mir das erstmal anschauen.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.05.2020, 13:23

Zitat:
Am Mittwoch wurde eine Behandlung mit Antibiotikum begonnen, da die Ärztin davon ausgeht, dass sich Bakterien im Darm eingenistet haben und wir die nur so wegbekommen.

Ich hätte erstmal eine Kotprobe veranlasst, ob evtl. Kokzidien, Würmer oder Hefen im Spiel sind. Gegen die hilft kein AB.




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.05.2020, 14:36

Zitternde Beine sind nicht normal.



Aber wie schon geschrieben wurde, kann das Kaninchen am Po/Rücken normal zittern. Und zwar nicht nur, wenn es sich besonders freut auf Leckerli, sondern auch wenn Blinddarmkot produziert wird.




Ninchen
 
Registriert seit: 18.05.2020
Beiträge: 15
wattwurm017 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.05.2020, 20:35

Zitat:
Zitat von marinahexe Beitrag anzeigen
Ich hätte erstmal eine Kotprobe veranlasst, ob evtl. Kokzidien, Würmer oder Hefen im Spiel sind. Gegen die hilft kein AB.
wurde am Mittwoch gemacht. Im Kot war nix.



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Ninchen
 
Registriert seit: 18.05.2020
Beiträge: 15
wattwurm017 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.05.2020, 20:53

Danke erstmal für eure Antworten. Ich habe ein Mittel (Emeprid) vergessen, welches seit Dienstag (täglich 2x 1ml) gegeben wird. Ich werde, nachdem ich nun auch im Forum einiges zu dem Mittel gelesen habe, morgen mal abklären, wie ich das nun schnellstmöglich absetze... "Verschrieben" wurde es als 2-3 mal pro Tag 1ml. Ich hatte es aber von vornherein nur 2 x am Tag gegeben.

Zum Zittern: Ich habe das Gefühl dass auch das nun besser wird. Es ist aber noch nicht weg. Ich bin mir recht sicher dass die ganzen Tage nicht spurlos an ihm vorbeigegangen sind und er noch ein wenig zu Kräften kommen muss. Er ist sowieso nur so eine halbe Portion...

Critical Care ist nun auch noch eine Nummer... Aktuell füttere ich ja noch zu (Ärztin sagte so 4 bis 6 mal 5ml pro Tag). Habe aber das Gefühl dass er viel mehr selbst fressen würde wenn ich ihn vorher nicht schon abfangen und satt machen würde... Alles nicht so einfach abzuschätzen und ich hab echt Angst irgendwas falsch zu machen, da wir die letzten Tage so viel schon durchgemacht haben... Bene Bac Pulver habe ich (von einem anderen Tierarzt den wir letztes Wochenende im Notdienst aufgesucht haben) auch noch hier um es unter das CC zu mischen. Habt ihr einen Tipp wie ich das "ins Tier" bekomme, wenn ich nicht mehr zufüttere?

Aktuell (auch das war ein Rat des Arztes) bieten wir ausschliesslich 2 Sorten Obst (Apfel und Birne) sowie Heu und frisches Gras aus dem Garten an. Möhren (die würden bei Kaninchen hauptsächlich in Zucker gewandelt) geben wir aktuell gar nicht. Hatte er aber auch gerne gefressen.

Je mehr ich schreibe fällt mir auf: Unser Doc hat leider nur Dinge verschrieben aber ich habe irgendwie keine "Exit-Strategie" an die Hand bekommen. Und da mache ich ihm aber auch keinen Vorwurf. Coronabdingt darf man nicht mit in den Behandlungsraum. Und diese Gespräche fehlen nun leider. Ich ruf morgen aber noch mal an...




Geändert von wattwurm017 (22.05.2020 um 20:57 Uhr).

Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.05.2020, 21:12

Wenn Du glaubst, dass er genug frisst, lass das Päppeln. Wiege ihn 1x täglich und schreib das Gewicht auf. So erkennst Du, ob er selbst genug frisst oder ob Du evtl. nachhelfen musst.
Emeprid kannst Du weglassen, glaube das muss nicht ausgeschlichen werden.
Benebac Pulver kannst Du in Wasser, Tee oder Fruchtsaft auflösen und mit der Spritze ins Mäulchen geben. Idealerweise direkt nach dem Wiegen, dann brauchst Du ihn nur 1x hochnehmen.


Und was die Ernährung angeht, les Dich bitte auf Kaninchenwiese.de ein.
Obst sollte lediglich als Leckerchen in geringer Menge (z.B. 1/4 Apfel) gegeben werden. Wiese und Wiesenkräuter sind optimal, dazu ein paar Äste von Haselnuss- und Obstbäumen, Weide usw.


https://www.kaninchenwiese.de/ernaehrung/




Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 22.05.2020, 22:22

Zitat:
Zitat von wattwurm017 Beitrag anzeigen
Aktuell (auch das war ein Rat des Arztes) bieten wir ausschliesslich 2 Sorten Obst (Apfel und Birne) sowie Heu und frisches Gras aus dem Garten an.
Nur Gras, Heu und Obst sind kontraproduktiv.

Gras und Heu sind ok wenn dort noch weitere unterschiedliche Wiesenkräuter dazukommen, Apfel und Birne darf mal als kleines Leckerchen gegeben werden (1-2 mal die Woche ein Schnitzelchen) aber nicht täglich, das fördert Hefen...

Bittersalate wie Chicorre etc. sind auch sehr gesund.




Geändert von Terry (24.05.2020 um 13:45 Uhr).

Ninchen
 
Registriert seit: 18.05.2020
Beiträge: 15
wattwurm017 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.05.2020, 22:50

Mit der Ernährung habt ihr recht. Das ist kein Dauerzustand und wird auch wieder geändert... Wir waren froh dass er überhaupt gefressen hat. Aber wir werden da auch zukünftig noch etwas mehr drauf achten... Danke für die Hinweise.

Morgen telefoniere ich noch mal mit der Ärztin und werde die weitere Behandlung absprechen. Sicher bin ich auf jeden Fall schon mal, dass ich Emeprid absetzen möchte. Frage ist halt nur ob ich es morgen noch ein mal reduziert (auf eine Ration) geben sollte.

Aktuell kann man tatsächlich bei zusehen wie er sich erholt. Auch das Zittern wird immer weniger.



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Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 23.05.2020, 14:40

Emeprid sollte man mgl. „ausschleichen“, das heißt erst die Anzahl der Gaben und dann ggf. die Dosierung verringern.

Alles in allem sollte es nur nach Absprache mit dem TA überhaupt länger als drei Tage gegeben werden.




Ninchen
 
Registriert seit: 18.05.2020
Beiträge: 15
wattwurm017 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.05.2020, 15:12

Die Ärztin sagte nun auf Rückfrage ich solle es dann einfach weglassen wenn er alleine Fressen würde. Und wenn es Probleme geben würde einfach wieder geben. Hatte es wie gesagt 2 mal am Tag gegeben. Gibt es etwas auf das ich Eurer Meinung nach besonders achten sollte nun? Solange er köttelt, so habe ich die Wirkung verstanden, sollte alles gut sein, oder?




Ninchen
 
Registriert seit: 19.05.2020
Beiträge: 16
maelscuttle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.05.2020, 01:17

Zitat:
Zitat von wattwurm017 Beitrag anzeigen
Die Ärztin sagte nun auf Rückfrage ich solle es dann einfach weglassen wenn er alleine Fressen würde. Und wenn es Probleme geben würde einfach wieder geben. Hatte es wie gesagt 2 mal am Tag gegeben. Gibt es etwas auf das ich Eurer Meinung nach besonders achten sollte nun? Solange er köttelt, so habe ich die Wirkung verstanden, sollte alles gut sein, oder?
Emeprid: Dem hätte ich mich jetzt auch angeschlossen. Ich hab' zwar hier und dort gehört, dass Emeprid ausgeschlichen werden sollte, aber warum wurde nie wirklich genannt. Schlussendlich ist es ein sehr starkes Medikament auf Basis Metoclopramid mit beachtlichen Nebenwirkungen für Kaninchen, wie z.B. Darmverschluss, Krämpfen, etc., weshalb auch nie länger als 2-3 Tage. Höchstens vllt. die ersten 2 Tage normale Dosis, dann 1 Tag halbe Dosis und dann ganz weg. (die ersten 2 Tage: Ab der ersten Dosis!) Aber joa, Verantwortung und Kompetenz liegt beim TA.

Zitternde Beine: Kann tatsächlich nur ein Zeichen von Schwäche sein, aber sicher nicht gut. Zumindest gegenüber TA erwähnen. Bei mir befindet sich derzeit auch ein Ninchen in der Erholungsphase nach einer heftigen Lungenentzündung, deutlich bemerkbar ist dabei ein leichtes Hin-und-her-Wippen während es aufrecht sitzt. Also sichtlich noch nicht ganz stabil auf den Beinen.

AB: Antibiotika können die Magen-Darm-Flora zusätzlich angreifen, da sie ja nicht nur allfällige schädliche Bakterien töten, sondern eben auch gute, die sehr wichtig für das Kaninchen sind (deshalb auch Benebac, damit gerade dem Magen nicht allzusehr geschadet wird, was aber auch nur bedingt hilft.). Nach der Gabe von AB kann es gut bis zu einer zusätzlichen Woche (nach Absetzen AB) dauern, bis sich die Magen-Darm-Flora des Kaninchens wieder erholt hat.

CC und Päppeln: Päppelst Du oder versuchst Du, Dein Kaninchen am Leben zu erhalten ("Hauptsache Futter?"). Wenn es schon ein kleinwenig selbst frisst, dann lass sicher das "Päppeln" mit CC komplett weg. Dementsprechend auch alles andere per Spritze, ausser vom TA angeordnet. Mal abgesehen davon, dass das eh nicht das gesündeste ist (wie fütterst Du für üblich Dein Kaninchen? Heu und Pellets -> Critical Care, aber danach Futterumstellung sofort! Und sonst: Gemüse/Kräuterbrei), setzt Du Dein Kaninchen unnötigem Stress aus, was das Ganze eig. fast nur verschlimmern kann.

Futter: Ja, Obst kann sicher helfen, da es die Kaninchen meistens sehr gerne fressen. Aber es ist schlussendlich wie McDonalds anstatt einer gesunden Hühnerbrühe. Also je weniger, desdo besser! Ich würd' sicher jeweils 1-2 Schnitz Apfel/Birne anbieten, aber auch viel mehr Grünfutter, wenn gewohnt (Löwenzahn, Bärenklau, Giersch, Schafgarbe, Kamille), und Küchenkräuter (Dill, Basilikum, Thymian (wenig!!), Petersilie), denn das alles wird gern gefressen und wirkt verdauungsfördernd, gegen Blähungen, krampflösend etc. Möglichst wenig Trockenfutter und Kohlgemüse (Kohlrabi, Brokolli, Blumenkohl), aber auch hier, sobald wie möglich wieder geben, wenn das Ninchen diese Ernährung verträgt.

"Exit-Strategie": Kaninchen im Auge behalten. Alle 2-3 Stunden kurz bei ihm reinschauen, sonst in Ruhe lassen, besonders wenn es gerade frisst. Ab und an Bauch abtasten - fühlt es sich weich an? Schon mal gut. Wie reagiert das Kaninchen, wenn Du es abtasten willst? Wie schaut es mit Köttel aus, die im Käfig rumliegen (am besten 1x-2x täglich entfernen)? Matschig? Gross und wohlgeformt? Klein und kantig? https://www.kaninchenwiese.de/pflege/urin-und-koettelkunde/. Wenn apathisch, sehr hart, aufgeplustert oder verkrümmte Haltung: Sofort zum TA! Überbrückend (spätere Notfall-Termine (auf keinen Fall später als 1-2 Stunden), auf Taxi warten etc.) z.B. eine Mischung aus RodiCare Akut (0,25-0.5ml) und Simeticon/Dimeticon (Sab Simplex, Flatulex etc., 0,3-1ml) plus den gleichen Anteil Wasser.




Ninchen
 
Registriert seit: 18.05.2020
Beiträge: 15
wattwurm017 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.05.2020, 08:44

Danke für deine ausführliche Antwort. Ich habe gestern noch 1,5 mal zugefüttert (morgens und dann abends, was da aber dann keinen Sinn mehr machte da er gar keinen Bock hatte...) und da er mir heute quietschvergnügt entgegensprang und das Futter (Chicorée und Möhrenkraut) förmlich aus der Hand riss, werde ich das Zufüttern heute komplett einstellen.
- Gestern gab es schon kein Emeprid mehr. Bisher keine Auffälligkeiten.
- seit Freitag keine "Krämpfe" mehr (Klopfen), seit Samstag keinerlei Anzeichen von Schmerzen
- AB werden wir heute und morgen früh noch geben und morgen Mittag beim Arzt dann telefonisch erfragen wie lange wir es noch geben sollen. AB bekommt er seit Mittwoch (Mittwoch als Spritze beim Doc, seit Donnerstag als Tropfen ins Maul)
- Bene Bac (2x eine Messerspitze) gab es im CriticalCare, wird es dann ab heute in etwas Wasser geben.
- Zittern ist zwischenzeitlich so gut wie weg. Wird also Erschöpfung gewesen sein...
- Köttel sehen meines Erachtens gut aus.

--> Er macht alles in allem gerade einen sehr guten und eigentlich schon gesunden Eindruck. Bene Bac werden wir auf jeden Fall noch en Weile weiter geben, aber wenn es so weitergeht und wir das AB dann nur noch nach Rücksprache absetzen müssen, ist die "Exit-Strategie" ja schon fast umgesetzt.



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Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.05.2020, 09:15

Bene Bac Pulver:
Messerspitzen sind da zu wenig. In meiner letzten Dose gab es als Beigabe endlich auch mal einen Messlöffel. Die benötigte Menge 1 g entspricht eher einem halben Teelöffel.




Ninchen
 
Registriert seit: 19.05.2020
Beiträge: 16
maelscuttle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.05.2020, 10:27

Zitat:
Zitat von wattwurm017 Beitrag anzeigen
...
- Bene Bac (2x eine Messerspitze) gab es im CriticalCare, wird es dann ab heute in etwas Wasser geben.
Schön zu hören, dass es Deinem Ninchen schon so viel besser geht.
BeneBac solltest Du vllt. noch erhöhen, wie schon von anderen erwähnt. Kenne mich jetzt garnicht mit Überdosierung etc. aus, aber die empfohlene Menge ist meist bis zu 1g (resp. ein Strich bei Benebac Gel). Wird auch vom Hersteller bei Tieren bis 5kg so angegeben. Keine Ahnung wieviel das aber vom Pulver ist. Halt je nach Verdünnung.

Das mit dem Wasser als Zusatz bei Medikamenten ist auch nur dann wichtig, wenn das Kaninchen garnichts frisst. Kaninchen brauchen so eig. kein Wasser, denn sie nehmen das meiste direkt über die Nahrung auf. Anstatt Wasser kannst Du übrigens auch Kamillwntee resp. einen Aufguss aus Kamille verwenden (aber nur handwarm!), da dass zusätzlich die Verdauung unterstützt.




Ninchen
 
Registriert seit: 18.05.2020
Beiträge: 15
wattwurm017 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.06.2020, 23:36

Hier mal ein Update zu unserem Sorgenkind.
Nachdem wir das Antibiotika nach einer Woche Gabe in Absprache mit dem Doc abgesetzt hatten (ihm ging es zu diesem Zeitpunkt schon ca 4 Tage gut und er war gar nicht mehr auffällig und hat super gefressen und geköttelt), dauerte es 1,5 Tage bis er sich wieder zurückzog und das ganze wieder von vorne losging. Zeitlich: Mittwochs letzter AB-Tag, Freitags abends schon zurückgezogen, Samstag morgen war es nicht besser (zudem lagen ein paar Köttelketten und auch nur noch sehr kleine Köttel im Käfig). Wir sind dann direkt wieder zum Arzt und sind dort direkt wieder mit AB (Orniflox) gestartet. Und seit Montag nachmittag geht es ihm auch schon wieder sehr gut. Er frisst mittlerweile wieder wie ein Scheunendrescher und das ganz freiwillig. Viel frisches Gras, Fenchel, Salat, Heu, alles was gut ist.
Nun aber diverse Punkte die mich umtreiben. Was denkt ihr?

- er hat eine gaaaanz leichte Kopfschiefhaltung. Schon immer. Seit er klein ist. Und wir waren uns nie so wirklich sicher ob er einfach nur die Ohren schäpp hält oder den Kopf, so gering ist das. Hatte das beim Arzt am Samstag angesprochen und er hatte ihm aus Verdacht auf E.C. Vitamin B gespritzt und wir haben Panacur mitbekommen, was wir ihm aktuell zusätzlich geben. Ich habe mich gegen den Bluttest entschieden, da dieser ja, laut meinen Recherchen, keinen echten Sinn machen soll, da nur der Erreger, nicht aber der Ausbruch nachgewiesen wird. Und Erreger haben ja wohl irgendwie fast alle in sich. Naja. Und da der Kopf immer schon etwas schief war gehen wir da aktuell auch nicht von aus. Arzt meint aber wir sollen Panacur weiter / zu Ende geben. Würde nichts schaden... Aber die Sorge bleibt natürlich. EC verläuft doch bei Ausbruch immer schnell und massiv, oder?

- ein Auge hat in den letzten Tagen immer mal wieder ein wenig Ausfluss. Ich kann im Moment aber nicht sagen ob das einfach so kam, oder ob bei der Medikamenten-Gabe (wenn er mal wegzuckt/sich wehrt) was daneben ging. Bei der AB-Gabe haben wir gute Erfahrung mit etwas Ananas-Saft gemacht mit dem wir die AB-Lösung herstellen. Den Saft geben wir auch auf Anraten des Docs (gegen die Haare/Köttelketten wegen irgendeinem Enzym im frischen Saft). Der könnte ja im Auge etwas brennen/es zum Tränen bringen. Das aber gepaart mit der Info bei unserem ersten Notdienst-Besuch (bei einem anderen Arzt), dass die Zähne einseitig abgenutzt seien gibt mir wieder zu denken. Müsse man mal nach schauen, wenn die Aufgasung durch sei sagte man uns. Unser eigentlicher Arzt hat nun letzte Woche oberflächlich geschaut und konnte nichts feststellen. Nun lese ich was von Abszessen usw. was ja auch Auslöser der Aufgasung sein könnte.

Frage ist nun: Warum ging und geht es ihm während der AB-Gabe gut und erst nach Absetzung wieder schlecht? Schmerzmittel hatten wir ihm nach Abklingen der Aufgasung gar nicht mehr gegeben und zum Zeitpunkt der Absetzung des AB war er schon eine Woche schmerzmittelfrei. Spricht das nun für oder gegen die Zähne? AB wird eigentlich gegeben, da der Arzt eine Infektion im Darmbereich vermutete. War die AB-Gabe evtl einfach zu kurz?

Was tun sprach Zeus... Zähne? EC? Aufgasung? Oder ist der Verlauf gerade eigentlich total normal und es kann nach einer Aufgasung durchaus zu einer zweiten kommen (wenns denn am Darm liegt...)?




Geändert von wattwurm017 (03.06.2020 um 23:40 Uhr).

Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.06.2020, 09:55

EC- Verlauf gibt s auch chronisch langsame über Jahre hinweg. Meist werden die erst bemerkt, wenn es zu spät ist. Bis dahin sind sie schon blind oder fast gelähmt mit den Hinterbeinen. EC kann sämtliche Organe befallen und z.B. auch mal nur Verdauungsbeschwerden verursachen.

Der Titer sagt nicht immer etwas aus, allerdings ist er bei einem akuten Ausbruch massiv erhöht. Und zwar so erhöht, dass der Fall dann klar ist. Wobei es auch ganz selten mal sein kann, dass er sogar negativ ist, obwohl EC vermutlich vorhanden ist.
Daher: Titer- Bestimmung ist zu empfehlen, denn man kann durchaus die Ursache der Probleme so finden, wenn auch nicht immer.

Panacur gibt man bei einem Ausbruch immer 28 Tage (wobei wenn es unklar ist, evtl. auch schon 21 Tage reichen können).

https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/e-cuniculi/

Ananassaft gehört ins Reich der Märchen....
Es enthält zu wenig Bromelin, und wird im Magen bereits verdaut. Das Enzym erreicht die Stelle gar nicht, wo der Bezoar sich befindet. Das Ananassaft wirkt, müsste man schon Literweise einflößen! Wenn man schon das Enzym Bromelin verabreichen will, gibt es diese hochkonzentriert in Tablettenform vom TA (Bromelain POS), diese sind extra magenresistent und das Enzym überlebt die Magenpassage. Die Tablette kann man bei akutem Bezoar einmalig verabreicht werden. Man gibt es aber nicht prophylaktisch. Also wenn man sowas geben will, dann die Tablette und kein Ananassaft.

Übrigens hatte hier jemand (noch nicht so lange her) wegen zu viel Ananassaft böse Maulverätzungen. Das Kaninchen musste dann darauf behandelt werden, weil alles offen war. Also nicht so ganz harmlos...!

Zudem ist es zuckerlastig, dass es schlecht für die Darmflora ist. Man erreicht das Gegenteil: Pathogene Colibakterien, Hefe etc. werden so begünstigt. Die Darmflora wird so sicherlich nicht saniert.

Eine zweite Aufgasung wird begünstigt, wenn die Darmflora und die Verdauung nicht in Ordnung ist. Wenn alles in Ordnung wäre, käme es sicherlich nicht zu weiteren Aufgasungen.

PS: wurden die Zähne denn nun schon geröntgt?



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Geändert von Rakete (04.06.2020 um 10:16 Uhr).

Ninchen
 
Registriert seit: 18.05.2020
Beiträge: 15
wattwurm017 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.06.2020, 10:09

zu EC: Wir geben Panacur ja. Werden das nun auch durchziehen.

zum Ananassaft: Er bekommt morgens und abends jeweils ca 1,5 ml (zusammen mit dem AB). Er köttelt ja nun auch schon seit einigen Tagen normal. Da das AB aber so unglaublich fies schmecken muss war das ne gute Möglichkeit. Hast du evtl einen anderen Tipp?

zur zweiten Aufgasung: Schon klar dass es durch eine schlechte Darmflora begünstigt wird. Aber warum kam die nach Ende der AB-Gabe wieder hoch und nicht schon vorher?

Aktuell ist er aktiv und aufmerksam, man merkt aber, dass ihn das ganze auch etwas mitgenommen hat. Immer dann, wenn er sich ein wenig anstrengt (hatte ihn gestern mal ne Runde durch Aussengehege laufen lassen) zittern seine Vorderläufe (ähnlich wie bei uns, wenn die Muskeln übersäuert sind). Das gibt sich dann aber auch recht schnell wieder. Als er noch ganz schlimm dran war war das Zittern bei jeder Anstrengung zu sehen, auch in den Hinterläufen zB, wenn er diese zum Putzen nach vorne gestreckt hat. Das ist nun komplett weg. Sollen wir ihn evtl noch etwas energiereicher füttern und er muss nur etwas zu Kräften kommen? Evtl mal Haferflocken geben? Wenn ja, wie viel so am Tag?




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Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.06.2020, 11:02

Zitat:
zum Ananassaft: Er bekommt morgens und abends jeweils ca 1,5 ml (zusammen mit dem AB). Er köttelt ja nun auch schon seit einigen Tagen normal. Da das AB aber so unglaublich fies schmecken muss war das ne gute Möglichkeit. Hast du evtl einen anderen Tipp?

Ich mische das AB und andere Medikamente mit Birnen- oder Traubensaft. Möhrensaft oder ein Kräutertee gehen auch. Da musst Du gucken, was er bevorzugt.



Ich hab jetzt nicht mehr alles durchgelesen, aber wurden die Ohren mal gründlich gecheckt. Wenn nicht, würde ich zu einem Kopf-CT raten. Dort kann man dann gut erkennen, ob was an den Zähnen oder den Ohren ist. Eine Otitis kann auch dazu führen, dass der Kopf schief gehalten wird.


Haferflocken (die Kernigen) kannst Du 1 EL pro Tag geben. Ich würde dann aber zeitnah eine Kotprobe untersuchen lassen, um zu sehen ob da alles in Ordnung ist. Wann wurde denn überhaupt die letzte gemacht? Vielleicht sind ja auch Kokis im Spiel.



Rakete and 4Chaoten like this.

Ninchen
 
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wattwurm017 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.06.2020, 11:05

Eine Kotprobe wurde vor 2 Wochen untersucht... Die war unauffällig.

Das mit dem Tee versuche ich mal. Vielleicht gar nicht so eine doofe Idee. Danke.



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