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Brauche Rat und Zuspruch auf Kaninchen Forum

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.06.2016
Beiträge: 49
Hoppellinchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.05.2020, 21:32

Brauche Rat und Zuspruch


Unser Freddy ist vor ein paar Tagen gestorben 😭. Er litt an einem Thymom, gestorben ist er aber an Verstopfung/Kreislaufversagen, obwohl wir sofort beim TA waren und das schon öfters hatten. Sein kleiner, mit Medis belasteter Körper hatte nicht genug Kraft. Wir trauern alle sehr. Auch Susi, seine Partnerin. Sie waren ein Herz und eine Seele.
Sie sind beide 4 Jahre alt.

Seit gestern frisst Susi nur noch wenig und hat Schnupfen. Das Auge tränt und aus der Nase kommt weißes Sekret. Selbstverständlich war ich heute beim TA. Ich musste eh noch die Box von Freddy dort abholen, da habe ich sie gleich mitgenommen.

Sie hat also Schnupfen, Allgemeinzustand ist gut, Temperatur ok, Zähne ok, Bauch weich. Sie hat eine Injektion bekommen (sollen insgesamt 3 Injektionen werden), irgendwas auch fürs Immunsystem, ich was nicht genau). Emeprit soll sie bekommen und ich soll päppeln mit Critical Care. Sollte dann gut werden.

Jetzt bin ich so unsicher und habe Angst. Das hat wahrscheinlich mit den schlimmen Tagen in Bezug auf Freddys Tod zu tun.

Kann es sein, dass Susi so schnell vor Trauer wenig frisst? Und dann im Zusammenhang mit dem Schnupfen? Die TA sagte, Stress könnte schonmal Schnupfen auslösen.

Jetzt kommt noch dazu, dass ich einen neuen Partner für sie gefunden habe. Ein gleichaltriges kastriertes Männchen aus dem Tierheim.
Ich werde ihn nächste Woche, wenn sie gesund ist und der Schnupfen weg ist holen.
Auch davor hab ich Angst. Klappt die Vergesellschaftung? Ist es gut, schon so früh einen neuen Partner zu holen?

Zudem hatte Susi schonmal einen EC Schub und ein Auge verloren. Ich hab Angst, dass Trauer und Stress einen neuen Schub auslösen könnten.

Irgendwie bin ich total überfordert mit allem und will nichts falsch machen.
Gerade habe ich das Gefühl ich schaffe das alles nicht. Bin psychisch echt angeschlagen und hab noch meine beiden trauernden Töchter bei mir, die mich ganz viel brauchen.
Bitte sprecht mir Mut zu. Das könnte ich gerade echt gut brauchen. 😢😢



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Aen Aen ist offline
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 928
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.05.2020, 22:04

Zitat:
Zitat von Hoppellinchen Beitrag anzeigen
Jetzt bin ich so unsicher und habe Angst. Das hat wahrscheinlich mit den schlimmen Tagen in Bezug auf Freddys Tod zu tun.

Kann es sein, dass Susi so schnell vor Trauer wenig frisst? Und dann im Zusammenhang mit dem Schnupfen? Die TA sagte, Stress könnte schonmal Schnupfen auslösen.

Jetzt kommt noch dazu, dass ich einen neuen Partner für sie gefunden habe. Ein gleichaltriges kastriertes Männchen aus dem Tierheim.
Ich werde ihn nächste Woche, wenn sie gesund ist und der Schnupfen weg ist holen.
Auch davor hab ich Angst. Klappt die Vergesellschaftung? Ist es gut, schon so früh einen neuen Partner zu holen?

Zudem hatte Susi schonmal einen EC Schub und ein Auge verloren. Ich hab Angst, dass Trauer und Stress einen neuen Schub auslösen könnten.

Irgendwie bin ich total überfordert mit allem und will nichts falsch machen.
Gerade habe ich das Gefühl ich schaffe das alles nicht.

Liebe Hoppelinchen,

Du hast da gerade wirklich einiges zu schultern, kein Wunder, dass Du tief verunsichert und überfordert bist. Dein Verlust von Freddy tut mir leid. Ich selbst habe vor einigen Monaten ähnliches erlebt und kann aus unserer Erfahrung sagen: Susi sollte schnellstmöglich wieder einen Partner bekommen. Es ist schön, dass Du schon einen in Aussicht hast. Vielleicht kannst Du noch ein wenig zu ihm und seinem Temperament im Tierheim erfragen. Unter den Bedingungen, die Du schilderst würde ich möglichst darauf achten, im Vorfeld so gut es geht auszuschließen, was die VG für Susi allzu stressig werden lassen könnte. Letztlich macht natürlich nur Versuch kluch.

In Sachen Partnertier könntest Du Dich auch an die Moderatorin des Forums, Marinahexe, wenden, sie hat gute Kontakte zu Tierpflegestellen, die immer Kaninchen haben, die auf ein neues schönes Zuhause warten. Nur für den Fall, dass der erste Anlauf nicht klappt.

Solange Susi alleine ist, solltest Du viel um sie herum sein. Einfach ruhig in ihrer Nähe sitzen, was lesen oder so. Hin und wieder würde ich auch vorsichtig auf dem Boden liegend näherkommen und sie anstupsen oder streicheln, mit Leckerlis locken und all das. Auch wenn sie das vielleicht nicht direkt annehmen mag, ist wichtig, dass sie Deine Anwesenheit spürt, und dass Du bewusst Reize setzt, um sie aus ihrer Apathie zu holen.

Ich wünsche Susi, dass ihre Trauer bald nachlässt - und Dir wünsche ich viel Kraft für die nächsten Tage. Du schaffst das!

Liebe Grüße
Aen




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.06.2016
Beiträge: 49
Hoppellinchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.05.2020, 22:16

Danke!


für deine Antwort.

Das Männchen soll wohl aufgeweckt und neugierig sein, gar nicht bösartig oder extrem dominant. Er wurde mit 2 Weiblichen abgegeben, die ihn gemobbt haben, er wurde trotzdem nie bösartig zu ihnen. Jetzt ist er von ihnen getrennt und ihm geht’s besser.
Er befindet sich im Moment in Vergesellschaftung im Tierheim und fällt dabei nicht durch aggressives Verhalten auf. Könnte also passen. Ich hoffe...
Unser Freddy war auch sooo aufgeweckt, neugierig und süß. Er kam immer an, ein kleiner Schelm und hat nie gekratzt oder gebissen. Susi und er waren recht gleichberechtigt, soweit ich das beurteilen kann und ein Herz und eine Seele.




Aen Aen ist offline
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 928
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.05.2020, 22:22

Zitat:
Zitat von Hoppellinchen Beitrag anzeigen

Das Männchen soll wohl aufgeweckt und neugierig sein, gar nicht bösartig oder extrem dominant. Er wurde mit 2 Weiblichen abgegeben, die ihn gemobbt haben, er wurde trotzdem nie bösartig zu ihnen. Jetzt ist er von ihnen getrennt und ihm geht’s besser.
Er befindet sich im Moment in Vergesellschaftung im Tierheim und fällt dabei nicht durch aggressives Verhalten auf. Könnte also passen. Ich hoffe...
Das klingt doch richtig gut.



Zitat:
Unser Freddy war auch sooo aufgeweckt, neugierig und süß. Er kam immer an, ein kleiner Schelm und hat nie gekratzt oder gebissen. Susi und er waren recht gleichberechtigt, soweit ich das beurteilen kann und ein Herz und eine Seele.
Es wird sicher noch eine Weile brauchen, bis Du Susi Dir ohne ihren "Idealpartner" Freddy vorstellen kannst; das ist völlig okay so. Aber das neue Kerlchen schleicht sich bestimmt bald in Susis Herz. Und in Deins dann sicher auch. Das ist es doch, was die Wackelnasen am allerbesten können.

Erzähl hier gerne, wie's weitergeht.




Benutzerbild von Lauri
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 17.07.2018
Beiträge: 212
Lauri befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.05.2020, 07:54

Hallo Hoppelinchen,

Dein Verlust tut mir sehr leid. Es ist schrecklich, wenn ein geliebtes Tier von uns geht, vor allem, wenn das Partnertier so trauert. Vor mittlerweile fast vier Jahren hat mein Felix seinen Partner verloren und hat in den drei Tagen, in denen er alleine war, fast nichts gefressen und Verhaltensstörungen entwickelt.

Ich wünsche dir sehr, dass Susi, so wie mein Felix damals, durch die Vergesellschaftung total aufblüht. Das kann gut sein, wenn sie jetzt so traurig ist und dann ist der Stress auch eher ein positiver.

Der Kleine, den ihr in Aussicht habt, klingt wirklich perfekt. Mach dir nicht zu viele Sorgen, für die beiden wird es vermutlich nur wichtig sein, dass sie nicht alleine sind.

Alles Gute für die weitere Entwicklung und die Zusammenführung. Auch wenn es vielleicht ein wenig dauern wird, wenn du Susi mit ihrem neuen Partner kuscheln siehst, wirst du fühlen, dass es sich gelohnt hat.

Ihr schafft das!



__________________
Ganz liebe Grüße
Lauri

Mit den Kaninchen Felix, Kiki, Stella, Jimmy, Nico und Finn,
den Schildkröten Momo und Joy
sowie den Degus Leandro und Federico



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.06.2016
Beiträge: 49
Hoppellinchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.05.2020, 22:00

Hallo nochmal,

Unsere Susi hat immer noch Schnupfen, schnaubt ab und zu und frisst nicht. Außer ein paar Grashalme von ihrer Wiese frisst sie nichts aus dem Napf. Erbsenflocken aus der Hand geht gut. Heute habe ich ihr Möhrenbrei gekocht. Den fand sie super und hat ihn von der Spritze und den Fingern geschleckt, ansonsten Fehlanzeige. Körperlich ist sie ansonsten ganz fit, also nicht schlapp oder apathisch. Morgen gehe ich nochmal zum Tierarzt. Sie bekommt die 2. von 3 Spritzen irgendwas fürs Immunsystem, und ich will sie nochmal anschauen lassen. Ich habe das Gefühl, die verstopfte Nase quält sie, sie bekommt schlecht Luft.

Mich würde interessieren, ob man die Nase wieder freibekommen kann? Außerdem habe ich große Sorge, dass das chronisch wird. Eine unendliche Geschichte kann ich echt nicht mehr brauchen.

Außerdem macht mir die Vergesellschaftung mit dem Kaninchen aus dem Tierheim sorgen. Darf man das überhaupt machen, solange sie Schnupfen hat? Garantiert nicht. Ich will das neue Tierchen ja auch nicht anstecken. Aber wenn die Fressunlust auch mit der Trauer um Freddy zusammenhängt? Da würde ein neuer Partner doch helfen? Wie lange kann denn ein Kaninchen aus Trauer nicht mehr fressen? Wie lange dauert es, bis der Schnupfen so gut ist, dass eine Vergesellschaftung stattfinden kann? Ach Mann Fragen über Fragen.




Aen Aen ist offline
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 928
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.05.2020, 22:27

Zitat:
Zitat von Hoppellinchen Beitrag anzeigen

Unsere Susi hat immer noch Schnupfen, schnaubt ab und zu und frisst nicht. Außer ein paar Grashalme von ihrer Wiese frisst sie nichts aus dem Napf. Erbsenflocken aus der Hand geht gut. Heute habe ich ihr Möhrenbrei gekocht. Den fand sie super und hat ihn von der Spritze und den Fingern geschleckt, ansonsten Fehlanzeige. Körperlich ist sie ansonsten ganz fit, also nicht schlapp oder apathisch. Morgen gehe ich nochmal zum Tierarzt.
Oh Mist, das tut mir leid, dass Du kaum den Verlust von Freddy verarbeiten und betrauern kannst, sondern quasi nahtlos in den nächsten "Notfalleinsatz" schlidderst. Um ehrlich zu sein: ich würde Susis Fressunlust sehr ernst nehmen und da schnell gegensteuern. Sie sollte mE regelmäßige Päppelbreimengen bekommen. Das kannst Du ja morgen mit dem Tierarzt nochmal besprechen. Beim Päppeln würde ich es mit eingeweichten Cunis ("Cunis Complete" von Versele Laga) mit einer Zugabe Critical Care versuchen. Ein Schuss Möhrenbrei kann natürlich auch gerne dabei sein, wenn sie den so gerne mag. :-)



Zitat:
Mich würde interessieren, ob man die Nase wieder freibekommen kann? Außerdem habe ich große Sorge, dass das chronisch wird. Eine unendliche Geschichte kann ich echt nicht mehr brauchen.
Das verstehe ich. Soweit ich weiß, kann man Kaninchen inhalieren lassen. Es gibt Beschreibungen, wonach das Kaninchen dann in eine Transportbox gesetzt und die Dampflösungskonstruktion (keine Ahnung, was genau der Inhalationswirkstoff ist) so aufgebaut wird, dass das Kaninchen den moderaten Dampf einatmen kann. Ich hoffe, es melden sich vielleicht noch Erfahrene aus dem Forum, die Ideen zu Schnupfen bei Kaninchen haben.



Zitat:
Außerdem macht mir die Vergesellschaftung mit dem Kaninchen aus dem Tierheim sorgen. Darf man das überhaupt machen, solange sie Schnupfen hat? Garantiert nicht. Ich will das neue Tierchen ja auch nicht anstecken. Aber wenn die Fressunlust auch mit der Trauer um Freddy zusammenhängt? Da würde ein neuer Partner doch helfen? Wie lange kann denn ein Kaninchen aus Trauer nicht mehr fressen? Wie lange dauert es, bis der Schnupfen so gut ist, dass eine Vergesellschaftung stattfinden kann? Ach Mann Fragen über Fragen.
Da kannst Du wohl nur Risiken abwägen und eine Entscheidung nach Bauchgefühl treffen. Wenn es wirklich die Trauer um Freddy ist, die Susi so extrem fressunlustig macht - und körperliche Ursachen ausgeschlossen sind - wäre für mich die Entscheidung klar: Flucht nach vorne mit einer schnellstmöglichen Neuvergesellschaftung. Das mit der Ansteckungsgefahr ist natürlich ein Punkt. Da wäre ein "Schnupfenkaninchen" als neues Partnertier vielleicht die fairste Lösung.

Für den Fall, dass der Schnupfen auf die Fresslust schlägt - ist das möglich? Ich kenne mich mit Schnupfen bei Kaninchen leider überhaupt nicht aus - würde ich vielleicht erst eine Therapie wagen, Susi währenddessen päppeln, wenn sie nicht selbst frisst, und eine Neuvergesellschaftung bei den ersten Besserungsanzeichen starten.

Aber so oder so: ich würde keinen Tag zu lange warten, denn so wie Du ihr Zusammenleben mit Freddy beschreibst, wird recht deutlich, dass Susi offenbar extrem auf ein Partnertier angewiesen ist.

Alles Gute für Susi - und Dich!


Liebe Grüße,
Aen




Geändert von Aen (05.05.2020 um 22:51 Uhr).

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.06.2016
Beiträge: 49
Hoppellinchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.05.2020, 22:56

Danke


Vielen lieben Dank für deine aufmunternden Worte.

Es ist tatsächlich so, wir schlittern von einer Katastrophe in die nächste. Hoffentlich wird alles gut mit Susi, meine Tochter ist mit den Nerven schon völlig am Ende. Morgen muss ich ja sowieso noch mal zum Tierarzt, da habe ich wieder einige Fragen. Was mich irritiert ist die Tatsache, dass immer unterschieden wird zwischen einem Schnupfen, also einem Infekt und dem klassischen infektiösen Kaninchen-Schnupfen, der Seuche. Ich weiß nicht was Susi hat. Die Tierärztin von vor zwei Tagen meinte, das ist das gleiche. Das glaube ich allerdings nicht, wenn ich die Beiträge im Internet zu lese. Ich werde morgen noch mal nachhaken.

Drückt mir die Daumen, dass alles gut wird und ich bald mit der Vergesellschaftung beginnen kann. Ich glaube auch, dass ein Partner Susi sehr gut tun würde.




Aen Aen ist offline
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 928
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.05.2020, 23:01

Wie gesagt, zu Schnupfen bei Kaninchen weiß ich leider nichts Hilfreiches beizutragen. Ich würde wohl wie Du im Internet stöbern und Fallgeschichten durchlesen.


Zitat:
Zitat von Hoppellinchen Beitrag anzeigen

Drückt mir die Daumen, dass alles gut wird und ich bald mit der Vergesellschaftung beginnen kann. Ich glaube auch, dass ein Partner Susi sehr gut tun würde.

Na klar, Daumen sind gedrückt!



Und aus eigener Erfahrung wäre mein ungefragter Rat: Versuche Deine Tochter, so gut es geht, aus der Schusslinie zu nehmen. Heute würde ich sagen, das nimmt Kinder nachhaltiger mit, als man ihnen direkt anmerkt. Meine 14jährige Tochter hat unglaublich gut "funktioniert" in allen Notlagen ihres geliebten Kaninchens, und sie hätte es sich nicht nehmen lassen, die Hilfseinsätze (Päppeln, Medikamentengaben usw.) zu begleiten. Aber wirklich gut war das nicht; nicht in dieser Häufung, als sich abzeichnete, dass Frodos Bauchproblematik chronisch ist. Und mir tut nachträglich weh, dass wir da als Eltern - und ich als Mutter - nicht besser aufgepasst haben.
Vielleicht kann Deine Tochter ein paar Tage bei ihrer besten Freundin bleiben und übernachten, wenn Du Dich mit deren Mutter besprichst und ihr die Corona-Regeln berücksichtigt? Dürfte im generellen Corona-Schulchaos ja vielleicht sogar ganz gut passen.




Geändert von Aen (05.05.2020 um 23:29 Uhr).

Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.05.2020, 23:05

Um die Nase frei zu bekommen, kannst Du Susi mit Thymian-Tee inhalieren lassen.


Alles Gute!



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.06.2016
Beiträge: 49
Hoppellinchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.05.2020, 23:20

Vielen Dank für euren Zuspruch und euren Rat. Das inhalieren hat bis jetzt ganz gut geholfen. Ich berichte morgen mal was der Tierarzt gesagt hat



marinahexe and Aen like this.

Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.05.2020, 23:36

Zur Unterscheidung:

Chronischer Kaninchenschnupfen ist, wenn es länger andauert; sprich: über 14 Tage...
Akuter Schnupfen ist ein einmaliges Ereignis, das nach AB- Behandlung verschwindet und nie wieder auftritt.

Die Symptome beim chron. Schnupfen können sich stark unterscheiden. Sie können auch nur sehr milde sein, d.h. z.B. nur gelegentliches Niesen oder feuchter Nase. Es tritt aber immer wieder auf, bleibt chronisch und wird zeitlebens nicht mehr weggehen. Im klassischen Sinn ist es nicht wirklich 'heilbar', weil es eben immer wieder kommt. Mit dem Alter werden die Symptome aber meist stärker.
Haupterreger ist meist Pasteurella multocida und der ist sehr hartnäckig und lässt sich nicht mehr eliminieren.

https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/kaninchenschnupfen/

PS: Seuche ist eigentlich ein falsches Wort, weil es nicht dazu zählt. Sogar RHD wurde von der Seuchenliste gestrichen (wobei ich das wieso da nicht ganz verstehe...). Z.B. Tulurämie zählt zu den Seuchen.



Aen likes this.

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.06.2016
Beiträge: 49
Hoppellinchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.05.2020, 15:33

So, wir waren jetzt beim TA. Leider geht es ihr eher schlechter als besser. Sie frisst nach wie vor nicht, die Nase ist stark mit klebrigem weißen Sekret verstopft und sie bekommt schlecht Luft. Wir behandeln sie ständig mit Inhalation, Nase säubern und füttern.

Heute hat sie dann die zweite Spritze Zylexis bekommen. Zudem bekommt sie Baytril, ProPraeBac und CaniPulmin liquid. Ich hoffe wirklich sehr, dass man bald eine Besserung sehen kann. Die Tierärztin war eher zurückhaltend mit ihrer Prognose. Ach je, ich habe so Angst, dass sie uns auch noch wegstirbt.

Weiß jemand von euch, wann man mit einer Besserung rechnen kann bei dieser Medikation?




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.05.2020, 06:43

Das tönt nicht gut...
Wurde gleichzeitig ein Abstrich gemacht, wenn die Symptome (Eiter) so stark ist?

So 2-3 Tage wird es schon gehen, bis das Baytril anschlägt.
Allerdings wenn Susi so schlecht Luft bekommt, ist das schon kritisch. So einen schlimmen Zustand hatte ich bei den Schnupfern nur einmal. Das Kaninchen hatte akute Atemnot und blieb gleich stationär in der Klinik und bekam die ersten 3 Tage Sauerstoff zugeführt.

Zylexis wirkt zwar recht gut im Anfangsstadium eines Schnupfens. Aber bei einem schlechten Allgemeinzustand der Tiere darf es gar nicht verabreicht werden, weil es das Immunsystem zusätzlich belastet! Nicht dass es so das Immunsystem zum kollaborieren bringt....




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.06.2016
Beiträge: 49
Hoppellinchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.05.2020, 09:08

Update


So, jetzt gebe ich euch mal ein kleines Update, vielleicht interessiert es ja jemand und brauche nochmals eine kleine Hilfestellung von euch.

Letzte Woche ging es Susi sehr schlecht, ich dachte sie würde sterben, sie hatte sehr schlimme Atemnot. Jetzt ist es besser, sie sitzt relativ entspannt in ihrem Gehege, rotzt aber immer noch total und ihre Nase ist ständig verklebt. Wir putzen sie ständig, sie darf inhalieren mit dem pari boy, was sie geniest und ihr gut tut. Unser größtes Problem im Moment, sie frisst nicht selbstständig. Sie geht zum Napf, sucht und geht wieder. Wenn man ihr etwas direkt vor die Nase hält dann frisst sie es. Allerdings nur Erbsenflocken und getrocknetes, also Karotten oder sowas. Keine Blätter, kein Salat, keine Kräuter, kein Gras, gar nichts.
Jetzt weiß ich gar nicht was ich tun soll. Sie kann sich doch nicht nur von Erbsenflocken ernähren. Außerdem habe ich Angst, dass sie dann Probleme mit der Verdauung bekommt. Was meint ihr, soll ich mit Critical Care noch zu füttern? Das mag sie aber nicht. D.h., sie würde es nicht viel freiwillig fressen sondern ich müsste es ihr rein stopfen. Oder letzte Woche habe ich hier Karotten und Brokkoli gekocht und püriert, das hat sie dann von der Spritze geleckt. Vielleicht sollte ich das noch mal machen.
Glaubt ihr, es hängt mit dem fehlenden Geruchssinn zusammen, dass sie nicht isst?
Zudem hat sie auch nur noch ein Auge und zieht wahrscheinlich auch nicht so gut wie normal.

Ich hoffe, es wird bald wieder besser. Wir sind alle sehr am Limit.




Aen Aen ist offline
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 928
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.05.2020, 09:58

Hallo Hoppellinchen,


Zitat:
Zitat von Hoppellinchen Beitrag anzeigen
Letzte Woche ging es Susi sehr schlecht, ich dachte sie würde sterben, sie hatte sehr schlimme Atemnot. Jetzt ist es besser, sie sitzt relativ entspannt in ihrem Gehege, rotzt aber immer noch total und ihre Nase ist ständig verklebt. Wir putzen sie ständig, sie darf inhalieren mit dem pari boy, was sie geniest und ihr gut tut. Unser größtes Problem im Moment, sie frisst nicht selbstständig. Sie geht zum Napf, sucht und geht wieder. Wenn man ihr etwas direkt vor die Nase hält dann frisst sie es. Allerdings nur Erbsenflocken und getrocknetes, also Karotten oder sowas. Keine Blätter, kein Salat, keine Kräuter, kein Gras, gar nichts.[
Jetzt weiß ich gar nicht was ich tun soll. Sie kann sich doch nicht nur von Erbsenflocken ernähren. Außerdem habe ich Angst, dass sie dann Probleme mit der Verdauung bekommt. Was meint ihr, soll ich mit Critical Care noch zu füttern?

schwierig, da etwas zu raten. Ich würde wohl nochmal zum Tierarzt und die Gesamtsituation schildern. Bei der Gelegenheit würde ich darauf dringen, dass man sich Susis Zähne nochmal genau ansieht. Vielleicht bereitet ihr das Fressen Schmerzen?

Nur Erbsenflocken finde ich tatsächlich nicht ideal für die Zusammensetzung der Darmbakterien, andererseits, solange sie überhaupt etwas frisst ...

Critical Care ist nun nicht das Beste vom Besten, was Päppelnahrung angeht, aber Du könntest es mal mit aufgeweichten Cunis ("Cuni Complete" von Versele Laga) versuchen. Die lässt Du in warmem Wasser aufquellen und quetscht sie matschig. Um den flüssigen Brei bei der Zubereitung sämig zu bekommen (trotzdem sollte der Brei beim Geben eher suppig, als breiig sein), damit man ihn gut in die 1 ml-Spritzen aufziehen kann, haben wir immer eine kleine Zugabe Critical Care hinzugefügt. Das wurde hier immer akzeptiert. Den Brei haben wir lauwarm verabreicht, das schien besser anzukommen.

Noch besser wäre natürlich, das Zwangsfüttern könnte ganz ausbleiben, weil sie die Cunis ja vielleicht sowieso gerne mag. (Die meisten Kaninchen finden die lecker.) Sollte sie etwas mit den Zähnen haben und deshalb nichts Hartes beißen wollen, wäre eine Möglichkeit noch, die Cunis in den Napf zu geben und ein bisschen Wasser drüberzuträufeln, damit sie weniger hart sind.

Aber, wie gesagt, einen Tierarztbesuch fänd' ich unter den Umständen nicht verkehrt.

Ich drück die Daumen, dass es Susi bald besser geht!

Grüße,
Aen



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.05.2020, 10:26

Ich würde das CC auch durch Cuni Complete Adult von Versele Laga ersetzen. Ich muss im Moment auch meinen Senior päppeln, weil er selbständig zu wenig frisst. Ich rühr dafür auch Cunis mit lauwarmem Wasser an, geb einen guten TL Instantflocken und Dillspitzen (getrocknet) dazu. Das nimmt er ganz gerne.


Wenn Du Susi für die Medigabe hochnimmst, solltest Du sie 1x täglich vor dem Päppeln wiegen und das Gewicht aufschreiben. So hast Du im Auge, ob sie genug zu sich nimmt. Ansonsten hast Du schon mal Haferflocken probiert? Würde ich im Moment wohl die weicheren anbieten und später auf die Kernigen umstellen.




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Kaninchenfreund
 
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Beiträge: 799
-Flöckchen- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.05.2020, 10:36

Kann nichts hinzufügen zu Aen, was mich allerdings wundert ist, sie frisst aus der Hand und gekochtest, aber nicht den Salat vor sich. Sie hat also Interesse am Essen, aber tut es nicht. Die Zähne also wie gesagt anschauen und was mir noch einfällt, Kaninchen schnüffeln ja auch was sie futtern denke ich mal. Was wenn sie durch die so krass geschlossene Nase den Salat nicht riecht, aber gekochte Möhren( ich persönlich rieche Möhren gerade gekocht ja auch). Dann müsste man vielleicht unbedingt irgendwie die Nase freikriegen. Wenn ich den Jungs was hinhalte, kommt immer ihre Riechcheck ob sie lust drauf haben. In deinem Fall dürfte der ja grade nicht so gut funktionieren :/
Würde also beim Tierarzt noch dringend besprechen, wie ihr die frei bekommt.



__________________
Grüße von den Kuschelninchen Flöckchen und Aviv


https://kuschelninchen.tumblr.com/
https://www.instagram.com/floeckchen_ninchen/?hl=de



Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.05.2020, 11:05

Wenn sie derart wenig frisst, wirst Du (auch mit TA- Besuch) nicht um das Zufüttern herum kommen. Manchmal wird das Zufüttern auch gerne angenommen; es erfolgt nicht immer als 'Zwang', auch abhängig vom Zustand. Und es sagt darüber einiges aus...

Wenn ein Kaninchen sehr schlecht Luft bekommt, würde ich jederzeit sofort zum TA gehen. Spätestens dann, wenn Schnappatmung (geöffnetes Maul) eintritt, da Erstickungsgefühl nicht angenehm ist und sich bereits vorher in Angst und Panik breit machen kann. Im schlimmeren Zustand wird das Kaninchen apathisch und reagiert kaum noch.



-Flöckchen- likes this.

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.06.2016
Beiträge: 49
Hoppellinchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.05.2020, 11:26

Sie frisst schon aber nicht selbständig und nur Trockenes. Also diese Erbsenflocken oder auch Karottenflakes, trockene Früchte. Und halt nicht vom Napf. Sie hängt den Kopf rein, sucht und geht. Aus der Hand frisst sie ja ohne Zwang.
Vielen Dank für den Tip mit dem Futter, das besorge ich nachher gleich. 3TA haben die Zähne angeschaut und gesagt, hier ist alles ok. Ich vermute, sie riecht nichts. Blätter etc. frisst sie nicht, oder auch klein gezupften Salat oder klein geschnittenes Gemüse nicht. Das ist doch aber weicher als die getrockneten Sachen 🤷🏼♀️
Heute Abend habe ich nochmal einen TA Termin.

Sie ist ganz fit ansonsten. Hoppelt rum, macht Männchen, also apathisch ist sie nicht. Die Atmung ist im Vergleich zu letzter Woche deutlich entspannter. Keine Maulatmung. Man muss nur regelmäßig das getrocknete Sabber wegmachen. Dann atmet sie leichter und ich glaube, dann hält sich die Atemnot in Grenzen.

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