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Tierheimkaninchen und ein paar FragenHallo zusammen, ![]() ich bin ja derzeit beim Gehegebau und das ist fast abgeschlossen. Ich möchte gerne 2 bis 4 Kaninchen in das Gehege (10qm) aufnehmen. Nun habe ich allerdings mit dem hiesigen Tierheim kontakt, da sie zeitgleich mit der Corona Krise vier kaninchen bekommen haben, wobei die Weibchen beide trächtig waren. Das eine Weibchen hat scheinbar 5 kleine Wutzis bekommen die derzeit 4 wochen alt sind. nun ist meine Überlegung ob ich die ganze Familie nehme also Mama mit Babys, um dann wenn sie soweit sind 2 davon weiter zu geben... um nicht noch 6 bis 8 wochen warten zu müssen. Ich habe mir vorgenommen von diesem Tierheim die Kaninchen zu nehmen da ich mich ein wenig in die Mutter verliebt habe. -Meint ihr es ist möglich die ganze Familie jetzt umzusiedeln? -Ist es so sinnvoll? Man soll die Kaninchen ja nicht zu früh trennen?! -Eigentlich sind 10qm ja zu klein für 6 Kaninchen, aber meint ihr es würde für ein paar wochen gehen? - Und ist die Konstellation Mutter mit 3 Kindern überhaupt möglich als Gruppe? Oder was würdet ihr empfehlen? Warten bis sie groß genug sind und dann nur 4 nehmen? Und dann kommt mir gerade die Frage, ab wann kann man die Kaninchen in Außenhaltung umsiedeln?
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| Macht das Tierheim das denn überhaupt? Ich kenne es so, dass Tierheime normalerweise ausschließen, dass ihre Tiere von den neuen Haltern weitergegeben werden, ohne dass das Tierheim selbst da mitmischt. Jetzt schon trennen geht natürlich nicht. Wie alt ist denn das Muttertier? Das muss ja nach dem Plan dann 3 pubertierende Jungkaninchen ertragen. Ich würde dir aber davon abraten, vor allem oder auch aus Platzgründen. Du weißt nicht, wie schnell du Abnehmer für die Jungtiere findest. Ich denk da nur an Jason und Chantal hier aus dem Forum. Auch gesunde, muntere, niedliche Jungkaninchen und noch keine Interessenten. Und ab einem bestimmten Alter kannst du sie dann unmöglich zu 6 auf 10qm halten. Meine Empfehlung wäre, beim Tierheim dein Interesse für die Häsin mit 1-2 der mit ihr abgegebenen, erwachsenen Tiere oder 2 ihrer Kinder (auf jeden Fall 1 Rammler dabei, der natürlich frühkastriert werden muss) anzumelden und dich zu gedulden, bis die übrigen Jungtiere ohne Mutter klarkommen. Wenn sie im Tierheim in Gruppenhaltung sind, dann können sie ja auch etwas früher von der Mutter getrennt werden, also du "deine" schon holen können.
__________________ Viele Grüße, Susanne
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| Danke für die Meinung. Also besser ältere mit jüngeren Kaninchen mischen? Die genauen Daten wissen die vom Tierheim leider auch nicht wie alt sie ist. aber sie sagen die Mutter ist auch noch recht jung. Ich schlafe nochmal paar mal drüber und warte mal ab was die vom Tierheim sagen.
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__________________ Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!
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| Ich will ja gar nicht "Oberbedenkenträger" sein. Ich denke aber schon, dass fairerweise auch auf mögliche anstehende Probleme hingewiesen werden muss. Wenn die Vermittlung der Jungtiere nicht klappt, dann ist doch Stress und Streit auf engem Raum nicht ausgeschlossen. Und wie immer überall steht, kennen Kaninchen da keine Verwandtschaft mehr. Was macht man dann? Wo können sie dann hin? Auch über die Kosten müsste man mit dem Tierheim sprechen. Die ganzen Impfungen und evtl mehrere Kastrationen. Das Geld muss man ja auch erstmal über haben. Ich finde es toll, wenn man den Tierschutz unterstützen kann, aber man muss wissen, was an Arbeit und Kosten auf einen zukommen kann, gerade wenn man nebenbei auch noch eine Familie "zu versorgen" hat. Und wenn man von 0 Kaninchen auf 6 geht, sollte man schon gut überlegen. Es wäre sehr schade, wenn dann mehr Probleme als Spaß an der Kaninchenhaltung auf einen zukommen.
__________________ Viele Grüße, Susanne
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Ich sehe Dich nicht als Oberbedenkenträger, keine Angst. Aber ich arbeite viel mit Pflegestellen zusammen und hab auch selbst in der Vergangenheit öfter mal Notfellchen - auch Trächtige - aufgenommen. Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass Familien sehr gut auch länger zusammen leben können solange es keine Veränderungen gibt (Revierwechsel z.B.). Und platzmäßig muss man immer schauen, woher die Tiere kommen. Für ein Pärchen, was bislang nur im Käfig gelebt hat sind 3qm ein Paradies, auch wenn es weit von der optimalen Haltung entfernt ist. Natürlich sollte man immer schauen, dass die Tiere genug Platz für Bewegung haben, also zusätzlicher Auslauf in einem angrenzenden Tagesgehege/Garten/Terasse.Finanziell kämen die Kastras der jungen Böckchen (50-90 Euro) und die Impfungen für alle Tiere dazu (ca. 30-50 Euro/Tier, 2x jährlich). Die Preise schwanken da sehr, hier müsste man bei verschiedenen TÄ anrufen und Preise einholen. Und fürs Impfen explizit drauf achten, dass es Filavac, Eravac oder Nobivac plus ist. Dann auch beim TA nochmal schauen, dass es der richtige Impfstoff ist. Viele TÄe können leider immer noch nicht richtig lesen. ![]()
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Ich hab heute unsere tierärztin gefragt ob sie kastrationen und impfungen durchführt bei kaninchen da meinte sie ja macht sie. pro Kastration 70 und dann die klinische Untersuchung(26euro) plus impfstoff(31,85)- wäre der Kombistoff Myxo-RHD PLus(Myxomatose, RHDV1und 2 ) würde das passen? Istz natürlich über 300 euro plus die kosten vom tierheim die ich noch nicht erfragt habe(schätze auch 300....), ist insgesamt sehr viel. Ich muss eindeutig nochmal drüber nachdenken. ich warte mal ab was das tierheim sagt.
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| Wenn die Tiere nicht geimpft sind, sollten da nicht mehr als 20 Euro/Tier anfallen. Vielleicht kannst Du mit denen ja einen Deal machen und der TH-TA kastriert die Böcke zu einem guten Kurs. Evtl. geht da ja auch die Impfung. Bei Nobivac plus muss nur 1x jährlich geimpft werden. Es ist aber ein ganz neuer Impfstoff, der bisher nur im Labor getestet wurde. Ob der Schutz wirklich ein ganzes Jahr hält muss die Praxis zeigen. Bei Filavac steht auch 1 Jahr drin, in der Praxis sind schon korrekt geimpfte Tiere nach 8-10 Monaten gestorben. Da würde ich vielleicht sicherheitshalber nach 6 Monaten nochmal Filavac (RHD2) drüber impfen.
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| Wie ist es mit kastrieren? Nur die böckchen oder auch die Häsinnen?was empfehlt ihr?
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| Ab der 4. Woche kann und sollte Filavac geimpft werden (muss dann mit der 10. Woche nachgeimpft werden), anchließend halbjährlich. Nobivac Plus kann ab der 5. Woche geimpft werden (weiß gerade nicht, ob der dann nachgeimpft werden musss).
__________________ GESTERN warst Du noch bei uns, mit Deinem Lachen, mit Deiner Freude, mit Deinen Worten. HEUTE bist du bei uns, in unseren Tränen, in unseren Fragen, in unserer Trauer. MORGEN wirst du bei uns sein, in Erinnerungen, in Erzählungen, in unseren Herzen.
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Böckchen ab der 8. Woche bis spätetens zur 12. Woche frühkastrieren, ansonsten müssen sie 6 Wochen Kastrationsfrist absitzen.
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Kastrieren und wieder ins Gehege?Da man hier so super fragen stellen kann(danke dafür), hab ich noch eine die dann mit den Kastrationen zutun hat. Wenn die Kaninchen nun ins gehege ziehen(und dort einige wochenzusammenwohnen) und ich später dann, zum beispiel 2 Kaninchenböcke zur Kastration bringe, dann kann es doch sicher zu streitigkeiten danach kommen. oder nehme ich alle kaninchen mit zum tierarzt und setze sie dann alle zusammen wieder zurück? Müssen die dann getrennt von den anderen bleiben bis alles verheilt ist oder wie funktioniert das? Versteht ihr was ich meine? Vielen lieben dank :-)
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| Wenn sich die Kaninchen verstehen, dann müssen die Böcke nach der Kastration nicht getrennt gehalten werden. Sie dürfen halt nur nicht gejagt oder angegriffen werden. Da sie dann noch so jung sind, kann ich mir das aber eigentlich auch nicht vorstellen. Bei uns haben wir Maja damals mit zum Tierarzt genommen. Aber die waren so ja auch nur zu zweit. Bei mehreren gestaltet sich das zu schwierig, würde ich sagen. Da muss man es wohl riskieren, nur die Böcke mitzunehmen. Nach den ersten Stunden nach der Kastration hat man Moritz dann eigentlich gar nichts mehr angemerkt. Er hat sich nicht speziell geschont, sie haben aber auch nicht wild getobt. Es war einfach alles normal.
__________________ Viele Grüße, Susanne
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| Ich hab damals die 3 überlebenden Jungtiere mit 8 1/2 Wochen mit zum TA genommen. Hab alle dort gelassen und nochmal die Geschlechter kontrollieren lassen. Als ich sie 5 Std. später abgeholt habe, saßen alle 3 in der TB und haben gefressen. Zuhause hab ich sie wieder zu Mutter und Tante gelassen (Mutter und Böckchen wurden ohne Augen geboren, Tante war blind). Es gab überhaupt keine Probleme. Bei 6 Jungtieren würde ich wohl auch nur die Böcke zusammen in einer TB mitnehmen. Sie sollten nach der Narkose ganz wach sein. Sind sie in Außenhaltung, würde ich sie vielleicht 1 Nacht drin halten und beobachten oder in einen gut mit Stroh gefüllten Außenstall packen (je nach Temperaturen in der Nacht).
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Bin sowas von aufgeregt ich hoffe die zeit vergeht ganz schnell ![]()
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| Genau. Im TH schon Köttel sammeln (lassen), beim TA auf Kokzidien, Hefen und Würmer untersuchen lassen. Wenn die Kotprobe negativ ist, können die Tiere gleich geimpft werden, vor allem gegen RHD2, und dann in Dein Gehege. Sollten Kokzidien gefunden werden, sollte erst behandelt werden, bevor die Tiere in Dein Gehege ziehen. Ich würde Dir zu Mama, 1 Tochter und 2 Söhnen raten. Die Böcke sollten mit spätestens 11 Wochen kastriert werden, möglich ist das ab der 8. Woche.
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| Zitat:
![]() Fragen über fragen, je mehr man sich informiert desto mehr fragen tauchen auf ![]()
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| Ja, deshalb schon im TH Kot sammeln und untersuchen lassen. Kokzidien sind gut zu behandeln, aber die Arbeit des Desinfizierens kannst Du Dir ggf. sparen. Behandlungsdauer ist unterschiedlich lang. Bei Baycox gibt es 3-3-3 oder 2-5-2 (3 Tage behandeln, 3 Tage Pause, 3 Tage behandeln). Baycox ist ein Hammerzeug und kann zur Futterverweigerung führen. Besser (vor allem für die Jungtiere) wäre Kokzidiol. Damit hab ich selbst gute Erfahrungen gemacht. Ein Riesenweibchen mit hochgradigem Befall hat 5 Tage Kokzidiol bekommen und war danach sauber.
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