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Vergesellschaftung zweiter Versuch auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 13.10.2019
Beiträge: 9
Veenabelle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.01.2020, 19:18

Vergesellschaftung zweiter Versuch


Liebe Forum-Mitglieder,


zunächst einmal: Gesundes, frohes und erfolgreiches neues Jahr!



Ich hatte im September letzten Jahres versucht, meine beiden Kaninchen Jessie und Kasi mit zwei Kastraten zu vergesellschaften. Dies ist leider in die Hose gegangen und ich hatte die VG nach ein paar Stunden abgebrochen (Kasi hatte eine blutige Bisswunde und war sehr apathisch).
Nun habe ich heute einen neuen Versuch mit einer Kaninchendame gestartet. Auch sie kommt auch einer schlechten Haltung und ich hoffe so sehr, dass es klappt.

Leider stand mir kein komplett neutraler Boden zur Verfügung. Ich hatte erst überlegt, es im Keller zu versuchen, aber meine Nachbarin erzählte mir, dass dort mal Rattengift gelegt worden ist und das war mir dann doch zu riskant. Also habe ich mein Wohnzimmer, welches bisher nur Kasi gekannt hat (Jessie blieb lieber im Schlafzimmer) sauber gemacht und umgestellt.

Nun läuft die VG seit etwa sieben Stunden... Kasi hat sich mit der neues Häsin schon ordentlich gekloppt, aber bisher ist es zum Glück unblutig verlaufen (diesmal habe ich ihn gleich untersucht). Nur leider ist er wieder ziemlich apathisch. Zwar schaut er nicht mit dem Kopf zur Wand wie beim letzten Mal, aber er sitzt immer in der Ecke und rennt sofort panisch weg, wenn sie kommt. Immerhin hat er ein paar kleine Happen gefressen und sein Leckerlie hat er auch angenommen. Das gibt mir Hoffnung. Beim letzen Mal hatte er gar nicht mehr gefressen.

Kasi und Jessie kennen fast ihr ganzes Leben lang nur sich und sind wohl schlecht sozialisiert worden. Wobei Jessie schon sehr neugierig ist und auch schon an der neuen Hasendame (sie hat noch keinen Namen) geschnuffelt hat. Nur Kasi macht mir halt wieder etwas Sorgen, aber ich hoffe, dass er einfach Zeit braucht und dann bald warm wird mit ihr.

Ich habe jetzt noch bis Sonntag frei, danach müssen die drei wieder ins Kaninchenzimmer ziehen. Ich hoffe sooooo sehr, dass alles gut wird.



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Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.01.2020, 20:56

Auch Dir Happy New Year!

Das tönt ja diesmal viel besser als beim letzten Mal!
Apathisch ist er nun nicht, wenn er weg rennt. Und so wie Du beim letzten Mal geschrieben hast mit dem Nichtfressen und in die Ecke starren, hätte ich da auch getrennt.

Diesmal sieht die Situation ja anders aus. Gegengeschlechtlich funktioniert ja meistens. Ihm wird die letzte VG auch noch in den Knochen stecken. Daher braucht es seine Zeit...

Wer ist denn bei Deinem Paar dominanter?
Wenn er sehr unterwürfig ist, dann spielt es auch keine Rolle, dass in seinem Revier die VG ist. Ist er relativ territorial, dann kann er sich schon heftiger wehren.

Das es noch zwischen den Häsinnen knallen kann, ist eher wahrscheinlich. Außer Eine ist dominant und die andere unterwürfig (aber auch in solcher Konstellation könnte es langfristig Mobbing geben).

Futter verteilen und Verstecke mit 2 Ausgängen reichen.
Aber einfach den Kaninchen Zeit geben und und in RUHE weiter beobachten....
Meist merkt man schnell, ob es passen wird. Die Einen raufen sich schneller zusammen, bei Anderen dauert es...

Übrigens bei meinem einen Paar war die VG komplett unspektakulär (leider hat es mit dem anderen Paar nicht gemeinsam funktioniert). Allerdings war die Konstellationen vom Alter, Gesundheit (und Größe) alles andere als geeignet und nicht zu empfehlen. Trotzdem kuscheln die Beiden nun, wenn es auch 9 Monate gedauert hat!




Ninchen
 
Registriert seit: 13.10.2019
Beiträge: 9
Veenabelle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.01.2020, 23:38

Das gibt mir Hoffnung, was Du schreibst! Ich lasse mir und den Hasis jetzt wirklich seeeeeehr viel Zeit mit der VG.

Kasi ist mittlerweile wieder in seinem Zimmer. Ich hatte in einem unachtsamen Moment die Tür offen stehen lassen und er ist sofort zurück gerannt. Ich wollte ihn dann nicht wieder da raus reißen und habe ihn dann gelassen.

Nun stehen halt alle Türen offen und er darf selbst entscheiden, wann er zu ihr hoppelt. Jessie habe ich auch erstmal in ihr Zimmer zurückgesetzt. Ich weiß, ich bin nicht sehr konsequent... aber ich hatte irgendwie das Gefühl, dass es für sein Sicherheitsempfinden wichtig ist, dass alles so bleibt wie bisher und es ihm an nichts fehlen wird.

Jetzt tut mir Pina (so haben wir sie nun genannt) etwas leid, weil sie ist ja jetzt allein im Wohnzimmer. Allerdings hoppelt Kasi mehrmals täglich zu ihr und ist neugierig. Doch sobald sie auf ihn zu rennt, sucht er das Weite.
Ich glaube, Kasi ist der Unterwürfige und Jessie hat in dieser Paarbeziehung die Hosen an. Aber bisher war Kasi glaube ich immer der, der angeriffen hat.

Die Mädels bleiben irgendwie immer in ihren Zimmern. Jessie hat noch nie freiwillig ihr Zimmer verlassen und auch Pina hoppelt nur bis zur Türschwelle, obwohl die Tür den ganzen Tag offen steht.


Pina ist mega zutraulig und lieb. Wie ein Hund. So habe ich ein Kaninchen noch nie erlebt. Sie hat die letzten zwei Nächte mit mir auf dem Sofa geschlafen (ich wollte bei ihr sein). Sie hoppelt hinter mir her und lässt sich ewig lang streicheln. Sie ist ein Deutscher Widder. Liegt das an der Rasse? Meine Zwerge sind zwar auch sehr zutraulig, aber sie toppt das noch.
Ich überlege, noch ein Kaninchen für Pina dazuzunehmen (bei vier wäre aber wirklich Schluss). Aber ich habe Angst, dass dann vielleicht auch nicht klappen könnte ich ein Kaninchen wieder abgeben muss.




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.01.2020, 00:23

Man sagt großen Rassen generell nach, dass die viel zutraulicher als Zwerge sind.

Leider ist es kontraproduktiv, wenn sich jeder in seinem Zimmer zurück zieht und kaum Durchmischung statt findet. Da entwickeln sich wieder neue, eigene Territorien.
Im schlimmsten Fall kann es so sein, dass es irgendwann bei einem Aufeinandertreffen derart knallt, dass es gar nicht mehr geht und sich die Tiere stark verletzen.

Viel Platz ist grundsätzlich zwar sonst besser und lässt eine entspanntere VG zu. Aber nicht, wenn sie sich komplett aus dem Wege gehen. Dann sollte man unbedingt das Gehege einengen.
Eine VG muss man auch immer den Begebenheiten anpassen können, da nicht alle Tiere gleich reagieren.

Es wäre ja schade, wenn es dann nur deswegen scheitert. Also lieber mal den Platz einengen.

https://www.kaninchenwiese.de/soziales/zusammenfuehrung/

PS: ich habe mal vor Jahren eine 4-er VG auf nur 10 qm gemacht, was eigentlich eher zu wenig Platz dafür ist. Die haben es aber tatsächlich fertig gebracht, sich ganze 10 Tage lang komplett aus dem Wege zu gehen. Jedes Paar hat in seiner Ecke gelebt. Kontakt fand keiner statt. Da hätte ich früher eingreifen müssen. Leider habe ich das erst nach 10 Tage gemacht und das Revier sogar erweitert. Daraufhin ist es gleich derart eskaliert, dass sie sich nur noch ineinander verbissen haben und ich trennen musste. Das ist zwar ein extremes Beispiel, da normalerweise eine VG nie nach so einem Schema abläuft.




Ninchen
 
Registriert seit: 13.10.2019
Beiträge: 9
Veenabelle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.01.2020, 22:13

Ich habe sie heute morgen alle zusammen ins Kaninchenzimmer gesetzt. Es gab wieder Kämpfe zwischen Kasi und Pina, aber im Moment ist Ruhe. Sie haben jetzt ca. 15 m2 Platz. Meinst Du, das ist zu viel? Sie gehen sich momentan auch total aus dem Weg... Zwar wirken alle recht entspannt, aber von gelungener VG kann noch nicht die Rede sein.

Ich muss Montag wieder arbeiten gehen und habe Angt, sie alleine zu lassen. Morgen bin ich nochmal den ganzen Tag zu Hause.




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.01.2020, 23:12

Beobachte mal morgen weiter. Dann siehst Du auch, ob sie miteinander Kontakt aufnehmen oder überhaupt nicht. Letzteres wäre sehr ungünstig, v.a. wenn Du Montags wieder zur Arbeit gehst.

Natürlich gibt es wieder Kämpfe, wenn vorhin jeder in seinen Raum geflüchtet ist und sich separiert hat. Sich miteinander auseinander setzen müssen sie nun mal.

Ich finde 15 qm zwar eine gute Größe für eine VG, aber letztendlich kommt es auch auf die Reaktionen der Kaninchen an. Darum kann jede VG auch wieder anders ablaufen, sogar wenn man mit denselben Kaninchen nochmals eine VG macht.

Ich plane in der Regel mind. 3 Tage (besser 4) für die VG zu Hause ein. Nicht dass es immer nötig gewesen wäre, öfters aber schon. Aber wenn es dumm läuft, dann passiert auch erst Schlimmeres am Tag 5 oder 10, wenn man nicht mehr dabei ist... Leider bei mir auch schon so vorgekommen.

Und eine VG hat sich bei mir selten in den ersten Tage schon erledigt. Meist ging das Wochen oder Monate. Wobei meist die ersten 3-4 Tage recht heftig sind, danach beruhigt es sich allmählich.

https://www.kaninchenwiese.de/soziales/zusammenfuehrung/




Ninchen
 
Registriert seit: 13.10.2019
Beiträge: 9
Veenabelle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2020, 16:01

Nun ist die VG schon seit längerem im Gange und mittlerweile sind Kasi und Pina ein Herz und eine Seele. Sie kuscheln viel und es gibt keine Streitigkeiten zwischen den beiden. Nur macht mir Jessie jetzt Sorgen. Sie sitzt nun meist allein und Kasi scheint sich momentan mehr für Pina zu interessieren. Jessie hat große Angst vor Pina und hoppelt immer weg, sobald diese sich nähert. Pina ist überhaupt nicht aggressiv, nur neugierig und etwas tolpatschig (sie kann wohl einfach nicht einschätzen, dass sie viel größer und schwerer ist als die Zwerge und vielleicht etwas vorsichtiger sein sollte...). Kann sich das alles noch ändern oder wird Jessie nun allein bleiben? Das wollte ich ja auch nicht... Ich wollte Jessie nicht ihren Partner wegnehmen. Oder brauche ich noch einen zweiten Kastraten? Da habe ich aber Angst, dass Kasi dann wieder Stress macht...



Aber es ist schön zu sehen, dass Pina endlich auch mal mit einem Kaninchen kuscheln darf. Sie kannte das vorher nicht und nun scheint sie es wirklich zu genießen.




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2020, 18:19

Toll, dass es bis anhin so gut gelaufen ist!
Alles andere braucht seine Zeit. Eine VG ist nicht von heute auf morgen fertig... wenn das erste Aufeinandertreffen geglückt ist, gebe ich den Kaninchen immer mind. 3 Monate Zeit, um die Lage beurteilen zu können.

Hoppelt oder flieht Jessie vor Pina weg? Ist ja auch ein kleiner Unterschied, was die tatsächlichen Angstzuständen betrifft oder ob die Kaninchen das auch so empfinden wie Du...

Solange Jessie noch Kontakt mit Kasi hat, ist ja alles gut. Wenn die Beiden vorher unzertrennlich waren, wird das so lange nichts ins Wanken bringen. Allerdings schon, falls sie vorher mäßig gut auskamen.

Pina ist also eine größere Rasse? Das spricht wiederum für sie, denn die sind in der Regel verträglicher und ruhiger als Zwergkaninchen. Manche Zwergkaninchen können auch Giftzwerge sein

Wichtig ist einfach, dass alle miteinander genügend Kontakt haben und Einer sich nicht in ein anderes Zimmer separiert. Bei genügen Kontakt wird die Angst von selber schwinden. Je weniger Kontakt sie haben, desto zäher wird es.



 
 
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