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4er-Vergesellschaftung problematisch :(Hallo zusammen, bin hier neu angemeldet, lese aber schon seit geraumer Zeit (bevor ich letztes Jahr Kaninchen bekommen habe) still mit. Allerdings habe ich jetzt ein "kleines" Problem mit meiner Gruppe, bzw. ihrer Vergesellschaftung. Zur Gruppe: Besteht aus Emma und Rambo (Minizwerg, Chefin und Löwenkopf, kastr.), die ich zusammen von einem Hobby-Vermehrer geholt habe und die sich super verstehen. Dazu Lilly, Zwerg, die aus Einzelhaltung letztes Jahr dazukam. Sie ist nie richtig "warm geworden" mit Emma, aber mit Rambo versteht sie sich ganz gut. Bis zum Sommer hatte ich noch ein weiteres kastriertes Böckchen (Mackie), das aber immer nur gejagt und gemobbt wurde und überhaupt keinen Anschluss fand, weder bei Rambo&Emma, noch bei Lilly (was ich gehofft hatte). Für den habe ich dann ein neues Zuhause mit zwei Mädels gesucht, in dem er leider nach kurzer Zeit aufgrund von falscher Fütterung verstarb ![]() Die vier waren alle etwa gleich alt, ca. zwischen 1,5 und 2 Jahren und leben ganzjährig draußen in einem großen Nacht+Tag-Gehege. Jetzt habe ich vor 3 Wochen noch ein weiteres Löwenkopf-Weibchen geholt, klassischer Kinderzimmer-Fall: alleine in einem kleinen Käfig, 1-2cm Streu auf dem Boden, kleines Klo hing (!) in der Ecke, keine Ahnung, wie sie da rein sollte, Nippeltränke, Trockenfutter, keine Beschäftigungsmöglichkeiten, viel zu lange, verwachsene Krallen. Aber gute Zähne hatte sie, immerhin. Angeblich 1.5 Jahre alt, Weibchen, stimmt laut TÄ auch soweit. Da die Leute in den Urlaub wollten, musste sie weg, und die Gefahr, dass sie ausgesetzt wird, bestand definitiv. Nuja, konnte sie nicht da lassen. Hatte sie dann erst in meiner Wohnung, wo sie ziemlich neugierig auf meine beiden Katzen reagiert und sogar mit dem Katerchen gespielt hat. So nach ner Woche ist sie auch so weit aufgetaut, dass sie sich die ganze Wohnung erschlossen hat, total liebes Mädchen, neugierig, offen. Aber einsam. Hat mich und die Katzen leise angebrummelt. Nachdem die TÄ grünes Licht gegeben hat, wollte ich die vier auf neutralem Gebiet (Dachboden, ca. 11m²) jetzt vergesellschaften, während draußen umgebaut und auf den Wiedereinzug vorbereitet wird. Also alles aufgebaut&vorbereitet, Kaninchen rein. Das war jetzt Dienstag, also vor 4 Tagen. Am Anfang rannten alle wie verrückt durch die Gegend, war ja alles neu&unbekannt. Emma und Rambo haben sich ziemlich schnell wieder zusammengerauft, Lilly ihre vorherige, mehr oder weniger einzelgängerische Position eingenommen. Und Lotte hockt nur in der Ecke im Katzenklo, das zum Buddeln mit Sand gefüllt wurde, flüchtet vor allen dreien, obwohl nur Emma sie wirklich jagt (Rambo und Lilly sind eher neugierig-freundlich) und hält sich sonst komplett raus. Rambo und Lilly sind also gar nicht das Problem, aber Emma ist wahnsinnig aggressiv gegenüber Lotte, und die ergreift natürlich sofort hektisch die Flucht, bevor sie sich hinter ihrem Futterkorb 'versteckt'. Es ist zum Glück (noch nicht?) so weit, dass sie sich komplett zurückzieht und alles über sich ergehen lässt, aber das befürchte ich fast. Natürlich ist das nicht die optimalste Gruppenzusammenstellung, drei Mädels und ein Bub, aber so ist das im Moment leider. Ich bin drauf und dran, alle vier in den Transportkorb zu packen und die Stress-Vergesellschaftung anzugehen. Aber das will ich eigentlich gar nicht, die drei von draußen sind eh schon recht scheu und ich möchte allen vieren vermeidbaren Stress ersparen. Was meint ihr, Vergesellschaftung abbrechen und versuchen, Lotte anderweitig zu einem Kastraten zu vermitteln (wobei ich dabei nach der Erfahrung mit Mackie echt Bauchschmerzen bekomme), oder ihnen noch ein paar Tage geben? Sorry für dieses lange erste Posting und danke im Voraus für konstruktive Antworten. Liebe Grüße, Ines mit Rambo, Emma, Lilly, Lotte und Hera&Odin Edit: Emma war auch bei Mackie schon das Problem. Klar, mit Rambo hatte er so seine Auseinandersetzungen, aber Emma hat ihn immer richtig gejagt. Da steht auch nochmal eine tierärztliche Untersuchung an, ob sie evtl. was hat. Geändert von 4Mümmelnasen (20.12.2019 um 21:42 Uhr).
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| Hallo Ines Die VG dauert ja erst 4 Tage. Sieht so aus, dass es zwar eher zäh wird, aber eben solange es nicht zu bösen Verletzungen kommt (oder danach aussieht, dass es jederzeit passieren kann) und auch der Neuzugang zum fressen kommt, dann so alles nach so kurzer Zeit noch im grünen Bereich. Nur bitte gründlich überall.auf Bisswunden abtasten und untersuchen. Bei mir hatten die Gleichgeschlechtlichen untereinander immer mehr oder weniger Probleme, sogar die Häsinnen, welche alle kastriert waren. Unkastriert ist es definitiv das größere Problem. Gerade wenn Du eine dominante Emma hast, die schon mit Lotte nie warm wurde. Natürlich löst Kastra auch nicht alle Probleme, gerade wenn die charakterlicher Natur sind. Eine Zicke bleibt zickig. Aber nur als Vorwarnung: nur weil es momentan mit Emma und Lotte zusammen geht, heißt das nicht, dass es auch so bleibt. Auch das könnte sich im Laufe der Zeit verschlechtern. Sowas habe ich auch schon erlebt. Mit mehr Platz könnte man die Aggresivität etwas raus nehmen. Ich musste auch schon das KaninchenZimmer aufmachen und die gesamte Wohnung zur Verfügung stellen. Das hat zwar am Ausgang der VG nichts geändert, da die Häsin die andere auch noch dauernd gejagt hatte. Aber ich konnte zumindest sagen, dass es nicht am Platz gelegen ist, dass ich die VG wegen permanentem Jagen abbrechen musste. Leider gab es da vom 1. Tag der VG keinerlei Veränderung im Verhalten. Positiv ist eine VG, wenn eine leichte Verbesserung nach 2 Wochen seit Tag 1 sichtbar ist. Mein Bauchgefühl gibt mir meist immer schon zu Beginn recht, ob eine VG auch langfristig klappen wird oder nicht. Versuchen tue ich es trotzdem immer noch, sofern keine großen Verletzungen entstehen. Lg Moni
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| Hallo Moni, danke für Deine Antwort ![]() Okay, das macht schonmal etwas Hoffnung, zum Glück kann ich momentan aufgrund der Feiertage etwas genauer draufgucken. Ich denke ich werde mit Emma auf jeden Fall auf nochmal zum TA und gucken, ob alles in Ordnung ist, denn gesundheitliche Probleme können ja auch zu Aggressivität führen. Das Außengehege mache ich die Tage soweit fertig, da haben sie locker das Dreifache an Platz, muss mir nur für nachts was einfallen lassen, denke nicht, dass Lotte schon mit in den Stall darf. Also bisher sieht es nicht so aus, dass Lotte sich komplett zurück zieht, sie frisst, hoppelt auch mal etwas rum, sitzt aber eben meistens in ihrer Ecke im Klo. Verletzungen hatte sie gestern zum Glück schonmal keine, aber es fliegt eben das ein oder andere Fellbüschel. Eins von den Vieren scheint aber etwas Durchfall zu haben und Lotte lässt ihren Blinddarmkot liegen, evtl. weil sie keine Zeit hat, ihn wieder aufzunehmen, dabei kann sie ja die Umgebung nicht mehr im Auge behalten. Kann ich das weiter beobachten, oder ist das schon kritisch? Okay, ich gucke mir das weiter an, kontrolliere, und solange nix Schlimmes passiert, unterbreche ich die VG nicht. Alle zusammen in der Transportbox über Huckelpisten kann ich dann zur Not auch noch in zwei Wochen machen, wenn sich sonst so gar nix tut. Liebe Grüße, Ines mit Rambo, Emma, Lilly und Lotte und Hera & Odin UPDATE! Es tut sich was! Seit eben berammeln Lotte und Rambo sich, endlich mal, das ist bisher komplett ausgeblieben. Und solange Emma nicht dazwischen geht und Lotte beißt, "vertragen" die beiden sich auch ganz gut. Jetzt hab ich natürlich gegoogelt und dann solche Schreckensszenarien gelesen, dass ein Böckchen in einer Gruppe mit mehreren Zibben evtl. eingeht, weil er der alleinige Streitschlicher ist und auf Dauer "zu kurz kommt"/sich völlig verausgabt und überanstrengt. Das wäre echt beschen, denn den kleinen Bollerkopp hab ich sehr ins Herz geschlossen... Überlege, ein weiteres kastriertes Böckchen dazuzuholen, damit Rambo da nicht so auf einsamem Posten steht. Wäre natürlich nochmal mehr Stress jetzt... Gedanken/Erfahrungen dazu? Geändert von 4Mümmelnasen (21.12.2019 um 15:27 Uhr).
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| Wenn die VG recht stressig ist, dann kann es schon zu Beginn in den ersten Tagen heftiger zum Durchfall kommen. Ich hatte da auch schon Kot an Wänden und sogar Decke! Wegen BDK musst Du Dir keine Sorgen machen. Allerdings lässt Du jeweils den Kot bei Neuzugängen vor der VG untersuchen? Ich kann nur aus Erfahrung sagen, dass bei mir rund 40% entweder Kokzidien oder Würmer hatten. Oft habe ich dann erst während oder nach der VG untersuchen lassen, mit dem Resultat, dass ich dann die ganze Gruppe behandeln musste. Nur weil ich jeweils nicht warten wollte... Mein letzter Neuzugang hatte auch Würmer, und musste dann leider nochmals 4 Wochen alleine zur Entwurmung sitzen, nachdem er schon im TH 7 Monate alleine war. Heutzutage sind viele Kaninchen schlecht sozialisiert und haben ihre Mühe damit. Oft weiß man auch nicht, was die Vorgeschichte ist. Zu frühe Abgabe und Einzelhaltung plus entsprechender Charakter können schon regelrechte Biester hervor rufen, die sich generell mit Anderen schwer tun, außer es ist der richtige Partner. Solche Kaninchen sind in Paarhaltung besser aufgehoben und nicht alle sind Gruppen-tauglich. Aber zum TA darfst Du natürlich jederzeit gehen. Zudem ist eine prophylaktische Kastration auch nicht verkehrt, zumindest ich habe zu sehr Angst vor Gebärmutterkrebs. Es lässt sich noch lange nicht im Voraus verhaltenstechnisch erkennen, dass da was im Busche ist. Die TB- Methode wird nicht viel nützen. Bei den Meisten ist es zwar recht verpönt. Ich habe es aber früher schon oft angewandt, sogar beim Transport vor der VG. Das ging in der TB zwar immer gut, aber letztendlich hatte das nie einen Einfluss auf die VG. Also alleine deswegen klappte die VG nicht besser, wenn sie auch direkt nach der Autofahrt meist noch eine halbe Stunde ruhig wegen dem Stress sind. Danach aber nicht mehr... Das mit dem Kastraten als Streitschlichter kannst Du auch nicht verallgemeinern. Solche Berichte können auch Einzelerfahrungen sein. Letztendlich siehst Du rasch was miteinander funktioniert oder nicht. Mein verstorbener Kastrat war immer der Chef. Haben sich die Anderen während der VG oder später gezofft, chillte er immer völlig gelassen daneben. Vonwegen Streitschlichter! dem war das völlig Schnuppe, solange ihm keiner frech daher kam und seine Chef-Rolle in Frage stellte. Meine Kastrate waren immer recht dominant und hatten miteinander die größeren Probleme als die Häsinnen. Die meisten VG mit Kastraten gingen eh mehrheitlich schief: alleine dieses Jahr habe ich 4 verschiedene VG mit Kastraten versucht, die Hälfte musste genäht werden und bei den Anderen wäre es auch soweit gekommen, wenn ich nicht getrennt hätte. Aber wie gesagt: es kommt immer auf die Charakteren an. 2 stark dominante Tiere werden sich meist bis aufs Blut bekämpfen.
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