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Bisswunden?Hallo, seit dem eine unserer Häsinnen verstorben ist sind noch 3 übrig. 1 kastriertes Männchen und 2 Weibchen. Alle haben sich bisher blendend verstanden. Seit dem Tod einer Kaninchendame hat eine Häsin immer Angst vor der anderen verbliebenen Häsin. Diese ist ihr bisher immer nur hinter gelaufen und die andere lief daraufhin weg. Ich dachte, eventuell sind dies Revierkämpfe und wollte dies weiter beobachten. Als ich eben zum Stall ging sah ich, dass die eine Häsin die andere versuchte zu beißen! (Die beißende Häsin versteht sich mit dem Männchen und die gebissene Häsin versteht sich ebenfalls gut mit dem Männchen). Ich habe daraufhin die beißende Häsin sofort von den anderen beiden getrennt und in einen seperaten Stall gesetzt. Als ich die andere Häsin untersucht habe ob diese Bisswunden hat habe ich mehrere Stellen gefunden, die so aussehen wie auf den Fotos (Auf den Fotos unten sieht man 2 dieser Wunden). Sieht das nach einer Bisswunde aus? Alle Stellen sind trocken und habe eine Kruste darüber. In der Nähe sind dunkle, nahezu Schwarze Flecken. Möchte so schnell wie möglich zum TA gehen, wollte aber vorher euch mal fragen ob es nach einer Bisswunde aussieht. Ich freue mich über Antworten, vielen Dank! Links zu den Bildern: https://ibb.co/q9JCQ2X https://ibb.co/NCs6x4T
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| Hallo Das sind bereits alte, verheilte Bisswunden. Es hat kaum noch Krusten drauf und wenn die Wunde verheilt ist, gibt es oft solche dunkel gefärbte Haut. Wieso hast Du jetzt getrennt? Dann wirst Du wieder neu vergesellschaften müssen auf neutralem Revier. Unstimmigkeiten kann es natürlich immer geben. Nach einem Tod oder neuen Konstellation kann das Gefüge auch mal auseinander fallen. Wieviel Platz und Ausweichsmöglichkeiten hat Dein Trio permanent zur Verfügung? Wie groß ist das Gehege? Das wäre wichtig zu wissen... Wann ist Deine Häsin gestorben, respektive wie lange dauert dieser Zustand schon an? Ich nehme an, dass Du Aussenhaltung hast und nicht so viele Stunden pro Tag bei Deinen Kaninchen verbringst. Falls dem so ist, dann wirst Du die meisten Auseinandersetzungen auch nicht mitbekommen. Wenn Deine Häsin vor der anderen Häsin immer (?) davon läuft, dann wird das ihren Grund haben. Kaninchen können auch sehr subtil vorgehen. Das kann durchaus auch mal zu permanenten Mobbing führen, wo das Opfer verjagt wird. Flüchtet es nicht, dann wird es gebissen. Was dazu führt, dass das Opfer versucht, immer rechtzeitig zu flüchten. Muss es immer auf der Hut sein, dann führt das zu permanenter Müdigkeit, was man dem Tier irgendwann anmerkt. Ich hatte mal so einen Fall, wo ich das kante nicht bemerkt habe, weil bei meiner Anwesenheit nie ein Gejage statt fand, das Opfer aber immer einen Sicherheitsabstand einhielt. Kleine Wunden können aber auch zu einem Abszess führen, wenn die unbehandelte Wunde verkrustet (keine Luft dazu kommt) und sich darunter eine Infektion entwickelt. Als dies geschah, entdeckte der Tierarzt während der Schur bei meinem Opfer etwa 30 Bisswunden (auch viele alte) quer über den Körper verteilt... Ob es bei Dir nur eine vorübergehende Auseinandersetzung ist oder eine permanente, kann ich Dir so nicht sagen, da es dafür nähere Angaben braucht wie Dauer, Platz, Verhalten der Tiere vorher untereinander, Dauer des gemeinsames Zusammenlebens etc. Sind allerdings viele alte/ neue Wunden über längere Zeit vorhanden, dann spricht das eher für ein permanentes Mobbing. Dann werden die Chancen nicht allzu gut sein. PS: ich würde den Körper gut Abtasten, um zu schauen, dass keine Beulen vorhanden sind. Das würde dann auf einen Abszess hin deuten... Geändert von Rakete (09.11.2019 um 09:08 Uhr).
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| Hallo, erstmal vielen Dank für eine Antwort. Genug Platz haben sie. Habe mich natürlich vorher über Artgerechte Haltung informiert. Sie leben aktuell in einem Schuppen. Die ersten Konflikte gab es vor knapp 5 Wochen. Damals konnten sie aber zwischendrin immer wieder Kuscheln etc. und verstanden sich. Mittlerweile ist es nur noch dieser heftige Zustand, daher habe ich jetzt lieber getrennt bevor die eine Häsin noch "zerbissen" wird. Woher war alles gut. Sie leben seit August 2018 zusammen. Das Männchen versteht sich mit dem beißenden Weibchen und das "Opfer" versteht sich ebenfalls mit dem Männchen. Nur die beiden Häsinnen können untereinander nicht mehr miteinander Mittlerweile lässt die beißende Häsin ihr Opfer z.B. nicht mehr essen und jagt ihr sofort hinterher, sobald sie an das Grünfutter geht. Würdest du mit empfehlen aufjedenfall meinen TA aufzusuchen und sie untersuchen zu lassen? Ich hatte solch ein Fall zum Glück bisher noch noch nicht. Beulen spüre ich absolut keine, nur eben die Krusten. Ich habe Angst, die beiden wieder in einen Stall zu setzen da die beißende Häsin wirklich agressiv ist. Liebe Grüße Smaragd Geändert von Smaragd98 (09.11.2019 um 11:47 Uhr). Grund: Ergänzung
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| Was heißt bei Dir genau genügend Platz in qm ausgedrückt? Zitat:
So dazusetzen kannst Du sie eh nicht mehr, wenn Du sie jetzt bereits getrennt hast. Genügend Platz ist leider immer relativ... Empfohlene Mindestgrösse ist pro Kaninchen 3 qm, wobei Mindestgrösse von 6 qm nicht unterschritten werden sollte. Nur Kaninchen können weder lesen , noch werden sich an solche Angaben richten, nur weil es irgendwo geschrieben steht...Ich persönlich würde selbst bei einem harmonischen Trio nicht unter 12 qm gehen. Gleichgeschlechtliche brauchen immer deutlich mehr Platz als ein normales Pärchen, gerade wenn Probleme herrschen. Ich hatte in all den Jahren immer mehr oder weniger Probleme mit den Gleichgeschlechtlichen untereinander, auch wenn es in erster Linie bei mir unter den dominanten Kastraten war. Unkastrierte Häsinnen untereinander gelten aber generell auf die Dauer als ein Pulverfass. Manchmal ging es gerade noch auf den ursprünglichen 12 qm (für ein Trio), aber das Mobbing hat sich auch schon so verstärkt, dass ich permanent zur freien Wohnungshaltung übergehen musste. Und irgendwann hat auch das nicht mehr gereicht, so dass 2 Gruppen daraus wurden. Und das so der Fall, wo sich die 2 kastrierten Häsinnen das erste halbe Jahr nur kuschelten. So hat sich die Situation über die Jahre verändert. Wie alt sind die Häsinnen? Ich an Deiner Stelle würde beiden Häsinnen vom TA komplett untersuchen lassen, v.a. Gebärmutter, falls sie noch unkastriert sind. Und Kastrationen in Erwägung ziehen, auch wenn es keine Garantie gibt, dass es für die Beziehung was bringt, gerade wenn es schon ordentlich eskaliert ist. Was aber wiederum für eine Kastration spricht, wenn sie sich früher recht gut miteinander verstanden. Dann wird es vermutlich eher nicht am Charakter liegen. Ich habe meine Häsinnen eh alle prophylaktisch wegen Tumoren kastrieren lassen, obwohl nur die Mehrheit bereits Aufälligkeiten hatte. Aber gerade die Häsin, sie erst später so stark mobbte, hatte schon jung eine stark veränderte Gebärmutter. Also selbst wenn keine Verhaltensauffälligkeiten vorhanden ist, kann Gebärmuttertumor entstehen.
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| Stichworte |
| bisswunde, häsin, kruste, streit, wunde |
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