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| Jede Trennung ist wieder eine halbe VG. Es kommt öfters vor, dass es dann zu Rangeleien kommt. Erstens riecht man anders, zudem hat das Kaninchen nun auch noch ein Handicap. Bei meiner kranken, alten Seniorin ließ ich vor 3 Wochen das Auge entfernen. Mit ihrem jüngeren Partner herrschte schon vorher keine Freundschaft (die haben noch nie gekuschelt und sie hat Angst). Da es ihr nach der OP sehr schlecht ging, Medikamente brauchte und kaum frass (ich musste zufüttern), habe ich sie in der Stube eingezäunt. Der Partner saß sehr oft am Gitter neben ihr. Keiner wollte alleine sein. Gitter hat den Vorteil, dass sie sich nicht ganz entfremden, als wenn sie komplett getrennt sind. Und sie kennen sich ja bereits. Ich habe nach 3 Tagen kurz das Gitter aufgemacht, damit sie auch mal Freilauf hat. Das ging zuerst noch gut. Da sie aber immer noch nicht selbstständig frass, musste ich sie wieder einsperren. Später habe ich immerhin wieder mal geöffnet (weil sie sonst den Koller bekam und ich ch nicht wollte, dass sie zu depressiv wurde), was auch schon mal zu Gejage führte. Erst nach 10 Tage habe ich definitiv geöffnet, nachdem ich sicher war, dass sie auch mal genügend selbstständig frass und der Partner (Grosskaninchen) ihr nicht gleich alles wegfrass. Es funktioniert, wenn er sie seltener heftig jagt. Aber er merkt natürlich, dass mit ihr etwas nicht mehr stimmt. Und sie muss nun mit der eingeschränkten Sicht klar kommen. Ich versuche ihr das zwar zu erleichtern, indem ich mich immer bemerkbar mache. Trotzdem erschrickt sie sich manchmal, wenn sie meine Hand (oder mich) auf der fehlenden Augenseite nicht mehr kommen sieht. Wenn sie sich genügend erholt hat und mit der neuen Situation klar kommt, dann gibt es keine Gründe, die Beiden nicht zusammen zu lassen. Vorfällen wenn sie sich vorher gut verstanden haben, was bei Meinen ja nie der Fall war. Aber ich würde warten, bis sie wieder komplett fit ist, da eine Augenentfernung doch ein recht massiver Eingriff war. Und sie soll genügend fit sein, denn zu Gejage wird es sicherlich kommen, was auch normal ist.. Sie muss das also verkraften können. Aber das wird sich dann rasch legen, das ist nur zu Beginn so. Wenn man mal aus Gesundheitsgründen (gerade auch wegen Überürüfung des Fressverhaltens und Kotabsatz) abtrennen muss, dann ist die Gittermethode immer noch die Beste, damit sie nicht vollständig getrennt sind. Und das Kranke kann sich erholen. Allerdings gibt es auch Paare, da ist ein Antrennen auch gar nie nötig. Das wäre dann der Idealfall.
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