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amicelli 01.11.2019 23:31

Zusammenführung nach OP
 
Meiner Kleinen wurde am Dienstag, nach langem Kampf des Erhaltens, das rechte Auge entnommen. Auf Grund der dementsprechenden Wunde/Naht muss sie derweil von ihrem Bruder getrennt leben. Sie leben beide noch immer im selben Raum und können sich riechen und sehen. Auch versuche ich sie jeden Tag unter Aufsicht einige Minuten zusammen zu führen.

Als wir das kleine Monster Dienstag vom Arzt abgeholt haben, kam sie mit einem Pflaster und Trichter um den Hals heim. Bis zum schlafen gehen, saßen die beiden Zwerge zusammen im Wohnzimmer.
Mittwoch und Donnerstag, waren es nur ein paar Minuten. Da Madame sich, wie auch immer, ihr Pflaster runter gerupft hat, bin ich etwas sehr ängstlich. Wohl bemerkt, haben die beiden bis dato auch dezente Angst voreinander gehabt. - ihren Bruder kann ich es nicht einmal übel nehmen, an seiner Stelle hätte ich diese wahrscheinlich auch bei ihren Anblick :x
Eben gerade habe ich sie wieder zusammen gesetzt und es ging keine 5 Minuten gut. Anfangs saßen die beiden unterm Wohnzimmertisch und Maserati kam zum kleinen Monster angehoppelt. Anfangs hat sie ihn einige Male übers Gesicht geschleckt und hat dann aufgehört. Ihm hat es offenbar nicht gereicht und er schob seinen Kopf unter sie. Sonderlich interessiert hat sie das jedoch nicht, also fing Maserati an sie zu beissen. Es folgte eine kurze jagt.
2. Versuch - die beiden näherten sich wieder. Plötzlich wollte sie auf ihn drauf und ihn berammeln. Wieder ein Biss, wieder eine jagt.
Da die Wunde erst ein paar Tage alt ist, aber ich an dieser Stelle beschlossen, die beiden wieder zu trennen. Nicht das irgendeiner noch dagegen kommt, beisst, stößt oder sonstiges.

Sie sind erst wenige Tage von einander "getrennt" und es riecht für mich schon fast nach VG, wenn alles abgeheilt ist, oder bilde ich mir das nur ein, weil ich zu ängstlich bin?
Wie habe ich mit dem ganzen jetzt umzugehen?!

Rakete 02.11.2019 12:15

Jede Trennung ist wieder eine halbe VG. Es kommt öfters vor, dass es dann zu Rangeleien kommt. Erstens riecht man anders, zudem hat das Kaninchen nun auch noch ein Handicap.

Bei meiner kranken, alten Seniorin ließ ich vor 3 Wochen das Auge entfernen. Mit ihrem jüngeren Partner herrschte schon vorher keine Freundschaft (die haben noch nie gekuschelt und sie hat Angst).

Da es ihr nach der OP sehr schlecht ging, Medikamente brauchte und kaum frass (ich musste zufüttern), habe ich sie in der Stube eingezäunt. Der Partner saß sehr oft am Gitter neben ihr. Keiner wollte alleine sein. Gitter hat den Vorteil, dass sie sich nicht ganz entfremden, als wenn sie komplett getrennt sind. Und sie kennen sich ja bereits.

Ich habe nach 3 Tagen kurz das Gitter aufgemacht, damit sie auch mal Freilauf hat. Das ging zuerst noch gut. Da sie aber immer noch nicht selbstständig frass, musste ich sie wieder einsperren. Später habe ich immerhin wieder mal geöffnet (weil sie sonst den Koller bekam und ich ch nicht wollte, dass sie zu depressiv wurde), was auch schon mal zu Gejage führte. Erst nach 10 Tage habe ich definitiv geöffnet, nachdem ich sicher war, dass sie auch mal genügend selbstständig frass und der Partner (Grosskaninchen) ihr nicht gleich alles wegfrass. Es funktioniert, wenn er sie seltener heftig jagt. Aber er merkt natürlich, dass mit ihr etwas nicht mehr stimmt. Und sie muss nun mit der eingeschränkten Sicht klar kommen. Ich versuche ihr das zwar zu erleichtern, indem ich mich immer bemerkbar mache. Trotzdem erschrickt sie sich manchmal, wenn sie meine Hand (oder mich) auf der fehlenden Augenseite nicht mehr kommen sieht.

Wenn sie sich genügend erholt hat und mit der neuen Situation klar kommt, dann gibt es keine Gründe, die Beiden nicht zusammen zu lassen. Vorfällen wenn sie sich vorher gut verstanden haben, was bei Meinen ja nie der Fall war. Aber ich würde warten, bis sie wieder komplett fit ist, da eine Augenentfernung doch ein recht massiver Eingriff war. Und sie soll genügend fit sein, denn zu Gejage wird es sicherlich kommen, was auch normal ist.. Sie muss das also verkraften können. Aber das wird sich dann rasch legen, das ist nur zu Beginn so.

Wenn man mal aus Gesundheitsgründen (gerade auch wegen Überürüfung des Fressverhaltens und Kotabsatz) abtrennen muss, dann ist die Gittermethode immer noch die Beste, damit sie nicht vollständig getrennt sind. Und das Kranke kann sich erholen. Allerdings gibt es auch Paare, da ist ein Antrennen auch gar nie nötig. Das wäre dann der Idealfall.


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