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VG Jungtier und 1,5 JährigesHey ihr Lieben, bin neu hier und habe ein Problem. Vor knapp 2 Monaten ist mein Lasse mit einem Jahr verstorben. Nilsson(Kastrat) lebte bis gestern also alleine- dann kam Lillemor dazu. Die Züchterin meinte, dass eine Vergesellschaftung bei der Konstellation keine zu großen Umstände bereiten sollte. Wir haben sie bei meinem Freund in der Wohnung und somit auf neutralem Boden zusammengeführt, aber Nilsson hat die kleine sofort attackiert, gebissen und sich auf sie raufgestürzt. Sie hat 1-2 Mal auch echt gequiekt. Es sah jedenfalls nicht nach dem gesunden “Berammeln, Jagen und Zwicken” aus. Ich wusste nicht, was ich tun sollte und habe Lillemor erstmal ein Gehege in einem anderen Raum vorbereitet, da mir an dem Abend oft der Satz “keine Jungtiere unter 16 Wochen mit Alttier vergesellschaften” im Internet entgegen kam. Sie war sehr aufgeschlossen, bevor wir Nilsson ins Zimmer ließen, nun ist sie eher ängstlich. Aber auch Nilsson scheint sauer. Soll ich sie nun getrennt halten, bis die kleine alt und groß genug ist, um sich zu wehren? Soll sie nach einer gründlichen Reinigung mit ins Kaninchenzimmer (6qm)? Bin ratlos und beide tun mir mit ihrer Einsamkeit sehr leid. Danke schonmal im Vorraus Sam
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| Manche älteren Kaninchen kommen mit der Screckhaftigkeit sehr junger Kaninchen nicht zurecht und werden daher noch aggressiver. Ich halte es durchaus für sinnvoll, die beiden noch eine Weile getrennt zu lassen, bis die kleine älter ist. Ob es wirklich sechzehn Wochen sein müssen, weiß ich nicht, das hängt sicher auch vom Charakter der Kleinen ab. Wie alt ist sie jetzt?
__________________ Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!
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| Ja, das sagt mir mein Gefühl auch. Die Kleine ist nun 7,5 Wochen alt, Nilsson ist dreimal so groß und auch kräftig. Lillemor scheint mir sonst sehr fruchtlos, rennt durch die Wohnung, als wäre sie schon immer hier gewesen. Vielleicht ist sie ja eher bereit mit diesem Selbstbewusstsein. Nilsson allerdings ist echt sauer und klopft, wenn ich in sein Zimmer komme. Falls ihr irgendwelche Tipps habt, wie ich mich am besten vehalten kann... Und danke für die Antwort ![]()
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| Wieso hast Du denn überhaupt ein so junges Kaninchen genommen? Verstehe ich jetzt gerade nicht. Die Züchterin kann unmöglich seriös sein, wenn sie ein Jungtier vor dem 10.- 12 Woche überhaupt abgibt. Das fällt dann eher unter Vermehrer... Kaninchen sollten mind. bis dahin bei der Mutter bleiben, damit sie den Sozialkontakt erlernen können. Sonst kann das psychische Schäden nach sich ziehen, was man heutzutage oft bei den nur schwer sozialisierten Übernahmetiere (z.T. auch aus schlechter Haltung ) im Tierschutz antrifft. Übrigens sind Krankheiten wie Kokzidienbefall (was tödlich bei Jungtieren sein kann), so oft auch schon vorprogrammiert. Zu früh von der Mutter und Geschwister weg, neues Heim, schwere VG (mit einem ausgewachsenen Tier) oder gar alleine sein, fällt alles unter starken Stress, was Kokzidien begünstigen. Kaninchen quieken/schreien auch nur, wenn sie Todesangst haben. Bei uns in der CH sind übrigens Einzelhaltung unter 12 Wochen vom Tierschutzgesetz zum Glück verboten. Anraten kann ich Dir leider hier nichts, denn alles ist leider ganz schlecht für das arme Jungtier... https://www.kaninchenwiese.de/soziales/jungtiere-vergesellschaften/
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| Einzelhaltung überhaupt sollte verboten sein, aber danke für deinen tollen Rat(?) Jetzt fühlen ich und meine Kaninchen uns gleich besser und wissen, wie es weitergeht!
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| Du hast die Frage auch nicht beantwortet, wieso Du ein so junges Tier geholt hast...? ![]() Wenn man das Risiko eingeht, dann nimmt man auch die mögliche Konsequenzen in Kauf. Bei einer VG muss man immer damit rechnen, dass es nicht harmlos abläuft. Das liegt in der Natur der Kaninchen. (Ich musste schon einige Male Kaninchen zum Nähen bringen, weil die Verletzungen zu groß waren.) Nur Jungtiere können da tüchtig unter die Räder kommen, aber das war Dir ja bewusst gemäß Deinem Schreiben. Entweder hältst Du es vorläufig alleine (zumindest mit Gitterkontakt) oder Du riskierst nochmals eine weitere VG, diesmal aber bitte ohne Abbruch! Verletzungen sind aber immer möglich und was mich aber weitaus größer beunruhigen würde, ist das Risiko, dass es zu stressbedingte Krankheiten kommen kann. Kokzidien sind bei Jungtieren oft tödlich. Die Wahl liegt bei Dir. Ein Wundermittel oder Wunder- Ratschlag wie Du es Dir hier erhoffst, gibt es nicht...! Aber Dein neues Kaninchen wird sich in dieser Situation niemals besser fühlen. Egal was Du unternimmst. PS: ich würde das Jungtier zurück zur Mutter bringen und es vergesellschaften, wenn es älter ist. Gerade damit es nicht alleine ist!
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| Hier nochmals der Link für Vergesellschaftungen, da steht ALLES drin: (am besten vor der VG jeweils lesen) https://www.kaninchenwiese.de/soziales/ablauf-der-vergesellschaftung/ Und auf 6 qm würde ich persönlich niemals Kaninchen vergesellschaften (egal welchen Alters). Mir wäre das mit so wenig Platz zu riskant, gerade wegen Verletzungen.
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| Habe mit der Züchterin telefoniert und um Rat gefragt. Aufgrund von Keimen/Parasiten kann sie die Kleine leider nicht mehr zurücknehmen. Um die VG zu erleichtern, riet sie mir, Nilssons Einstreu mit bei ihr reinzulegen, damit sie wenigstens schonmal nach ihm duftet. Zum Thema Sozialverhalten habt ihr womöglich recht, aber alle anderen Kaninchen, die ich bisher hatte, kamen auch schon mit 7-9 Wochen zu mir und haben sich immer super verstanden. Danke für die Anmerkungen und Kommentare. VG von Sam, Nilsson und Lillemor
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| Sie will sie wohl eher nicht zurücknehmen, denn unverantwortlich ist sie ja auch schon mit der viel zu frühen Abgabe gewesen. Ich würde versuchen, sie beide Gitter an Gitter zu halten, dann können sie sich schon mal beschnuppern und es dann später einfach nochmal mit viel Platz versuchen.
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| Jede vernünftige Pflegestelle nimmt dir Tiere wieder zurück, wenn eine VG nicht klappt. Nur zur Info. Da gibts die Ausrede "wegen Parasiten" nicht. Aber die "Züchterin" will sie wohl einfach nicht wieder nehmen. Vernünftige Züchter geben ihre Tiere auch nicht so früh ab. Und auch Babys findest Du im Tierschutz, allerdings werden die dort erst mit 12 Wochen, geimpft, kastriert und nach Parasiten untersucht, abgegeben, wie es sein sollte. In deinem Fall würde ich sie Gitter an Gitter setzen, am Gitter füttern und wenn sie dort entspannt sind, die Gitter irgendwann wegnehmen. So ist keiner von beiden alleine und der kleine hat die Chance zumindest etwas Kaninchenverhalten zu lernen.
__________________ GESTERN warst Du noch bei uns, mit Deinem Lachen, mit Deiner Freude, mit Deinen Worten. HEUTE bist du bei uns, in unseren Tränen, in unseren Fragen, in unserer Trauer. MORGEN wirst du bei uns sein, in Erinnerungen, in Erzählungen, in unseren Herzen.
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| Ne, Gitter an Gitter werde ich nicht machen. Da entstehen noch viel mehr Aggressionen.
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| Nein, nicht immer! Es gibt viele, die Gitter an Gitter Vergesellschaften und Erfolg damit haben.
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| Ich habe meinen letzten beiden Vergesellschaftungen mit der Gittermethode gemacht und werde es in Zukunft immer wieder so machen. Es kamen jeweils zwei Jungtiere zu einer Gruppe von drei bzw. zwei erwachsenen Tieren und ich habe sie für einige Tage per Gitter getrennt. Als ich das Gefühl hatte, die großen Tiere haben sich an die Kleinen gewöhnt, habe ich das Gitter entfernt. Es gab dann zwar trotzdem noch ein wenig Rennerei, aber das hielt sich doch sehr im Rahmen.
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| Oh das überrascht mich jetzt aber auch. Bei uns steht am Wochenende auch eine VG an (meine erste) und ich passe momentan extrem auf, dass die zwei keinen Blickkontakt haben und räumlich getrennt bleiben. Das ist gar nicht so einfach, weil das ältere Männchen immer wieder versucht in den Flur zu kommen sobald man die Tür öffnet. Da scheint es spannend zu riechen. Irgendwo hatte ich gelesen, dass sich Aggressionen anstauen, wenn sie die Rangordnung nicht sofort klären können.
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| Ich möchte diese Art der Zusammenführung auf keinen Fall als allgemeingültig anpreisen. Bei mir hat es immer super funktionert. Da ich sowieso nicht die Möglichkeit habe, den vielgepriesenen neutralen Ort zur Verfügung zu stellen, muss ich im Gehege vergesellschaften. Da ist nichts mit neutral machen, mit Essigwasser putzen oder sonstigen Tricks. Mir war es immer wichtig, zwei neue Tiere zur Gruppe zu geben, damit nicht eines allein auf alle anderen trifft. Die Aufmerksamkeit verteilt sich dann ja auf mehrere Tiere. Solange der Platz es hergibt, möchte ich das auch in Zukunft so halten.
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| Zitat:
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__________________ --- "Du mußt sie jetzt sagen, Oder ewig 'rumtragen, Deine Worte: Verzeih! Hätt' ich doch! – Einerlei. Könnt' ich doch noch! – Vorbei." (Reinhard Mey) --- [Danke, Tante Jessi]
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| Hmm, echt interessant zu wissen. Vielleicht versuche ich das mal. Wie lange hattest du sie denn per Gitter getrennt, bis du es entfernt hast? Danke für die hilfreichen Erfahrungsberichte!
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| Genau kann ich das nicht mehr sagen. Es werden vielleicht drei bis vier Tage gewesen sein, sicher keine ganze Woche. Ich habe halt beobachtet, wie sie sich am Gitter verhalten haben (giftiges Zähne zeigen am Gitter oder ruhiges Liegen dicht beieinander) und dann entschieden, wann ich öffne. Dazu habe ich die Alteingesessenen für ein paar Minuten ausgesperrt und die Kleinen das Gehege kurz erkunden lassen.
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| Wenn heftigere Aggressionen da waren, dann würde ich sie definitiv länger am Gitter belassen: sicher 1-2 Wochen. Aber es kommt wie gesagt auch auf das Verhalten am Gitter an, ob Kontakt gesucht wird oder versucht wird, zu beißen... Zumindest wäre das Jungtier dann auch nicht ganz alleine, was den Schaden etwas mildern könnte. Wenn man bereits nach 2-3 Tagen das Gitter öffnen kann, dann wäre die VG auch sicherlich ohne Gittermethode aalglatt über die Bühne gegangen. Wenn sie sich gar nicht verstehen, dann giften sie sich auch nach einem halben Jahr am Gitter an, zumindest meine Kastraten nach der gescheiterten VG. Aber Paare verstehen sich fast immer, da gibt es kaum je ähnliche Probleme wie zwischen Gleichgeschlechtlichen.
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| Stichworte |
| alt und jung, baby, jungtier, kastrat, vergesellschaften |
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