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Info zu Greifvögeln: der HabichtIch war zur Besichtigung einer Greifvogel-Rettungsstation und möchte folgende Informationen teilen (und keine Aussagen betreffend Haltung o.ä. machen): Von den bis zu mittelgroßen Greifvögeln (ausgeschlossen sind große Arten wie Adler) ist nur der Habicht in der Lage, eine Beute bis zu 1 kg zu töten aufgrund von Größe der Krallen und Füßen. Alle anderen Arten fangen deutlich kleinere Beute und wären niemals in der Lage ein größeres Tier schwer zu verletzen oder gar zu töten. Die würden es auch nicht mal versuchen. Der Habicht ist aber bekannt dafür, dass er auch Hühner tötet. Er macht im Extremfall selbst bei seinen gleich große Artgenossen nicht halt. Er gilt als aggressiv und nicht als sozial verträglich. Komplett ausgewachsene Exemplare sind gut am gesprenkelten Gefieder im Brustbereich zu erkennen. Allerdings besitzen Junghabichte bis 1- jährig ein komplett anderes Gefieder und ähneln stark dem Mäusebussard. Weswegen ein Laie diese beiden Arten miteinander verwechselt. Ein Mäusebussard attackiert lediglich Beute in der Größe von Mäusen (er kann mit seinen kleinen Krallen ein Kaninchen mit dichtem Fell auch niemals richtig verletzen). Ein Junghabicht, der noch nicht erfahren im Beutefang ist, kann vom Hunger getrieben werden und auch einfache, große Beute wie Hühner bis zu 1 kg töten. Der Experte war der Meinung, dass Greifvögel-Angriffe auf Meerschweinchen und Kaninchen ins Reich der Märchen zu verbannen sei. Dass dem aber nicht so ist, widersprechen etliche Erfahrungsberichte von diversen Kaninchenhaltern. Da aber Adler hierzulande relativ selten sind und die kleineren Greifvögel nicht dazu in der Lage sind, gehe ich davon aus, dass die berichteten Angriffe alle dem Habicht zu zuordnen sind. Diese Fakten sollen auch nichts an den Richtlinien für ein gegen Greifvögeln gesichertes Kaninchengehege ändern, sondern dienen lediglich zur Information. PS: Die Greifvogelstation hat früher Lebendfutter wie Mäuse verabreicht, was nach heutigen Erkenntnissen Unfug ist, da das Jagen bei Greifvögeln nicht erlernt werden muss, da das bei Vögeln genetisch verankert ist. Einmal bekam die Station 2 lebende Kaninchen geschenkt. Im Greifvogelgehege (ohne Habichte, da die nicht Sozialverträglich sind) übernahmen die Kaninchen gleich die Herrschaft über das Revier. Sämtliche Greifvögel hatten Respekt vor den Kaninchen und flüchteten. Man ließ die Kaninchen ein halbes Jahr darin leben. Und die Kaninchen frassen gleich zu Beginn den Vögeln das Fleisch weg... Auch bei Wildkaninchen gibt es dokumentierte Berichte, dass die sich über Aas her machten. Wobei jeder Pflanzenfresser automatisch auch ein Fleischfresser ist, da Insekten & Co. mitgefressen werden.
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| Danke für die Informationen! Zitat:
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__________________ Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!
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| Das Beweisfoto war nicht sehr appetitlich ![]()
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| Wieso bäh? Bei Hund und Katze fänden wir das doch auch normal... Belege für fleischfressende Kaninchen gibt es einige, z.B. Gaffrey, Günter: Zur Ernährungsweise des Wildkaninchens. In: Säugetierkundliche Mitteilungen, Heft 2, 1954. und Petzsch, H (1959): Zur Frage animalischer Nahrungs-Anteile bei Wildkaninchen und Feldhasen. Gaffres berichtete von Wildkaninchen am Stadtkrankenhaus Dresden: "Daß Hauskaninchen Knochen benagen, dürfte bekannt sein, weniger aber, daß auch Wildkaninchen davon gelegentlich Gebrauch machen. Auf einem Ablageplatz im hinteren Parkgelände des Stadtkrankenhauses Johannstadt in Dresden wurden im Spätherbst 1951 schätzungsweise eineinhalb bis zwei Zentner ausgekochter Knochen (vorwiegend Rinder- und Schweineknochn, Knorpel, mit Sehnen und zum Teil größeren Fleischresten) auf einen Haufen geschüttet. Er wurde von Tag zu Tag kleiner, wobei nur wenige Knochen verstreut lagen. Die meisten verschwanden. Ratten konnten kaum in Frage kommen. Die Vermutung, nur die zahlreich vorhandenen Wildkaninchen als Urheber anzusehen, fand nach dem ersten Schneefall Bestätigung. Von allen Seiten liefen die Kaninchenspuren auf den Knochenhaufen zu. Die Tiere hatten ringsherum einen richtigen Weg ausgetreten und die Mitte weitgehend frei gescharrt." Petzsch berichtete über ein junges Wildkaninchen, das mit einem jungen Feldhasen im Zoo Halle/S. zusammen lebte, und dort ausschließlich qualitativ hochwertige pflanzliche Nahrung erhielt. In einem Versuch nahmen beide Tiere trotzdem zusätzlich ungekochte Pferderippenstücke mit anhaftendem Muskelfleisch an und benagten diese selbst im gefrorenen Zustand. und aus jüngerer Zeit: https://www.nationalgeographic.de/tiere/2019/01/kamerafalle-offenbart-hasen-sind-fleischfresser-und-kannibalen
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| Angeblich wüssten Züchter, dass Kaninchen nicht genügend Proteine erhalten mit der (Züchter?-)üblichen Fütterung. Dieser Ernährungsfehlstand wurde als einzige Ursache für das Aufressen der Babys eruiert... (?) Daher verfüttern Züchtern während der Aufzucht angeblich Fleisch, allerdings verwenden sie dafür die günstigere Bratwurst-Variante in Form von Cervelat (Meine Anmerkung mit Ironie: ein richtiger Schweizer ist Cervelat...) Diese obige Aussagen hörte ich zwar erstmalig und hoffe stark, dass das nicht wirklich zutrifft... Letztendlich sieht die Darmflora- Zusammensetzung von Fleischfresser und (fast rein) Pflanzenfresser doch etwas anders aus. Ansonsten könnte das entsprechende Futterangebot auch nicht anständig verdaut werden. Wobei auch Pflanzen im Frühling einen sehr hohen Eiweißgehalt haben. Siehe auch anhand der diversen Heuschnitte, die noch lange nicht für alle pflanzenfressenden Tierarten gleich gut verträglich sind. PS: meine Seniorin wird das freuen. Sie würde so ziemlich alles fressen wenn man sie lassen würde: Fleisch, aber v.a. auch alles was richtig scharf mit Chilli gewürzt ist... Geändert von Rakete (01.09.2019 um 14:41 Uhr).
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__________________ Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!
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| Ich staune auch immer bei Kapuzinerkresse
__________________ --- "Du mußt sie jetzt sagen, Oder ewig 'rumtragen, Deine Worte: Verzeih! Hätt' ich doch! – Einerlei. Könnt' ich doch noch! – Vorbei." (Reinhard Mey) --- [Danke, Tante Jessi]
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| Einfach mal dran knabbern . Es gibt ja viele Kräuter/Pflanzen, die extra gesammelt werden für die heimische Küche. Allerdings habe ich auch schon ein paar Sachen versucht und es gleich wieder ausgespuckt weiß gar nicht mehr, was am bittersten oder ärgsten schmeckte. Es hat mich aber irgendwann dran gehindert, weiteres auszuprobieren...
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| Wie? Noch nie selbst probiert? ![]() Um nochmal auf den Habicht zurück zu kommen.Was den Habicht auch von anderen Greifvögeln unterscheidet ist,dass er keine große Einflugschneise braucht,um sich auf seine Beute zu stürzen.Der kann auch einfach aus dem Gebüsch raushopsen.
__________________ "O Bär", sagte der Tiger, "ist das Leben nicht unheimlich schön, sag!" "Ja", sagte der kleine Bär, "ganz unheimlich und schön." Und da hatten sie verdammt ziemlich recht.
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| Hallo, zum "Fleischfressen": Habe erst letztlich einen Text gelesen, worin ganz stark betont wurde, dass Kaninchen "ganz ausschließlich vegetarisch" lebten, "im Unterschied zu Nagetieren". Das hat mich in dieser Ausschließlichkeit schon beim Lesen etwas gewundert, weil die Geschichten mit gefressenen Jungtieren ja hinlänglich bekannt sind. Ich denke, dass viele Tiere,die gemeinhin als Pflanzenfresser gelten, auch Fleischnahrung gegenüber nicht abgeneigt sind, wenn sie sie denn kriegen und vom Verdauungstrakt her auch verwerten können. Es gibt ja genug Beispiel dafür, seien es die regelrechten Treibjagden, die Schimpansen, die lange Zeit als Vegetarier und bestenfalls Insektenfresser galten, veranstalten. Oder sei's der erst Anfang des Jahres erstmals gefilmte Kannibalismus bei Schneehasen (National Geographic). Oder sei's das Nilpferd, das sich gerne mal ein Gnu einverleibt. Ich beobachte z.B. auch regelmäßig, wie die Gemeine Feuerwanze, die sich angeblich nur von Malven ernährt, halbtote Regenwürmer aussaugt. Wer an leicht aufzuschließende Nährstoffe kommen kann, holt sie sich wohl auch, weil im Überlebenskampf keiner (außer vielleicht dem Menschen) auf einen solchen Vorteil verzichten kann. Infofern wundert es mich nicht, was weiter oben über die Kaninchen geschrieben wurde. zum Habicht und Bussard: Als unsere Nachbarn sich letztes Jahr ihre jungen Kaninchen angeschafft haben (hoppeln draußen ohne Netz herum) waren tatsächlich zwei Tage lang zwei Bussarde, die sonst nie bei uns im Stadtteil zu sehen sind (was sollen sie da auch?), über dem Grundstück zu sehen. Ich hatte dabei schon den Eindruck, dass sie abchecken wollten, was da unten rumhoppelt. Sie haben aber keinen Fangversuch unternommen und das Interesse auch entsprechend schnell verloren. Seitdem sehe ich sie wie davor auch nur noch ein Stück weiter Richtung Waldrand. S.
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| Nur zum Anregen und vorsichtig sein, meine Nachbarn haben Hühner, die mind. doppelt so groß sind wie meine Kaninchen (kenne mich mit Hühnerrassen nicht aus) Im ersten Jahr der Haltung, kaum ein paar Monate hier, im Winter, ohne viel geschützten Blattbestand, hat sich ein Habicht ein Huhn geholt und das auf nicht mal großer Fläche. Er saß noch einige Tage auf der Lauer, allerdings natürlich ohne Erfolg, weil die Hühner eingesperrt wurden.
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| Mit Habicht & Co hab ich leider auch meine Erfahrung - nen Horst hatte ich bis letzte Woche (Bäume sind dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen) direkt neben dem Gehege Habichthenne versucht sich auch an 6 kg Hühnern.(hoch bekommen hat ers nicht, aber tödlich verletzt).. so ein bis 4 kg Kaninchen ist absolut keine Herausforderung. Junghabicht passt fast durch ein 6x6cm Loch, durchs 5x10 hat ers ohne Probleme geschafft. Die sind noch gefährlicher weil sie sich an allem probieren wenn sie die ersten Jagdversuche machen (Juni bis August...)
__________________ "Hansberg Angora" 3.5.xx Angora schwarz + 1.2 Satin Angora
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