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Aktion gegen Verkauf von Kaninchen in ZoohandlungenLiebe Foris, ich habe gerade gelesen, dass in Kalifornien ab dem 1.1.19 ein Gesetz in Kraft getreten ist, dass den Verkauf von Hunden, Katzen und Kaninchen in Zoogeschäften verbietet. Ein solches Gesetz wird im Moment auch für New York diskutiert. Es wäre auch für Deutschland absolut notwendig. Weiß jemand von Euch, ob es hier bei uns auch Aktivitäten gibt, die sich politisch dafür einsetzen? Außerdem frage ich mich, wie erfolgversprechend direkte Interaktion mit entsprechenden Geschäften ist (Dehner etc.). Ich vermeide den Einkauf in solchen Läden, denke aber, es wäre sinnvoll, die Firmen darüber in Kenntnis zu setzen, dass es Kunden gibt, die Einwände gegen ihr Geschäftsmodell haben und sie boykottieren. Im Zweifelsfall wären hier natürlich viele Unterschriften besser als nur eine (meine). Vielleicht hat jemand Interesse, sich zu diesem Zweck zusammenzutun und ein Schreiben zu verfassen? Ich vermute, dass hier gilt: viel hilft viel. Liebe Grüße Lollo Rosso
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| Hi, ist ja alles schön und gut, wird aber gar nichts bringen. Das eigentliche Problem ist ja nicht das Vermittlungsmedium "Zooladen" (ein Zooladen ist nicht böse, nur weils ein Zooladen ist. Er kann theoretisch in Hinblick auf Herkunft, Haltung, Beratung, Präsentation,... je nach Betreiber schlechter oder besser sein als jede andere Art der Vermittlung). Oder anders gesagt: Auch ein Zooladen kann Kaninchen verantwortungsvoll halten und vermitteln - ebenso wie ein Privatverkäufer oder sogar einer, der sich als Tierfreund tarnt, hinter den Kulissen der hinterletzte Tierquäler sein kann. Was ist also gewonnen, wenn man Zooläden grundsätzlich den Verkauf verbietet - und die Qualzüchter die "Ware" aus ihren Vermehrungsfabriken dann eben über andere Kanäle verkaufen? Eigentlich geben unsere Tierschutzgesetzte sogar jetzt schon einiges her - man müsste sie nur entsprechend konsequent auslegen & dann natürlich auch durchsetzen. Und wenn man das t ä t e, wäre es womöglich sogar gut, wenn es weiterhin Zooläden gibt - weil die sich besser kontrollieren ließen als Leute, die Kaninchen auf Autobahnraststätten verkaufen, wie es heutzutage massenhaft mit Hunden geschieht. Grüße S Geändert von Solkinok (19.08.2019 um 12:48 Uhr). Grund: Mitr hat's mal wieder die Formatierung zerrissen... :-(
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| Na ja, mit dem 'nichts bringen' weiß ich nicht; Verbraucherproteste waren nicht immer nur nutzlos, z.B. haben viele Kleiderproduzenten inzwischen auf Pelz verzichtet, weil die Sache zu kontrovers war. Und was die Zooläden betrifft sehe ich die Sache auch anders. Es gibt ja eine Reihe von Recherchen dazu (WDR, PETA), die aufgedeckt haben, wie die 'Produktion' von Tieren für die Tierläden läuft. Das ist grausam und tierquälerisch. Und nur, weil es dann Verkäufer gibt, die die Tiere aus dem Kofferraum verkaufen, heißt das ja noch nicht, dass man deswegen andere unhaltbare Zustände weiter toleriert. Und noch ein weiteres Problem: sie verleiten Leute zum Kauf von Tieren, liefern aber keine Informationen zur artgerechten Haltung. Neulich habe ich mal im Gespräch mit einer Verkäuferin angesprochen, dass die angebotenen Trixie-Ställe zu dauerhaften Haltung nicht geeignet sind. Das sagte sie mir: das wollen die Kunden so. Tatsächlich bekommt man im 'normalen' Tierhandel praktische keine Hinweise zur artgerechten Haltung. Auch wir "wollten" einen Trixiestall, schlicht und einfach deswegen, weil wir dort, wo die Tiere verkauft werden, keine Informationen darüber bekommen haben, wie man sie hält.
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| Ich bin auch gegen den Verkauf von sämtlichen Tieren in Zoohandlungen. Denn meiner Meinung nach ist das Problem nicht nur die Herkunft der Tiere, sondern: - durch den ständigen Besatz der Gehege können diese niht ausreichend desinfiziert werden und die Jungtiere stecken sich ständig gegenseitig mit unterschiedlichsten Erregern an (auch, weil Tiere unterschiedlicher Züchter vermischt werden) - die Jungtiere werden zu früh von erwachsenen Tieren getrennt (sollte meiner Meinung erst mit zwölf Wochen oder gar erst nach einer Frühkastration der Männchen gemacht werden) - keine Versorgung an Wochenenden, niemand, der außerhalb der Öffnungszeiten nach den kleinen schaut - kein artgerechtes Futter (natürlich verfüttert man das, was man auch verkaufen will...) - keine Auflagen für die Vermittlung - Verkauf auch als Lebendfutter - Unwissenheit der Verkäufer - ständiger Stress durch die vielen anderen Jungtiere und die Menschen ...
__________________ Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!
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| Hallo, >Verbraucherproteste waren nicht immer nur nutzlos, Ja, ich bin auch durchaus deiner Meinung, wenn es darum geht, Läden, in denen die Verhältnisse schlecht sind, darauf anzusprechen, zu boykottieren, wenn nötig sogar per shitstorm anzuprangern etc. Das kann im Einzelfall schon was bringen. Nur löst das Zooladenverbot halt meiner Ansicht nach nicht das Problem. Ich möchte es mal mit Prostitution vergleichen: Wenn du Bordelle verbietest, kriegst du, solange die Nachfrage nach käuflichem Sex besteht, eben einen Hinterhofstrich, den kein Mensch mehr kontrollieren kann (was schon bei Bordellen, wie wir alle wissen, schwierig genug ist). Da nutzen dann die tollsten Gesetze, moralische Empörung,... rein gar nichts. Das Geschäft sucht sich seinen Weg, solange die Nachfrage da ist. Mit Drogen ist es ähnlich und man könnte unzählige weitere Beispiele nennen. >Es gibt ja eine Reihe von Recherchen dazu (WDR, PETA), die aufgedeckt haben, >wie die 'Produktion' von Tieren für die Tierläden läuft. Das ist grausam und >tierquälerisch. Das ist ja unbestritten. Aber das hat nicht primär mit der Institution Zooladen zu tun. Sondern damit, dass es ein Produkt gibt, nach dem es eine Nachfrage gibt. Dieser Sachverhalt zieht automatisch Geldmacher an, die mit möglichst geringem Aufwand möglichst großen Profit machen wollen. Aktuell verkaufen die ihr Produkt überwiegend über Zooläden, richtig. Wenn es die Zooläden aber nicht mehr gibt, verkaufen sie es halt anders. Deswegen muss man Zooläden nicht super finden, aber der Zooladen hat einen Vorteil (wieder vergleichbar mit einem Bordell): Er kann - anders als ein "Schwarzhändler" - nicht wegrennen. Man k ö n n t e ihn kontrollieren. Es m ü s s t e nur der politische Wille (und damit auch das nötige Personal, Knowhow etc. pp.) dazu dasein. > unhaltbare Zustände Muss man ja nicht tolerieren. Wie geschrieben: Man müsste halt das geltende Recht mal anwenden & durchsetzen. > Und noch ein weiteres Problem: sie verleiten Leute zum Kauf von Tieren, liefern > aber keine Informationen zur artgerechten Haltung. Auch richtig. Aber das wäre nun wirklich einfach zzu kontrollieren: Strohmann vom Veterinäramt geht als Interessent getarnt in Zooladen --> Beratung schlecht --> Laden dicht. Und übrigens: Zum Kauf verleiteten auch Internetanzeigen, dieses Forum, jeder von uns (wenn z.B. die Nachbarskinder zu Besuch kommen und unsere Kaninchen "süüüüüüüß" finden). Und - ehe jetzt der Einwand kommt "Ich berate aber korrekt!" - so mancher, den wir, vielleicht ohne es zu merken, verleitet haben, wird uns gar nicht nach artgerechter Haltung fragen. Ein Zooladen ist zunächst nur ein Raum, in dem man Tiere (und Zubehör) kaufen kann. In der Sache unterscheidet er sich nicht von einem Kinderzimmer, der Aussstellungsfläche auf einer Kleintierausstellung, einem Internetportal ... Wenn du Zooläden pauschal verbietest, müsstest du demnach auch Kinderzimmerverkäufe, Kleintierzüchterausstellungen, Internetverkäufe etc. pauschal verbieten. Wäre ja grundsätzlich vielleicht das beste, aber die Folgen wollen wohlüberlegt sein! Worauf ich hinauswollte & will: Die Zustände in vielen Zooläden sind letzten Endes doch nur das Symptom für etwas Tieferes: Mangelnde Wertschätzung für Tiere (zumal solche, die so "billig" sind wie Kaninchen). Und bei aller berechtigten Empörung dürfen wir eines nicht vergessen: Es wäre am tiergerechtesten, wenn wir alle aufhören würden Tiere als Haustiere zu halten. (Achtung, jetzt spitze ich zu): Alle kastrieren/sterilisieren, diese letzte Generation noch gut pflegen bis sie ausgestorben ist, dann ein generelles Halteverbot - und schon ist das Problem ein für alle Mal erledigt. Und: Irgendwo in der Ahnenreihe unserer Kaninchen steckt mit 100% Sicherheit ein Zooladenkaninchen, ohne das es unsere Tiere gar nicht gäbe. Deswegen mein Fazit: Zooläden müssen nicht schlecht sein. Aber man muss ihnen hohe Standards auferlegen, die dann auch streng kontrolliert werden müssen. Halten sie sich nicht an diese Regeln - Laden dichtmachen. S.
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| Danke für Eure Gedanken zu dem Thema! Ich hoffe, ich habe das mit dem Zitieren richtig hinbekommen und es wird klar, was von mir ist. >Nur löst das Zooladenverbot halt meiner Ansicht nach nicht das Problem. Ich möchte es mal mit Prostitution vergleichen: Wenn du Bordelle verbietest, kriegst du, solange die Nachfrage nach käuflichem Sex besteht, eben einen Hinterhofstrich, den kein Mensch mehr kontrollieren kann. Das Geschäft sucht sich seinen Weg, solange die Nachfrage da ist.> Mit diesem Argument könnte man aber auch für eine 'geregelten Kindesmissbrauch' argumentieren. Auch den wird es immer geben, aber unsere Gesellschaft hat sich aus gutem Grund dafür entschieden, ihn - aus moralischen Gründen - nicht zu dulden. Wenn man der Meinung ist, dass die Produktion der Tiere und ihr Verkauf in wissentlich nicht tiergerechte (oder wie immer man das nennen will) Zustände wie Einzel- und Käfighaltung etc. nicht gewollt ist, wird man irgendwelche Maßnahmen dagegen ergreifen müssen. >Aber das hat nicht primär mit der Institution Zooladen zu tun. Sondern damit, dass es ein Produkt gibt, nach dem es eine Nachfrage gibt.> Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass das vermeintlich unproblematische Angebot in Zooläden erst Begehrlichkeiten weckt; so kamen wir zu unseren Kaninchen. Wir haben sie dann nicht im Zooladen gekauft, sondern beim 'Züchter' weil ich damals der Meinung war, das sei besser. Unterschwellig war mit klar, dass Zooläden nicht der optimale Ort für Tierverkäufe sind (Hunde und Katzen werden da ja auch nicht mehr verkauft). Der Züchter verkaufte uns zwei unkastrierte Kaninchen, umgeimpft, ohne jede Nachfrage, was genau sie bei uns erwartet. Mein Punkt ist also folgender: wenn man sich ansieht, wie die meisten Leute zum Kaninchen kommen, dann gibt es offensichtlich eine große Anzahl, die z.B. durch die Zuschaustellung der Tiere im Laden, wo sie ihre Blumenerde kaufen, auf den Gedanken kommen, sich solche Tiere anzuschaffen. Im Laden findet meiner Meinung nach grundsätzlich keine vernünftige Beratung statt, weil einem dort niemand sagen wird, man soll nicht die dort ebenfalls angebotenen Käfige kaufen, sondern stattdessen ein 10qm mardersicheres Gehege im Garten bauen. Kurzum: ich denke, auch hier gilt, dass das Angebot die Nachfrage bestimmt. Wenn man beim OBI Tigerbabys kaufen könnte, würden sich auch dafür Käufer finden. >Und übrigens: Zum Kauf verleiteten auch Internetanzeigen, dieses Forum> Hier bekommt man allerdings schnell und deutlich vermittelt, was nach aktuellem Wissensstand als artgerechte Kaninchenhaltung gelten kann. >Und bei aller berechtigten Empörung dürfen wir eines nicht vergessen: Es wäre am tiergerechtesten, wenn wir alle aufhören würden Tiere als Haustiere zu halten. (Achtung, jetzt spitze ich zu): Alle kastrieren/sterilisieren, diese letzte Generation noch gut pflegen bis sie ausgestorben ist, dann ein generelles Halteverbot - und schon ist das Problem ein für alle Mal erledigt. > So zugespitzt finde ich das gar nicht. Es klingt nur so, weil unsere Gesellschaft eine bestimmte Sicht auf Tiere hat, die ihren Ge- und Verbrauch toleriert. >Und: Irgendwo in der Ahnenreihe unserer Kaninchen steckt mit 100% Sicherheit ein Zooladenkaninchen, ohne das es unsere Tiere gar nicht gäbe. > Was folgt daraus? Vielleicht war einer meiner Vorfahren das Ergebnis einer Vergewaltigung, ohne die es mich nicht gäbe; die Vergewaltigung war trotzdem falsch. >Deswegen mein Fazit: Zooläden müssen nicht schlecht sein. Aber man muss ihnen hohe Standards auferlegen, die dann auch streng kontrolliert werden müssen. Halten sie sich nicht an diese Regeln - Laden dichtmachen.> Aus meiner Sicht ist die Einführung und Durchsetzung dieser Regeln oder Standards utopischer als ein generelles Ende des Tierverkaufs in Zoo- und Gartencentern. Ich denke, es ist politisch erfolgversprechender auf die vielfachen Missstände hinzuweisen (siehe die Punkte, die Kaninchenherz28 genannt hat) und auf dieser Basis ein Verbot des Tierverkaufs zu fordern. Nochmal zu meiner Motivation: ich habe in den zwei Jahren unserer Kaninchenhaltung einen unheimlichen Lernprozess durchlaufen, der mich über viele Dinge hat nachdenken lassen, die ich zuvor gar nicht wahrgenommen habe. Wenn Läden wie OBI, Dehner etc. Rückmeldung bekommen, dass Leute deren Geschäftspraktiken problematisch finden, kann das den Boden für eine Veränderung bereiten. Natürlich gehe ich nicht davon aus, dass ein Brief zu direkten Veränderungen führt, aber wie gesagt: es gibt ja eine ganze Reihe von gesellschaftlichen Übereinkünften, die lange galten und irgendwann aufgekündigt wurden. In den 1960er Jahren wurden Kinder in der Schule noch geohrfeigt. Heute ist das zum Glück nicht mehr so. Dafür wird darüber diskutiert, ob Kinderrechte ins Grundgesetz sollen. Auch das ist also ein langer Prozess mit vielen Akteuren, Prozessen, Debatten gewesen. PS: Ich werde berichten, was/ob ich eine Reaktion auf meinen Brief an den örtlichen Dehnermarkt bekomme!
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| PS was Dehner und Zooplus angeht weiß ich das die sich die Züchter ganz genau angucken und man da nicht so leicht hin "liefern" kann.
__________________ "Hansberg Angora" 3.5.xx Angora schwarz + 1.2 Satin Angora
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| Hi, sorry, ich hoffe, ich nerve nicht schon Aber ich will meine Gedanken doch nochmal klarstellen:>Mit diesem Argument könnte man aber auch für eine 'geregelten >Kindesmissbrauch' argumentieren. Könnte man schon, es gibt da aber schon ein paar Unterschiede, die die juristische Bewertung von Kindmissbrauch zurecht ganz anders aussehen lassen als die von Prostitution Erwachsener. >Was folgt daraus? Dass Kaninchen, die WIR halten, irgendwo herkommen müssen. Aus dem Zooladen - suboptimal. Aus Privatverkauf ("Unfall"- oder "Mal sehen, was passiert"-Vermehrung) - suboptimal u.a. wegen genitischem Unwissen. Direkt vom Rassezüchter - auch suboptimal u.a. wegen Buchtenhaltung. Und Notfellchen? Wir beziehen sie zwar indirekt und haben scheinbar mit den bösen Zooläden etc. nichts zu tun. Aber auch an den Notfellchen hat "das System" bis dahin in der Regel schon verdient. Also auch suboptimal. Wie man's dreht und wendet: Kein Kaninchenhalter in diesem Forum kann sich letztlich davon freisprechen, Teil eines Systems zu sein, in dem Tiere zum Spaß der Menschen produziert werden. Insofern sind eigentlich wir alle das Problem, nicht die Zooläden. Deswegen halte ich ein Verkaufsverbot für Zooläden letzten Endes für Augenwischerei. Den Kaninchen wir es dadurch nicht besser gehen. Grüße S. PS: Letztlich eine Doku gesehen, in der es darum ging, wie leicht man in Osteuropa an Großkatzen kommen kann. Zooladen? Brauchst du dazu nicht... (War eine taff-Folge, gibts bestimmt noch bei youtube)
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| Was wir hier jetzt machen, ist ja schon fast eine Diskussion, ob man überhaupt Tiere halten sollte. Wenn man das bejaht, dann müssen sie auch gezüchtet werden und auch verkauft werden. Es kann dann nur noch darum gehen, dass immer wieder aufgeklärt wird, wie sie gehalten werden sollten. Der Tierschutz fordert schon lange ein Heimtierzuchtgesetz. Aber allein das Verbot, mal eben seine Katze, sein Kaninchen oder den Hund werfen zu lassen, wird das Problem nicht wesentlich verändern. Dann steigt nur die Nachfrage bei angemeldeten Züchtern. Wenn man sich das nicht vorhandene Durchgreifen oder die zu geringe Mitarbeiterzahlen der Veterinärämter anguckt, dann ist klar, dass das in keiner Weise besser wird, als "liebevolle Hobbyzüchter", die meist wenigstens ihre Tiere lieben und oft ihr bestes geben.
__________________ Viele Grüße, Susanne
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| Zitat:
https://www.zajac.de/Zoofachgesch%c3%a4ft Wenn du mal kostenlos in einen Zoo willst da ist Zoo Zajac genau das richtige. Und mit genügend Kleingeld kannst du dir da auch gleich ein Faultier oder ähnliches kaufen... (nicht falsch verstehen. Ich finde dieses Geschäft einfach nur abartig) Allerdings muss man positiv anmerken dass man in dem Laden Rammler kastriert kaufen kann. Ich persönlich sehe es allerdings auch so dass man den tierverkauf nicht komplett verbieten sondern eher vernünftig reglementieren und kontrollieren müsste. Sodass ein zohandel zur kompetenten Anlaufstelle wird. (vielleicht auch mit Kooperation zum tierschutz oder Tiere auf "Bestellung" damit man nicht zu viele züchtet die am Ende als schlangenfutter enden. Kein Plan ob sowas klappen würde). Ich habe mir in letzter Zeit ab und an mal angesehen was in der Umgebung bei Kleinanzeige für Kaninchen angeboten werden. Für 10 € bekommt ich in der Nähe schon einen deutschen riesen. Auch toll sind Angebote wie 1 für 15 Euro 2 bür 25 Euro. Ich glaube sowas würde sich noch verstärken wenn man keine Kaninchen mehr im Handel bekommt (wo man manchmal wenigstens ansatzweise gut beraten wird). Aber es müsste halt bessere Gesetze geben.
__________________ Man kann nicht glücklich sein ohne manchmal auch unglücklich zu sein. (Quelle: Oliver, Lauren: Delirium)
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| Nochmal Hallo, >sorry, ich hoffe, ich nerve nicht schon Aber ich will meine Gedanken doch nochmal klarstellen:Nein - ich freue mich ja, dass Ihr mir auf meine Überlegungen antwortet!! Finde das sehr bereichernd!>Könnte man schon, es gibt da aber schon ein paar Unterschiede, die die juristische Bewertung von Kindmissbrauch zurecht ganz anders aussehen lassen als die von Prostitution Erwachsener. Klar, das wollte ich auch nicht nahelegen. Eher: wenn eine Sache 'falsch' ist, sollte es Gesetze dagegen geben. >Insofern sind eigentlich wir alle das Problem, nicht die Zooläden. Ja, das stimmt, aber aus meiner Sicht sollte auch diese Erkenntnis den Anfang eines Denkprozesses markieren und nicht das Ende im Sinne von: es war schon immer so, wird immer so sein, man kann eh nix machen >Deswegen halte ich ein Verkaufsverbot für Zooläden letzten Endes für Augenwischerei. Den Kaninchen wir es dadurch nicht besser gehen. Das sehe ich nicht ganz so fatalistisch... Grüße S. Grüße zurück!
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| was an dem Verkauf durch Zooläden stört ist ja nicht der Verkauf an sich, sondern die Umstände, zu junge Tiere (zu früh von der Mutter weg), zu wenig Platz, falsche Ernährung und meist schlechte Beratung durch die Verkäufer u.a., wurde ja auch schon einiges genannt. Und dadurch wird schlimmer Weise schlechte Haltung weitergegeben an die unwissenden Käufer, die ja bei Weitem nicht alle ignorante Eltern sind welche ihrem Kind bloß ein "lebendes Plüschtier" kaufen wollen.... Hinzu kommt das ungeeignetes "Zubehör" verkauft wird, d.h. Käfige,Trinkflaschen, ungesundes Futter das wären Dinge die eigentlich gar nicht verkauft gehören mMn bzw. hergestellt (zumindest im Bezug auf Kaninchen, ich weiß nicht ob es eine Tierart gibt für die z.B. manche Käfige und Trinkflaschen geeignet sind). Zucht an sich ist ja genausowenig schlimm, solange artgerecht gehalten wird. Das sind aber Sachen da braucht es bessere Gesetze und/bzw. bessere Kontrollen/Durchsetzung dieser, es macht also für mich mehr Sinn an der Stelle etwas zu unternehmen.
__________________ LG von Nougie und Ebby ....und Menschin Möhrja
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| An dem zu jung sind nur leider fast immer die Käufer schuld die so junge Tiere verlangen, denn die andern werden ja nicht mehr zahm, sind nicht soo niedlich,... Ältere sind Ladenhüter und gehen dann oft zurück oder gleich in die TK Ob die nun Futterfest, sozialisiert,... sind ist doch meist egal! Hauptsache das lebende Spielzeug taugt solang die Kids Lust drauf haben PS: ich verkauf weder Kaninchen an den Zooladen noch an Liebhaber die die Wolle nicht brauchen können - Babys gibt's hier auch keine - glaub die jüngsten waren bei Abgabe 4-5 Monate
__________________ "Hansberg Angora" 3.5.xx Angora schwarz + 1.2 Satin Angora Geändert von Wurli (22.08.2019 um 07:52 Uhr).
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| Der Verkauf würde mich persönlich nicht stören, solange er überwacht ist, artgerecht, hygienisch ect. alles was man halt selbst für sein Tier möchte. Größentechnisch ist es natürlich schwer in einem Zoogeschäft Platz für die Kaninchen zu haben. Der Kölle Zoo in meiner Nähe versucht das richtig gut umzusetzen und die haben auch teilweise gut Platz für die Racker. Was mich viel mehr stört ist die toleranz der Verkäufer für die falschen Infos zur Haltung. Im Kölle Zoo ist mein Tierarzt und die meinten sie sind fassungslos mit welchem "Wissen" die Käufer zu ihnen kommen. Nicht mal das Heu notwendig ist wissen sie. Pellets ist doch das Beste. Der GRÖßTE Käfig dort ist doch genug. Und so weiter. Als ich dort war, weil es dort tolle getreidefreie Leckerlis gibt, hab ich eine gesehen die kauft ihrer Tochter ein Kaninchen und weil die Tochter das eine nur für sich will, kauft die Mama "sich" auch eins. Soweit toll. Immerhin ist damit Einzelhaltung ausgeschlossen und der Kölle Zoo verkauft auch nicht in Einzelhaltung, dann fragen sie die Verkäuferin welcher Stall denn geeignet wäre und dann könnt ihr 3x raten wo sie hingeht. Richtig sie geht zum Käfig, statt darauf hinzuweisen, dass die zu klein sind und Kaninchen anders gehalten werden müssen. Der Verkauf davon und auch von Pellets sollte verboten werden. Meine Züchterin von Aviv, hat Cunis für die Mama benutzt und nicht diese Pellet-Kacke. Bin da total allergisch drauf, weil Flöckchen solche Probleme damals hatte, weil er nur ein Schlachtkaninchen war. Gerade große Geschäfte wie Dehner und Kölle sollten es hinkriegen Artgerecht zu vermitteln und wenigstens hinzuweisen darauf und auf die Arbeit die Kaninchen machen. Als ich das erste Mal bei meiner Tierärztin war hab ich ne 3/4 Stunde Kaninchen aufklärung bekommen, weil dort immer nur unwissende hingehen und die Flyer die ich vom Hasenhaus im Odenwald mitbekommen habe, haben sie dankbar angenommen.
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| Zitat:
Wenn es aber nun mal keine Kaninchen unter 12 Wochen mehr zu kaufen gibt, dann können solche Leute ja verlangen was sie wollen, gibt es nicht. Evtl. würden dann eben weniger Kaninchen ingesamt verkauft, Nachfrage würde weniger, weil weniger "Niedlichkeits Käufe", fände ich jetzt keine schlechte Sache... Aber wie gesagt, es bräuchte da halt bessere Auflagen und Durchsetzung dieser, nicht nur was Zooläden betrifft auch für Privatverkäufer (ob online oder anders) und Züchter.
__________________ LG von Nougie und Ebby ....und Menschin Möhrja
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| Mmh, es werden Sauen in Gittern gehalten, in denen sie nur stehen oder liegen können, aber nicht einen einzigen Schritt tun können. Es werden Puten so eng gehalten, dass sie sich gegenseitig schwer verletzen und dann die halbtoten Artgenossen angefressen werden. Es werden Kühe gezüchtet, die vor lauter Euter kaum noch laufen können. Genau wie Hühner und Puten, die vor lauter Brust kaum stehen können. ..und dann die Haltungform bei Schlachtkaninchen .... Das alles wird vom Gesetzgeber nicht verboten, es wird nicht mal die Notwendigkeit gesehen, es zu ändern. Ich fürchte, über eine artgerechte Kaninchenhaltung von Liebhabertieren oder Vorgaben zu deren Verkauf, wird noch in 20 Jahren beim Gesetzgeber nicht ansatzweise nachgedacht. Ich finde es traurig und deprimierend, mach mir da aber keine Illusionen.
__________________ Viele Grüße, Susanne Geändert von Tamou (22.08.2019 um 22:14 Uhr).
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| Denke es kann nur jeder der Kaninchen abgibt da ein Beispiel setzen. Obs die Leute dann annehmen oder lieber wo anders hin gehen... Gibt ja genug Abgabe-Nins von "Die Kinder wollen mal Kaninchenbabys haben" die froh sind wenn der aktuelle Nachwuchs weg kommt da der nächste oft schon unterwegs ist Würden die Leute noch mehr Regional kaufen würden die ev umdenken. Da kauf ich halt nur wo mir auch die Haltung gefällt
__________________ "Hansberg Angora" 3.5.xx Angora schwarz + 1.2 Satin Angora
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| Hallo, das ist eine sehr interessantes und wichtiges Thema. Schön, dass hier eine höfliche Diskussion möglich ist, die nicht in Anschuldigungen/Beleidigungen übergeht. Das habe ich im Internet leider schon viel zu häufig erlebt. Was ich zum Thema beizutragen habe: Ich habe vor ein paar Jahren im Dehner meiner Heimatstadt in der Zoofachabteilung ein zweiwöchiges Praktikum absolviert. Es war eine lehrreiche Erfahrung und seitdem sehe ich Zoohandlungen mit anderen Augen. Ich kann nicht auf alles genauer eingehen, aber ich beschreibe mal kurz meine eindrücklichsten Erfahrungen während meines Blicks hinter die Kulissen. Zu Beginn meines Praktikums lebten etwa 8 Campell-Zwerghamster in einem Gehege. An meinem letzten Tag lebten noch zwei. Sie hatten sich gegenseitig tot gebissen und dann aufgefressen. Beim Sauber machen habe ich die Schädel und Skelette in der Einstreu gefunden. Meine Vermutungen: 1.Das Gehege war zu eng, weshalb es zu Kämpfen zwischen ihnen kam. 2.Sie litten unter starkem Eiweiß-Mangel, was zu Kannibalismus führen kann. (Die Zwerghamster bekamen dort kein eiweißreiches Futter, obwohl das für sie lebenswichtig ist, was die Pfleger auch wussten.) Außerdem bekam ich einen Eindruck von der medizinischen Versorgung der Tiere. Kranke und verletzte Tiere werden in einem separaten Raum in Transportboxen untergebracht, bis der Tierarzt kommt. Da er etwa alle zwei Wochen zu einem festen Termin in den Laden kommt, müssen die Tiere oft lange warten, bis ihnen geholfen wird. Sterben sie vorher, ist das eben so. Während meines Praktikums starben drei Kanarienvögel und 6 Campell-Zwerghamster. Die Fische habe ich nicht gezählt. Zwei Hamster und 1 Maus brachte ich ins "Krankenzimmer", da sie krank oder verletzt waren. Als ich nachfragte, wurde mir gesagt, dass die Sterblichkeitsrate normalerweise noch höher ist. Was mich besonders angewidert hat ist, dass die Tiere offensichtlich als Ware angesehen werden. Vor kurzem war ich wieder mal in diesem Dehner und habe ein Schild gesehen, dass die Zoofachabteilung bald wegen Umbau vorübergehend geschlossen wird. An allen Tiergehegen waren rote Etiketten mit reduzierten Sonderpreisen, wie bei einem Räumungsverkauf. Wie können Menschen Tiere zum Schleuderpreis anbieten, wie eine abgelaufene Dose Katzenfutter?! Ich bin immer noch fassungslos.
__________________ Behandle dein Haustier so, dass du im nächsten Leben mit vertauschten Rollen klar kommst. Pascal Lachenmeier
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| Zitat:
ja, das ist alles genauso grausam und unverständlich für mich...Tiere werden halt immernoch eher als Sache angesehen, als als Lebewesen mit Bedürfnissen oder gar Rechten, leider nicht nur vom Gesetz her sondern auch von genügend Privatpersonen.
__________________ LG von Nougie und Ebby ....und Menschin Möhrja
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