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Hilfe für meine streitlustigen RabaukenHallo, ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Ich bin langsam echt mehr als ratlos. Unsere Kaninchendame Anni (7 Jahre) hat Ihren Partner verloren. Nach langem hin- und herüberlegen haben wir uns dazu entschlossen zwei kastrierte Jungs dazu zu tun. Emil (Widder) und Kuno (Löwenköpfchen) kannten sich und waren ein Herz und eine Seele. Die Betonung liegt auf Waren. Nachdem die Vergessellschaftung überstanden war, lagen alle drei beisamen. Kuno war der Fürsorgliche und putzte alle, aber auch ein Wirbelwind. Emil der Gemütliche war ängstlich und zurückhaltend. Anni kuschelte mit beiden. Doch nach ungefähr 6 Monaten begannen die beiden Rammler sich zu attackieren und zu kämpfen. (Rangordnung/Pubertät?). Emil war zwischenzeitlich über 300 Gramm schwerer geworden als Kuno und so zog Kuno, trotz seiner Schnelligkeit den Kürzeren. Er wurde massiv an mehreren Stellen am Rücken und Bauch gebissen, sodass die Tierärztin uns (trotz unserer Ansicht nach guten Haltungsbedingungen) Artikel 2 zum Thema Wohl des Tieres vorbete und meinte, die würden nie mehr ein Team werden und man müsse sie abwechselnd für 12h in den Stall sperren und immer nur einen mit Anni in den Freilauf lassen. Das empfanden wir als zu drastisch. Daher sperrten wir lediglich über Nacht abwechselnd einen der beiden in den Stall (um die Gemüter und eventuelle nächtliche Verletzungen auszuschließen) und am Tag durften alle wieder zusammen sein. Das funktionierte relativ ok. (Emil nahm das Einsperren hin, Kuno überhaupt nicht und Anni war irgendwie immer unzufrieden). Nun gab es gestern aus heiterem Himmel wieder eine wilde Auseinandersetzung am Nachmittag zwischen Emil und Kuno. Kuno griff ohne Vorwarnung Emil an und riss ihm mehrfach Haare aus. Die beiden balgten sich im Kreis und sie hörten nicht auf. Letztlich mussten wir Kuno nun von den anderen beiden Trennen um in ca. 2 Wochen einen neuen Versuch zu starten sie auf neutralem Boden zu vergesellschaften. Heute früh schienen alle traurig. Anni und Emil lagen lethargisch im Stall und wollten kaum etwas essen noch kamen sie heraus in den Außenbereich. Kuno der nun separiert im OG wohnt hatte weder sein Abendessen noch sein Frühstück angerührt und saß traurig und überhaupt nicht mehr fröhlich da. Was ist euer Rat? Was haben wir falsch gemacht? Wie geht es nun weiter? Ich fühle mich wie ein Unmensch, Kuno separiert zu haben... Andererseits schien die Streiterei auch überhaupt nicht besser zu werden. Wir arbeiten beide Vollzeit und möchten, dass es allen gut geht. Keiner soll leiden müssen. Zusatzinfo: Die Stallgröße mit Außengehege und Buddelbox beträgt 6-8 qm. wir haben keine Sackgassen und Nachmittags dürfen alle das gesamte Wohn- und Esszimmer zum Rennen und Toben nutzen.
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| Die Tierärztin ist eine Koryphäe was Kaninchen angeht. Aber über Aussagen waren wir auch nicht begeistert. Die zwei sind im September 2018 geboren. Uns ist klar, dass die nächtliche Trennung nicht unbedingt förderlich war. Jedoch hatten wir den Eindruck, dass Kuno abends und Nachts besonders Streitlustig geworden ist. Tagsüber gab es keinen Streit.
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| Kastration wurde mehrfach gecheckt.
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| Wenn sie im September geboren sind, sind sie jetzt auch in der Pubertät. Ich würde gucken, ob ich mehr Platz schaffen kann, Sichtschutz durch Kartons mit mind. 2 Eingängen gewählleisten und sie machen lassen. Solange keine Verletzungen entstehen gibt es erstmal keinen Grund zu trennen. So ein Tipp von einer Tierärztin lässt mich daran zweifeln, ob sie wirklich so gut ist. Das ist wirklich Quatsch, was sie da von sich gibt.
__________________ GESTERN warst Du noch bei uns, mit Deinem Lachen, mit Deiner Freude, mit Deinen Worten. HEUTE bist du bei uns, in unseren Tränen, in unseren Fragen, in unserer Trauer. MORGEN wirst du bei uns sein, in Erinnerungen, in Erzählungen, in unseren Herzen.
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| Naja, dass das Blödsinn ist mit dem Trennen mit Sicht ist mir klar. Wir haben halt nicht unendlich viel Platz und ich denke die würden sich auch angehen wenn Sie 60 qm hätten... Mich interessiert eher ob ich Kuno mit der Trennung auf Zeit (2 Wochen) schade. Mit Anni hat er sich ja gut verstanden. Ich will ja nicht, dass der nen Psychoschaden kriegt wegen Einsamkeit. Wir arbeiten halt Vollzeit und ich kann mich erst am späten Nachmittag um ihn kümmern. Wie ist eure Erfahrung was das Thema Pubertät angeht? Wann wurde das bei euch weniger? Hattet ihr schon eine Trennung auf Zeit mit einer erneuten Vergesellschaftung?
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| Platz kann definitiv einen Unterschied machen, da kann schon 1qm mehr etwas bringen. Aber das weiß man halt erst, wenn man es probiert hat. Ja, er leidet an der Einsamkeit. Das tut jedes Kaninchen mehr oder weniger. Und wenn er schon kaum frisst, ist das nicht gut. Wenn er sich da nicht berappelt, würde ich ihn keine zwei Wochen getrennt lassen. Und Pubertät geht halt auch wieder vorbei. Solange da kein Blut fließt, würde ich es aussitzen. Gehege gut strukturieren, dass sie sich aus den Augen gehen können, so viel Platz schaffen wie möglich und Futter an mehreren Stellen anbieten.
__________________ --- "Du mußt sie jetzt sagen, Oder ewig 'rumtragen, Deine Worte: Verzeih! Hätt' ich doch! – Einerlei. Könnt' ich doch noch! – Vorbei." (Reinhard Mey) --- [Danke, Tante Jessi]
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| Ich kann Dangerschaf nur zustimmen: Pubertät und Frühling ist nun mal eine unheilige Kombination, durch die man irgendwie durch muss, und jeder Quadratmeter mehr, jeder zusätzliche Sichtschutz ist in dieser Phase Gold wert, weil es den Kontrahenten ermöglicht, sich auch mal aus dem Weg zu gehen bzw. den Streit für ´ne Weile zu vergessen, weil man gerade viele andere Dinge, nicht aber den Rivalen vor Augen hat. Wenn es also irgendwie geht, solltet ihr schon für mehr Platz sorgen, notfalls auch nur tagsüber durch ein zusätzliches Freigehege. Getrennt hatten wir bislang nur, wenn ich im Rahmen einer VG das Gefühl hatte, dass ein jeder (einschließlich meiner Wenigkeit) mal eine Ruhepause bräuchte, oder wenn eines krankheitsbedingt nachts ins Haus musste, die Trennung beschränkte sich dann aber immer nur auf die Nacht, und das auch nie länger als wenige Tage. Wie ist denn euer Gehege strukturiert? Wenn ich "OG" höre, läuten bei mir immer ein bisschen die Alarmglocken, weil gerade zweistöckige Ställe doch oft einer Sackgasse ähneln und Verletzungsgefahren bergen. Vielleicht würde es helfen, wenn Du ein paar Bilder von Eurem Gehege einstellst, dann hätte vielleicht der eine oder andere noch eine Idee, wie man für mehr Sichtschutz bzw. Ausweichmöglichkeiten sorgen könnte...
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| Also mit OG meinte ich in einen anderen Raum im Obergeschoss. Damit kein Sicht- und Riechkontakt mehr besteht. Ich zeig euch gleich wie es momentan im Wohnzimmer aussieht.
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![]() https://www.bilder-upload.eu/bild-cf7ab8-1558349835.jpeg.html
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| https://www.bilder-upload.eu/bild-32bcdc-1558349883.jpeg.html
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| Ich würde auf jeden Fall das Gitter vom Käfig entfernen. Da hat sich schon so manches Kaninchen ein Pfötchen gebrochen. Außerdem können die Tiere sich dann besser ausweichen. Besteht die Möglichkeit beim Gitter 2 zusätzliche Elemente anzubringen?
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| Ich würde wirklich mehr Platz schaffen. Allein der Käfig stellt eine Sackgasse dar. Da würde ich den Gitterdeckel abnehmen, so dass sie ohne Probleme zu allen Seiten raus können. Alles raus, was nur einen Eingang hat. Sonst kommt es zu blöden Situationen.
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| Den Weidentunnel würde ich um 90 Grad drehen, so dass er quer steht und das Häuschen würde ich erstmal gegen einen Karton mit 2 Eingängen tauschen. Wenn die heiße Phase der Pubertät durch ist, kannst Du das Häuschen wieder reinstellen.
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| Ich schließe mich an bei "Käfigdeckel abnehmen". Dadurch wird zum einen die Gefahr gebannt, die von Gittern im Allgemeinen ausgeht und zum anderen generierst du quasi mehr Platz, weil neue Laufwege geschaffen werden.
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| Haben alle Häuschen 2 Ein/Ausgänge? Im 2. Bild sieht es beim Häuschen links nicht so aus. Das würde ich dann durch einen Karton mit 2 Ein/Ausgängen ersetzen. Überhaupt würde ich bei 3 Tieren mindestens 4 Häuschen anbieten und die eventuell so stellen, dass das Gehege dadurch etwas geteilt wird. So können sie sich auch mal "getrennt" voneinander aufhalten.
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| Alle Häusschen haben jeweils zwei Ein-/Ausgänge. Wir überlegen ob wir sie komplett in unser Büro umziehen ohne Käfig und alles offen mit genug Platz zum Ausweichen. Der Stall ist mir schon lange ein Dorn im Auge, zumahl es für ältere Kaninchen auch schwierig ist mit dem rein- und rausspringen.
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| Ich finde, das klingt nach einem sehr guten Plan!
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| Mal ehrlich, die Aussage der TÄ finde ich jetzt nicht unbedingt unmöglich. Sie macht halt deutlich das man sich ernsthaft Gedanken machen muss um für das Tierwohl zu sorgen. Toll ist es nicht, wenn ein Kaninchen so zugerichtet ist und zum Mobbingofer wird. Ich finde es gut, dass du nun versuchst eine Lösung zu finden. Ich finde auch, dass das Gehege für 3 Kanichen schon zu eng werden kann. Schon allein deshalb, weil es ungünstig eingerichtet ist. Das Gitter ist mir auch gleich ins Auge gestochen. Das muss wirklich dringendst weg. Allein die Gefahr beim Draufhüpfen dass die Pfötchen brechen. Aber auch bei Gejage mit einer Luke zum Rein- und Raushüpfen ohne Fluchtmöglichkeit ist sehr ungünstig. Da ist schnell mal ein Kaninchen in die Ecke gepresst und wird zerbissen. Es ist die Frage ob du nocheinmal Mut hast eine VG zu wagen. Bevor bei mir kranke Kaninchen rückvergesellschaftet werden kommen sie immer nur durch Gitter (durchbisssicher) getrennt zur Gruppe und irgendwann wird das Gitter tagsüber geöffnet...nach Bauchgefühl bleibt es auch nachts offen. Und wenn es ganz extrem wird bekommt ein Kaninchen auch mal einen Schnittschutzbody, so wie bei der nächsten anstehenden Rück-VG. Wenn es aber wirklich gar nicht klappt, musst du sie entweder dauerhaft trennen und ein Partnertier suchen oder ein Tier abgeben.
__________________ Mein Vorstellungsthreat: http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/27188-gerti%B4s-rasenm%E4herbande-%3B.html] Meine Homepage http://www.gertis-rasenmaeherbande.de/ Myxomatose Erfahrungsaustausch Gruppe in FB: https://www.facebook.com/groups/739013102858463/ Kaninchen Body etc nach Maß Shop: https://www.gertis-rasenmaeherbande.de/shop/
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