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Vergesellschaftung- Problem?Hallo Ihr Lieben, zunächst mal freuen wir uns, eine tolle Community gefunden zu haben und hoffen das Ihr uns weiter helfen könnt. Leider ist letzte Woche unsere alte Kaninchendame Lotti verstorben und hat den aufgeweckten Rammler Bo hinterlassen. Natürlich wollten wir es dem kleinen nicht zumuten, länger als nötig alleine sein zu müssen und haben ihm am Donnerstag eine etwa gleichaltrige, unkastrierte Häsin (Ella) geholt. Das ist unsere erste Vergesellschaftung und wir sind uns leider sehr unsicher ob wir irgendetwas falsch gemacht haben oder ob es sich um normales VG-Verhalten handelt. Folgendes: Wir haben beide gleichzeitig, in neutralem Gebiet (Arbeitszimmer) in das VG-Gehege (ca. 6qm) gesetzt. Zunächst haben sie sich ignoriert, dann beschnüffelt und dann ging die Action los. Laut dem was wir im Internet und hier im Forum gelesen haben völlig normal. Von Fellflug über Hakenschlagen, das volle Programm. Zunächst schien es so, dass Bo der dominantere von beiden ist, allerdings hat sich das Blatt schnell gewendet und nun sitz Bo in seiner auserkorenen Ecke und macht keine Anstalten sich zu bewegen, solange Ella nicht in der Nähe ist. Sobald sie wieder in seiner Nähe ist, flüchtet er meistens. Fressen tut er nur was er in seiner unmittelbaren Umgebung findet. Ist dieses Verhalten normal oder sollten wir uns Gedanken, um den sonst so aufgeweckten und fröhlichen Bo, machen? ![]() Vielen Dank im voraus für die Antworten!
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| Bo ist aktuell den Streitigkeiten unterlegen und etwas eingeschüchtert von ihr. Ob die Rangordnung so bleibt, wird sich zeigen. Natürlich kann es wieder zu Auseinandersetzungen kommen. Bei mir war das in zig- VG 's eher selten der Fall. Eigentlich fand ich es meist gut, wenn einer nachgegeben hat. Manchmal kann es aber ganz schön lange (bis 2 Wochen oder länger) dauern, bis der Unterlegene die Angst verliert. Aber jede VG ist anders und verläuft oft in mehreren Stadien. Daher einfach mal abwarten, wie sich das Ganze entwickelt. Wenn es normal "gut" verläuft, dann sind oft die ersten 2-3 Tagen recht heftig und nachher beruhigt es sich allmählich. Wie schon gesagt wurde: wichtig ist, das Futter zu verteilen. Solange noch genügend Appetit vorhanden ist zum fressen, dann ist das immer als positiv anzusehen. Das Fressverhalten ist immer ein recht guter Indikator.
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| Dieser Thread erspart mir, meine eigene Frage zu formulieren. Wir stecken in einer ganz ähnlich verlaufenden VG. Nach dem Tod seiner Partnerin haben wir Frank-Walter eine gleichaltrige Häsin dazugesetzt. Der Erstkontakt war völlig harmlos, sie haben sich beschnuppert, habe sich ein wenig durch das Gehege gejagt, nach 30 Min. aber bereits aus einem Napf gefressen. Wir dachten schon, dass die Sache damit geritzt ist... weit gefehlt. Eine Woche später, vor vier Tagen, flogen auf einmal die Fetzen. Sie waren richtig ineinander verkeilt, Frank-Walter hat sogar einen Durchbiss am Ohr kassiert, der sich aber zum Glück nicht entzündet hat. Nach einem halben Tag war Ruhe eingekehrt. Bis gestern lief alles ganz harmonisch. Nach dem Füttern heute früh sahen wir, wie sie wieder miteinander kämpften. Zurzeit sitzt Annegret oben in einer Ecke im Stall, Frank-Walter rennt teilweise hektisch durch das ganze Gehege, gerade hockt er aber am ganz anderen Ende und knabbert an einem Ast. Sie sind jetzt seit 1,5 Wochen zusammen in ihrem großzügigen Außengehege. Ich hoffe, dass sich die Lage in den nächsten Tagen beruhigt und stabilisiert.
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| Da hilft nichts, außer abwarten und weiter beobachten. Nach heftigen Kämpfen kann es auch länger dauern, bis die sich wieder zusammen finden. Es bleibt zu hoffen, dass sie es schon untereinander fertig geklärt haben. Zumindest kann das Verhältnis nicht ganz so arg sein, sonst hätten sie sich nicht gleich zu Beginn derart gemocht. Was ich selbst übrigens noch nie auf Anhieb hatte (das schnellste war mal nach 2 Tagen Kampf). Verkeilen ist nicht schön und führt oft zu schwereren Verletzungen. Aber selbst wenn das mal passiert, heißt es nicht zwingend, dass die VG gescheitert ist. Nach 2- maligen Nähen hat die VG trotzdem geklappt, weil danach die Rangfolge sofort ausdiskutiert war. Geschehen allerdings solch heftige Kämpfe mit schwereren Verletzungen gleich zu Beginn, dann war die VG bei mir immer zum Scheitern verurteilt. Da war aber anhand der massiven Gewalt schnell ersichtlich, dass die Kaninchen einfach nicht zusammen passen. PS: gut wäre, wenn die Beiden immer noch Kontakt miteinander aufnehmen. Was schlecht ist, wenn sich einer tagelang in eine Ecke oder Stall verkriecht, denn dann wird es garantiert heftig knallen, wenn sie sich irgendwann dann über den Weg laufen. Geändert von Rakete (17.02.2019 um 11:44 Uhr).
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| Eben lagen sie wieder eng beieinander und haben sich gegenseitig zwischen den Öhrchen geleckt...
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| Also erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten ![]() Bo ist heute wieder etwas aufgeweckter als gestern, frisst, läuft rum und sitzt nicht mehr die ganze Zeit in seiner Ecke. Allerdings flüchtet er vor Ella sobald sie nur in seine Nähe kommt und stampft dann auch gehörig. Liegt es daran das er noch zu großen Respekt hat? Wenn sie näher kommt sieht es eigentlich nicht danach aus als wolle sie zanken, sondern er schnuppern und begutachten. Was mir auch aufgefallen ist: Bo versucht wohl aus dem Gehege zu flüchten ![]() Wir haben für die VG ein Aussengehege in der Wohnung aufgestellt, da beide normalerweise Wohnungsfreigänger sind und wir keinen anderen neutralen Ort zu verfügung hatten. Frei rumlaufen wollte ich sie im Arbeitszimmer auch nicht, wegen den ganzen Kabeln die hier liegen. Nun knabbert Bo an den Gitterstäben und versucht sich darunter durchzugraben. Bekommt er langsam einen Lagerkoller? ![]() Liebe Grüße
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| Wie schon gesagt, dass kann auch einige Wochen dauern, bis er keine Angst mehr hat. Aber je weniger 'böses' passiert, desto mehr Zutrauen wird er fassen. Und ja, er bekommt Lagerkoller, wenn er sich sonst deutlich mehr Freilauf gewöhnt ist. Das hat Meiner schon bei 12 qm : Ich habe dann nach ein paar Tagen auch aufgemacht, nachdem ich gesehen hatte, dass das Einsperren kontraproduktiv war und eher zu mehr Aggressionen gegenüber den Anderen geführt hat. Wenn ein Kaninchen nicht sehr territorial ist und der Unterlegene ist, kann es auch im bekannten Revier gut funktionieren. Aber das ist Charakterabhängig. Viele machen auch eine VG im bekannten Revier, aber das mag gut funktionieren bei generell soziale Kaninchen und in Kombi mit viel Platz.Man merkt schnell, ob ein zu frühes öffnen einen Unterschied macht oder nicht, falls das nötig sein sollte (generell bevorzuge ich inzwischen viel Platz für eine VG, weil die meist entspannter ablaufen). Ansonsten würde ich es noch versuchen, so zu belassen, wenn man sich nicht sicher ist, ob eine Veränderung des Revieres sich negativ auswirken könnte.
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