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HILFE - unsere Kaninchen zerfleischen sich!Hallo zusammen, Ich bin neu hier und habe mich hier im Forum angemeldet weil wir plötzlich ein Problem mit unseren drei Kaninchen haben. Ich fange einfach mal von vorne an. Meine Tochter hatte zwei Kaninchen, der eine ist im Dezember gestorben ( mit nur einem Jahr). Da Schoko, der verbliebene Hase auch erst ein Jahr war haben wir beschlossen dass er nicht alleine bleiben soll und haben noch zwei Häsinnen angeschafft. Es klappte auch auf Anhieb sehr gut und wir haben Schoko dann kastrieren lassen. Während des Winters haben die Hasen hier im Haus gelebt, wir haben dann einen großen Freilauf mit Außenstall gebaut und sie im Frühjahr zuerst tagsüber, später dann auch nachts raus gesetzt. Alles klappte prima! Im August kam unsere Nachbarn und fragten ob wir nicht ihren Bock übernehmen wollten weil sich bei ihnen eh keiner um das Tier kümmerte. Da das Tier mir schon länger Leid tat ( in einem sehr kleinen Innenstall stand der hinterm Haus Wind und Wetter ausgesetzt) habe ich zugesagt und wir haben den Hasen zu uns genommen. Leider verstanden sich die beiden Böcke überhaupt nicht so dass der neue Hase erstmal einzeln sitzen musste. Während meiner Reha im September hatte meine Tochter die Idee das Hasennachwuchs doch toll wäre. So setzte sie Josy, unsere Zwergwidder Löwenkopfhäsin (glaube so heisst die) zu dem Neuen Bock der nicht kastriert ist. Die beiden haben sich zwar verstanden aber leider ist der Hase von den Nachbarn sehr schnell verstorben. Wir wollten Josy dann wieder zu den anderen Beiden setzen was aber nicht wirklich gut klappte. Da ja nun im Raum stand dass Josy Nachwuchs bekommen könnte, habe ich sie kurzerhand wieder mit hoch in die Wohnung genommen. Allerdings gab es keinen Nachwuchs und obwohl Josy sich hier drin ist sehr wohl fühlte und sich offenbar als vollwertiges Familienmitglied ansieht (was sogar den Hund unterdrückt😂 dachte ich, es wäre besser für sie wenn sie wieder mit anderen Hasen zusammen sitzt. Dass er nun wieder draußen kälter geworden ist hatte ich Angst jetzt einfach wieder raus zu setzen und habe gedacht dann kommen eben alle drei über den Winter wieder rein Punkt gesagt getan und es klappt auch recht gut. Vor ein paar Tagen ging dann plötzlich der Stress los. Fine und Josy haben sich aufs Übelste bekämpft. Ich habe nachgelesen dass das bis zu einem gewissen Grad normal ist. Inzwischen nimmt es aber immer mehr Ausmaße an. Josy traute sich dann nicht mal mehr in den Käfig. Sie hat sogar nachts nicht im Käfig, sondern im Wohnzimmer geschlafen. Es blieb dann zwar weitgehend ruhig sobald sich die Beiden allerdings sahen ging es wieder zur Sachen. Der Bock versuchte mehrfach dazwischen zu gehen, hatte aber keine Chance. Gestern habe ich dannn schon festgestellt das Beide kleinere Bisswunden haben. Über Nacht waren sie wieder getrennt, heute tagsüber waren Fine und Schoko im Wohnzimmer, Josy lag den ganzen Tag in der Küche unterm Tisch. Klingt blöd aber unsere fröhliche und freche Josy wirkte richtig depri. Heute Mittag gipfelte das ganze dann. Ich war 15 Minuten weg um meine Tochter abzuholen. Als wir hier reinkamen sah ich schon überall Bluttupfen. Die führten bis zu Josy unter den Küchentisch. Im Wohnzimmer sah es aus wie nach einem Massaker. Fell und Blut überall! Ich habe dann Beide untersucht und festgestellt das Josy unterm Fuß verletzt war und daher das Blut kommt. Die Wunde habe ich versorgt aber wie sollen wir bitte jetzt vorgehen? Ich dachte ok die klären die Rangordnung neu und dann gibt sich das.... aber so extrem? Ich bin nun unsicher ob ich vielleicht die Beiden die sich verstehen doch wieder raus setze? Aber das kann ich doch sicher nicht tun wenn Sie jetzt schon wieder eine Woche drin sind? Alternativ müßte ich halt einen zweiten Käfig anschaffen? Aber ich weiß nicht ob ich es mit ansehen kann einen Hasen alleine darin zu sehen? Also wenn dann zweiter Käfig und viertes Kaninchen? Ich bin gerade echt überfragt und hoffe auf Eure Hilfe. Sorry für den riesig langen Text, aber ich dachte es wäre sinnvoll etwas über den bisherigen Verlauf zu schreiben. Liebe Grüße und danke schonmal Diana
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| Kann mir keiner einen guten Rat geben? Ich bin grade total unglücklich hier
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| Hallo und herzlich Willkommen hier im Forum! Das Problem, warum sich zunächst jeder etwas mit Antworten zurück hält, dürfte sein, dass du zwar ziemlich viel geschrieben hast, man daraus aber kaum die wichtigen Information entnehmen kann, die man bräuchte, um wirkliche Ratschläge zu geben. Uber den Unsinn der Vergangenheit, wie "eben mal Nachwuchs haben" und rein, raus, zusammen, getrennt, will ich jetzt gar nicht so viele Worte verlieren, wichtiger wäre für euch, wie es zukünftig mit einer vernünftigen Kaninchenhaltung klappt. Wenn alle zusammen sein sollen, braucht es ein dauerhaftes, großes Gehege oder Kaninchenzimmer (bei 3 Kaninchen ebenerdig eine Fläche von mindestens 6 qm, besser deutlich mehr), in dem dann alle Tag und Nacht sind. Auch nächtliches Einsperren in kleinere Ställe/Käfige/Gehege darf nicht sein, sie müssen den Platz 24 h/Tag zur Verfügung haben. Alle Männchen müssen zwingend kastriert sein, da es sonst zu Kämpfen mit u.U. tödlichem Ausgang kommen kann, gerade auch dann, wenn ein zu kleines Gehege oder Sackgassen verhindern, dass einer flüchten kann. Wenn ihr die VG startet, sollten Sackgassen, also z.B. Häuschen mit nur einem Eingang entfernt werden/sein, besser sind z.B. Pappkartons, in die man mehrere Eingänge schneidet, weil dabei weniger Verletzungsgefahr besteht. Die VG darf/sollte dann auch nur unterbrochen bzw. abgebrochen werden, wenn es wirklich zu ernsten Verletzungen kommt. Kleinere Kratzer und Bisswunden, wie auch die bei euch umherfliegenden Fellbüschel oder die Wunde am Fuß, sind kein Grund zum Trennen. Haltet euch bitte vor Augen, dass jedes Trennen, wenn es auch nur kurzzeitig oder über Nacht ist, letztlich nur dazu führt, dass sich die VG noch mehr in die Länge zieht bzw. u.U. ganz scheitert, weil sich die Aggressionen so noch mehr aufschaukeln. Und dann braucht es eigentlich nur noch Geduld von Eurer Seite, und starke Nerven: die Kaninchen müssen das ganze unter sich aus machen, was durchaus auch mal Wochen, wenn nicht Monate dauern kann, und besorgte Halter, die ständig um die Kaninchen herumtüdeln und menschliche Gefühle in sie hinein interpretieren, sind da eher hinderlich, für Kaninchen ist der Kampf um die Rangordnung völlig normal und das einzig richtige. Ob eine solche VG noch draußen gemacht werden kann, vermag ich nicht zu beurteilen, weil mir unklar ist, wer wie lange jetzt schon im Haus ist: wenn es länger als ein, zwei Wochen war, besteht die Gefahr, dass sich kein ausreichendes Winterfell gebildet hat, dann müssten entweder alle im Haus vergesellschaftet werden und dann auch über Winter im Haus bleiben, oder ihr müsstet mit der VG warten bis zum Frühjahr. Und bitte, schafft die Käfige ab: zum einen sind sie Sackgassen, in denen ein in die Enge getriebenes Tier ernsthaft verbissen werden kann, zum anderen besteht Verletzungsgefahr durch Hängenbleiben von Pfoten zwischen den Gitterstäben, und nicht zuletzt gab es schon solche gruseligen Vorfälle: https://www.kaninchenforum.de/kaninchenhaltung-allgemeines/45161-k%E4fighaltung-nein-danke.html
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| Dem bereits geschriebenen möchte ich nur nochmals betonen, dass die Platzfrage gerade bei Gleichgeschlechtlichen eine wichtige Rolle spielt. Es kann durchaus auch mal vorkommen, dass sich Kaninchen plötzlich nicht mehr verstehen. Allerdings dauert es bei Dir jetzt noch nicht wirklich lange, daher würde es noch Hoffnung geben. Wenn allerdings die Aggressionen nach dem blutigeren Kampf weiterhin noch anhalten, dann bleibt Dir die momentane eine Trennung nicht erspart. Nur nebenbei bemerkt: ich musste auch schon 2x nähen lassen gehen und es hat letztendlich doch noch einigermaßen geklappt. Nach dem blutigem Kampf waren in diesen Fällen die Aggressionen allerdings weg (im Gegensatz zu Mehrheit der Fälle, wo dem nicht so war). Für eine spätere Wieder- Vergesellschaftung sollte genügend Platz zur Verfügung stehen. Gerade wenn die Beziehung schon problematisch ist, dann braucht es mind. dauerhaft 10-15 qm, damit sich auch mal aus dem Wege gehen können. Entweder man macht nach der Trennung eine klassische VG auf neutralen Revier. Oder man macht allenfalls eine langsame Annäherung mit der Gittermethode über längere Zeit, wenn man davor Angst hat, dass es gleich wieder so blutig und heftig eskalieren würde. Aber selbst wenn eine zweite VG einigermaßen klappt, heißt es auch noch nicht zu 100%, dass der Frieden dauerhaft anhalten wird. Es gibt durchaus auch Kaninchen, die sind in Paarhaltung wesentlich besser aufgehoben. Meine kastrierten Häsinnen haben sich zu Beginn (damals 3 jährig) blendend verstanden. Plötzlich wurde die Eine über Jahre immer mehr gemobbt, wenn auch ohne Verletzungen. Das kann aber auch durchaus mal so schlimm werden, dass das Gemobbte sich dauerhaft nur noch in einem anderen Raum aufhält. Dann sollte man definitiv nach einer anderen Lösung suchen.
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| Erstmal danke für eure Antworten. Also unser Gehege draußen hat sicher gut 15 m². Ich hatte immer Angst die über Nacht auch draußen im Freilauf zu lassen. Aber irgendwie schien das auch nie ein Problem. In 90 % der Fälle gingen die schon von alleine rein (also der Stall ist angrenzend und hat einen Eingang zum Freilauf). Der eine der gerade ausgeschlossen wird ist schon seit 6 Wochen drin, die anderen Beiden seit ca. einer Woche. das Käfige nicht optimal sind ist mir bewusst aber da ja alle Tore offen sind dachte ich es ist ok und sie können sich ausweichen. In der Wohnung dürfen die 3 normal außer ins Schlafzimmer überall hin. Die rennen sogar teils die Treppe hoch zu meinem Vater in die Wohnung oder saßen im Sommer wenn die Türen offen sind zusammen mit unserem Hund auf der Terasse. Wie sich Hund und Hasen verstehen ist eh einmalig. Die putzen sich gegenseitig usw. Was mir halt grade auffällt ist das die alles in der Wohnung vollküddeln usw.. Ok denke die markieren, aber das ist schon sehr stressig und das kenne ich von denen bisher nicht! Woran erkenne ich das es zu ernst wird? Ich gucke mir gleich mal Gehege für in die Wohnung an und überlege dann was ich hier tun kann!
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| Bei Rangordnungskämpfen, Konkurrenzverhalten, Disharmonie oder mäßiger Harmonie wird in der Regel fleißig markiert mit kaltstellen und Pippi überall... Das kann Wochen- oder monatelang andauern, im schlimmsten Fall hat es sich dann derart ritualisiert, dass es nicht mehr aufhört, so wie bei mir ![]() Lies Dich mal über VG hier durch: (und weiter Unterseiten) https://www.kaninchenwiese.de/soziales/rangordnungskaempfe/ https://www.kaninchenwiese.de/soziales/ablauf-der-vergesellschaftung/ Das sollte Deine Frage beantworten, wann es zu ernst wird. Und wenn es bereits so wäre, dann würdest Du nicht nachfragen, das merkt man dann leider schnell ![]() Massives Dauermobbing geht nicht und wenn sich die Kaninchen permanent ineinander verbeißen und verkeilen. Alles andere ist so ziemlich normal... PS: permanenter genügend Fläche ist schon sehr wichtig, da Kaninchen dämmerungaktiv sind und z.T. auch nachtaktiv. Auch das Gehege draußen sollte natürlich gegen Fressfeinde geschützt sein, ansonsten kann das irgendwann böse enden. Geändert von Rakete (27.11.2018 um 21:57 Uhr).
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