 | Zwergkaninchen | | Registriert seit: 18.06.2010
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Geschrieben am
07.08.2018, 15:27
| | | | 7 1/2 Jahre später... Hallo liebe Kaninchen-Freunde!
Ich bin jetzt schon über 8 Jahre hier registriert und habe schon seit 7 1/2 Jahren nichts mehr gepostet. Ich will mal kurz mitteilen wie es mir und vor allem meinen Kaninchen ergangen ist. Ich war ja erst süße 15 als ich hier angefangen habe. Jetzt bin ich nicht mehr ganz so süße 23 und meine Kaninchen sind mir wichtiger als je zuvor. Ich starte mal vom Anfang...
Als ich mich in diesem Forum angemeldet habe, war ich stolze Kaninchen-Mama von Elli und Mäxchen. 2010 kam dann mein lieber Yoshi dazu. Leider ist Elli schon im Jahr darauf im Alter von 9 Jahren an Altersschwäche gestorben. Mäxchen und Yoshi blieben dann zurück. 2013 folgte Mäxchen dann Elli über die Regenbogenbrücke...
Somit war der Yoshi alleine. Brausemaus hat mir immer so toll zur Seite gestanden und das tat sie auch dieses Mal. Ich durfte mir aus ihrer Rasselbande ein Kaninchen aussuchen. Es standen glaube ich drei zur Auswahl. Ich habe dann die Widderdame July gewählt, da sie geschätzt ähnlich alt wie Yoshi war und auch ganz lieb zu sein schien. Also wurden die beiden bei Brausemaus vergesellschaftet und nach anfänglichen Startschwierigkeiten haben sie sich auch zusammengerauft und lieben gelernt. Jetzt 5 Jahre später kann ich sagen, dass sie ein Herz und eine Seele sind. Hin und wieder wird mal ausgekobelt wer jetzt ranghöher ist aber alles in allem sind sie ein tolles Paar.
Im Oktober 2014 bin ich dann ausgezogen. Die Kaninchen habe ich nicht mitgenommen, da ich "nur" in eine Wohnung gezogen bin und ein Studium begonnen habe. Ich bin jedoch jedes Wochenende nach Hause gekommen um mich um die Kaninchen zu kümmern. Ich bin meinen Eltern dankbar, dass sie sich trotzdem um beide gekümmert habe, jedoch ist das leider nicht in dem Umfang geschehen wie ich es eigentlich gewollt habe. Im Januar 2017 hat Yoshi dann zum ersten Mal einen E. cuniculi Anfall bekommen. Das haben wir zwei Monate später mithilfe unserer Tierärztin auch wieder im Griff gehabt. Er hatte auch zum Glück nur Gleichgewichtsprobleme und einen Schiefkopf. Er hat noch gefressen wie ein Scheunendrescher. Ich habe gemerkt dass er leben wollte und das haben wir ihm auch wieder ermöglicht. Im Herbst 2017 fing es dann wieder an. Der selbe Verlauf. Ich war mitten in meiner Bachelorarbeit und hatte eigentlich nicht die Zeit. Naja was sein muss muss sein und so ging das ganze wieder von vorne los. Ich bin nach meinem Bachelor wieder in meine Heimat"stadt" gezogen weil ich jetzt erst wieder im Oktober diesen Jahres weiterstudieren konnte. Die Zeit dazwischen habe ich jetzt vollkommen den Kaninchen gewidmet. Ich habe deren Ernährung umgestellt (von nur Möhrchen-ja ich weiß selber wie schlecht das ist -> auf beinahe ad libitum Gemüse, Kräuter, Gräser, Äste, Blätter, Obst, Sämereien) und siehe da. Kein Anfall seitdem (Toi Toi Toi). Dafür haben die beiden leider mit ein paar anderen Sachen zu kämpfen. Ich habe so Angst die beiden zu verlieren oder denen was schlechtes zu tun, dass ich natürlich direkt immer zum Tierarzt renne. Ob das immer so die richtige Entscheidung ist weiß ich auch nicht. Aber naja... Ich muss dazusagen, dass beide schon auf die neun zugehen.
July ist eigentlich die robustere von beiden. Sie hatte bisher nur eine Ohrenentzündung, verstopfte Tränennasenkanäle, einen klitzekleinen Schub E. cuniculi den auch nur ich wirklich wahrgenommen habe, und aktuell Herbstgraßmilben. Alles wird/ wurde behandelt und an sich ist sie noch super ft und fröhlich für ihr alter.
Yoshi ist im wahrsten Sinne des Wortes mein kleiner Goldhase geworden. Erst die zwei Schübe E. cuniculi. Im Winter folgte dann ein kleiner Schnupfen, der jetzt aber erstmal wieder weg ist. Dann hatte er ebenso wie July einen verstopften Tränendrüsenkanal, eine Ohrenentündung und jetzt Herbstgraßmilben. Das Schöne ist, dass er wieder richtig fit geworden ist. Er springt und rennt herum wie der junge Bursche der er mal war. Im Winter war er einfach ein Trauerkloß. Das tat mir echt Leid.
So nun möchte ich auch ein bisschen über die aktuelle Haltungssituation der beiden berichten.
Gehege und Stall sind immernoch die selben. Ich kann auch nichts machen, damit sie auch mal mehr Platz haben, weil ich da auf Taube Ohren stoße von allen Seiten (glaubt mir hier gab es schon einige Diskussionen). Also versuche ich so gut wie es eben geht den beiden ein abwechslungsreiches Leben zu ermöglichen. Ich versuche mindestens einmal pro Tag die beiden auf unserem Grundstück laufen zu lassen. Dafür mache ich das Gehege auf und wenn sie Lust haben (was meist eher abend oder morgend der Fall ist bei der Hitze) können sie das Gehege verlassen und durch einen Vorraum raus auf die Wiese. Unser Grundstück ist leider nur von zwei Seiten eingezäumt. Wir haben leider ein Eckgrundstück direkt an zwei Straßen. Demnach muss ich die ganze Zeit dabei stehen um darauf zu achten, dass sie nicht auf die Straße rennen. Das gute ist, dass sie sehr gut hören und wissen was sie dürfen und was nicht. Natürlich wird dann hin und wieder mal ausprobiert wo die Grenze liegt aber wenn ich komme und sie in die Richtung weise wird sich zum Glück auch danach gerichtet. Ich bin sehr froh dass es so gut klappt. Ich passe auch immer sehr gut darauf auf ob ein Hund oder ein anderes Tier in die Nähe meiner Kaninchen kommt. Leider hat meine bloße Anwesenheit einmal nichts genützt. Ein Greifvogel ist im Frühjahr diesen Jahres auf Yoshi gestürzt. Ich stand nur drei Meter entfernt und bin direkt hingerannt. Daraufhin ist der Bussard weggeflogen und Yoshi weggerannt. Er hatte zum Glück keine zeit ihn zu packen aber für Yoshi war der Freilauf dann auch für mehrere Monate gelaufen und er hat sich nicht rausgetraut. Aktuell findet er nichts toller als über unser Grundstück zu rennen und sich im Schatten schlafen zu legen. Ich zäune die beiden absichtlich nicht mehr so oft ein. Erstens weil das Platzangebot dann deutlich geringer ist, zweitens weil ich aufgrund der potenziellen Räuber eh dabei bleiben muss und drittens weil ich möchte dass sie freiwillig ihr Gehege verlassen. Wenn ich ein Gehege draußen hinbaue muss ich sie im Endeffekt wieder hochnehmen und hintragen. Das würde unnötigen Stress bedeuten. Meine Art des Freilaufs ist ein Risiko und auch maximal nur 2 h am Tag möglich aber es ist für die beiden ein Abenteuer mit mir als imaginären Zaunzieher.
Jetzt muss ich bald wieder ausziehen und ihr könnt mir glauben wie schwer mir das fällt die beiden wieder alleine zu lassen. Keiner versteht mich weil es sind ja "nur" Kaninchen aber die beiden sind mein Leben und ich will die letzten Jahre die sie noch haben noch ausnutzen... Meine Eltern hab ich schon gesagt, dass jetzt bald mehr Arbeit auf die zukommt aber ich werde auf jeden Fall noch oft genug hier hin kommen und zu sehen wie es den beiden geht.
Liebe Grüße
Nickelfreak
__________________ Yoshi & July 
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