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wenn alle Stricke reißen... auf Kaninchen Forum

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  • 3 Post By Diabi
  • 1 Post By Einhorn09

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Ninchen
 
Registriert seit: 04.07.2018
Beiträge: 15
Poppy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.07.2018, 00:13

wenn alle Stricke reißen...


Ich habe nun doch noch eine Frage zur Zusammenführung unsrer Kaninchen (Leo und Tiffy ca. 5 Monate, Mädchen und kastriertes Männchen) leben zusammen und ein Zwergwidderbaby (kastriertes Männchen), kommt neu dazu.

Ich habe mich jetzt auf euer Anraten eigelesen in die Zusammenführung von Kaninchen. Ich habe verschiedene Foren, Ratgeber usw. gelesen und fest gestellt, Kaninchen kann man nur auf neutralem Boden vergesellschaften.

Ist das wirklich so? Gibt es da keine Option wenn man keinen neutralen Boden hat?

Unser "Problem" ist, dass unsere Kaninchen den kompletten Garten (ca. 150 m²) tagsüber nutzen dürfen. Wir haben kein Gehege, die beiden dürfen einfach frei herumtollen, unter Bäumen und Büschen liegen, im Sandkasten buddeln , chillen, sich jagen, springen, sich verstecken usw. Ich finde diese Freiheit kann ihnen kein Gehege bieten. Wir haben einen Stall im Garten stehen (zwar handelsüblich, aber einen Tick größer als normal 1,5 x 1 m 2stöckig), in den sie freiwillig ohne Probleme kurz bevor es dunkel wird von selbst rein schlupfen und aus Sicherheitsgründen eingesperrt werden (wir haben hier keine Füchse oder Marder)aber alle fühlen sich wohler dabei. Früh um 7 gibt es wieder "Freigang". Bisher war das auch gar kein Problem.

Jetzt haben wir ein Zwergbaby und wir haben keinen neutralen Bereich zum Kennenlernen. Wir können schlecht weg ziehen fürs Kennenlernen, der Garten ist nun mal von den "Großen" belagert.

Der Kleine "wohnt" gerade bei meinem Sohn im Kinderzimmer (ich denke die "Großen" haben das bereits beschnuppert, da sie auf einmal über die Terrasse ins Wohnzimmer springen und schnuppern.

So, lange Rede kurzer Sinn, uns bleibt nichts anderes übrig: wir stellen demnächst einen Stall in den Garten für den Kleinen. Die Großen sollen sich daran gewöhnen ohne "angreifen " zu können. Und nach einer Zeit x lassen wir den Kleinen auch raus in den Garten.
Das war jetzt so der Plan.
In den Ratgebern gibt es keine Alternative die heißt, "haben sie keinen neutralen Ort, dann machen sie dies oder das…", deswegen dachte ich ihr habt Tipps für uns.
Was meint ihr dazu?

Hat jemand Erfahrung, was müssen wir beachten?

lg



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Benutzerbild von Wuscheline
Kaninchen
 
Registriert seit: 19.08.2012
Beiträge: 4.994
Wuscheline ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 06.07.2018, 00:51

Der neutrale Boden ist nicht zwingend. Er bringt zwar Vorteile mit sich aber wenn es nicht dann ist das so. Meine nächste VG wird auch auf Sissi ihrem gewohnten Gebiete stattfinden da es nirgendwo anders klappt. Es gibt mehrere Möglichkeiten, da man für draußen auch nicht mal eben ein neues Gehege bauen kann damit es neutral ist.
Wie ich im anderen Thema schon geschrieben habe braucht ihr trotz allem ein größeres Gehege für die Nacht. Ihr könnt die drei nachts nicht wieder trennen und der kleine Stall gibt nicht die Möglichkeit einer Vergesellschaftung her. Es müssen wie gesagt 6-8qm sein. Zudem ist der Aufgang nach oben eine Sackgasse und es kann zu sehr schlimmen Verletzungen führen. Ein neues Gehege mit den Maßen wäre ja sogar mehr oder weniger neutral,da ihn keiner der Kaninchen kennt. Ihn in ein Gehege in Garten zu bringen damit die anderen schnüffeln können ist auch keine gute Idee. Es baut Aggressionen auf die eine Vergesellschaftung zum scheitern bringen können (habe es selbst erfahren müssen, deshalb sitzt Sissi noch alleine). Sobald die drei einmal zusammen sind (von vorne rein ohne Gitter) dürfen sie nicht mehr getrennt werden außer es gibt ganz arg blutende Wunden die ärztlich versorgt werden müssen.

Ihr werdet nicht drum herum kommen die drei auf mindestens 6-8qm zusammen zu setzen und das dauerhaft bis sie die Rangordnung geklärt haben. Ihr könnt dies auch in der Wohnung machen wenn das zu lange dauert mit dem Bau des neuen Geheges. Da könnte es dann nochmal zu ein paar Jagereien kommen und dann müsste es auch wieder gut sein. Der Stall ist im Endeffekt für nachts sowieso zu klein selbst für ein Kaninchen. 2qm rechnet man mindestens auf einer Fläche pro Kaninchen und das 24h.

Das sie nachts freiwillig rein gehen liegt daran das sie sich eurem Rhythmus ‚angepasst‘ haben. Du glaubst gar nicht wie aktiv Kaninchen nachts sind. (Meine lebten bei mir im Zimmer, unfassbar was die da so treiben )

Man weiß nie wann ein Marder oder Fuchs in der Nähe ist und in der Nähe sein könnte. Ebenfalls könnten Katzen die beiden holen wollen.
Liebe grüße



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Liebe Grüße von Kathleen, Babsi, Picasso, Luna & Nala



Geändert von Wuscheline (06.07.2018 um 00:54 Uhr).

Benutzerbild von crazy curry
Kaninchen
 
Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9.398
crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.07.2018, 06:40

Ich habe durch Außenhaltung nie neutral vergesellschaftet. Einfach genügend Häuser, Kartons mit mind 2 Eingänge, mehrere Klos und verteilte Futterstellen.
Wenn möglich habe ich es zur Siestazeit angefangen, da waren sie etwas träger , aber alle VG's haben so geklappt.

Was ein großes Problem wird, ist der Stall, der ist selbst als Nachtgegehe viel zu klein, da Kaninchen dämmerungsaktive Tiere sind. Zudem ist er gefährlich weil keiner ausweichen kann und gerade bei einer Vergesellschaftung und größeren Gruppen ist Platz das wichtigste. In Außenhaltung mind 3 qm pro Tier auf einer Ebene.

So würde ich keine VG wagen, wäre mir zu riskant mit dem Stall.
Schau dich doch mal in unseren Threads über Außengehege um, vielleicht könnt ihr noch aus einfachen Dachlatten, Volierendraht mit mind,1.2mm Stärke ein sicheres Gehege bauen.
Alles andere wäre russisches Roulette.



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Liebe Grüße Heike



Ninchen
 
Registriert seit: 04.07.2018
Beiträge: 15
Poppy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.07.2018, 22:57

Vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen. Das mit dem Stall hatte ich bereits verstanden, allerdings ist ein Gehege für uns keine Option, deswegen habe ich nochmal nach gefragt. Für ein Gehege ist kein Platz, und bei so viel Freigang im Garten, bleibt es für die Nacht beim Stall. Den werden wir ein bisschen vergrößern und verändern(eine Idee wäre 2 Ställe zu verbinden.)
Über Innen habe ich auch nachgedacht, da sind aber zu viele Gefahrenquellen, unter anderem eine freistehende Treppe.

Aber ich hatte gar nicht vor die 3 im Stall zu Vergesellschaften. Ihr Zuhause ist unser Garten und ich hätte sie gerne dort zusammengesetzt. Da würde ich mich über Tipps oder Erfahrungsberichte freuen. Mittagszeit habe ich mir bereits notiert, sollen wir dabei sein, oder brauchen sie Ruhe? Ich wäre sehr dankbar über praktische Tipps und über Berichte, bei wem es wie geklappt hat, auch wenn nicht nach Lehrbuch, aber trotzdem erfolgreich. Ob sie dann immer noch zusammen abends freiwillig in den Stall ziehen, weiß ich nicht, bisher sind sie dort zu zweit ganz friedlich.




Benutzerbild von Wuscheline
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Registriert seit: 19.08.2012
Beiträge: 4.994
Wuscheline ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 07.07.2018, 00:08

Du kannst sie leider nicht draußen vergesellschaften wenn es bei dem kleinen stallt bleibt. Auch nicht wenn ihr zwei verbindet. Ihr müsst für 24h die 6-8qm dauerhaft bieten ohne zusätzlichen Auslauf. Wenn ihr der Meinung seit das der Stall für nachts bleibt und nur verdoppelt wird wohl nur die Wohnung, sprich eine Ecke in der Größe übrig bleiben. Ihr müsst es unter Umständen für mehrere Wochen so haben, da man nie weiß wie lange die Kaninchen brauchen bis sie alles geklärt haben. Wenn die drei sich einige Tage verstehen können sie wieder raus.
Aber in dem kleinen Stall draußen wird es auf jeden Fall üble Verletzungen geben und eventuell Kaninchen die sich niemals verstehen.

Wie groß ist denn euer Garten wenn ich fragen darf

Zu der VG kann ich nur sagen das du sie nicht frühzeitig trennen darfst. Egal wie heftig sie sich jagen und auch nicht wenn Fell fliegt. Eventuell schreit eins der Kaninchen auch mal. Ich habe das bei mir leider falsch gemacht und die beiden haben sich nicht mehr verstanden. Mit Gitter an Gitter haben sich nur noch mehr Aggressionen aufgebaut.
Anfangs solltest du 30-60 Minuten dabei sein oder so in der Nähe das du siehst was passiert. Gerade am Anfang um zu sehen wie die Tiere aufeinander reagieren. Wenn du der Meinung bist es wird nur gejagt und ein bisschen Fell Flug sein kannst du etwas anderes machen und zwischendrin mal gucken wie die Lage ist



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Benutzerbild von crazy curry
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Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9.398
crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.07.2018, 08:01

Zitat:
Zitat von Poppy Beitrag anzeigen
Vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen. Das mit dem Stall hatte ich bereits verstanden, allerdings ist ein Gehege für uns keine Option, deswegen habe ich nochmal nach gefragt. Für ein Gehege ist kein Platz, und bei so viel Freigang im Garten, bleibt es für die Nacht beim Stall. Den werden wir ein bisschen vergrößern und verändern(eine Idee wäre 2 Ställe zu verbinden.)
Über Innen habe ich auch nachgedacht, da sind aber zu viele Gefahrenquellen, unter anderem eine freistehende Treppe.

Aber ich hatte gar nicht vor die 3 im Stall zu Vergesellschaften. Ihr Zuhause ist unser Garten und ich hätte sie gerne dort zusammengesetzt. Da würde ich mich über Tipps oder Erfahrungsberichte freuen. Mittagszeit habe ich mir bereits notiert, sollen wir dabei sein, oder brauchen sie Ruhe? Ich wäre sehr dankbar über praktische Tipps und über Berichte, bei wem es wie geklappt hat, auch wenn nicht nach Lehrbuch, aber trotzdem erfolgreich. Ob sie dann immer noch zusammen abends freiwillig in den Stall ziehen, weiß ich nicht, bisher sind sie dort zu zweit ganz friedlich.
Also unter diesen Umständen würde ich kein drittes dazunehmen. Im Garten , wenn die ganze Fläche zur Verfügung steht, können Sie sich aus dem Weg gehen, aber müssen dann zur Nacht in den, selbst für ein nachtaktive Kaninchen, zu kleinen Stall. Auch 2 würden es nicht verbessern.

Zur VG sollten sie einen festen Platz mit ausreichender Größe und das für mind 1 Woche haben und nicht dauernd hin und her gekarrt werden. Auch nach der VG kann es durch einem Ortswechsel nochmal zu Rangeleien kommen, weil neues Revier, also alles auf Anfang.

Wenn ihr ihnen die 9 qm nicht dauerhaft geben wollt, lasst es bei 2 Tieren, wo es funktioniert. Ein drittes kann alles kippen und dann ist das Gejammer groß wenn's nicht hinhaut und schwere Verletzungen gibt.

Meine durften die ersten Tage nicht aus ihrem Nachtgegehe von 24 qm raus, sondern erst nachdem alles ruhig blieb, sie müssen sich auseinandersetzen können, aber auf ausreichend Platz. Dann im Garten würde nochmal etwas gejagt, weil noch ein Revier, aber das war's dann auch und im Nachtgegehe war alles paletti.

Du siehst, Platz ist das A und O und das gebt ihr den nachtaktiven Tieren nachts nicht und das ist gefährlich.
Im freien Garten lassen ist nachts keine Option , es sei denn ihr wollt Harder und Fuchs füttern.



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Liebe Grüße Heike



Ninchen
 
Registriert seit: 04.07.2018
Beiträge: 15
Poppy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.07.2018, 10:40

Ja ok danke. Wir haben ca 100m² Garten mit Büschen, Hochbeeten, Obstbäumen, Klettergerüst, Rutsche, Sandkasten, bisschen Rasen usw. Es ist nicht so dass wir Ihnen nicht mehr Platz geben wollen, es ist nicht mehr da, auch für die Nacht nicht. Andererseits haben sie es hier sehr schön. Jeder von uns mußte Kompromisse eingehen, die Kinder haben den Sandkasten aufgegeben, weil die Kaninchen innen buddeln. Sie buddeln unsere Hochbeete um und bauen sich Höhlen, wir haben einiges umgestaltet um ihnen ein artgerechtes Zuhause zu geben. Wenn der Kompromiss für die Kaninchen heißt, nachts ab in den Stall und sie gehen freiwillig, dann scheint es nicht so schlimm zu sein. Wie gesagt, sobald die Dämmerung in Dunkelheit übergeht, verschwinden die im Stall und bleiben dort auch wenn die Tür nicht gleich verschlossen wird. Ob sie das nun machen weil sie sich uns auch angepaßt haben oder weil sie sich vielleicht einfach nachts drin sicher fühlen, werden wir nicht hinterfragen.

Zu dem 3. Kaninchen, wir haben es schon, also bei 2 wird es nicht bleiben.
Den Fehler haben wir leider schon gemacht und müssen da alle irgendwie durch.

Und zu den Füchsen, wir wohnen in der Stadt, die einzige freilaufende Gefahr hier sind Kinder

Ich denke, wir werden schon eine Lösung finden, danke für eure Beiträge.




Benutzerbild von Wuscheline
Kaninchen
 
Registriert seit: 19.08.2012
Beiträge: 4.994
Wuscheline ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 07.07.2018, 11:24

Ich selbst wohne auch in der Stadt. Glaub mir auch bei dir gibt es Füchse. Einer ist hinten bei uns in den Gärten gewesen bis er tot in einem lag. Auch nachts laufen die über die Straße. Stand schon mal nem Marder gegenüber weil der den Bürgersteig benutzt hatte

Ich finde es wirklich toll das ihr den Kaninchen 100qm Garten zur Verfügung stellt. Eure Beete könnt ihr durch Gitter Elemente schützen wenn sie diese nicht umbuddeln sollen.

Da wo der Käfig jetzt steht und ihr noch einen zweiten dran machen wollt. Könntet ihr da nicht wenigstens 6-8qm auf einer Ebene abzäunen? Die zweite Etage solltest du auf jeden Fall sperren wenn sie dort wieder einziehen weil es eine Sackgasse ist. Es muss ja nicht dauerhaft sein wenn ihr nachts den Platz nicht geben wollt weil ihr der Meinung seid. Aber wenigstens ein paar Wochen bis alles zwischen den drei geklärt ist damit es nicht zu Verletzungen kommt



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Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.925
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.07.2018, 11:55

Hallo Poppy,

Ihr als Menschen könnt Kompromisse eingehen, weil Ihr das Für und Wider von Entscheidungen abwägen könnt, eine Wahl habt und auch versteht, warum manchmal Abstriche gemacht werden müssen.

Eure Kaninchen können das nicht, sie müssen mit und in der Situation leben, die Ihr ihnen bietet, und werden dabei keine rationalen Entscheidungen treffen, sondern allein ihrem Instinkt folgen.

Das bedeutet letztlich, dass es schon bei Eurem Pärchen in dem zu kleinen Stall zu Problemen kommen kann, wenn sie in die Pubertät kommen und anfangen, miteinander zu kämpfen. Bei einem zweistöckigen Stall besteht dann immer die Gefahr, dass eines in eine Sackgasse gerät, sich nicht mehr befreien kann und schwere Verletzungen davon trägt.

Diese Gefahr steigt noch deutlich, wenn Ihr versuchen solltet, das dritte Kaninchen dazu zu setzen: es ist für die vorhandenen Nins ein Eindringling, wird dies auch über Wochen, wenn nicht gar Monate bleiben und während dieser Zeit auch gnadenlos bekämpft werden, nachts dann in einem zu kleinen Stall, aus dem es keine Fluchtmöglichkeit gibt.

Daher wird es auch nicht funktionieren, die drei im Garten zu vergesellschaften: selbst wenn dort bei viel Platz anfangs alles friedlich abläuft, wird es nachts im Stall zu Kämpfen kommen, denn eine VG ist niemals während eines Nachmittags erledigt, und Aggressionen wachsen und werden ausgelebt, wenn man den Kontrahenten direkt vor der Nase sitzen hat.

Ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht ganz, weshalb es eine Schwierigkeit sein soll, bei 100 qm (oder doch 150 qm, wie im ersten Post?) ein Eckchen von 6-8 qm abzutrennen und dort ein vernünftiges Gehege einzurichten? Notfalls gibt es dann halt irgendwo einen Busch oder ein Hochbeet weniger, aber das kann doch nicht ernsthaft ein größeres Problem sein, wenn man wirklich einen Platz dafür finden will?

Was Füchse und Marder in der Stadt betrifft, so sind diese dort mittlerweile fast häufiger zu finden (http://fuechse.info/index.php?navTarget=faq/41_stadtfuechse.html), als in ländlichen Gebieten, auch haben sich Wildtiere in Städten an menschliche Gepflogenheiten und Architektur angepasst und z.B. viel besser gelernt, Zäune und Mauern zu überwinden, als im ländlichen Raum, wo der Mensch von den Wildtieren gemieden wird.

Nur weil Ihr Fuchs und Marder noch nicht gesehen habt, bedeutet dies daher nicht, dass keine da sind.

Deshalb ist es, gerade auch in der Stadt, zwingend notwendig, das Nachtgehege marder- und fuchssicher zu gestalten, handelsübliche Ställe und Gehege bieten das zumeist nicht.

Wir geben Euch diese Informationen zu Platzbedarf und Absicherung auch nicht, um Euch zu ärgern oder den besserwisserischen Supertierschützer raushängen zu lassen, sondern weil man nach längerer Zeit in Foren die Folgen von zu wenig Platz oder fehlender Absicherung immer mal wieder erfahren musste.

Selbst bei einer Absicherung des Geheges nach bestem Wissen und Gewissen gab es hier schon tragische Fälle, in denen Fuchs und Marder Kaninchen getötet haben, Du kannst Dir gerne mal die Geschichte von Minervas Mümmelbande (ab Seite 401) durchlesen.

Jetzt habt Ihr noch die Möglichkeit, unseren Ratschlägen zu folgen und das bestmögliche zu tun, um Eure Kaninchen vor Leid und schlimmstenfalls Tod zu bewahren.

Für welche "Lösung" Ihr Euch auch immer entscheidet, ich hoffe, dass sie nicht dazu führen wird, dass Eure Kinder eines morgens die Kaninchen begrüßen wollen und im Stall dann schwer verletzte, tote oder gar keine Tiere mehr vorfinden....



crazy curry, blusheep and Terry like this.

Ninchen
 
Registriert seit: 04.07.2018
Beiträge: 15
Poppy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.07.2018, 14:48

Eigentlich habe ich mich hier angemeldet, in der Hoffnung ein paar alternative Tipps zu bekommen wie man alles eine VG lösen kann. Und dachte dass ich auch freundlich darum gebeten habe. Ich wurde aber bisher eigentlich mehr belehrt und kritisiert über Impfung, Füchse, den sozialen Unterschied zwischen Mensch und Kaninchen und sollte mich wegen des kleinen Stalles schämen und meine Kinder werden sowieso eines Tages vor toten Kaninchen stehen....

Die Fragen habe ich nicht gestellt, weil mir die Tiere wurst sind und wenn sich Sachen bei uns nicht realisieren lassen, dann nicht weil ich euch ärgern will oder weil wir jetzt grad mal keinen Bock haben. Ich muss mich hier nicht rechtfertigen, wie wir die 100m² Garten aufteilen. Ich suche einfach nach vernünftigen für uns alle verträglichen Alternativen. Dass das 3 Kaninchen ein Fehler war, weiß ich, er ist aber nun da und wir wollen ihn gerne integrieren.
Und ich bin mir sicher dass wir das schaffen.

Ich habe das Gefühl hier geht es zu wie bei den Kaninchen. Die Vergesellschaftung von neuen Usern unterliegt einer strengen Hackordnung und die neuen werden erstmal gebissen, gejagt und auf ihren Platz verwiesen.




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Kaninchen
 
Registriert seit: 31.05.2015
Beiträge: 5.570
Einhorn09 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.07.2018, 15:17

Zitat:
Zitat von Poppy Beitrag anzeigen
Und ich bin mir sicher dass wir das schaffen.
Und eben da ist das Problem.

Leider wird es wohl so kommen, das du deine Erfahrungen selber machen musst. Das ist sehr schade und ich würde mir wünsche, du müsstest sie nicht selbst machen.
Viele User hier haben jahrelange Erfahrung mit Kaninchen. Viele Erfahrungen sind durch selbst erlebtes entstanden und es hat einige Kaninchen das Leben gekostet. Dann haben viele hier schon eine Vielzahl von Notfällen miterlebt und Kaninchen gesehen, welche zahlreiche Verletzungen von zu wenig Platz getragen haben.

Meine Cousine hatte auch 2 Kaninchen, die ähnlich gelebt haben wie deine. Sie war damals 9 oder 10 Jahre alt, als nachts ein Mader in das Gehege einbrach. Am nächsten Morgen erwartete sie ein leerer Käfig und ein Haufen Fell. Sie machte sich alleine auf die Suche nach den beiden und fand Schneeball (ihr kleines weißes Widderchen) in einem Busch hinter dem Haus. Tod und voller Blut, sie hat noch heute 7 Jahre später Alpträume davon. Das zweite Kaninchen kam Tage später zurück, verletzt und mit einer beginnenden Sepsis. Es blieb nur noch der Weg Lucy zu erlösen. Und so sind zwei Kaninchen gestorben, obwohl das Gehege ja doch so sicher war und man nie Mader sieht.
Dieses Leid und diese Erfahrung möchte jeder hier dir und deinen Kindern ersparen.
Und mit dem Platz verhält es sich ebenso, ein Ohr ist schnell abgerissen und es blutet ohne Ende, ich kann nicht verstehen, wie du als Mutter das Risiko eingehen willst, dass sich solch ein Horrorsenario deinen Kindern bietet.

Und niemand will dich hier beleidigen oder in eine Ecke drängen, jeder versucht auf seine eigene Art und Weise (mag diese teilweise auch etwas ruppig rüber kommen) deutlich zu machen das du mit dem Feuer spielst.

Hinzu kommt noch das du dich hier in einem Liebhaberforum angemeldet hast und es darum geht die Kaninchen glücklich zu machen und ihnen ein artgerechtes Leben zu bieten. Und dazu gehören diese "Kompromisse", die du beschrieben hast einfach nicht dazu.

Ich bitte dich inständig mit einer neutralen Haltung die Beiträge erneut zu lesen und hoffe, dass dir dann auffällt das niemand es hier böse meint.



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Blacky mein ganzes Leben habe ich dich geliebt und den Rest meines Lebens werde ich dich vermissen...
✝08. Mai 2017
Flocke (✝05.März 2017) & Willy (✝31. März 2017)
für immer vereint...



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Registriert seit: 03.08.2016
Beiträge: 166
MoquiMarble befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.07.2018, 15:33

Wäre eine VG z. B. im Zimmer deines Sohnes möglich? Ist zwar auch nicht wirklich neutral, aber dann müsstest du im Garten nicht für die VG-Zeit ein Gehege bauen. Und in der Zeit, in der die 3 ihre Rangordnung klären, könntest du den Nachtstall vergrößern.




Benutzerbild von Wuscheline
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Beiträge: 4.994
Wuscheline ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 07.07.2018, 16:26

Poppy dich möchte hier keiner kritisieren oder sonst was. Du hast nach Hilfe gefragt und Alternativen. Es gibt leider keine andere Alternative als den drei genug Platz zu bieten weil es sonst böse Verletzungen geben kann. Ich hab Sissi mit dem anderen Kaninchen auf ca 20qm gehabt. Trotzdem hatte sie am Ende Todesangst weil du leider nicht weiß wie die Tiere aufeinander reagieren.
Wir wollen nur nicht das deine Kinder nachher traurig sind das es einem Tier sehr schlecht geht bzw du sagst die Tiere sind dir sowieso egal. Ich denke nicht das du dann gerne zum Tierarzt gehen möchtest weil eines der Tiere schwer verletzt ist. Das ist alles gar nicht böse gemeint. Aber es gibt nicht wirklich Alternativen wie man Kaninchen zusammenbringen kann.



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