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Phakoklastische Uveitis auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 10.06.2018
Beiträge: 3
Kristinwwe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.06.2018, 17:57

Phakoklastische Uveitis


Hallo Zusammen,

vor drei Monaten wurde bei meinem Kaninchen eine phakoklastische Uveitis am linken Auge diagnostiziert. Die Augenspezialistin gab uns Baytril für 10 Tage, Posifenicol Augensalbe und Dexapos Comod Augentropfen. Nach der Behandlung sah sein Auge wieder sehr gut aus. Der „weiße Fleck“ war so verblasst, dass man ihn kaum noch sehen konnte. Vor etwa 2 Wochen waren wir das letzte mal zur Kontrolle - alles soweit in Ordnung. Gestern sah ich nun wieder einen großen weißen Fleck in seinem Auge, zudem die Rötung, die auf eine erneute Entzündung hinweist. Weiterhin hält er das betroffene Auge weitestgehend geschlossen. Morgen früh werde ich sofort bei der Augenspezialistin anrufen, dennoch würde ich gerne wissen: hat jemand Erfahrungen mit dieser Erkrankung und ihrer Behandlung?



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Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.06.2018, 18:08

Herzlich willkommen hier im Forum!
Es kann durchaus sein, dass dein Kaninchen EC hat und bei einem EC Ausbruch das Auge mit einer phakoklastischen Uveitis reagiert. Deshalb ist es wichtig das Kanichen auch mit den EC-Medikamenten zu behandeln (Panacur, Vit B, AB) und kein Cortison geben! Bitte auch keine Cortisonsaltigen Salben/Tropfen ins Auge geben! Ein Auge dessen Hornhaut verletzt ist könnte deswegen "auf" gehen. Cortison ist auch bei Kanichen ein Medikament, welches das Immunsystem lahmlegt und nachweislich die Organe schädigt. Deshalb nur im allerletzten Notfall geben....z.B. bei einem Thymom


Schau mal, mein Harvey hatte auch eine phakoklastische Uveitis. Sein Auge sah innerhalb weniger Stunden so aus:
https://www.gertis-rasenmaeherbande.de/erfahrungsberichte-mit-kolloidalem-silberwasser-und-links-f%C3%BCr-ks/auge-phakoklastische-uveitis-bei-ec-schub/



__________________

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Ninchen
 
Registriert seit: 10.06.2018
Beiträge: 3
Kristinwwe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.06.2018, 18:28

Danke für deinen Erfahrungsbericht! Die Spezialistin hatte die Uveitis mit EC in Verbindung gebracht, allerdings haben wir die typischen Medikamente nicht bekommen. Dies hatte mich zunächst gewundert, aber da sein Auge schnell wieder besser wurde, habe ich mich dann einfach darauf verlassen. Weiterhin wurde uns gesagt, dass Cortison gerade wichtig wäre und es möglich sein kann, dass das Auge dauerhaft damit behandelt werden muss?

Ich hänge mal ein Bild von seinem Auge an.



Miniaturansicht angehängter Grafiken
Phakoklastische Uveitis-1cebb03e-5461-4950-b84f-360e079b9a29.jpg  

Benutzerbild von Elwood
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 18.09.2017
Beiträge: 426
Elwood befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.06.2018, 14:36

Ich habe auch so einen Patienten bei mir sitzen.

Soweit ich mich informiert habe, wird der Erreger schon während der Embryonalphase in der Linse eingeschlossen, da diese in dem Stadium noch durchlässig ist. Wenn sich dann in Stresssituationen der Erreger vermehrt, reißt die Linse wegen dem erhöhten Druck und das ausgetretene Linsenprotein sieht man dann als weiße Flocken.

Ich habe zwei Tierärzte dazu aufgesucht und zwei unterschiedliche Augentropfen bekommen. Müsste ich nochmal zu Hause schauen welche, aber auch mit Cortison. Die Augentierärztin hat mir bezüglich der Dauergabe das selbe gesagt, wie dir. Und beide haben auf die komplette EC-Behandlung verzichtet, da nur die frei im Blut befindlichen Erreger erreicht werden, nicht jedoch die im Augapfel.
Status Quo: Er bekommt im Moment noch alle drei Tage die Tropfen und ist stabil. Das heißt, der weiße Fleck ist zwar zu sehen, aber keine Entzündungsreaktion. Und ich werd mal noch einen dritten Tierarzt aufsuchen.



__________________


LG Heike



Ninchen
 
Registriert seit: 10.06.2018
Beiträge: 3
Kristinwwe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.06.2018, 21:14

Vielen Dank auch für deinen Erfahrungsbericht @Elwood, die selben Informationen habe ich auch! Mich würde sehr interessieren, mit welchen Tropfen dein Kaninchen behandelt wird. Kannst du mir sagen, wann die Uveitis diagnostiziert wurde und wie lange du die Tropfen nun schon gibst?

Ich habe gestern nochmal Rücksprache mit der Augenspezialistin und meinem Haustierarzt gehalten. Wir behandeln nun nochmal mit den selben Medikamenten wie im März auch schon und hoffen nun, dass sie wieder Wirkung zeigen werden. Beide Ärzte haben - ebenso und aus den selben Gründen wie bei dir - auf die EC-Behandlung verzichten wollen. Ich habe extra gezielt nochmal nachgefragt.




Benutzerbild von Elwood
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 18.09.2017
Beiträge: 426
Elwood befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.06.2018, 13:31

Hallo Kristin,

nun endlich will ich doch mal die Medis noch nachliefern.

Die Diagnose haben wir seit Mitte März und da bekam er Maxitrol Tropfen, eine Mischung aus Antibiotikum und Cortison. Die haben wir nach zwei Wochen ausschleichen lassen.
Mitte April war es wieder ganz schlimm und da bekam er von einem anderen Tierarzt Inflanefran. Das gab es anfangs täglich und inzwischen alle drei Tage. Ich werd es weiter ausschleichen und hoffe, dass ich irgendwann ohne auskommen kann.

Ich drück Dir auf alle Fälle die Daumen.



__________________


LG Heike


 
 
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