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Kaninchen Weibchen immer aggressiv auf Kaninchen Forum

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.06.2017
Beiträge: 81
Ron&Minnie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.11.2017, 14:51

Kaninchen Weibchen immer aggressiv


Hallo zusammen,

wir haben unser Zwergkaninchenpärchen jetzt seit gut 6 Monaten. Beide haben tags und nachts einen Auslauf über ca. 7 qm (Außengehege im Garten) und oft lasse ich sie zusätzlich noch tagsüber stundenlang in unseren gesicherten Garten mit ca. 35 qm rumhüpfen. An Bewegung mangelt es ihnen nicht. Sie bekommt jeden Tag frisches Futter und getrocknetes Futter und Heu.

Das Männchen war von Anfang an eher zutraulich und neugierig und leckt einem auch manchmal den Arm ab. Das Weibchen war schon immer das zurückhaltendere, welches schnell erschreckt.

Irgendwann fing es an, dass es uns zwickte, sobald wir es streichelten und irgendwann auch mit dem Zwicken bei ihrem Partner anfing. Das wurde immer schlimmer, dasssie ihn kaum noch in Ruhe lies, was wohl an den Hormonen lag. Da der arme Kerl garkeine Ruhe mehr hatte und sich nicht wehrte, haben wir sie kastrieren lassen. Das ist mittlerweile gut 2 Monate her. Jetzt lässt sie ihn meinst in Ruhe, aber wenn er ihr z.B. im Weg ist, zwickt sie ihn immernoch und auch ihr Verhalten uns gegenüber hat sich nicht verändert.

Bringt man ihnen morgens das Essen ins Gehege, kommt sie angerannt und versucht uns zu zwicken. Schafft sie das nicht, wird entweder ihr Partner gezwickt, oder sie nimmt irgendetwas, was sie finden kann (z.B. eine Karotte), nimmt sie in den Mund und schleudert sie voller Wut herum. Lasse ich die 2. draußen im Garten hoppeln und mache was an ihrem Gehege (z.B. Klo reinigen) , kommen beide irgendwann zu mir gelaufen. Er schnuffelt an meinem Fuß und was macht sie? Sie fängt an mein Bein anzubuddeln und beißt in meine Hose.

Im Sommer war das ganz schlimm, weil sie da 2x Mal jeweils eines meiner Kids ins Bein gebissen hat. Ohne Grund. Mein Sohn stand im Garten, sie kam von hinten an und hat ihn gebissen.

Kennt ihr sowas? Kann man was dagegen tun, oder ist das einfach ihre Art? Meine Kinder sind schon sehr enttäuscht und beschäftigen sich mittlerweile nurnoch mit dem Männchen. Wiegesagt ist ihr Partner da ganz anders. Achja, wir nehmen die 2 nur auf den Arm, wenn es sein muss.

LG, Yvonne



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Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 03.11.2017, 15:44

Deine Kaninchendame wird erwachsen und verteidigt ihr Revier, von daher ein völlig normales Verhalten.
Sie sieht sowohl den Freilauf, als auch das Gehege als ihr Eigentum an.

Und Kinder sollten bei Kaninchen sowieso als erstes lernen, dass es Beobachtungs- und keine Kuscheltiere sind, auch wenn viele Kaninchen auch den Kontakt zum Menschen suchen bzw. sich auch gerne mal streicheln lassen.

Ich selber habe eine Häsin, die es mal „erduldet“ gestreichelt zu werden und ihr Partner ist ein 100%iger „Rührmichnichtan“... ist so, jedes Kaninchen, jedes Tier und auch jeder Mensch hat seinen eigenen Charakter.
Du hast mit Deiner Häsin eine etwas dominantere Dame erwischt.



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Aen Aen ist offline
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 928
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.11.2017, 16:22

Zitat:
Zitat von Ron&Minnie Beitrag anzeigen
Kennt ihr sowas? Kann man was dagegen tun, oder ist das einfach ihre Art? Meine Kinder sind schon sehr enttäuscht und beschäftigen sich mittlerweile nurnoch mit dem Männchen. Wiegesagt ist ihr Partner da ganz anders. Achja, wir nehmen die 2 nur auf den Arm, wenn es sein muss.
Puh, würd' mich auch stressen, wenn eines meiner Kaninchen derart kiebig wäre, und ich würde zusehen, dass ich in solchen Angriffssituationen direkt Klärung schaffe, so "kaninisch", wie mir das möglich wäre - also etwa mit einer nachdrücklich wegschiebenden Handbewegung.

Schau mal, vor kurzem gab es einen ähnlichen Thementhread. Die Bandbreite der Meinungen, die eintrudelten, fand ich sehr hilfreich:

http://www.kaninchenforum.de/kaninchenhaltung-allgemeines/43562-kaninchendame-greift-mich.html


Grüße,
Aen



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.06.2017
Beiträge: 81
Ron&Minnie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.11.2017, 19:34

Zitat:
Zitat von Aen Beitrag anzeigen
Puh, würd' mich auch stressen, wenn eines meiner Kaninchen derart kiebig wäre, und ich würde zusehen, dass ich in solchen Angriffssituationen direkt Klärung schaffe, so "kaninisch", wie mir das möglich wäre - also etwa mit einer nachdrücklich wegschiebenden Handbewegung.

Schau mal, vor kurzem gab es einen ähnlichen Thementhread. Die Bandbreite der Meinungen, die eintrudelten, fand ich sehr hilfreich:

http://www.kaninchenforum.de/kaninchenhaltung-allgemeines/43562-kaninchendame-greift-mich.html


Grüße,
Aen
Hi, danke dir! Ich werde es mir mal in Ruhe durchlesen. LG, Yvonne



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.11.2017, 19:56

Wie alt genau ist das Weibchen jetzt?




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.06.2017
Beiträge: 81
Ron&Minnie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.11.2017, 19:57

Zitat:
Zitat von marinahexe Beitrag anzeigen
Wie alt genau ist das Weibchen jetzt?
Hi, sie ist jetzt ca. 7-8 Monate alt.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.11.2017, 20:01

Dann ist sie noch mitten in der Pubertät, die ist in der Regel mit 12-14 Monaten vorbei. Das ist vergleichbar mit der Pubertät bei Jugendlichen, die ihre Grenzen austesten. Ich würde ihr also auch Grenzen setzen. Wenn sie zwickt ein energisches NEIN und zur Seite schieben. Darüber hinaus sollten sich Deine Kinder mit Leckerchen (Cranberries, Erbsenflocken) bewaffnen und versuchen, ihr einige Tricks beizubringen. Z.B. Männchen machen, über ein Hindernis springen usw. Wenn sie es gut macht, bekommt sie ein Leckerchen. Viel Erfolg!



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Benutzerbild von crazy curry
Kaninchen
 
Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9.398
crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.11.2017, 20:08

Sie ist 7-8 Monate alt und schon kastriert???



__________________
Liebe Grüße Heike



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.06.2017
Beiträge: 81
Ron&Minnie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.11.2017, 20:12

Zitat:
Zitat von marinahexe Beitrag anzeigen
Dann ist sie noch mitten in der Pubertät, die ist in der Regel mit 12-14 Monaten vorbei. Das ist vergleichbar mit der Pubertät bei Jugendlichen, die ihre Grenzen austesten. Ich würde ihr also auch Grenzen setzen. Wenn sie zwickt ein energisches NEIN und zur Seite schieben. Darüber hinaus sollten sich Deine Kinder mit Leckerchen (Cranberries, Erbsenflocken) bewaffnen und versuchen, ihr einige Tricks beizubringen. Z.B. Männchen machen, über ein Hindernis springen usw. Wenn sie es gut macht, bekommt sie ein Leckerchen. Viel Erfolg!
Oh, das macht mir Hoffnung :-).. danke dir!




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.06.2017
Beiträge: 81
Ron&Minnie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.11.2017, 20:15

Zitat:
Zitat von crazy curry Beitrag anzeigen
Sie ist 7-8 Monate alt und schon kastriert???
Jup, weil sie ihn einfach nicht mehr in Ruhe lies. Er musste sich ständig vor ihr in Acht nehmen, tagelang, bis sie mal wieder für ein paar Tage damit aufhört (wenn er mal Pause hatte, lag er todmüde in der Ecke) und ich habe mit einer Hasen-Auffang-Vermittlungs-Organisation, der Tierärztin und anderen Kaninchenhaltern geredet, die alle meinten, dass sie ja schon früh loslegen mit Nachwuchs bekommen und manche Weibchen ihren Partner dann nicht mehr in Ruhe lassen und das meist nur aufhört, wenn sie kastriert werden. Dieses Verhalten ist bei dem einen Weibchen mehr, bei dem anderen weniger ausgeprägt. Und da es ja immer die Gefahr mit dem Gebärmutterkrebs gibt, haben wir es machen lassen. Sie hat es auch gut überstanden und es gab keine Komplikationen.



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Registriert seit: 13.05.2013
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crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.11.2017, 20:20

Meine waren auch alle kastriert, aber nicht bevor sie ausgewachsen waren. Also mit ca 13 Monaten. Das ist dann schon arg früh.



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.06.2017
Beiträge: 81
Ron&Minnie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.11.2017, 20:21

Zitat:
Zitat von crazy curry Beitrag anzeigen
Meine waren auch alle kastriert, aber nicht bevor sie ausgewachsen waren. Also mit ca 13 Monaten. Das ist dann schon arg früh.
Der Rammler wurde ebenfalls mit 13 Wochen kastriert.. mir wurde gesagt, dass beides im Rahmen ist?!




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Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9.398
crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.11.2017, 20:33

Rammler kastriert man ab der 8.Woche bis zur ca11.Woche, so das die Hoden noch nicht abgestiegen sind. Das ist dann die Frühkastration, die den Vorteil hat, das er nicht 6 Wochen in Kastrationsquarantäne muss.
Ist der Hoden erst abgestiegen müssen sie 6 Wochen Kastrationsquarantäne einhalten, so lange sind sie zeugungsfähig.

Mädel kastriert man erst nachdem sie ausgewachsen sind, also ab 13 Monaten. Es sei denn sie haben eine vereiterte Gebärmutter oder Tumore.



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Gesperrt
 
Registriert seit: 24.06.2017
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CindyH befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.11.2017, 21:01

Naja, ich laß meine Maus ja jetzt auch kastrieren, obwohl sie zumindest laut Utraschall keine Veränderungen an der Gebärmutter hat, und die ist jetzt dann 8 Monate jung.
Und prinzipiell lasse ich sie aus denselben Gründen kastrieren, wie es bei Ron&Minnie der Fall war..

Laut TA Dr. Rückert in Ulm, welcher einer der empfohlenen Tierärzte ist, tendiert man mittlerweile dazu, Kaninchenweibchen schon früher als mit 13 Monaten zu kastrieren:
http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=20100


@Ron&Minnie
Ich würde auch mal versuchen, Deinen Stand bei Deinem Weibchen klarzumachen.
Meine Maus hat das mir gegenüber in ihrer ganz schlimmen Phase auch mal kurzzeitig versucht und hat nach mir geschnappt. Da habe ich sie eben mal kurz runtergedrückt - natürlich nicht so, daß es ihr weh tut, aber schon so deutlich, daß sie gemerkt hat, wer quasi der Stärkere ist. Seitdem hat sie es bei mir nicht mehr versucht.



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Benutzerbild von crazy curry
Kaninchen
 
Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9.398
crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.11.2017, 22:02

Dr.Rückert ist kein Kaninchen Ta. Kaninchenerfahrene Ta haben mit ausgewachsenen Kaninchen keine Probleme und würden auch nie nur die Eierstöcke entfernen, so wie er es schreibt.



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Liebe Grüße Heike



Aen Aen ist offline
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 928
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.11.2017, 22:13

Zitat:
Zitat von crazy curry Beitrag anzeigen

Dr.Rückert ist kein Kaninchen Ta. Kaninchenerfahrene Ta haben mit ausgewachsenen Kaninchen keine Probleme und würden auch nie nur die Eierstöcke entfernen, so wie er es schreibt.
Ich traue mir nicht zu, die Qualifikation eines approbierten Tierarztes, der eine "Kleintierpraxis" unterhält und nach Selbstauskunft Mitglied der Fachgruppe Kleintierkrankheiten der Dt. Veterinärmedizinischen Gesellschaft ist, letztgültig zu bescheiden, finde seine Ausführungen zur "frühen" Kastration eines weiblichen Kaninchens aber plausibel:

http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=20100



>> So sehr ich ein Gegner der pauschalen, prophylaktischen oder gar zu frühen Kastration bei Hunden bin, so sehr befürworte ich diese Operation beim weiblichen Kaninchen. Auf dem Foto sieht man genau das, was man fast immer vorfindet, wenn man ein Kaninchen mit mehr als 2 oder 3 Jahren ovarhysterektomiert (totaloperiert): Eine massiv entzündete Gebärmutter, die mit Sicherheit bereits schwerwiegende, chronische Beschwerden verursacht hat.

Ebenfalls nicht selten sind bei Häsinnen mittleren Alters die bei anderen Haustierarten kaum vorkommenden und bösartigen Adenokarzinome der Gebärmutterschleimhaut. Auch zystische oder bösartige Veränderungen der Ovarien (Eierstöcke) findet man recht häufig vor.

Die Fortpflanzungsorgane des weiblichen Kaninchens scheinen offenbar mit dem durch die Haltungsform als Hobbytier erzwungenen "Leerlauf" gar nicht gut zurecht zu kommen. Außerdem berichten viele Kaninchenhalter von drastischen Verhaltensänderungen mit zunehmender Aggression gegenüber gemeinsam gehaltenen Partnerkaninchen, aber auch gegenüber Menschen. Speziell kastrierte Männchen haben oft massiv unter der Aggressivität der mit ihnen gehaltenen und unkastrierten Weibchen zu leiden.

Im Wikipedia-Artikel über Hauskaninchen steht der Satz: "Aggressives Verhalten bei Häsinnen ist hingegen charakterbedingt oder rührt aus negativen Erfahrungen her." Das würde ich so nicht unterschreiben wollen, denn so gut wie alle Besitzer berichten, dass dieses Verhalten durch die Kastration komplett behoben oder zumindest deutlich abgemildert wird. Ob nun in erster Linie hormonelle Ursachen oder aber chronische Schmerzzustände hinter der so häufig beobachteten Grundgereiztheit weiblicher Kaninchen über 18 Monaten stecken, vermag ich nicht sicher zu sagen, aber die Kastration scheint auf jeden Fall sehr effektiv Abhilfe zu schaffen. Ich persönlich neige zu der Ansicht, dass die "Weltmeister im Verstecken von Schmerzen" tatsächlich so gereizt und bösartig werden, weil sie chronisch leiden.

Warum hat man sich früher kaum getraut, den Besitzern diesen Eingriff anzuraten, macht das inzwischen aber sehr wohl? Das ist auf die durchschlagende Verbesserung des Narkoserisikos bei Kaninchen in den letzten 15 Jahren zurückzuführen. Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, in denen man - wenn man ehrlich zu sich selbst war - mit mindestens einem narkosebedingten Todesfall auf fünfzig Eingriffe rechnen musste. Das war für eine als vermeintlichen (!) Wahleingriff zu betrachtende OP einfach zu viel. Heutzutage haben Kaninchen in den Händen von Tierärzten, die die für diese Tierart empfehlenswerten Narkoseverfahren beherrschen, ein mindestens (!) um den Faktor 10 verbessertes Risiko. Auch wenn das noch immer deutlich schlechter ist als beim Hund oder gar bei der Katze, kann man damit doch guten Gewissens arbeiten. <<

[Hervorhebung von mir]


Folgt man der Prämisse im Fettdruck, spricht das durchaus für eine "frühere" Operation. Mir gefällt sein sorgfältiges Abwägen aller Aspekte zu diesem Punkt:


>> Etwas unsicher bin ich mir allerdings bezüglich des richtigen Zeitpunkts. Einige Kolleginnen und Kollegen empfehlen auch bei Häsinnen eine relativ frühe Operation mit etwa 8 Monaten, weil sich der Eingriff in diesem Alter durch noch geringe Fetteinlagerungen in der Bauchhöhle technisch einfacher gestaltet und zudem in den meisten Fällen nur eine Ovarektomie (Entfernung der Eierstöcke unter Belassung der Gebärmutter) und keine Ovarhysterektomie (Totaloperation) durchgeführt werden muss. Ich habe bisher dazu geraten, die Kastration spätestens beim Auftreten aggressiven Verhaltens mit etwa 1,5 bis 2 Jahren durchführen zu lassen, bin aber aufgrund der selbst in diesem Alter bereits häufig anzutreffenden entzündlichen Veränderungen an der Gebärmutter inzwischen am Grübeln, ob früher nicht tatsächlich besser wäre, um den Tieren unnötige Schmerzen zu ersparen. <<



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Geändert von Aen (03.11.2017 um 22:40 Uhr).

Gesperrt
 
Registriert seit: 24.06.2017
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CindyH befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.11.2017, 22:38

Zitat:
Zitat von crazy curry Beitrag anzeigen
Dr.Rückert ist kein Kaninchen Ta. Kaninchenerfahrene Ta haben mit ausgewachsenen Kaninchen keine Probleme und würden auch nie nur die Eierstöcke entfernen, so wie er es schreibt.
Da muß ich Dir allerdings widersprechen, er ist ein kaninchenerfahrener Tierarzt.
Bei ihm wird auch die OP von Mäusle durchgeführt und wenn man sich seine Berichte über Kaninchen durchliest sowie mal bei ihm ist, merkt man sofort, daß er sich sehr gut mit Kaninchen auskennt.
Er wird auch nicht umsonst in der hiesigen Tierarztliste aufgeführt, nehme ich mal an.

Bei Weibchenkastrationen spalten sich jedoch immer die Meinungen.

Edit:
Hab grad nochmal nachgesehen, Dr. Rückert wird bei sweetrabbits und bei kaninchenwiese aufgeführt.



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Geändert von CindyH (04.11.2017 um 08:17 Uhr).

Benutzerbild von crazy curry
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crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.11.2017, 08:36

Kleintier ist nicht kleines Heimtier , da habe ich mich etwss ungenau ausgedrückt.
Ich kenne seine Blogs und halte ihn für einen Ta der sich wirklich interessiert, nich wie leider so viele andere.


Aber ja , OPs können sie dennoch machen, aber trotzdem immer eine komplette Kastra, nicht nur Eierstöcke. Das wäre Quatsch, denn dann müsste die große OP nochmal gemacht werden, wenn die Gebärmutter vereitert oder einen Tumor hat.

Zitat Dr. Rückert :
.... und zudem in den meisten Fällen nur eine Ovarektomie (Entfernung der Eierstöcke unter Belassung der Gebärmutter) und keine Ovarhysterektomie (Totaloperation) durchgeführt werden muss.



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Aen Aen ist offline
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Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.11.2017, 09:18

Zitat:
Zitat von crazy curry Beitrag anzeigen

Aber ja , OPs können sie dennoch machen, aber trotzdem immer eine komplette Kastra, nicht nur Eierstöcke. Das wäre Quatsch, denn dann müsste die große OP nochmal gemacht werden, wenn die Gebärmutter vereitert oder einen Tumor hat.

Zitat Dr. Rückert :
.... und zudem in den meisten Fällen nur eine Ovarektomie (Entfernung der Eierstöcke unter Belassung der Gebärmutter) und keine Ovarhysterektomie (Totaloperation) durchgeführt werden muss.

Ich verstehe den Ursache-Wirkungs-Zusammenhang so, dass die Gebärmutter bei früher Kastration unoperiert bleiben kann, weil die Wucherungen in der Gebärmutter erst dann entstehen, wenn die Eierstöcke zu lange im "Leerlauf" und mithin hormonell fehlgeleitet in Betrieb sind. Entfernt man die Eileiter frühzeitig, schafft man sozusagen erst die Voraussetzungen, dass die Gebärmutter im weiteren unbeschadet bleiben kann.
Deshalb muss sie sinnigerweise bei einer „frühen“ Kastration auch nicht mitentfernt werden - kann es aber freilich.



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CindyH befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.11.2017, 09:36

Ja, so hab ich seine Aussage auch verstanden.
Trotzdem werde ich Montag jetzt doch nochmal lieber nachfragen ;-)

Tierärzte mit der Qualifikation "Heimtiere" sind aber auch nicht leicht zu finden, wenn man nicht gerade stundenlang mit den Karnickeln fahren will; vor allem, wenn man öfter zum TA muß.
Mein Standard-TA hat die Qualifikation auch nicht, bildet sich aber selbst immer weiter und wir haben über die letzten Jahre beide sehr viel dazu gelernt, wenn ich auch an manchen Stellen noch merke, daß man dies oder jenes noch verbessern müßte.
Aber er ist wirklich am Tierwohl interessiert, wie es auch Dr. Rückert scheint, und das macht sehr viel wett.. alles andere kann man absprechen, nachlesen oder mit Kollegen Rücksprache halten.



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