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Operieren oder...? auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von hoppelina
Ninchen
 
Registriert seit: 29.09.2017
Beiträge: 8
hoppelina befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.09.2017, 17:59

Operieren oder...?


Hallo!
Nachdem ich mich vorgestellt habe, will ich mal erzählen, worum es bei Blacky geht!

Blacky hatte vor zwei/drei Wochen einen Kaninchenschnupfen (zum Glück schnell wieder weg) und wurde plötzlich auch unsauber. Sie macht normalerweise in ihr Kistchen, aber nun waren überall im Gehege Urinpfützen und sie konnte sie auch nicht mehr sauber machen (Hintern immer nass ). Sie frass nicht richtig und blieb immer in einer Ecke sitzen (normalerweise ein furchtbar neugieriges und freches Tier ). Ich war mit ihr wochenends in der Tierklinik. Sie bekam Antibiotika und Schmerzmittel.

Mit Antibiotika ging der Schnupfen weg und sie wurde beim Kontrolltermin bei unsrer Tierärztin geröntgt, da man u.a. einfach merkte, dass sie Schmerzen hatte.
Auf dem Röntgenbild war lt TA ein Nierenstein und ein Blasenstein. Und man könne das nicht operieren... usw. Tier war auch noch nicht ganz fit, ihr ging es aber sichtlich besser als zuvor. War auch wieder sauber etc. ...
Ich solle weiter Schmerzmittel geben und dann weitersehen!??
Und ich solle ihr Eisbergsalat, Heu, Gurke und Wasser geben.

Ich habe mir nun eine zweite Meinung eingeholt.
Der andre Tierarzt konnte das angeforderte Röntgenbild nicht deuten und machte deshalb genauere Aufnahmen.
Befund:
Eine Niere mit Nierenstein, die andre hat Kalkstellen, in der Gebärmutter ein Tumor und wohl noch ein kleiner Blasenstein

Blacky muss wohl ziemliche Schmerzen haben.
Nun die zwei Optionen:
OP heißt: Eine Niere raus, die andre teilweise, Gebärmutter - Total - OP ...

Frage, ob sie es überlebt. Ist eine schwere OP - es besteht wohl eine Chance, dass sie es packt... aber, ob man es riskieren will...

Oder eben die zweite Option: einschläfern - so bald wie möglich, am besten schon Anfang der Woche

Blacky scheint so fit zu sein, hüpft durch die Gegend, alles ist interessant, die Neugierde da, sie frisst problemlos, kuschelt mit Freddy usw. ...

Sie bekommt über den Tag verteilt Schmerzmittel.

Es ist so eine schwere Entscheidung. Aber wovon macht man die abhängig? Und die Leute mit denen ich darüber rede, meinen, "ist doch nur ein Kaninchen"

Was meint ihr???

Liebe Grüße,
Hoppelina



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Benutzerbild von Skippy170609
Kaninchen
 
Registriert seit: 11.12.2009
Beiträge: 1.374
Skippy170609 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.09.2017, 18:16

Bis vor 3 Wochen hatte ich einen Patienten mit ähnlichen Problemen. Zuerst würde ich die Nierenwerte untersuchen lassen. Sollten diese schon erhöht sein, würde das bedeuten, dass bereits 2/3 des Nierengewebes geschädigt sind. In diesem Fall würde ich von der Entfernung der verkalkten Niere abraten. Ansonsten würde ich die OP wagen. Noch scheint sie ja fit zu sein.



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Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 29.09.2017, 18:17

So lange Du sie schmerzfrei halten kannst auf keinen Fall einschläfern.

Mädels-Kastras sind für einen kaninchenerfahrenen TA kein Problem, so einer kann auch Blasensteine entfernen und ggf. auch eine Niere.

Wichtig wäre ein RöBi der Lunge um herauszufinden, ob es dort durch den Tumor schon Metastasen gibt.
Wenn ja.... nur noch palliativ behandeln, wenn nein würde ich an Deiner Stelle Marinahexe nach einem guten TA befragen und mir dessen Meinung anhören.

Ein zur Zeit rumhopstendes Kaninchen würde ich (noch) nicht einschläfern.




Benutzerbild von hoppelina
Ninchen
 
Registriert seit: 29.09.2017
Beiträge: 8
hoppelina befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.09.2017, 18:35

Kann ein Kaninchen mit einer "Teilniere" gut leben?
Die eine Niere müsste ja ganz raus..., bei der andren wohl die verkalkt Stellen so wie ich es verstanden habe...




Benutzerbild von crazy curry
Kaninchen
 
Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9.398
crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.09.2017, 18:40

Also mit 1/2 Niere kann kein Kaninchen leben.
Schreib mal marinahexe an, mit deiner PLZ und sie kann dir dann kaninchenerfahrene Ta nennen.
Einen Stein kann man, eigtl., entfernen. Wichtig wäre zu wissen ob die Lunge schon Metastasen hat, dann würde ich nichts mehr machen, nur noch ordentlich mit Schmerzmitteln abdecken.



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Benutzerbild von knuffelchen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.10.2012
Beiträge: 3.566
knuffelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.09.2017, 19:25

Hi, ich habe dir ja schon im Vorstellungsthread Frau Drescher empfohlen. Sie ist sowas wie die Kaninchenpäpstin in Süddeutschland.
Wenn deine Häsin unter Schmerzmitteln noch fröhlich rumhoppelt würde ich es vielleicht auch noch mit einem Tierhomöopathen versuchen, vorausgesetzt sie hat noch keine Metastasen.
Ich habe bei meinen Kaninchen mit Homöopathie schon ganz erstaunliche Ergebnisse erzielt. So war z.B. bei Knuffelchen der Abszess hinter dem Auge beim nächsten Röntgen nach 5 Monaten auf einmal verschwunden. Und das ist belegbar, da ich beide Röntgenbilder gesehen habe.
Ich wollte bei Knuffelchen das Auge nicht entfernen lassen, aber Einschläfern auch nicht und habe es mit einer wöchentlichen Spülung und Homöopathie versucht - erfolgreich.
Wenn du es dir finanziell leisten kannst (das ist sehr wichtig, da ich selbst etwas in eine Schieflage gekommen bin) und auch genug Zeit für eine aufwendigere Behandlung zuhause hast und natürlich die Nerven (da haperts bei mir manchmal) dann würde ich eine Behandlung versuchen.



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Benutzerbild von Skippy170609
Kaninchen
 
Registriert seit: 11.12.2009
Beiträge: 1.374
Skippy170609 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.09.2017, 19:44

Zur Homöopathie: Bei Skippy (Verkalkung einer Niere, ein großer Blasenstein und ein Nebennieren-Tumor) kam keine OP mehr infrage. Die Nieren habe ich mit der SUC-Therapie von Heel unterstützt und er hatte noch 7 gute Monate.



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.09.2017, 20:11

An Tierärzten kann ich Dir folgende empfehlen:

Kleintierpraxis Drescher
Priv. Doz. Dr. med. vet. Birgit Drescher
Bientzlestraße 14
70599 Stuttgart-Birkach
Tel.: 0711 455107
www.birgit-drescher.de
Kaninchenerfahren in allen Bereichen

Tierärztliche Fachpraxis Dr. M. Eickhoff

Dr. med. vet. med. dent. Markus Eickhoff
Dr. med. vet. Sandra Eickhoff
Iptinger Straße 48
71287 Weissach bei Stuttgart
Tel: 07044/9095966
www.vet-dent.com
Kleine Heimtiere, Zahnheilkunde

Drück die Daumen, dass die Kleine wieder gesund wird!







Benutzerbild von Heublume
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 11.04.2011
Beiträge: 622
Heublume befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.09.2017, 21:03

Ehrlich gesagt würde ich, bei so vielen Baustellen, nicht mehr operieren.

Dr. Eickhoff behandelt nur Zähne.

Ich kenne noch eine Tierärztin im Großraum Stuttgart die auf Kaninchen spezialisiert ist.
Dr. Spennemann von der Tierarztpraxis Otilienhof in 73099 Adelberg. Alternativ Dr. Nadig in 73547 Lorch



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Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.09.2017, 21:13

Wenn du eh im Stuttarter Raum bist, würde ich dir empfehlen zu Frau Dr. Drescher zu gehen. Sie kennt sich gut aus, gibt Fortbildungen für Ärzte etc. Wenn dir jemand sagen kann ob sie noch Chancen hat, dann sie. Auch operieren tut sie sehr gut.



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Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 29.09.2017, 22:04

Zitat:
Zitat von Heublume Beitrag anzeigen
Ehrlich gesagt würde ich, bei so vielen Baustellen, nicht mehr operieren.
Sondern?

Es handelt sich hier nicht um einen Kaninchen"greis" (da würde ich Dir ggf. zustimmen), sondern um ein gerade mal fünfjähriges Tier..




Benutzerbild von Dillmagich
Kaninchen
 
Registriert seit: 05.09.2014
Beiträge: 2.132
Dillmagich befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.09.2017, 22:13

Ich weiß nicht 1/2 Niere ist nicht gerade viel. Bei Nierensachen wäre ich immer vorsichtig.
Wenn es mein Tier wäre würde ich es so lange Schmerzfrei halten wie möglich und es dann gehen lassen.



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Liebe Grüsse



Benutzerbild von Heublume
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 11.04.2011
Beiträge: 622
Heublume befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.09.2017, 04:04

Zitat:
Zitat von Terry Beitrag anzeigen
Sondern?

Es handelt sich hier nicht um einen Kaninchen"greis" (da würde ich Dir ggf. zustimmen), sondern um ein gerade mal fünfjähriges Tier..
Ich würde es mit Schmerzmittel abdecken und sobald es nicht mehr will euthanisieren.

Die Gebärmutter und Blasenstein zu entfernen spricht in meinen Augen nichts dagegen. Aber auch noch eine komplette Niere, wenn die andere auch nicht zu 100% gesund ist, geht in meinen Augen zu weit.



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Benutzerbild von hoppelina
Ninchen
 
Registriert seit: 29.09.2017
Beiträge: 8
hoppelina befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.09.2017, 21:49

Danke für eure vielen Antworten! !!
Es ist so eine schwere Entscheidung...




Benutzerbild von hoppelina
Ninchen
 
Registriert seit: 29.09.2017
Beiträge: 8
hoppelina befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.10.2017, 16:38

Update: Ich warte gerade auf einen Rückruf vom Tierarzt. Er hat sich das Röntgenbild nochmal angeschaut und man kann den Nierenstein rausoperieren und die Niere erhalten. Keine Metastasen. Wenn das Blut ok ist, kann sie operiert werden...




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.10.2017, 18:50

Dann drück ich feste die Daumen, dass es ihr bald wieder besser geht.



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Benutzerbild von crazy curry
Kaninchen
 
Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9.398
crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.10.2017, 19:04

Das hört sich doch schonmal gut an.
Auch ich drücke die Daumen.



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Liebe Grüße Heike



Benutzerbild von Skippy170609
Kaninchen
 
Registriert seit: 11.12.2009
Beiträge: 1.374
Skippy170609 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.10.2017, 19:11

Klingt doch erstmal super Dann drück ich weiter die Daumen.



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Benutzerbild von hoppelina
Ninchen
 
Registriert seit: 29.09.2017
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hoppelina befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.10.2017, 07:58

...Anruf vom Tierarzt: der Nierenwert ist zu hoch. Und sie verliert wohl Blut. Vermutlich der Tumor. Die Gefahr, dass sie nach der OP an Nierenversagen stirbt ist groß.
Nach dem Befund zu urteilen, muss sie große Schmerzen haben und das nicht erst seit jetzt. Ein Weiterleben lassen unter Schmerzmittel lehne er ab

Man merkt ihr kaum was an. Sie frisst usw.

Ich soll die Entscheidung jetzt fällen. Er würde operieren, aber es müsse nicht um jeden Preis sein.

Ich bin gerade so emotional, dass mir die Entscheidung sehr schwer fällt. Und um mich rum nur Leute, die eh nicht verstehen, dass man eine emotionale Bindung zu einem Kaninchen aufbauen kann!!! ��



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.10.2017, 08:29

Eine schwere Entscheidung. Aber was habt ihr zu verlieren? Ihr würde sie operieren lassen und auch auf ausreichend Schmerzmittel bestehen.

Ich denk an euch!



 
 
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