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Häsin beisst Rammler plötzlich blutig auf Kaninchen Forum

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Registriert seit: 24.06.2017
Beiträge: 801
CindyH befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.06.2017, 12:18

Häsin beisst Rammler plötzlich blutig


Hallo zusammen,

ich bin schon lange stille Mitleserin hier; da ich jetzt ein Problem mit meinen beiden Kleinen habe, hoffe ich, hier entsprechenden Rat zu finden.

Ich hab zwei drei Monate alte Widderkaninchen, ein Männchen und ein Weibchen.
Die Vorgeschichte ist folgende:

Vor einem Monat habe ich sie von einem "Züchter" mit acht Wochen gekauft.
Ich weiß, daß das noch ein recht frühes Alter ist, aber wenn ihr die Zustände dort gesehen hättet, hätte bestimmt auch keiner von euch die armen Karnickel dort zurückgelassen.
Es waren hunderte Karnickel dort vorhanden, immer in so kleinen Ställen eingesperrt, alles war wahnsinnig verdreckt, die Karnickel hatten mehr Kot als alles andere in ihren Ställen, sehr viele waren ganz offensichtlich schwer krank.
- Das waren wohlgemerkt die "Ausstellungstiere"!

Die beiden Kleinen waren versteckt hinter einem Büschel Heu in einem viel zu kleinen Käfig mit bestimmt zwanzig anderen Jungtieren.
Sie waren die ersten beiden, wo zu uns hergekommen sind, also haben wir die beiden mitgenommen.
Es hieß zu uns, daß es zwei Männchen sind..
Sie haben dort, nebst der nicht vorhandenen Hygiene, nur billigstes Trockenfutter (Pellets) und Stroh bekommen.

Zuhause angekommen, setzte ich sie erst einmal in ihren Käfig (groß, zweistöckig, mit zweierlei Versteckmöglichkeiten).
Naja, jetzt folgte das Übliche.. nach einer Eingewöhungszeit blieb der Käfig dauerhaft offen, sie haben die komplette Wohnung zur Verfügung; Futterumstellung, keine Pellets mehr; Tierarztbesuch (alles in Ordnung so weit, Faxe hat ein nasses Näschen, ist aber unter Kontrolle) etc.

Wie gesagt, wir dachten, es sind zwei Männchen.
Eines Abends versuchte Faxe direkt neben mir auf einmal Mäusle zu berammeln, was ich sofort unterbunden habe.
Ich blieb daraufhin die ganze Nacht bei den beiden, so daß kein nochmaliger Rammelversuch erfolgen konnte.
Am nächsten Tag ab zum Tierarzt, Kastration - und da kam der Anruf, daß Mäusle ein Mädel ist, grinz.

Hat mich natürlich gefreut, bei ihr wurde also nichts gemacht, Faxe wurde kastriert.
Als wir wieder mit den beiden zuhause waren, hat es erst einmal ein paar Stunden gedauert, bis beide wieder rausgekommen sind (Mäusle ist schon recht zutraulich, aber Faxe hat immer sehr viel Angst und braucht noch länger).

- Wohlgemerkt, die Kastra fand in der elften Woche statt; Tierarzt meinte, eine Trennung sei nach der Kastra nicht nötig und es wurde seitens Faxe seither auch kein Rammelversuch mehr unternommen, geschweige denn, daß er Anzeichen für Rammelfreudigkeit zeigen würde.

Klar, Faxe war geschwächt von der OP und roch nach Arzt; Mäusle hat ihn sofort angegriffen.
Da bin ich erst mal dazwischen, weil der arme Kerl sich noch gar nicht wehren konnte.
Nach weiteren zwei oder drei Stunden hat er sich besser erholt und kam wieder aus seinem Versteck raus - und wieder ging es los. Als ich sah, daß Mäusle versucht hatte, Faxe in den Hals zu beissen, bin ich wieder dazwischen.
In der Nacht dann gings nochmal los; diesmal bin ich nicht dazwischen.
Sie haben in der Küche gewütet, auf einmal war es still und dann kam Faxe mit hochgestrecktem Bürzel und sichtlich stolz ins Wohnzimmer.
Mäusle lag in der Küche in der Ecke, ist aber nichts wildes passiert, kleinere, nicht blutende Wunden, die man durch das Fell gar nicht mal sieht.
Mäusle hatte daraufhin einen Tag lang Angst vor Faxe und dann hat sie sich unterworfen:
sie hat sich vor ihm hingelegt und er fing an, sie zu putzen.

Seitdem waren sie wieder ein Herz und eine Seele und obwohl Faxe der Ranghöhere war, hat er immer sie geputzt ;-)

Das ist jetzt zwei Wochen her.
Seit vorgestern abend ist alles anders.

Die beiden haben gespielt und sind in der Wohnung rumgefetzt, Faxe hat Mäusle noch abgeschleckt, dann sind sie in die Küche gehoppelt und schon hab ichs gehört... wieder Streit.
Gut, kennen wir ja schon, lasse ich sie mal ihren Streit austragen, dachte ich.
Die beiden haben sich die ganze Nacht bis in die frühen Morgenstunden gefetzt, ich war ständig am Fell aufsammeln.
Beide haben immer wieder angefangen; zusammen in einem Raum ging gar nicht mehr, der eine hat nur noch gefressen, wenn der andere nicht da war.
Einmal mußte ich dazwischen gehen, weil sie sich gegenseitig in Hintern verbissen hatten.
Aber alles noch relativ gut, kein Blut.
Irgendwann sind sie wohl müde geworden und jeder hat sich in einen anderen Raum zum schlafen gelegt.

Im Lauf des gestrigen Tages gings dann weiter.
Gleich beim ersten Aufeinandertreffen, ich weiß nicht, wer diesmal angefangen hat - wieder so verbissen, daß mein Mann dazwischen gehen mußte, aber kein Blut.
Faxe geht auch allgemein zärtlicher mit ihr um wie sie mit ihm, selbst beim Streit.

So gings dann wieder den ganzen Tag lang... natürlich immer Ruhephasen dazwischen, wo sich einer von beiden verzogen hat.
Mäusle hat eine kleine Blessur unterm Auge, nicht blutig, sieht eher aus, wie wenn das Fell dort tief gerupft wurde oder eine Kralle hin kam.

Plötzlich scheint Faxe darauf keine Lust mehr gehabt zu haben, denn obwohl er körperlich überlegen scheint, haute er jetzt immer ab, sobald er Mäusle sah, weswegen ich ihm sein Fressen schon nachtragen mußte.
Aber in der gestrigen Nacht bzw den Morgenstunden sind sie wieder aufeinandergetroffen, Mäusle hat angefangen.
Einmal quer durch die ganze Wohnung gefetzt, überall Fell - und plötzlich war Ruhe.
Also schaute ich nach den beiden..
Mäusle saß schockiert (wie es mir schien) neben Faxe und Faxe hatte ein blutiges Ohr und auch aufm Boden Blut hinterlassen.
(Es ist aber nur das Ohr, wie ich sehen konnte; es ist auch noch ganz, es geht ihm so weit gut, ich hab Panthenol draufgeschmiert.)
Faxe kam zu mir und Mäusle kam auch schon wieder hinterher, aber langsam, mit gesenktem Bürzel, also ich weiß nicht, was sie machen wollte.
Jedenfalls rannte Faxe weg und verkroch sich für Stunden.

Ich habe ihm sämtliches Fressen in sein Versteck gebracht und getröstet, der arme Kerl scheint mir ganz traurig.
Mäusle hingegen fühlte sich jetzt richtig wohl, markierte alles (mitm Kinn) und bekam auch wieder ihren üblichen Spinner (Bockhüpfer etc).
Sie hat in den ganzen Stunden, wo Faxe nicht rauskam, ihn wohl auch überhaupt nicht vermisst, während Faxe ein Trauerkloß ist.

Als ich gestaubsaugt habe, bekam Mäusle Angst und rannte Richtung Versteck, wo Faxe war. Faxe ist daraufhin unters Sofa, welches gleich dort steht, Mäusle ist nicht hinterher.
Einmal wollte sie dann später noch in das Versteck, davon hab ich sie aber erst mal abgehalten, damit Faxe zur Ruhe kommt.
Irgendwann vor paar Stunden begab sich Mäusle dann auf ihren Schlafplatz im Flur, dann kam Faxe endlich wieder raus.
Er liegt jetzt im Schlafzimmer, Mäusle wie gesagt im Flur.

.. Was soll ich jetzt tun?
Ich weiß gar nicht, warum auf einmal Streit da ist, nichts wurde verändert.
Und ich weiß auch nicht, wie sich die beiden wieder vertragen sollen.
Ich hab eine 60qm Wohnung, die beide voll nutzen; der einzig neutrale Raum ist das Badezimmer.
Mir ist äußerst unwohl bei dem Gedanken, daß die beiden nachher wieder aufeinandertreffen.
Ich versteh auch überhaupt nicht, warum Mäusle Faxe gleich blutig beisst - sonst zeigt sie keinerlei Verhaltensauffälligkeit, alles normal, nur Faxe scheint sie auf einmal nicht mehr leiden zu können, von einer Minute auf die andere.
Die beiden waren bisher so lieb zueinander, wirklich putzig - und jetzt plötzlich so derb?

Entschuldigt die lange Nachricht, aber so wisst ihr gleich über alles Bescheid.



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Aen Aen ist offline
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 928
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.06.2017, 12:34

Zitat:
Zitat von CindyH Beitrag anzeigen

Ich hab zwei drei Monate alte Widderkaninchen, ein Männchen und ein Weibchen.
Die Vorgeschichte ist folgende:

Vor einem Monat habe ich sie von einem "Züchter" mit acht Wochen gekauft.

Zitat:
Wie gesagt, wir dachten, es sind zwei Männchen.
Eines Abends versuchte Faxe direkt neben mir auf einmal Mäusle zu berammeln, was ich sofort unterbunden habe.
Ich blieb daraufhin die ganze Nacht bei den beiden, so daß kein nochmaliger Rammelversuch erfolgen konnte.
Am nächsten Tag ab zum Tierarzt, Kastration - und da kam der Anruf, daß Mäusle ein Mädel ist,

Zitat:
- Wohlgemerkt, die Kastra fand in der elften Woche statt;

Zitat:
Das ist jetzt zwei Wochen her.
Seit vorgestern abend ist alles anders.

Hallo Cindy,

erstmal willkommen im Forum!

Ich will Dich nun nicht kirre machen und weiß auch nicht wirklich, ob ich die beschriebenen Abläufe zeitlich richtig sortiere - aber kannst Du denn ausschließen, dass das Weibchen trächtig ist? Wenn ich alles richtig verstanden habe, waren während der einmaligen "Rammelsituation" beide unkastriert, oder?
Das wäre mindestens eine Erklärung für ihr kiebiges Verhalten, das gerade derart ins Extreme umschlägt.

Grüße,
Aen



CindyH likes this.

Geändert von Aen (24.06.2017 um 12:36 Uhr).

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Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 24.06.2017, 12:42

Mäusle kommt gerade in die Pubertät, da werden die Mädels häufig extrem zickig. Ihr macht das schon richtig, dass Ihr das die beiden selber klären lasst und nur kontrolliert dass keiner schwer verletzt wird.

Eine Trächtigkeit würde ich in dem Alter nach Lage der Dinge ausschließen, das rammeln was Ihr beobachtet habt ist ja auch Dominanzverhalten.


Wegen der Zustände bei dem Vermehrer würde ich das Veterinäramt einschalten.

Wenn Du das nicht magst, kannst Du versuchen Unterstützung beim Kaninchenschutz zu bekommen, die haben dort auf ihrer HP auch regionale Ansprechpartner für die verschiedenen Bundesländer.




Gesperrt
 
Registriert seit: 24.06.2017
Beiträge: 801
CindyH befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.06.2017, 12:58

Ausschließen kann ich eine Trächtigkeit zwar natürlich nicht, aber es würde mich doch schwer wundern.
Es war ja noch eine Kastra vor der zwölften Woche und es gab nur den einen einzigen Rammelversuch seitens Faxe, wo ich sofort, innerhalb von zwei Sekunden, gestoppt habe.
Auch der Arzt meinte, daß er nicht glaubt, daß was passiert ist, weil seine Hoden auch sehr klein gewesen seien - und seit der Kastra zeigt er ja wirklich keinerlei Verhaltensweisen von einem Rammler mehr.

Mäusle zeigt auch keine Anzeichen für eine Trächtigkeit; weder baut sie ein Nest (der Rammelversuch ist ja schon zwei Wochen her) noch frisst sie mehr noch ist sie uns gegenüber aggressiv oder sonstiges.

Aber natürlich habe ich daran auch schon gedacht - ich hab schon an vieles gedacht, mach mir furchtbare Sorgen, ich bin mit meinen Karnickeln immer wie eine Glucke.
Jetzt zB auch, ich lass die gar nicht mehr aus den Augen und hab Schlaf für mich gleich mal komplett ausfallen lassen ;-)

Mein Tierarzt ist aber sowieso erst Montag wieder da, zur Vertretung will ich auf keinen Fall, alles andere ist zu weit weg - und ich hoffe doch mal sehr, daß die beiden sich bis Montag wieder eingekriegt haben.

Kann es sein, daß Mäusle durchdreht, weil sich der Geruch von Faxe ja gerade noch verändert? Die Hormone bauen sich nach einer Kastra ja doch erst innerhalb von sechs Wochen vollständig ab..

Jedenfalls, Tierarzt meinte, ich solle beide trennen (verschiedene Räume), wenn Blut fließt und stundenweise zusammenlassen; von dem Vorschlag halte ich aber irgendwie gar nichts.
Zumal dann einer definitiv auch weniger Aufmerksamkeit bekommen würde und wie abgeschoben wäre, weil sich das Leben natürlich im Wohnzimmer abspielt - da denke ich mir, daß dann die Aggressionen eher noch mehr werden.
Platz zum aus-dem-Weg-gehen haben sie ja genug und jetzt haben sie sich ja auch schon paar Stunden nicht mehr gesehen, das erfüllt ja dann eh den selben Zweck.

Also, einfach weitermachen lassen und wieder dazwischen gehen, wenns zu heftig wird? Und dann hoffen, daß irgendwann mal wieder gut ist?
Oder mal in ne Transportkiste und ne kleine Autofahrt machen?
Ach je, so einen Streß hatt ich auch noch nicht




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Registriert seit: 24.06.2017
Beiträge: 801
CindyH befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.06.2017, 13:00

Zitat:
Zitat von Terry Beitrag anzeigen
Wegen der Zustände bei dem Vermehrer würde ich das Veterinäramt einschalten.

Wenn Du das nicht magst, kannst Du versuchen Unterstützung beim Kaninchenschutz zu bekommen, die haben dort auf ihrer HP auch regionale Ansprechpartner für die verschiedenen Bundesländer.
Das haben wir auch schon überlegt, aber mit dem lieben Veterinäramt haben wir bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht.
Einmal wegen einem Hund und mehrmals schon wegen Kaninchen - immer wurde abgewiegelt, ist alles gar nicht so schlimm, man hat sich das nicht einmal angeschaut.
Wir wissen doch, daß viel nur Heuchelei ist und gerade Kaninchen irgendwie gar nichts zählen.




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Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 24.06.2017, 13:01

Ja, lass sie machen und pass mit Verletzungen auf.

Hast Du Betaisodona-Lösung im Haus?
Das ist gut zum desinfizieren wenn ein Ratscher etwas blutet. Kriegst Du in jeder Apotheke.




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Registriert seit: 03.07.2015
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Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 24.06.2017, 13:02

Zitat:
Zitat von CindyH Beitrag anzeigen
Das haben wir auch schon überlegt, aber mit dem lieben Veterinäramt haben wir bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht.
Einmal wegen einem Hund und mehrmals schon wegen Kaninchen - immer wurde abgewiegelt, ist alles gar nicht so schlimm, man hat sich das nicht einmal angeschaut.
Wir wissen doch, daß viel nur Heuchelei ist und gerade Kaninchen irgendwie gar nichts zählen.
Dann Versuch es doch mal über den Kaninchenschutz?
Der ist deutschlandweit bekannt, vielleicht kann von deren Seite mehr Druck auf das VetAmt ausgeübt werden.




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Registriert seit: 24.06.2017
Beiträge: 801
CindyH befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.06.2017, 13:08

Ich werde mich dann mal beim Kaninchenschutz erkundigen, danke für den Hinweis, ich denke noch immer oft an die armen Karnickel und hätt am liebsten alle mitgenommen.

Betaisodona kenne ich nicht und hab ich nicht, Apotheken haben jetzt alle dicht und ich hab zur Zeit kein Auto (das ist nämlich auch kaputt).. aber ich hab normales Desinfektionsspray, was auch im Krankenhaus benutzt wird, geht das auch?
Ansonsten Rivanol oder Panthenol.




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Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 24.06.2017, 13:09

Das aus dem KH würde ich vorsichtshalber nicht nehmen, Rivanol geht aber auch, mit Panthenol hab ich keine Erfahrungen.




Aen Aen ist offline
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 928
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.06.2017, 13:12

Zitat:
Zitat von CindyH Beitrag anzeigen
aber ich hab normales Desinfektionsspray, was auch im Krankenhaus benutzt wird, geht das auch?
Ansonsten Rivanol oder Panthenol.
Hm, eine Idee wäre noch, bei irgendjemandem (Nachbarn?) mit Kind/ern nachzufragen. Die haben gerne Octenisept im Haus, weil das nicht brennt. Und soweit ich weiß, wird das auch bei Tierwunden empfohlen.

Grüße,
Aen



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 17.08.2016
Beiträge: 103
Amy Rose befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.06.2017, 13:23

Zitat:
Zitat von CindyH Beitrag anzeigen
Das haben wir auch schon überlegt, aber mit dem lieben Veterinäramt haben wir bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht.
Einmal wegen einem Hund und mehrmals schon wegen Kaninchen - immer wurde abgewiegelt, ist alles gar nicht so schlimm, man hat sich das nicht einmal angeschaut.
Wir wissen doch, daß viel nur Heuchelei ist und gerade Kaninchen irgendwie gar nichts zählen.

Das dumme ist; wenn ihr so gar nichts macht habt ihr diesen "Züchter" gerade Kaninchen abgekauft, der freut sich über die Kohle und die arme Mutterhäsin wird wieder nachgedeckt, weil nun ist ja wieder Platz. Ihr habt diesen "Züchter" also nicht nur mit dem Kauf bestätigt sondern auch unterstützt.




Gesperrt
 
Registriert seit: 24.06.2017
Beiträge: 801
CindyH befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.06.2017, 13:29

Zitat:
Zitat von Amy Rose Beitrag anzeigen
Das dumme ist; wenn ihr so gar nichts macht habt ihr diesen "Züchter" gerade Kaninchen abgekauft, der freut sich über die Kohle und die arme Mutterhäsin wird wieder nachgedeckt, weil nun ist ja wieder Platz. Ihr habt diesen "Züchter" also nicht nur mit dem Kauf bestätigt sondern auch unterstützt.
Ich sagte doch, ich werde mich bei dem Kaninchenschutzbund erkundigen.

Und ansonsten, ehrlich gesagt lasse ich mir lieber den Vorwurf gefallen, den Züchter durch meinen Kauf unterstützt zu haben als daß ich zugesehen hätte, wie jedes einzelne dieser Kaninchen dort einen elenden Tod sterben wird.
So haben zumindest zwei ein schöneres Leben bekommen - denn auf der Welt sind sie ja eh schon, soll man sie dann dort beim Züchter leiden lassen, wenn das Veterinäramt ja sowieso nichts unternimmt?

Ist nicht böse gemeint, aber die Logik erschließt sich mir nicht.
Hätte ich gewußt, was das für ein Züchter ist, wäre ich dort gar nicht hin.
Ich hab jedoch vor circa sieben Jahren auch sehr gute Erfahrungen mit einem Züchter gemacht (den es jetzt leider nicht mehr gibt), also fuhr ich dorthin.
Weil der uns zwei Stunden warten ließ, hatten wir genug Möglichkeit, alle Karnickel zu begutachten.. und wir gingen mit dem Vorsatz hin, erst mal nur zu schauen.. aber als wir genug gesehen hatten, meinte mein Menne, daß er die Karnickel keinen Tag länger in der Hölle sitzen läßt.




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Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 24.06.2017, 13:55

Naja, vom Grundsatz hat Amy Rose ja nicht unrecht, denn man sollte keinen Züchter/Vermehrer unterstützen so lange es noch tausende von "weggeworfenen" Kaninchen in Tierheimen oder Pflegestellen gibt. Die kommen ja auch häufig von solchen Leuten.

Natürlich, für Deine beiden beginnt jetzt endlich ein schönes Leben, aber andere "wachsen" jetzt nach, wenn man Züchtern/Vermehrern nicht endlich durch Missachtung ihre Geschäftsgrundlage entzieht.
Und damit meine ich jetzt nicht nur den Tierquäler wo Eure Süßen jetzt herstammen, sondern alle tausenden von Vermehrern in D.

Ich persönlich hätte, wenn ich schon mal da bin, wohl auch am liebsten alle eingesteckt, deswegen suche ich solche Orte auch gar nicht erst auf.



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 17.08.2016
Beiträge: 103
Amy Rose befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.06.2017, 14:28

Zitat:
Zitat von CindyH Beitrag anzeigen
Ich sagte doch, ich werde mich bei dem Kaninchenschutzbund erkundigen.

Und ansonsten, ehrlich gesagt lasse ich mir lieber den Vorwurf gefallen, den Züchter durch meinen Kauf unterstützt zu haben als daß ich zugesehen hätte, wie jedes einzelne dieser Kaninchen dort einen elenden Tod sterben wird.
So haben zumindest zwei ein schöneres Leben bekommen - denn auf der Welt sind sie ja eh schon, soll man sie dann dort beim Züchter leiden lassen, wenn das Veterinäramt ja sowieso nichts unternimmt?

Ist nicht böse gemeint, aber die Logik erschließt sich mir nicht.
Hätte ich gewußt, was das für ein Züchter ist, wäre ich dort gar nicht hin.
Ich hab jedoch vor circa sieben Jahren auch sehr gute Erfahrungen mit einem Züchter gemacht (den es jetzt leider nicht mehr gibt), also fuhr ich dorthin.
Weil der uns zwei Stunden warten ließ, hatten wir genug Möglichkeit, alle Karnickel zu begutachten.. und wir gingen mit dem Vorsatz hin, erst mal nur zu schauen.. aber als wir genug gesehen hatten, meinte mein Menne, daß er die Karnickel keinen Tag länger in der Hölle sitzen läßt.

Was dieser Züchter braucht, ist so leid es mir tut, dass er auf seinen Kaninchen sitzen bleibt.
Was meinst du wie toll es das Mutterkaninchen von deinen neuen Kaninchen findet, wieder nachgedeckt zu werden?
Der "Züchter" hat auch noch schön neues Geld bekommen und wieder Platz für weiteren Nachwuchs.

Ja, die Tiere tun einen leid. Aber sie zu unterstützen beendet das Tierleid dort nicht. Dort wachsen nun x Generationen neuer Kaninchen auf, die genauso arm dran sind wie deine. Der einzige der da lacht, ist der "Züchter" dem ist das egal ob du aus Mitleid oder warum auch immer kaufst. Hauptsache Geld.




Aen Aen ist offline
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 928
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.06.2017, 14:50

Zitat:
Zitat von Amy Rose Beitrag anzeigen
Was dieser Züchter braucht, ist so leid es mir tut, dass er auf seinen Kaninchen sitzen bleibt.

Eine klassische Patt-Situation, in der nicht entschieden werden kann, welches Verhalten aus diesem ethischen Dilemma herausführen würde.

Dass Cindy ihrem Impuls folgte, die konkrete Leidsituation zweier konkreter Kaninchen beenden zu wollen, als sie direkt damit konfrontiert war, löst den Knoten zwar nicht, ist andererseits auch nicht rechtfertigungsbedürftig, meine ich. Nicht vor Dir, mir oder sonstwem.

Denn Du oder ich sind es nicht, die mit dem Gedanken im weiteren hätten klarkommen müssen, uns vom konkret erlebten Leid eines Tieres abgewendet zu haben, weil der abstrakte Nutzen (hier: dem Züchter ausreichend zu schaden) rational nicht befriedigend aufging.



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Geändert von Aen (24.06.2017 um 15:13 Uhr).

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CindyH befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.06.2017, 15:15

Ich versteh Eure Argumente schon auch, das ist mir alles klar.
Aber: ich werde niemals einfach gehen, wenn ich sehe, daß Tiere so gehalten werden - und darüber gibt es keine Diskussion, mir tut es schon leid genug, daß ich nur zwei mitnehmen konnte.

Das Problem ist nicht das Verhalten von uns, sondern das System an sich.
Mit strikten Gesetzen wäre dem allem ganz einfach und schnell ein Riegel vorzuschieben, nicht nur bei Kaninchen, auch bei der Schweinezucht usw usf.
Diese Gesetze sind heutzutage aber nicht mehr gegeben - unsere Aufgabe ist es von daher sicherlich nicht, dem Leiden solcher Tiere zuzusehen.

Das Leiden der Tiere ist nicht unser Verschulden - wenn wir so etwas sehen und die Tiere dann trotz anderer Option einfach dort lassen, das ist dann tatsächlich unser Verschulden.

Und zum Vorschlag mit dem Tierheim: nicht jeder möchte zum Tierheim, das sollte auch akzeptiert werden.
Wie gesagt, meine ersten Erfahrungen mit einem Züchter waren äußerst positiv und ich setze mich mit dem Kaninchenschutz in Verbindung - aber dafür, daß ich die zwei Kleinen da raus geholt habe, schäm ich weder noch hab ich auch nur ansatzweise ein schlechtes Gewissen.
Ich weiß, daß das Problem in den politischen Grundsätzen dieses System begründet liegt und nicht an meinem Mitgefühl für die Pelzkugeln.

--

So, jetzt möchte ich aber noch schnell anfügen, daß sich die beiden gerade wieder getroffen und sofort wieder gerauft haben, diesmal aber scheinbar zumindest nicht blutig..




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 17.08.2016
Beiträge: 103
Amy Rose befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.06.2017, 15:40

Zitat:
Zitat von CindyH Beitrag anzeigen
Ich versteh Eure Argumente schon auch, das ist mir alles klar.
Aber: ich werde niemals einfach gehen, wenn ich sehe, daß Tiere so gehalten werden - und darüber gibt es keine Diskussion, mir tut es schon leid genug, daß ich nur zwei mitnehmen konnte.

Das Problem ist nicht das Verhalten von uns, sondern das System an sich.
Mit strikten Gesetzen wäre dem allem ganz einfach und schnell ein Riegel vorzuschieben, nicht nur bei Kaninchen, auch bei der Schweinezucht usw usf.
Diese Gesetze sind heutzutage aber nicht mehr gegeben - unsere Aufgabe ist es von daher sicherlich nicht, dem Leiden solcher Tiere zuzusehen.

Das Leiden der Tiere ist nicht unser Verschulden - wenn wir so etwas sehen und die Tiere dann trotz anderer Option einfach dort lassen, das ist dann tatsächlich unser Verschulden.

Und zum Vorschlag mit dem Tierheim: nicht jeder möchte zum Tierheim, das sollte auch akzeptiert werden.
Wie gesagt, meine ersten Erfahrungen mit einem Züchter waren äußerst positiv und ich setze mich mit dem Kaninchenschutz in Verbindung - aber dafür, daß ich die zwei Kleinen da raus geholt habe, schäm ich weder noch hab ich auch nur ansatzweise ein schlechtes Gewissen.
Ich weiß, daß das Problem in den politischen Grundsätzen dieses System begründet liegt und nicht an meinem Mitgefühl für die Pelzkugeln.

--

So, jetzt möchte ich aber noch schnell anfügen, daß sich die beiden gerade wieder getroffen und sofort wieder gerauft haben, diesmal aber scheinbar zumindest nicht blutig..
Was Schuld ist ist Angebot und Nachfrage.
Wer kauft fördert das Angebot, aber hauptsache die Schuld anderen zuschieben...

Wären die Leute nicht so geizig und würden zum billigvermehrer gehen, hätte das Tierheim vermutlich nicht mal ganz so viele Bewohner.




Gesperrt
 
Registriert seit: 24.06.2017
Beiträge: 801
CindyH befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.06.2017, 19:16

Zitat:
Zitat von Amy Rose Beitrag anzeigen
Was Schuld ist ist Angebot und Nachfrage.
Wer kauft fördert das Angebot, aber hauptsache die Schuld anderen zuschieben...

Wären die Leute nicht so geizig und würden zum billigvermehrer gehen, hätte das Tierheim vermutlich nicht mal ganz so viele Bewohner.
Nein, was schuld ist, ist ein System, welches solche Zustände überhaupt nur zuläßt und diese durch entsprechende (Um)erziehung der Leute sogar noch fördert.

Ich schnitt es schon an, das ist wie mit den Schweinen - nicht diejenigen, wo viel Fleisch essen, sind an den miserablen Haltungsbedingungen schuld, sondern das politische System, welches es solchen Kreaturen überhaupt erlaubt, Tiere zu halten und zugleich derartig miserable wirtschaftliche Rahmenbedingungen schafft, daß die Leute darauf angewiesen sind, bei solchen Betrieben ihr Fleisch zu kaufen.

Daß das, was vom System zu solcherlei Themen kommt, reine Irreführung von uns ist, zeigt zB auch das Thema "Bio".. habt ihr tatsächlich schon mal gesehen, was die derzeitigen sogenannten Biostandards sind? Das ist immer noch Tierquälerei vom Feinsten!

Und bitte, nicht sagen, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, denn es bestehen gewisse Kausalitäten; insbesondere zeigen diese Themen, wie das System tatsächlich zum Tierschutz steht und erklärt zB auch, warum Veterinärämter in den seltensten Fällen wirklich einschreiten.

"Angebot und Nachfrage" ist eine typische Ausrede, die man uns hier tagtäglich eintrichtern will, damit wir die Schuld wieder mal bei uns suchen, uns für dementsprechende "Verbesserungsvorschläge" manipulier- und lenkbar zeigen, aber ja nicht darauf kommen, das System BRD an sich mal zu hinterfragen.

Das ganze war hier eigentlich gar nicht mein Thema, aber es sagt für mich sehr viel aus, wenn Du der Ansicht bist, ich hätte die Hasen gleich dort lassen sollen...




Geändert von CindyH (24.06.2017 um 19:19 Uhr).

Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 24.06.2017, 20:39

Es ist halt ein wirklich schwieriges Thema, man fühlt sich hilflos und wütend und wird solche Bilder auch nur schwer wieder los. Grundsätzlich bin auch ich der Meinung, dass man solchen Leuten nicht einen Cent geben darf um sie nicht zusätzlich zum weitermachen zu animieren. Die Tatsache dass ihr euch so lange dort umsehen konntet weist für mich darauf hin, dass dieser Mensch es bewusst darauf anlegt, Mitleidskäufe zu verursachen!

Und trotzdem kann ich euch verstehen. Hätte ich dieses Leid gesehen, wäre es mir wohl nicht anders gegangen als euch. Aus der Ferne lässt sich leichter sagen, man hätte kein Tier dort mitnehmen sollen als wenn man dort vor all dem Elend steht, und wirklich die Individuen sieht.

Zitat:
Zitat von CindyH Beitrag anzeigen
...
So, jetzt möchte ich aber noch schnell anfügen, daß sich die beiden gerade wieder getroffen und sofort wieder gerauft haben, diesmal aber scheinbar zumindest nicht blutig..
Sind die beiden dauerhaft zusammen, oder trennst du zwischendurch? Achte bitte auf Sackgassen, tausch nach Möglichkeit Häuser mit nur einem Eingang durch Kartons mit mehreren Eingängen aus und rück Einrichtungsgegenstände von den Wänden weg. Das vermindert die Gefahr ernsterer Beißereien.




Gesperrt
 
Registriert seit: 24.06.2017
Beiträge: 801
CindyH befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.06.2017, 22:41

Zitat:
Zitat von Lupine Beitrag anzeigen

Sind die beiden dauerhaft zusammen, oder trennst du zwischendurch? Achte bitte auf Sackgassen, tausch nach Möglichkeit Häuser mit nur einem Eingang durch Kartons mit mehreren Eingängen aus und rück Einrichtungsgegenstände von den Wänden weg. Das vermindert die Gefahr ernsterer Beißereien.
Sie sind dauerhaft zusammen, bisher habe ich sie nicht getrennt, weil sie genügend Platz haben, um sich aus dem Weg gehen zu können.
Es gibt keine Sackgassen, alle Verstecke haben mindestens zwei Eingänge.

Aber das alles nützt gar nichts, weil Mäusle Faxe gezielt aufsucht und dann auf ihn losgeht. Der arme kleine Kerl schaut nur noch traurig aus, traut sich nicht mal mehr zum Fressen oder aufs Klo. Er versucht dann meistens abzuhauen, aber Mäusle läßt immer so lange nicht locker und jagt ihn, bis sie ihm weh getan hat, obwohl er sich nicht mal mehr wehrt.

Vorhin standen wir dabei, als Mäusle Faxe wieder mal gesucht hat.
Sie ist schon ein kleines Miststück, denn weil sie sah, daß wir dabei stehen und genau aufpassen, was sie macht, hat sie so getan als würde sie von Faxe ja gar nichts wollen. Allerdings hat sie schon provoziert, hat sich in seinem Versteck überall gerieben und gewälzt; Faxe hat vor lauter Angst geklopft.
Mäusle ging dann irgendwann wieder, weil sie uns beobachtete und merkte, daß wir von Faxe nicht weggehen.
Daraufhin schaute Faxe ganz gelöst und hat erst mal was gefressen.

Seitdem war jetzt erst mal wieder Ruhe, Faxe war in seinem Versteck, Mäusle trieb sich bei uns rum.
Aber jetzt ging es nicht mehr.. auf einmal sprang sie los, ab in sein Versteck und ging schon wieder auf ihn los. Mein Mann mußte sie jetzt wegnehmen, Faxe verkraftet das alles nicht mehr - er liebt Mäusle und sieht aus, als würde er die Welt nicht mehr verstehen, ist nur noch traurig.
Wir mußten Mäusle jetzt erst einmal in Käfig tun, Faxe muß jetzt zur Ruhe kommen und Mäusle muß jetzt merken, daß es so nicht geht.
Ich weiß, daß mich dafür jetzt wahrscheinlich viele angreifen werden, weil der Käfig natürlich im Wohnzimmer steht und Faxe draußen rumhüpfen darf, aber ich habe hier erstens mal nicht wirklich die Möglichkeit, die beiden richtig zu trennen und zweitens weiß ich von meinen früheren Karnickeln her, daß man diese doch recht gut erziehen kann, wenn man sie eben auch wie Kinder bestraft.
Die Kleinen sind viel intelligenter, als man ihnen immer nachsagt und bisher hatten meine Erziehungsmethoden bei Karnickeln immer gefruchtet, wenn es auch dauerte (und meine Karnickel waren alle durchweg glücklich, lebendig und zutraulich).
Und was Mäusle da gerade abzieht, sieht mir ganz und gar nicht mehr nach Rangkämpfen aus, sie will Faxe einfach nur verletzen.

Mäusle wird jetzt auf jeden Fall erst mal bis morgen im Käfig bleiben müßen, welcher ja auch groß genug ist.
Zumal ich nicht dauerhaft wach bleiben kann, ich hab in den letzten zwei Tagen schon nur vier Stunden geschlafen, weil ich dauernd auf die beiden aufpassen mußte, um ernste Verletzungen zu verhindern; das geht auf Dauer so einfach nicht.
Dann lassen wir sie wieder raus und schauen mal, was passiert.

Ich weiß nicht, was mit ihr los ist und verzweifel irgendwie langsam - bis vor zwei Tagen waren sie lieb zueinander!! Und nichts fiel vor, nichts wurde verändert.
Ich hoff wirklich, daß die sich wieder einkriegt, so ist das kein Zustand.

War es denn bei einem von euch auch schon mal so, daß ein liebevolles Pärchen auf einmal aus heiterem Himmel so drastisch umschwenkt, daß nicht mehr aufgehört wird und es wirklich darum geht, den anderen zu verletzen??



 
 
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