Oder neu anmelden!

 
Zurück   Kaninchenforum - Das Kaninchen Forum Online > Kaninchen Forum > Kaninchenhaltung & Allgemeines
Willkommen bei Kaninchenforum - Das Kaninchen Forum Online.

Du schaust Dir das Kaninchen-Forum gerade als Gast an, und kannst noch nicht alle Funktionen nutzen.
 

 
Hier kannst Du Dir jetzt kostenlos einen Benutzernamen auswählen.
(Als angemeldeter Kaninchenforum-Benutzer siehst Du diese Box nicht!)


Vergesellschaftung nach vermutlich langer Einzelhaltung? auf Kaninchen Forum

Like Tree25Likes

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht

Benutzerbild von Theolotta
Ninchen
 
Registriert seit: 09.11.2016
Beiträge: 28
Theolotta befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.11.2016, 02:12

Vergesellschaftung nach vermutlich langer Einzelhaltung? (VG läuft)


Hallo ihr Lieben =)

tut mir Leid, dass ich hier reinplatze ohne mich vorher wenigstens vorzustellen, aber wir sind gerade ein wenig im Stress (kaninchenbezogen und auch anders).

Am Wochenende ist leider unsere Kaninchendame verstorben .
Damit sich ihr Partner nicht einsam fühlt, soll er möglichst bald eine neue Spiel- und Kuschelgefährtin bekommen. Aus einem Tierheim in der Nähe haben wir schon eine Kaninchendame in Aussicht, die, wenn alles gut läuft, Ende der Woche bei uns einzieht .

Da wir selber noch keine Vergesellschaftung durchgeführt haben, sind wir uns dort noch unsicher. Wir wollen möglichst alles richtig machen und vor allem kein Kaninchen gefährden oder traumatisieren.

Unser Theo ist ca. 5 Jahre alt und relativ zierlich.
Er ist damals schon mit seiner Partnerin gemeinsam bei uns eingezogen und die beiden waren ein Herz und eine Seele. "Rangkämpfe" gab es nur sehr selten und in Form von kurzem Rammeln und dann war auch wieder gut. Wir sind uns nicht sicher, wer von beiden das Sagen hatte

Seine (hoffentlich) neue Partnerin ist ebenfalls 5 Jahre alt und lebt(e) in Einzelhaltung. Es ist nicht bekannt, ob sie mal mit einem anderen Kaninchen zusammengelebt hat und wenn ja, wie lange das her ist. Deshalb weiß keiner, wie sie sich anderen Kaninchen gegenüber verhält.


Nach der geplanten 1-2 wöchigen Quarantäne wollten wir die beiden in einem ausreichend großen Gehege (min. 6 m²) und in einem neutralen Raum zusammensetzen und auch nicht mehr trennen (außer es kommt zu sehr schweren Kämpfen mit gefährlichen Verletzungen).

Dazu haben sich inzwischen mehrere Fragen ergeben:
  1. Die Mitarbeiterin im Tierheim empfohl allerdings zunächst ein weiteres Gehege neben seinem Aufzubauen, um ein kennenlernen von Gitter zu Gitter zu ermöglichen. Außerdem wäre beim Zusammensetzen eine Trennung beider Tiere durch ein Gitter besser, wenn wir schlafen oder das Haus verlassen.
    Wäre das nicht eigentlich schädlich? Oder ist das nach langer Einzelhaltung anders?
  2. Stört ein regelmäßiges Betreten oder Durchqueren des Geheges die Vergesellschaftung?
    Unsere Wohnung ist eher klein und neutrale Räume wären nur das Bad oder der Flur. Aufgrund der Form und Größe ließe sich dort aber kein Teil nur für die Kaninchen abtrennen und es würden viele unserer Laufwege durch das Gehege führen.
  3. Ist der Raum neutral genug, wenn wir das Gehege stattdessen in einem Bereich im Wohnzimmer aufbauen, den Theo noch nie erkunden konnte?
    Dort steht auch das bisher bewohnte Gehege, das wieder bezogen werden soll und der Freilaufbereich. Wahrscheinlich riecht es dort also trotzdem bereits nach ihm. Ist das problematisch oder dann eher zu vernachlässigen, wenn es keine direkten Geruchsmarken von ihm gibt?

Wie ihr seht, Fragen über Fragen Aber wir wollen einfach gut informiert und vorbereitet in die Vergesellschaftung starten und wünschen uns natürlich möglichst wenig Komplikationen

Vielen Dank schonmal an alle, die sich durch diesen Endlosbeitrag überhaupt durchgekämpft haben und natürlich auch für alle Antworten und Hilfen




Geändert von Theolotta (19.11.2016 um 05:02 Uhr).
Kaninchen Forum Werbeninchen
Werbe-Kaninchen
 
Diese Werbung wird auf diese Weise nicht angezeigt
wenn man angemeldet bzw. registriert ist.
Jetzt kostenlos einen Usernamen auswählen
und bei Kaninchenforum.de angemeldet sein
 
 

Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 09.11.2016, 15:25

Zitat:
Zitat von Theolotta Beitrag anzeigen
Hallo ihr Lieben =)

tut mir Leid, dass ich hier reinplatze ohne mich vorher wenigstens vorzustellen, aber wir sind gerade ein wenig im Stress (kaninchenbezogen und auch anders).
Herzlich willkommen

Zitat:
Am Wochenende ist leider unsere Kaninchendame verstorben .
Herzliches Beileid.

Zitat:
Damit sich ihr Partner nicht einsam fühlt, soll er möglichst bald eine neue Spiel- und Kuschelgefährtin bekommen. Aus einem Tierheim in der Nähe haben wir schon eine Kaninchendame in Aussicht, die, wenn alles gut läuft, Ende der Woche bei uns einzieht .


Zitat:
Da wir selber noch keine Vergesellschaftung durchgeführt haben, sind wir uns dort noch unsicher. Wir wollen möglichst alles richtig machen und vor allem kein Kaninchen gefährden oder traumatisieren.
Super, dass ihr euch vorab informiert!

Zitat:
Unser Theo ist ca. 5 Jahre alt und relativ zierlich.
Er ist damals schon mit seiner Partnerin gemeinsam bei uns eingezogen und die beiden waren ein Herz und eine Seele. "Rangkämpfe" gab es nur sehr selten und in Form von kurzem Rammeln und dann war auch wieder gut. Wir sind uns nicht sicher, wer von beiden das Sagen hatte
Das ist auch in einer gut funktionierenden Partnerschaft sehr schwer zu sagen. Aber keine Sorge, euer Theo mag vielleicht zierlich sein, aber die Vergesellschaftung wird er gut überstehen. Hier gibt es gemischte Gruppen, in denen große Gewichtsunterschiede herrschen - und oft sind es gerade die Kleinen, die die Hosen an haben.

Zitat:
Seine (hoffentlich) neue Partnerin ist ebenfalls 5 Jahre alt und lebt(e) in Einzelhaltung. Es ist nicht bekannt, ob sie mal mit einem anderen Kaninchen zusammengelebt hat und wenn ja, wie lange das her ist. Deshalb weiß keiner, wie sie sich anderen Kaninchen gegenüber verhält.
Macht euch bitte nicht so viel Sorgen, Kaninchen bleibt Kaninchen. Schau mal auf meinen Avatar, das schwarze Nin saß mindestens 3, eher 4 Jahre in Einzelhaltung bevor er zu mir kam. Und das seit seiner (vermutlich auch noch viel zu frühen) Trennung von Mutter und Geschwistern. Er ist super aufgeblüht mit seinen beiden Mädels.


Zitat:
Nach der geplanten 1-2 wöchigen Quarantäne wollten wir die beiden in einem ausreichend großen Gehege (min. 6 m²) und in einem neutralen Raum zusammensetzen und auch nicht mehr trennen (außer es kommt zu sehr schweren Kämpfen mit gefährlichen Verletzungen).
Genau so ist es richtig. Achtet bitte außerdem darauf, dass es keine Sackgassen gibt. Häuser bitte mit zweitem Ausgang versehen, und möglichst nicht direkt an den Gehegerand stellen. Ein "Rundkurs" zum flitzen gehen hat sich bei meiner Bande als großer Vorteil erwiesen.

Zitat:
Dazu haben sich inzwischen mehrere Fragen ergeben:

Die Mitarbeiterin im Tierheim empfohl allerdings zunächst ein weiteres Gehege neben seinem Aufzubauen, um ein kennenlernen von Gitter zu Gitter zu ermöglichen. Außerdem wäre beim Zusammensetzen eine Trennung beider Tiere durch ein Gitter besser, wenn wir schlafen oder das Haus verlassen.

Wäre das nicht eigentlich schädlich? Oder ist das nach langer Einzelhaltung anders?
Es gibt durchaus Fälle, die mit dieser VG-Methode gut funktionieren. Andere dagegen führen zu unnötigem Aggressionsaufbau. Ich würde es direkt mit der "Rein-und-Augen-zu"-Methode ausprobieren, so habe ich es auch mit Leo und den Mädels gemacht. Wappnet euch innerlich, da wird wohl möglicherweise das eine oder andere Büschel Fell fliegen. Das ist aber normal, und sollte bald aufhören. Achtet auf mehrere, voneinander sichtgeschützte Futter- und Trinkstellen damit auch jeder der beiden was in den Magen bekommt.


Zitat:
Stört ein regelmäßiges Betreten oder Durchqueren des Geheges die Vergesellschaftung?
Zitat:



Unsere Wohnung ist eher klein und neutrale Räume wären nur das Bad oder der Flur. Aufgrund der Form und Größe ließe sich dort aber kein Teil nur für die Kaninchen abtrennen und es würden viele unserer Laufwege durch das Gehege führen.
Das kann unter Umständen schon stören, die Häsin kennt euch ja noch nicht gut.

Zitat:
Ist der Raum neutral genug, wenn wir das Gehege stattdessen in einem Bereich im Wohnzimmer aufbauen, den Theo noch nie erkunden konnte?
Zitat:



Dort steht auch das bisher bewohnte Gehege, das wieder bezogen werden soll und der Freilaufbereich. Wahrscheinlich riecht es dort also trotzdem bereits nach ihm. Ist das problematisch oder dann eher zu vernachlässigen, wenn es keine direkten Geruchsmarken von ihm gibt?
Ich würde das Gehege tatsächlich ins Wohnzimmer stellen. Evtl. könntet ihr Theo sogar ausquartieren für einige Zeit, das bislang bewohnte Gehege gründlich mit Essigwasser reinigen und etwas umstellen, und die VG dann dort machen? Dann müssten die beiden nicht noch einmal umziehen.



Ich habe als Außenhalterin meine zweite VG in dem von meiner verwitweten Häsin bewohnten Gehege machen müssen, da ich keine andere Möglichkeit hatte. Es hat trotzdem ganz gut geklappt, und das obwohl das Gehege der Wohnort der Häsin war. Rammler bzw. Kastraten sind Häsinnen gegenüber eher weniger revierbezogen als umgekehrt. Deshalb wird auch ein Züchter immer die Häsin zum Rammler setzen wenn er keine extra Box für solche Rendezvous hat, und nicht umgekehrt.


Zitat:
Wie ihr seht, Fragen über Fragen Aber wir wollen einfach gut informiert und vorbereitet in die Vergesellschaftung starten und wünschen uns natürlich möglichst wenig Komplikationen

Vielen Dank schonmal an alle, die sich durch diesen Endlosbeitrag überhaupt durchgekämpft haben und natürlich auch für alle Antworten und Hilfen
Dann hoffen wir mal, dass die beiden Langohren mitspielen Ich drücke die Daumen, dass die Diskussionen sich gut in Grenzen halten und eure Nerven nicht allzu sehr strapaziert werden.

Meine Bande war nicht so freundlich, nachdem eine Woche angespannte Ruhe herrschte, hatte ich plötzlich fliegende Kaninchen samt Fellflug für einen Schal. Aber als die Sache ausdiskutiert war, haben ausgerechnet die beiden die sich gegenseitig angesprungen haben sich ganz besonders geliebt.



marinahexe, Natie, Minerva and 2 others like this.

Benutzerbild von Theolotta
Ninchen
 
Registriert seit: 09.11.2016
Beiträge: 28
Theolotta befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.11.2016, 22:20

Vielen Dank, Lupine, für die ausführliche Antwort .
Wir sind jetzt schon ein bisschen beruhigter, dass das klappen wird. Die Mitarbeiterin im Tierheim hat uns doch etwas verunsichert gehabt ^^

Das Gehege kommt dann auf jeden Fall ins Wohnzimmer und die beiden werden darin direkt zusammen gesetzt. So wie es klingt, ist das für alle Beteiligten, insgesamt gesehen, wahrscheinlich die am wenigsten stressige Variante. Stress ist bestimmt eh schon genug vorhanden dann .

Auch die Vergesellschaftung im Gehege klingt eigentlich gut. Der Boden ist sicher auch kein Problem. Allerdings haben wir sehr viel Holz am beziehungsweise im Gehege (Eigenbau mit Holzrahmen und Volierendraht bzw. Presspappeplatten).
Kann man da trotzdem einfach mit Essigwasser dran? Oder zieht das dann zu sehr in das Holz ein und belastet dann die Nasen der beiden? Wir haben an der Gehegeumrandung und anderen Holzteilen bisher immer nur vorsichtig mit Wasser gereinigt.

Den "Rundkurs" werden wir auf jeden Fall bewusst mit einplanen . Mehrere Verstecke ohne Sackgasse und verschiedene Futterplätze hatten wir schon gelesen und mit eingeplant. Die entsprechenden Kartons und Näpfe haben wir schon organisiert




Benutzerbild von Moja
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 13.07.2016
Beiträge: 500
Moja befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.11.2016, 11:36

Huhu Theolotta

Hört sich doch gut an was du da geschrieben hast und ich muss sagen wir stecken gerade mitten in einer VG und das mit 3 Rammlern.
Gestern flog noch einiges an Fell und unser Toffy hat unseren Opa durchs Gehege gejagt, aber zum Glück ist kein Blut geflossen, am Abend lag unser Toffy schon bei Tyler in der Box.
Unserem Opi ist das natürlich alles etwas suspekt da er 11 Jahre alleine war und nun plötzlich zwei Jungspunde dazu bekommen hat.
Heute Morgen war auch alles ruhig und jetzt liegen alle rum, die beiden Kleinen auf dem Boden und Tyler in seiner Box.
Trotzdem sind wir auf alles gefasst das trotzdem nochmal die Fetzen fliegen können wenn den 3en etwas nicht passt, so eine VG kann lange dauern und darauf haben wir uns eingestellt.
Ich drück euch auf jeden Fall die Daumen und 12 Hasenpflötchen.

LG Moja




Benutzerbild von Theolotta
Ninchen
 
Registriert seit: 09.11.2016
Beiträge: 28
Theolotta befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.11.2016, 05:10

Sorry fürs gleich wieder abtauchen. Die Woche war echt stressig, neben der ganzen Organisation der Sachen für die Vergesellschaftung musste ich noch ne Hausarbeit schreiben und dann mit beiden Kaninchen zum Tierarzt

Lotta (Foto im Anhang) ist letzten Freitag, wie geplant, bei uns eingezogen.

Beim Abholen haben wir noch ein bisschen über sie dazu gelernt.
Sie kommt nicht nur aus einer Einzelhaltung, die Haltungsbedingungen müssen auch relativ schwierig gewesen sein. Als die Vorbesitzer die Haltung aufgegeben haben, mussten die Leute vom Tierheim anrücken, um sie einzufangen, weil sie das selbst nicht geschafft haben. Sie lief wohl quasi durch den kompletten Garten und am Ende haben sie sie dann unterm Auto hervorgezogen

Im Tierheim gab es dann schon mehrere "Vergesellschaftungsversuche".
Dabei haben sie die Rammler zu ihr ins (für ein Tier eher ein bisschen kleine) Gehege gesetzt.
Als sie ihn dann gerammelt hat, haben sie sie lieber schnell wieder getrennt, "bevor sie sich noch durchs Gehege jagen"
Daher kam die Empfehlung mit dem Gitter.



Bei uns saß sie jetzt die Woche einzeln in einem Gehege, dass aus Platzgründen leider etwas kleiner als 2 m² ist. Das ging leider nicht anders, sonst hätten sich beide Kaninchen sehen und/oder riechen können.

Morgen wollen wir eigentlich die Vergesellschaftung wagen. Sind aber jetzt gerade wieder verunsichert, weil wir ihr Verhalten nicht richtig einschätzen können und nicht wissen, ob es jetzt nicht doch sinniger wäre, anders vorzugehen?
  • Lotta ist ein sehr unruhiges und hektisches Tier.
    Sie hat schon beim Ankommen mit sehr, sehr schnellen Bewegungen ihr neues Gehege erkundet.
    Sie buddelt sehr ausgiebig und immer wieder die komplette Käfigwanne um und räumt ihr Haus (Karton) ständig durch die Gegend.
    Wenn sie durchs Gehege pest, macht sie auch vorm Wassernapf nicht halt und prescht da quer durch.
  • Quasi seit sie hier ist, läuft sie brummelnd am Gitter auf und ab, wenn man den Raum betritt.
    Das geht ungefähr so lange, bis man ins Gehege fasst und sie ausgiebig streichelt.
  • Wenn man das Gehege betritt, kommt sie meistens brummelnd an, umkreist die Füße und knabbelt ein bisschen an Socken/Hose. Dabei wirkt sie sehr hektisch, aber eigentlich nicht aggressiv.
  • Eher problematisch für uns ist ihr Verhalten, wenn man ins Gehege greift.
    Streicheln ist kein Problem, das fordert sie auch sehr bestimmt ein.
    Fasst man aber neben sie, zum Beispiel, um etwas aufzuwischen; oder die Näpfe zum Reinigen und neu befüllen rauszunehmen, springt brummend und sehr schnell auf die Hand zu.
    Das ist über die Woche immer schlimmer geworden und vorhin hat sie die Hand meiner Freundin dabei erwischt und ziemlich doll zugezwickt. Wir haben es nur mit viel Ablenkung zu zweit geschafft, die Näpfe rauszuholen und wieder hineinzustellen.
Ist das einfach nur Revierverteidigung und wegen der Einzelhaltung oder kann das noch andere Gründe haben?
Und gibt sich das nach der VG von alleine wieder oder kann man da etwas gegen machen?

Wir haben nun ein bisschen Angst davor, dass das jetzt immer so weiter geht und man irgendwann gar nicht mehr ins Gehege kann, ohne angegriffen zu werden oder so.
Mit Theo und seiner alten Partnerin hatten wir solche Probleme nie?

Und müssen wir davon ausgehen, dass sie auf Theo auch erstmal eher aggressiv reagieren wird oder evtl. "Probleme" mit sehr starken Hormonen hat?
Der Arme ist jetzt eh schon total verängstigt und panisch, weil wir ihm die Woche Medikamente geben mussten. (VG wäre laut Tierärztin jetzt aber kein Problem.)


Nichtsdestotrotz haben wir die Maus schon richtig ins Herz geschlossen und hoffen, dass das mit serder VG und dem Napftauschen,... irgendwie machbar ist. Es würde uns sehr, sehr schwer fallen, wenn das so richtig schief geht und wir sie wieder abgeben müssten



Miniaturansicht angehängter Grafiken
Vergesellschaftung nach vermutlich langer Einzelhaltung?-imgp2821_skal.jpg  

Geändert von Theolotta (18.11.2016 um 05:24 Uhr).

Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.925
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.11.2016, 10:11

Ich antworte mal im Text, das macht es einfacher...

Zitat:
Zitat von Theolotta Beitrag anzeigen
Im Tierheim gab es dann schon mehrere "Vergesellschaftungsversuche".
Dabei haben sie die Rammler zu ihr ins (für ein Tier eher ein bisschen kleine) Gehege gesetzt.
Als sie ihn dann gerammelt hat, haben sie sie lieber schnell wieder getrennt, "bevor sie sich noch durchs Gehege jagen"
Daher kam die Empfehlung mit dem Gitter.

Hmmm, da haben sich die Tierheimler schon ein bisschen dämlich angestellt... das Weibchen zum Rammler zu setzen, wäre deutlich besser gewesen, Platz braucht es für eine VG nunmal auch, und ganz ohne Jagerei wird´s in den seltensten Fällen gehen...

Bei uns saß sie jetzt die Woche einzeln in einem Gehege, dass aus Platzgründen leider etwas kleiner als 2 m² ist. Das ging leider nicht anders, sonst hätten sich beide Kaninchen sehen und/oder riechen können.

Morgen wollen wir eigentlich die Vergesellschaftung wagen. Sind aber jetzt gerade wieder verunsichert, weil wir ihr Verhalten nicht richtig einschätzen können und nicht wissen, ob es jetzt nicht doch sinniger wäre, anders vorzugehen?

Ich würde Lotta zu Theo setzen, und einfach gucken, was passiert... da Theo ja eher zierlich ist, und die Damen ohnehin meist zänkischer sind, tut ihm ein "Vorsprung" bestimmt gut, zudem ersparte ihr´s Euch, nach der VG im neutralen Gehege evtl. nochmals Reibereien zu haben, wenn´s ins "richtige" Gehege geht.
  • Lotta ist ein sehr unruhiges und hektisches Tier.
    Sie hat schon beim Ankommen mit sehr, sehr schnellen Bewegungen ihr neues Gehege erkundet.
    Sie buddelt sehr ausgiebig und immer wieder die komplette Käfigwanne um und räumt ihr Haus (Karton) ständig durch die Gegend.
    Wenn sie durchs Gehege pest, macht sie auch vorm Wassernapf nicht halt und prescht da quer durch.
  • Quasi seit sie hier ist, läuft sie brummelnd am Gitter auf und ab, wenn man den Raum betritt.
    Das geht ungefähr so lange, bis man ins Gehege fasst und sie ausgiebig streichelt.
  • Wenn man das Gehege betritt, kommt sie meistens brummelnd an, umkreist die Füße und knabbelt ein bisschen an Socken/Hose. Dabei wirkt sie sehr hektisch, aber eigentlich nicht aggressiv.

    Das ganze Verhalten scheint für mich zum einen eine Folge der "Einzelhaft" zu sein: sie ist einfach kreuzunglücklich, weil sie keine Gesellschaft hat, und fordert diese dann bei Euch ein, zum anderen dürfte ihr der Platz viel zu klein sein, nachdem sie ja freien Gartenauslauf gewohnt war...

  • Eher problematisch für uns ist ihr Verhalten, wenn man ins Gehege greift.
    Streicheln ist kein Problem, das fordert sie auch sehr bestimmt ein.
    Fasst man aber neben sie, zum Beispiel, um etwas aufzuwischen; oder die Näpfe zum Reinigen und neu befüllen rauszunehmen, springt brummend und sehr schnell auf die Hand zu.
    Das ist über die Woche immer schlimmer geworden und vorhin hat sie die Hand meiner Freundin dabei erwischt und ziemlich doll zugezwickt. Wir haben es nur mit viel Ablenkung zu zweit geschafft, die Näpfe rauszuholen und wieder hineinzustellen.
Ist das einfach nur Revierverteidigung und wegen der Einzelhaltung oder kann das noch andere Gründe haben?
Und gibt sich das nach der VG von alleine wieder oder kann man da etwas gegen machen?

Dieses Verhalten zeigte unser Phönix auch, als er im Quarantäne-Stall saß. Als er dann genug Platz bekam, bzw. dann auch mit den anderen vergesellschaftet wurde, ließ er es sofort und es kam dann auch nie wieder vor.

Wir haben nun ein bisschen Angst davor, dass das jetzt immer so weiter geht und man irgendwann gar nicht mehr ins Gehege kann, ohne angegriffen zu werden oder so.
Mit Theo und seiner alten Partnerin hatten wir solche Probleme nie?

Und müssen wir davon ausgehen, dass sie auf Theo auch erstmal eher aggressiv reagieren wird oder evtl. "Probleme" mit sehr starken Hormonen hat?
Der Arme ist jetzt eh schon total verängstigt und panisch, weil wir ihm die Woche Medikamente geben mussten. (VG wäre laut Tierärztin jetzt aber kein Problem.)

Wie die VG abläuft, müsst ihr einfach ausprobieren. Wir hatten einmal eine Häsin, die hätte den ersten Rammler, den wir ihr präsentierten, am liebsten zerlegt, obwohl wir die VG auf neutralem Gelände machten, bei der zweiten VG, zwei Wochen später, setzten wir den Rammler einfach in ihr Gehege, und sie kuschelten schon am gleichen Tag...

Nichtsdestotrotz haben wir die Maus schon richtig ins Herz geschlossen und hoffen, dass das mit serder VG und dem Napftauschen,... irgendwie machbar ist. Es würde uns sehr, sehr schwer fallen, wenn das so richtig schief geht und wir sie wieder abgeben müssten
Ich drück´Euch die Daumen, dass alles klappt!



marinahexe likes this.

Benutzerbild von Theolotta
Ninchen
 
Registriert seit: 09.11.2016
Beiträge: 28
Theolotta befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.11.2016, 11:12

Zitat:
Zitat von Diabi Beitrag anzeigen
Hmmm, da haben sich die Tierheimler schon ein bisschen dämlich angestellt... das Weibchen zum Rammler zu setzen, wäre deutlich besser gewesen, Platz braucht es für eine VG nunmal auch, und ganz ohne Jagerei wird´s in den seltensten Fällen gehen...
Ja, das haben wir uns auch gedacht.
Kaninchen schienen dort nicht ihre absolute Stärke zu sein. Leider hat sie dort auch ordentlich Pellets zu fressen gekriegt und wurde nicht geimpft .
Als wir zum Gesundheit checken und impfen bei der Tierärztin waren, musste sie ihr erstmal einen Zahn ziehen (großes Loch drin und eitrige Wurzel) und mehrere Zahnspitzen entfernen, die wie Kraut und Rüben in alle Richtungen standen. Sie hatte schon ein kleines Loch in der Wange, genau in der Höhe von nem größeren Gefäß. Die TÄ meinte, dass sie das das Leben gekostet hätte (Blutvergiftung wg. dem Eiter), wenn wir es nicht jetzt gemerkt hätten .

Zitat:
Zitat von Diabi Beitrag anzeigen
Ich würde Lotta zu Theo setzen, und einfach gucken, was passiert... da Theo ja eher zierlich ist, und die Damen ohnehin meist zänkischer sind, tut ihm ein "Vorsprung" bestimmt gut, zudem ersparte ihr´s Euch, nach der VG im neutralen Gehege evtl. nochmals Reibereien zu haben, wenn´s ins "richtige" Gehege geht.
Wir wollten Lupines Tipp umsetzen und quasi im gut neutralisierten Gehege vergesellschaften.
Da uns das mit knapp 4 m² allerdings ein bisschen zu klein war dafür und der Übergang in den Auslauf etwas umständlich ist, sodass sie da nicht einfach ganz schnell rüberflitzen könnten, planen wir für die Vergesellschaftungszeit mit unserem Gitterfreilaufgehege direkt an das Gehege anzubauen und es dadurch zeitweise dauerhaft zu vergrößern.
Nach der hoffentlich geglückten VG würden wir es dann wieder zurückbauen. Sonst ist der Durchgang für uns auf Dauer ein bisschen zu schmal ^^

Wir könnten jetzt natürlich das Gehege nicht neutralisieren, bevor wir anbauen.
Aber gibt ihm das denn wirklich einen "Vorsprung" oder kann es sein, dass dann dadurch die Aggressionen möglicherweise schneller hochkochen?
Da hätten wir nämlich Angst davor. Wie er reagieren wird (außer zur Zeit wegpesen, wenn wir dem Gehege zu nahe kommen, wissen wir ja auch nicht.

Zitat:
Zitat von Diabi Beitrag anzeigen
Das ganze Verhalten scheint für mich zum einen eine Folge der "Einzelhaft"

[...]

Dieses Verhalten zeigte unser Phönix auch, als er im Quarantäne-Stall saß. Als er dann genug Platz bekam, bzw. dann auch mit den anderen vergesellschaftet wurde, ließ er es sofort und es kam dann auch nie wieder vor.
Dann besteht ja auf jeden Fall Hoffnung für uns, dass sie das Verhalten vielleicht ablegt . Vielen Dank für das Teilen dieser Erfahrung


Dann bereiten wir wohl mal alles vor und hoffen dann aufs Beste.
Ist schon ganz schön aufregend, so eine Vergesellschaftung. Immer wieder fällt uns irgendwas ein, was wir noch nicht bedacht haben und wo wir uns von Neuem Sorgen machen




Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.925
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.11.2016, 12:11

Ehrlich gesagt: ich würde mir die Neutralisererei sparen, das bisherige 4qm - Gehege vergrößern und die Dame dazu setzen. Nach meiner Erfahrung sind die Rammler eigentlich immer nett zu Damen, so dass ich nicht glaube, dass Theo großartig sein Revier verteidigen will...

und macht Euch nicht zu viele Sorgen, letzten Endes muss einfach die Chemie zwischen den beiden stimmen, dann klappt es auch, und daran könnt Ihr mit aller Vorsorge und Gedankenmacherei nichts ändern...




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 18.11.2016, 12:20

Diabi hat völlig Recht, macht euch nicht so viele Gedanken. Bisschen durchwischen vielleicht, evtl. was umstellen, und dann rein mit den beiden. Kastraten sind deutlich weniger revierbezogen wenn es ums andere Geschlecht geht als Häsinnen, und Theo scheint jetzt auch kein ausgewiesener Krawallbruder zu sein.

Falls es euch beruhigt, könnt ihr auch ein paar Bachblüten Rescue Tropfen ins Trinkwasser tun, aber bitte die alkoholfreien. Das hilft den Stress etwas zu mildern.



janh and Theolotta like this.

Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.925
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.11.2016, 12:27

Achja, ich würde noch für ausreichend Essen, am besten an verschiedenen Plätzen, sorgen...

wenn´s wirklich mal Zoff gibt, hält der meist nicht lange an, wenn´s irgendwo nach dem Lieblingsfutter duftet, zumindest hat dann jedes mal Grund für eine Essenspause...
und meinereiner ist ja auch viel netter zu seinen Mitmenschen, wenn´s Bäuchlein gefüllt ist bzw. man zusammen am gedeckten Tisch sitzt...



Lupine and die Kleine like this.

Benutzerbild von Theolotta
Ninchen
 
Registriert seit: 09.11.2016
Beiträge: 28
Theolotta befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.11.2016, 12:30

Alles klar, vielen Dank ihr zwei , dann machen wir das jetzt so und versuchen uns nicht so viele Gedanken zu machen. Bestimmt sind wir dann gestresster als die beiden

Gut im Auge behalten, werden wir die beiden ja eh. Hoffentlich klappt das mit ihnen




Benutzerbild von Theolotta
Ninchen
 
Registriert seit: 09.11.2016
Beiträge: 28
Theolotta befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.11.2016, 13:28

Zitat:
Zitat von Lupine Beitrag anzeigen
Falls es euch beruhigt, könnt ihr auch ein paar Bachblüten Rescue Tropfen ins Trinkwasser tun, aber bitte die alkoholfreien. Das hilft den Stress etwas zu mildern.
Wenn wir das machen würden, wie viele Tropfen müssen wir denn da auf wie viele ml nehmen?
Wir haben die bisher nur manchmal vorm Tierarzt angewendet und dann in die Ohren gerieben?




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 18.11.2016, 23:40

3 Tropfen in den Wassernapf, zwei- bis dreimal täglich Wasser wechseln und neu eintropfen. Das Fassungsvermögen des Napfes soll dabei egal sein. Bei mir war der Napf tatsächlich Hundenapfgröße, hat trotzdem funktioniert.




Benutzerbild von Theolotta
Ninchen
 
Registriert seit: 09.11.2016
Beiträge: 28
Theolotta befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.11.2016, 04:59

Das Gehege umbauen hat leider länger gedauert, als wir dachten. Wir haben sie dann trotzdem zusammengesetzt und schieben jetzt Nachtschicht.

Sie sitzen jetzt seit 3-4 Stunden zusammen.

Am Anfang haben sie richtig gekämpft und sich gegenseitig gejagt. Da erschien es uns erstmal relativ ausgeglichen. Zu dem Zeitpunkt haben auch beide etwas Fell eingebüßt.

Das hat allerdings nicht sehr lange angehalten und jetzt jagt nur noch Lotta Theo durchs Gehege. Dabei hat sie zuletzt nur noch versucht, ihn in den Hintern zu beißen. Versuche zu rammeln oder so, kamen nicht mehr.
Zwischendrin sitzt liegt sie lang ausgestreckt mit dem Kopf auf dem Boden irgendwo im Gehege, frisst oder erkundet bestimmte Bereiche intensiver. Ihr Herzsschlag ist dabei ganz normal langsam und sie wirkt nicht besonders gestresst oder so.

Theo sitzt nur noch verschreckt und erstarrt in der Ecke, sein Herzschlag beruhigt sich gar nicht mehr und er hat im Gehege auch dann nichts gefressen, wenn es eh grade in der Pause zufällig gerade vor ihm lag. Währenddessen guckt er uns die meiste Zeit an und wenn wir am Gitter langgehen und Lotta abgelenkt ist, dann hoppelt er hinter uns her.

Wir hatten ihn eben kurz draußen. Er hat schon mehrere richtig kahle Stellen am Po und hinteren Rücken, teilweise mit blutigen Stellen (zwei Beispiele siehe Anhang) oder leicht geröteten Kratzern.
Für ihn und vor allem im Vergleich mit den letzten Tagen völlig untypisch: er hat sich sich bei Hochnehmen überhaupt nicht gewehrt und sich dann auf dem Arm beim Untersuchen soweit beruhigt, dass er ein bisschen was gefressen hat.
Wehren oder so tut er sich gegen Lotta gar nicht mehr, er zischt nur sofort ab, wenn sie in seine Nähe kommt.

Ist das noch normales Verhalten während einer Vergesellschaftung und tritt öfter phasenweise auf? Oder sollten wir sie besser trennen, weil es dann vielleicht wirklich nicht passt oder die Umstände nicht stimmen?



Miniaturansicht angehängter Grafiken
Vergesellschaftung nach vermutlich langer Einzelhaltung?-img_20161119_031451_kleiner.jpg   Vergesellschaftung nach vermutlich langer Einzelhaltung?-img_20161119_031548_kleiner.jpg  


Geändert von Theolotta (19.11.2016 um 05:10 Uhr).

Benutzerbild von Toflolesa
Kaninchen
 
Registriert seit: 15.01.2015
Beiträge: 3.557
Toflolesa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.11.2016, 06:50

Zitat:
Zitat von Theolotta Beitrag anzeigen

Ist das noch normales Verhalten während einer Vergesellschaftung und tritt öfter phasenweise auf? Oder sollten wir sie besser trennen, weil es dann vielleicht wirklich nicht passt oder die Umstände nicht stimmen?

Das Verhalten der Kaninchen ist völlig normal. Leider das von euch nicht.

Was erwartest du nach 3 oder 4 Stunden?
Bitte lasst den Tieren Zeit und vor allem Ruhe. Wie sollen die sich beruhigen wenn ihr ständig da lang lauft, sie aus dem Gehege nehmt usw.
Dadurch stört ihr die beiden immer wieder und bringt Unruhe rein.

Diese kleinen Wunden sind absolut normal und überhaupt nicht schlimm. An trennen denkt man erst ernsthaft nach, wenn die Wunden so groß werden, dass sie wirklich heftig bluten und/oder genäht werden müssen.


Tut den Tieren und euch einen Gefallen, legt euch schlafen und lasst die beiden in Ruhe machen.
Wie übersichtlich ist das Gehege? Oft hilft es wenn es einen Sichtschutz gibt und auf beiden Seiten Futter liegt. Dann haben die zwei sich nicht ständig im Blick.



Minerva likes this.
__________________



Benutzerbild von Theolotta
Ninchen
 
Registriert seit: 09.11.2016
Beiträge: 28
Theolotta befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.11.2016, 08:00

Zitat:
Zitat von Toflolesa Beitrag anzeigen
Das Verhalten der Kaninchen ist völlig normal. Leider das von euch nicht.

Was erwartest du nach 3 oder 4 Stunden?
Bitte lasst den Tieren Zeit und vor allem Ruhe. Wie sollen die sich beruhigen wenn ihr ständig da lang lauft, sie aus dem Gehege nehmt usw.
Dadurch stört ihr die beiden immer wieder und bringt Unruhe rein.
Wir sind überhaupt nicht lang gelaufen, wir haben neben dem Gehege auf dem Sofa gesessen und gelesen. Wenn sie sich gejagt haben, haben wir hochgeguckt. Wir wissen ja nicht, was die beiden machen und haben an verschiedenen Stellen gelesen, dass man kurz dazwischen gehen soll, wenn sie sich ineinander verkeilen. Das kriegt man doch nur mit, wenn man in der Nähe bleibt oder?

Rausgenommen haben wir ihn genau einmal, da waren die Fotos entstanden und das auch nur, weil wir das Gefühl gehabt hatten, dass sie ihn relativ heftig erwischt hatte und wir sichergehen wollten, dass das Fell nicht irgendwas verdeckt.
Sieht man schlimme Wunden tatsächlich immer auch trotz Fell? Wir waren uns da nämlich unsicher. Wenn man es auf jeden Fall auch so gesehen hätte, dann ist das natürlich echt blöd gewesen
Lotta hat das aber in dem Moment, glaub ich, eh nicht interessiert. Sie hat weder hin geguckt, noch ist sie hinterher gleich hin oder so. Sie ist einfach liegen geblieben.

Zitat:
Zitat von Toflolesa Beitrag anzeigen
Wie übersichtlich ist das Gehege? Oft hilft es wenn es einen Sichtschutz gibt und auf beiden Seiten Futter liegt. Dann haben die zwei sich nicht ständig im Blick.
Wir hatten drei Kartonhäuser mit zwei Ausgängen drin, die von der Größe her auch für zwei Kaninchen geeignet gewesen wären. Die hatten wir auch so angeordnet, dass sie zusätzlich auch noch Sichtschutz bieten. Außerdem ist noch eine kleine Ecke im Gehege, die Sichtschutz bietet.
Futter gab es auf beiden Gehegeseiten und zusätzlich überall dazwischen verteilt.

Theo hat sich allerdings nicht hinter oder in ein Haus geflüchtet, sondern immer nur in die Toilette hinter/neben/unter das Heu. Besonders gut verdeckt war er nicht und sie hat sich dann daneben breit gemacht. Wenn er so gesessen hat, dass er Sichtschutz hatte, dann hat er sich trotzdem nicht genug beruhigt, um zu fressen.




Leider ist das jetzt sowieso erstmal egal
Jetzt stellt sich viel mehr die Frage, ob wir noch einen Versuch starten und was wir dann anders machen müssen. Das ginge dann ja eh erst in zwei Wochen
Wir haben die VG abgebrochen

Wenn das jetzt eine übertriebene Vorsichtsmaßnahme war und wir es den Schnuffis jetzt schwerer gemacht haben, dann ist das jetzt echt doof gelaufen. Genau das wollten wir ja verhindern. Aber das Verhalten kam uns jetzt eben nicht mehr so Kaninchentypisch vor .

Theo hat nun nur noch sehr sehr wenig Fell am Popo mit ziemlich vielen kleinen Verletzungen, die aber nur sehr leicht blutig sind, ähnlich wie beim Foto oben, nur viel mehr (das wäre für uns schwer gewesen, sie zusammen zu lassen, wäre aber noch irgendwie ok gewesen).

Aber Theo hat sich nun zum Schluss überhaupt nicht mehr gewehrt hat und auch nicht zu fliehen versucht hat. Sie saß hinter/neben ihm und hat ihn immer wieder in den Popo gebissen. Er ist immer wieder stark zusammen gezuckt und hat ansonsten nicht reagiert. Sie hat dann immer weiter gemacht und ist ihm dann zuerst ans Auge und dann an den Hals gegangen.
Falls das auch noch normales Verhalten war, haben wir es jetzt natürlich selber so richtig verbockt

Wir hatten dabei auf jeden Fall das Gefühl, dass das schon eine Situation sei, in der man eingreifen müsse und haben das dann auch gemacht.
Beim ersten mal hat Lotta auf Klatschen und ihren Namen reagiert und erstmal wieder von ihm abgelassen und sie sind zum Jagen zurückgekehrt.
Beim nächsten Mal ziemlich schnell danach hat sie das dann aber gar nicht mehr interessiert und sie hat immer weiterprobiert an seinen Hals zu kommen, während er einfach sitzen geblieben ist und gezuckt hat. Da hat nur etwas lauwarmes Wasser aus ner Sprühflasche und außen am Gitter hingehen funktioniert.

Weil sie da so fixiert drauf schien und von ihm überhaupt keine Gegenwehr kam, haben wir dann die Entscheidung zum Abbruch getroffen.

Rammelversuche z.B. hatte es überhaupt keine mehr gegeben.



Tipps und Kritik nehmen, wir gerne an.
Ich kann mir gut vorstellen, das wir viel falsch gemacht haben Zum Beispiel alleine schon den Zeitpunkt des Zusammensetzens, so spät abends.
Wir sind jetzt selber auch kreuzunglücklich und total verunsichert, was richtig und was falsch war. Wahrscheinlich haben wir uns auch viel zu viele Gedanken gemacht und zu schnell die Flinte ins Korn geschmissen.
Aber es ist halt auch unsere erste Vergesellschaftung, daher ist vieles super schwer einzuschätzen und wir haben was Kaninchenverhalten angeht bisher eigentlich nur total positives Verhalten erlebt bisher (Theo mit seiner ehemaligen Partnerin) und total negatives (Kaninchen als Kind, die sich beim Zusammentreffen nur noch gegenseitig im Hals des anderen verbissen haben). Die Zwischennuancen fehlen uns leider irgendwie und man findet von unterschiedlichen Kaninchenhaltern auch sehr unterschiedliche Angaben, ab wann man trennen soll.
Wir wollten wirklich schwerwiegende Wunden halt lieber vermeiden, als sie später behandeln lassen zu müssen und das war vielleicht unser größter Fehler




Benutzerbild von Toflolesa
Kaninchen
 
Registriert seit: 15.01.2015
Beiträge: 3.557
Toflolesa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.11.2016, 08:31

Zitat:
Zitat von Theolotta Beitrag anzeigen
Währenddessen guckt er uns die meiste Zeit an und wenn wir am Gitter langgehen und Lotta abgelenkt ist, dann hoppelt er hinter uns her.
Ich hatte mich darauf bezogen.

Aber jetzt ist es ja eh egal. Ist natürlich schwer einzuschätzen wie "schlimm" das jetzt wirklich war.
Ich bin da aber auch eher schmerzfrei, da es auch in harmonischen Gruppen immer mal wieder übele Zickereien mit Verletzungen gibt. Wenn ich da jedes Mal trennen würde, hätte ich sicherlich keine Zehner - sondern 5 Zweiergruppen.

Nur einfacher wird es jetzt natürlich nicht. Es ist nicht davon auszugehen, dass es in einem zweiten Versuche besser oder überhaupt anders läuft.

Eine Möglichkeit wäre, die beiden eine zeitlang durch Gitter getrennt, nebeneinander leben zu lassen und sehen, ob sie sich dann so kennenlernen. Und nach ein oder zwei Wochen dann einfach das Trenngitter öffnen. Das hat bisher bei mir immer gut funktioniert.



Minerva and Theolotta like this.
__________________



Benutzerbild von crazy curry
Kaninchen
 
Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9.398
crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.11.2016, 09:07

Da ich meine VG immer 6m Außengehege gemacht habe, war ich nur die ersten 30 Min max dabei. Wenn bis dahin kein Blut geflossen ist, bin ich ins Haus gegangen und habe nur alle Stunde mal geschaut, nachts gar nicht.

Viele Häuser, viele Futterstellen , auch mal ohne Sichtkontakt hinter einem Haus oä, dann wird es sicher klappen. Bei Pärchen geht es meist fixer, ein paar Tage meist. Während Gruppen bis zu einigen Monaten brauchen können.

Kaninchen merken eure Anspannung und denken das was schlimmes passiert. Kaninchen gehen nicht zimperlich miteinander um, schon die Babys sind kleine Rabauken.

Rescue Tropfen ins Wasser nutzt nur wenn sie trinken, tun die meisten aber nicht. Du kannst ihnen aber zwei Tropfen am Öhrchen einmassieren und einen Tropfen in den Nacken auf die Haut geben. Es sind dann die Kinder Tropfen aus der Apotheke, die haben keinen Alkohol.



Theolotta likes this.
__________________
Liebe Grüße Heike



Benutzerbild von Theolotta
Ninchen
 
Registriert seit: 09.11.2016
Beiträge: 28
Theolotta befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.11.2016, 17:27

Zitat:
Zitat von Toflolesa Beitrag anzeigen
Zitat:
Zitat von Theolotta Beitrag anzeigen
Währenddessen guckt er uns die meiste Zeit an und wenn wir am Gitter langgehen und Lotta abgelenkt ist, dann hoppelt er hinter uns her.
Ich hatte mich darauf bezogen.
Stimmt, tut mir Leid, daran hatte ich nicht mehr gedacht, das war natürlich so zu verstehen.
Wir sind einmal am Gitter langegangen, weil sie beim Jagen die Häuser verschoben haben und eins mit einem Ausgang vors Gitter gerutscht war. Das haben wir zurückgestellt, damit es keine Sackgasse wird.

Zitat:
Zitat von Toflolesa Beitrag anzeigen
Eine Möglichkeit wäre, die beiden eine zeitlang durch Gitter getrennt, nebeneinander leben zu lassen und sehen, ob sie sich dann so kennenlernen. Und nach ein oder zwei Wochen dann einfach das Trenngitter öffnen. Das hat bisher bei mir immer gut funktioniert.
Wenn man das mit dem Gitter probiert, schwächen sich die Kämpfe dann ab oder werden sie dann eher intensiver? Wie sind da so deine Erfahrungen?
Überall wo wir geguckt hatten, wurde da wegen Aggressionsaufbau eher von abgeraten.

Wenn wir es über den Weg probieren wollten, müssen wir dann auch zwei Wochen warten bis zum nächsten Versuch?
Oder könnten wir auch heute schon ein Gitter einziehen ins Vergesellschaftungsgehege einziehen und sie zusammensetzen?


Zitat:
Zitat von crazy curry Beitrag anzeigen
Da ich meine VG immer 6m Außengehege gemacht habe, war ich nur die ersten 30 Min max dabei. Wenn bis dahin kein Blut geflossen ist, bin ich ins Haus gegangen und habe nur alle Stunde mal geschaut, nachts gar nicht. [...]
Kaninchen merken eure Anspannung und denken das was schlimmes passiert.
Ja, das wäre wahrscheinlich definitiv besser gewesen .
Beim nächsten Mal werden wir das auf jeden Fall anders machen und uns dann zwingen, in einem anderen Raum irgendwas anderes zu machen und nur von Zeit zu Zeit mal nachzuschauen.

Zitat:
Zitat von crazy curry Beitrag anzeigen
Viele Häuser, viele Futterstellen, auch mal ohne Sichtkontakt hinter einem Haus oä, dann wird es sicher klappen.
Das hatten wir eigentlich schon gemacht.
Aber vielleicht war der Sichtschutz nicht ausreichend, weil sie beim Jagen die Häuser ziemlich durch die Gegend geschoben haben?
Wir hatten extra nen Rundweg am Gehegerand, aber gerade Lotta hat schon sehr regelmäßig die Häuser mitgenommen.

Kann man Sichtschutz noch irgendwie anders gewährleisten? Oder Häuser vorm verrutschen schützen?

Hinzu kam halt noch, dass Theo die Häuser überhaupt nicht genutzt hat. Er hat sich immer nur in die Toilette zwischen Schale und Heu gedrückt. Keine Ahnung, ob ihm das sicherer erschien.

Zitat:
Zitat von crazy curry Beitrag anzeigen
Rescue Tropfen ins Wasser nutzt nur wenn sie trinken, tun die meisten aber nicht. Du kannst ihnen aber zwei Tropfen am Öhrchen einmassieren und einen Tropfen in den Nacken auf die Haut geben. Es sind dann die Kinder Tropfen aus der Apotheke, die haben keinen Alkohol.
Danke Wir haben natürlich die alkoholfreien
Beim nächsten Versuch machen wir beides. Sie kriegen welche in die Ohren und es kommen welche ins Wasser. Wenn sie dann trinken, um so besser. Während der VG können wir ihnen ja nichts mehr in die Ohren tun, ohne sie wieder zu stören.




Nochmal zum Kaninchenverhalten bei der Vergesellschaftung, damit wir uns beim nächsten Mal nicht wieder so unsicher sind:
  1. Woran erkennt man wirklich gefährliches und unnormales Verhalten? Daran das einer schreit oder es stark blutet? Oder gibt es noch andere "Merkmale"?
  2. Sind gefährliche Verletzungen in der Regel durch das Fell sichtbar oder sollte man die Tiere schon immer mal hochnehmen und kontrollieren?
  3. Ist das normales Verhalten, wenn ein Tier zuerst nur noch am klopfen ist und wegrennt, wenn das andere nur grob in seine Richtung kommt (zum Futternapf), dann versucht Ausgänge aus dem Gehege zu finden und sich schließlich zitternd mit dem Kopf in die Ecke drückt und mehr oder weniger alles über sich ergehen lässt?




Geändert von Theolotta (20.11.2016 um 16:20 Uhr).

Benutzerbild von Theolotta
Ninchen
 
Registriert seit: 09.11.2016
Beiträge: 28
Theolotta befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.11.2016, 16:14

Uff, was ein Chaos Ich habe grade mit ein bisschen mehr Abstand und Beruhigung den letzten Beitrag ein bisschen aufgeräumt.
Ich hoffe er ist jetzt halbwegs lesbar

Wir haben das gestern abend nochmal durchgesprochen und wollen ihnen nach den vielen Fehlern und so auf jeden Fall noch eine Chance geben.
Momentan tendieren wir dazu die Gittervariante zu probieren.

Ich habe gestern nochmal ausgiebig das Forum durchwälzt und was ich gefunden habe, hat mir Hoffnung gemacht:

Zitat:
Zitat von SilversWacht Beitrag anzeigen
Es ist nachteilig, wenn sie sich direkt vor der VG sehen und am Zaun randalieren. Wenn man dann den Zaun aufmacht, fetzt es ordentlich.
Wenn sie aber lange Zaun an Zaun verbringen, dann "gewöhnen sich die Tiere" tatsächlich aneinander.

So habe ich jedenfalls die Beobachtung gemacht. Meine erste VG "zwei fremde Gruppen auf neutralen Gebiet" ist hier gescheitert.

Bei einer weiteren VG mit zwei anderen Kaninchen haben die beiden Tiere 2 Wochen lang Zaun an Zaun gewohnt und nachdem das Weibchen einmal versuchte, durchzubeißen, lagen sie die restliche Zeit immer zusammen am Zaun. Die VG war dann ein "zusammen fressen, sich zusammen in den Rasen schmeißen" und irgendwann fiel der Dame mal ein, dass sie ja auch mal Rammeln kann.

Genau so lief eine weitere VG hier ab: Zu dieser Gruppe zogen zwei weitere Kaninchen dazu. Genau nach dem selben Schema. Allerdings wurde da doch etwas mehr am Zaun randaliert. Die Zusammenführung nach einem Monat war aber fast problemlos.
Das einzige, was wir uns jetzt noch fragen ist, ob wir bei dieser Variante auch besser erstmal 2 Wochen komplett räumlich trennen, oder ob wir sie auch jetzt schon zusammensetzen können.
Gerade für Lotta wäre das sicher schöner, weil sie dann etwas mehr Platz hätte (3-4 m² anstatt etwas unter 2).

Oder würdet ihr das mit mehr Kaninchen- und Vergesellschaftungerfahrung eher als problematisch einschätzen, wenn sie bei ihrem Übergangsgehe schon so revierbezogen ist und dieses auch gegen unsere Hände verteidigt?
Wäre ja irgendwie kontraproduktiv, wenn sie Theo beim Öffnen/Wegnehmen vom Gitter direkt verbeißt und er mindestens in die eine Hälfte des Geheges dann gar nicht mehr ein darf ^^ (Oder sie Revierkämpfe führen und nicht ihre Rangordnung klären).



 
 
Weitere Themen / Kaninchenforum.de Empfehlung
 
 
 
 
 
 
Antwort



Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Vermutlich E.C. Dani4523 Kaninchenkrankheiten & Gesundheit 14 25.04.2014 20:58
VG von zwei Kastraten nach 2j Einzelhaltung Nervensäge Kaninchenhaltung & Allgemeines 16 06.04.2013 14:29
nach langer Zeit mal wieder da...mit Neuzugang Hoppelmami Unsere Kaninchen, User-Vorstellung & Fotos 4 12.03.2012 16:33
Nach langer Zeit endlich wieder aktiv! BeSafe Unsere Kaninchen, User-Vorstellung & Fotos 0 02.07.2010 10:42
neue Fragen nach langer Zeit miahase Kaninchenhaltung & Allgemeines 9 14.06.2010 20:58

Copyright ©2010, Kaninchenforum.de

Search Engine Friendly URLs by vBSEO 3.6.0 PL2 ©2011, Crawlability, Inc.