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Ab wann macht sich eine Aufgasung bemerkbarHallo, der Tod meines Kaninchens Ida am 14. Oktober letzten Jahres beschäftigt mich immer noch sehr und ich bin viel am Überlegen, wie alles zustande kam. Ende September kam ich völlig übermüdet aus dem Urlaub zurück. Dadurch und durch ein Missverständnis mit demjenigen, der die Kaninchen während meines Urlaubs versorgen sollte, kam es dazu, dass die Kaninchen von Montag Nachmittag bis Dienstag Mittag ohne Nahrung waren. Am Freitag Mittag entdeckte ich dann bei Ida die erste Aufgasung. Ich ging mit ihr sofort zur Tierärztin und sie meinte, dass es nicht so tragisch sei, da Ida noch schlecken würde (sie hielt ihr etwas hin). Die Aufgasung muss sich damals also erst am Anfang befunden haben. Dauert es drei Tage bis sich eine Aufgasung erst bemerkbar macht? Oder hat Ida von Montag Nachmittag bis Dienstag Mittag irgendetwas Falsches gegessen (sie lebte aber mit zwei weiteren Kaninchen in einem großen Gehege und alle bekamen das selbe Futter. Die anderen Kaninchen zeigten absolut keine Krankheitsanzeichen) und bekam dadurch die Aufgasung? Die Ärztin sprizte sie und gab ein Medikament zum Entschäumen mit. Ich nahm sie in die Wohnung, um ihr das Medikament zu geben. Aber sie wollte nicht und wollte viel lieber die Wohnung entdecken. Hierbei stampfte sie mit den Hinterfüßen (dies war eindeutig ein Unmutszeichen und kein Krankheitsanzeichen). Zwei Wochen später war sie dann tot. Kann es sein, dass sich eine Aufgasung über zwei Wochen hinzieht? Hätte es etwas geändert, wenn ich ihr das Medikament zum Entschäumen gegeben hätte? War das vergessene Essen der Anfang vom Ende? Oder hat alles mit dem wohl nichts zu tun? Wie gesagt, die anderen Kaninchen zeigten absolut keine Krankheitsanzeichen. Eine Bekannte meinte, dass eine Aufgasung ein Kaninchen extrem schlauchen würde. Sie sagte, dass das Kaninchen die nächsten sechs Wochen für weitere Schwierigketen mit dem Magen und Darm extrem anfällig wäre. Stimmt dies? Ein paar Antworten wären nett und vielleicht sehe ich dann klarer. Ich bedanke mich schon jetzt für die Mühe und wünsche ein schönes Wochenende. Mit besten Grüßen,
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| Hallo Lupine, vielen Dank für die Antwort. Dies war nett. Danke! Ich weiß, dass ich mit der Thematik abschließen sollte und dadurch mein Kaninchen nicht wiederkommt. Irgendwie kann ich es aber nicht begreifen und überlege die ganze Zeit hin und her. Es tut mir eben für das Kaninchen sehr leid, da sie eine ganz Liebe war und nur 23 Monate alt wurde. Als sie zum ersten Mal etwas hatte, bin ich ja gleich zur Tierärztin. Die Ärztin spielte aber den Sachverhalt herunter und meinte, dass es nicht so schlimm sei. Daher achtete ich gar nicht so groß darauf. Heu beziehungsweise Stroh war immer vorhanden. Den Entschäumer habe ich gar nicht gegeben. Wie gesagt, ich wollte ihn geben und nahm sie in die Wohnung. Sie wollte aber viel lieber die Wohnung entdecken und zeigte ihren Unmut. Daher dachte ich, wenn sie dies macht beziehungsweise machen kann, wird es ihr schon nicht so schlecht gehen. Wie sie gegessen hat, kann ich gar nicht sagen. Sie hatte mit den anderen beiden Kaninchen ein großes Trögchen, indem die Körner waren. Heu lag auf einem bestimmten Platz im Gehege. Ich füllte es dann jeden Tag nach. An der Menge fiel mir nichts auf. Aber wie gesagt, haben die anderen beiden Kaninchen davon auch gegessen. Ob sie eine Verstopfung gehabt hat, kann ich leider nicht sagen. Als ich sie von der Tierarztpraxis nach ihrem Tod abholte, hatte sie einen ganz sauberen Po. Daher wurde ich dies nicht ausschliessen und es kann durchaus möglich sein. Nachdem Ida gestorben war, ließ ich den Kot der anderen beiden Kaninchen untersuchen. Es wurde nur ein minimaler Befall von Fadenwurmeiern festgestellt. Die Ärztin meinte, dass dies nicht die Todesursache gewesen ist. Und wenn Ida etwas anderes gehabt hätte, hätten es die anderen beiden Kaninchen auch gehabt. Aber Idas Kot wurde nicht untersucht. Ida starb an eine Unterkühlung, die dann zu Kreislaufversagen geführt hat. Die Ärztin meinte, dass sie wohl nichts gegessen hat und daran gestorben ist. Sie stellte noch eine gewisse Aufgassung des Bauches fest. Mehr wollte sie nicht dazu sagen. Sie meinte, dass es nun eben so ist und man nichts mehr machen kann. Vier Tage vor Idas Tod beschätigte ich mich ausgiebig mit den Kaninchen. Hierbei stellte ich nichts fest. Am Montag und Dienstag sonderte sie sehr ab und saß an einer Stelle des Geheges (wahrscheinlich hat sie während dieser Zeit nicht sehr viel gegessen). Am Mittwoch wirkte sie schwächlich und trank viel Wasser. Bedauerlicherweise war ich selber angeschlagen und hatte viel Stress nach dem Urlaub. Dadurch habe ich nicht sehr darauf geachtet, auch verlies ich mich auf die Aussage der Ärztin, dass es nicht so schlimm sei. Mein Bruder meinte, dass sie während dieser zwei Wochen auch ein Mal völlig teilnahmslos im Gehege lag. Die anderen beiden Kaninchen zeigten absolut keine Krankheitsanzeichen und haben es bis zum heutigen Zeitpunkt nicht gezeigt (nur bei einem Kaninchen wurden die Zähne etwas zu lang). Bei Ida habe ich die Zähne fünf Monate vor ihrem Tod kontrollieren lassen und es soll angeblich alles in Ordnung gewesen sein. Heute bedauere ich sehr, dass ich nicht öfters nach ihr geschaut habe und würde sehr viel geben, wenn man die Zeit rückgängig machen könnte. Aber wie gesagt, habe ich mich auf die Aussage der Ärztin verlassen. Auch habe ich mich an meinem vorherigen Kaninchen orientiert. Es starb mit acht Jahren und acht Monaten und hierbei war der Krankheitsverlauf langsam und schleichend. Mir war gar nicht bewusst, dass Kaninchen so schnell sterben können. Die Familie, von der ich Ida hatte, meinte, dass sie einen ganz aufgeblähten Bauch bekommt, nachdem sie zu viel Gras gegessen hat. Eventuell war dies ein Zeichen, dass sie schon zuvor Probleme mit der Verdauung hatte. Eine Futterumstellung gab es bei mir vor ihrem Tod aber nicht. Ich bedanke mich nochmals für die Mühe und wünsche eine gute Zeit sowie ein schönes Wochenende. Mit besten Grüßen, Geändert von Hochseefischer (29.05.2016 um 01:36 Uhr). Grund: Ein Grammatikfehler
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| Lieber Hochseefischer, Dein Verlust tut mir sehr leid und ich muss gestehen, dass mich Deine Zeilen recht traurig machen. Du suchst nun schon so lange nach Antworten, die Du einfach nicht bekommen wirst, trauerst, haderst, erhoffst in verschiedenen Foren Hilfe...................................... Jeder hat das Recht, in seinem eigenen Tempo zu trauern und sich die nötige Zeit dafür zu nehmen. Aber irgendwann wirst Du endgültig Abschied nehmen müssen- so schwer das ist. Vielleicht bist Du jetzt noch nicht so weit, aber passe bitte gut auf Dich auf und versuch, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen. Es ist wirklich schlimm, dass Ida nicht älter werden durfte. Aber genau wie bei uns Menschen, ist die Lebensdauer von Kaninchen sehr unterschiedlich. Ebenso lässt sich nicht immer vollständig aufklären, ob es nun Krankheit, Unglück oder "Schicksal" war. Wie Lupine bereits so richtig schrieb, Du wirst nichts anderes durch Dein Grübeln erhalten als Mutmaßungen. Darf ich Dich fragen, warum Du so auf die Ursache erpicht bist? Angenommen, wir könnten die Geschehnisse hier zusammen konstruieren und es wäre plötzlich hieb- und stichfest, dass es nur eine Aufgasung gewesen sein kann. Was würde diese Erkenntnis bringen- würdest Du dann wirklich Ruhe finden? In Deinen letzten Beiträgen hast Du bereits ein paar "Fehler" zugegeben, zum Beispiel die Pelletfütterung, Unachtsamkeit, Vertrauen in den Tierarzt oder eben auch die verpasste Medikation. Machst Du Dir Vorwürfe, gibst Du Dir die Schuld an ihrem Tod und hoffst auf Absolution? Hochseefischer, selbst wenn Du Fehler gemacht und diese den Verlauf beeinflusst haben sollten, müsstest Du das irgendwann akzeptieren und Dir selbst verzeihen. Ich kann Dir leider auch nicht sagen, was Deiner Ida passiert ist und möchte nicht mutmaßen, wünsche Dir aber, dass Du langsam loslässt. Ich habe selbst nach dem Tod eines von mir ganz besonders geliebten Kaninchen nur langsam zur Normalität zurückgefunden. Habe ähnlich wie Du, alles hinterfragt und gebe mich auch allgemein nur sehr schwer mit offenen Fragen zufrieden. Durch das permanente Grübeln habe ich den endgültigen Abschied aber nur vor mir hergeschoben. Die rotierenden Gedanken hielten meine Häsin präsent und nah, genau das wollte ich auch- aber es hat mir irgendwann nicht mehr gutgetan und mich vom Hier und Jetzt entfernt. Es hat wirklich seine Zeit gebraucht und war auch Arbeit an mir selbst, jedoch bin ich mittlerweile glücklich darüber, dass ich an sie denken kann und nicht ausschließlich Fragen und Traurigkeit auftauchen. Stattdessen sind es die vielen schönen Momente und die innige Zeit mit ihr. Sie verdient, dass man liebevoll an sie zurückdenkt und nicht auf den traurigen Abschied reduziert. Die Wehmut aber wird bleiben, das gehört zu dem Paket dazu. Natürlich weiß ich nicht, ob es Dir genauso geht, wollte Dir damit nur sagen, dass Verluste wirklich schwer zu verkraften sind und Du in guter Gesellschaft damit bist. Die Zeit, die Du mit Grübeleien verbringst, fehlt Dir bei Deinen verbliebenen Kaninchen- vielleicht können sie Dir bei der Verarbeitung helfen? Bitte verpasse nicht, ihr Leben zu teilen. Denn die Zeit, die man miteinander hat, ist immer zu kurz. Egal, wie alt man wird. Es gibt vielleicht nicht immer eine Moral von der Geschicht, aber Du kannst tatsächlich Erfahrungen aus Deiner Zeit mit Ida nutzen und die eingestandenen Fehler bei den übrigen vermeiden. Unabhängig von ihren Todesumständen wäre das doch ein schönes und sinnvolles "Vermächtnis". Du wirst diese quälende Unsicherheit nicht ändern, was auch immer Du noch unternimmst. So hart das klingt. Dir bleibt lediglich die Entscheidung, ob Du weiterhin verharrst oder langsam akzeptieren und damit leben lernst. Leider kann Dir niemand diesen schweren Schritt abnehmen. Aber Du kannst dabei Hilfe in Anspruch nehmen, wenn es Dir allein unlösbar scheint. Ich wünsche Dir dafür von Herzen das Beste und ganz viel Kraft. Vielleicht erzählst Du uns bei Zeiten mal von Deinen anderen Kaninchen und dann erfreuen wir uns gemeinsam an ihrem glücklichen und zufriedenen Leben. Ein herzlicher Gruß, die Hasen-Bande
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| So liebe und wahre Worte. Ich bin ganz gerührt. ![]() Ich wünsche dir von Herzen, dass du bald loslassen kannst. Ich weiß wie schwer das manchmal ist. <3 Liebe Grüße Karin
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