Hallo Leute,
gestern Abend habe ich bei meiner Emma geschockt festgestellt, dass sie kaum Luft bekommt und ihre Lippen schon bläulich gefärbt waren. Sie kam hilfesuchend zu mir, als ob sie mir sagen wollte, dass ich ihr helfen soll und sie große Angst hat.
Ich bin mit ihr sofort zum Tiernotdienst gefahren wo ich, obwohl ich die Sachlage geschildert habe, noch 15 min warten musste, ehe ich mit ihr dran kam.
Der Tierarzt hat sie nur abgehorcht und meinte "Ja sie bekommt sehr schlecht Luft und quält sich, wir sollten sie wahrscheinlich erlösen". Das konnte ich so erstmal nicht hinnehmen, da ja viele Tierärzte leider kein Herz für Kleintiere besitzen und sich dementsprechend auch nicht bemühen. Emma war auch die ganzen 2 1/2 Jahre ihres Lebens quicklebendig, paar Stunden vor dem Anfall ist sie ganz normal durch die Gegend gerannt und hat auch ganz normal gefressen etc. Der TA hat sie dann noch geröntgt, wo er festgestellt hat, dass Ihre Lunge verdrängt wurde, vielleicht vom Wasser oder was auch immer, er konnte es nicht genau sagen. Er konnte auch nicht sagen, ob es allergisch bedingt ist, hat es aber durch den Winter, weil keine Mücken da sind, ausgeschlossen. Aus ihrer Nase kam auch kein Sekret oder sonstiges, eine Infektion konnte man dadurch wohl ausschließen. Dennoch behauptete er weiterhin sie sei schwer krank. Sollte man nicht merken, wenn das eigene Tier schwer krank ist? Mein anderes Kaninchen hatte vor einem Monat eine Blasenstein-OP und da habe ich die Verhaltensänderungen auch mitbekommen. Er sagte mir, dass wir sie noch unter ein Sauerstoffzelt setzen könnten, wo aber 96 % aller Tiere nach mind. 30 min sterben. Blut abgenommen hat er auch nicht, weil er immer sagte, er könnte nichts mehr für sie tun.

Ihr Herzschlag war mittlerweile schwächer und da sie sich ziemlich gequält hat und der TA nichts mehr machen konnte, habe ich sie erlösen lassen.
Mich quält der Gedanke, dass ich zu früh aufgegeben habe, weil ich von Anfang an ein schlechtes Gefühl bei diesem TA gehabt habe. Es hätte ja so vieles sein können, was Atemnot verursacht. Vielleicht hätte man es irgendwie doch behandeln können, immerhin weiß ich bis jetzt nicht, weshalb es von jetzt auf gleich bei ihr aufgetreten ist. Der TA redete auch immer so seltsam von den Kosten...ist mir doch egal wieviel es kostet, hauptsache das Tier wird gesund!!!
Dann habe ich noch eine Frage zu meinem anderen Kaninchen Paul.
Er ist jetzt natürlich alleine und hat sich auffgrund seiner Taubheit immer so viel bei Emma abgeguckt. Ich wollte sie nach den Strapazen auch nicht mitnehmen und zu ihm in den Käfig legen. Was soll ich denn jetzt machen? Ihn weiterhin alleine halten? Dadurch, dass er taub ist, ist er eh schwieriger im Umgang und ich weiß nicht, ob es gut gehen würde, wenn ich ihm nach einiger Zeit einen Artgenossen kaufen würde.