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Kaninchen ist tot - bin ich schuld? auf Kaninchen Forum

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.06.2014
Beiträge: 62
Hochseefischer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.10.2015, 13:03

Kaninchen ist tot - bin ich schuld?


Leider ist gestern mein Kaninchen gestorben und nun bin ich überaus traurig. Es lebte mit zwei anderen Kaninchen in einem großen Kleintierhaus. Bis Ende September ging es ihm prächtig und es legte sich langgestreckt hin.

Am 02. Oktober merkte ich, dass etwas nicht stimmt. Es saß über längere Zeit zusammengekauert immer am selben Platz. Ich ging sofort mit ihm zum Tierarzt und die Ärztin stellte einen geschwollenen sowie aufgeblähten Bauch fest. Sie meinte, dass es eine Trommelsucht sein könnte, spritzte das Kaninchen und gab 6 ml Dimeticon mit. Dem Kaninchen ging es dann schnell wieder besser. Aufgrund dessen, dass es ihm so gut ging und es sich sehr weigerte das Dimeticon zu nehmen (trotz liebevoller Versuche von mir), verabreichte ich nur ein Teil.

Diese Woche ging es ihm eigentlich gut. Es schaute neugierig umher, trank und aß. Merkwürdig fand ich es, dass es abends weit von den anderen Kaninchen entfernt saß (sonst waren sie abends und nachts immer zusammen; auch noch in der Nacht von Sonntag auf Montag). Am Mittwoch Abend stellte ich fest, dass es wieder so komisch an einer Stelle saß. Als es am Donnerstag Mittag immer noch so war, ging ich sofort zur Tierärztin mit ihm. Sie stellte keinen geschwollenen Bauch fest, aber eine heftige Unterkühlung. Sie spritzte es und legte es auf ein Wärmekissen und legte eine Decke drüber. Dies half leider nichts und es starb gestern Abend um 22:00 Uhr in der Praxis.

Ist der Tod des Kaninchens meine Schuld? Hätte ich es abends rein nehmen sollen (es war immer draußen)? Wäre es dann noch zu retten gewesen? An was ist es gestorben? Diese Woche ging es ihm doch recht gut.

Den anderen beiden Kaninchen geht es körperlich bestens. Nur wühlen sie das Stroh im gesamten Kleintierhaus durch. Sie wird es auch mitnehmen, dass ihr Kamerad nun nicht mehr da ist.

Für eine paar hilfreiche Antworten wäre ich dankbar. Ich wünsche eine gute Zeit und bedanke mich.

Mit besten Grüßen,



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Benutzerbild von knuffelchen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.10.2012
Beiträge: 3.566
knuffelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.10.2015, 13:41

Erst mal mein herzliches Beileid zu deinem Verlust.
Und dann zu deiner Frage:
Nein, dich trifft keine Schuld!
Vermutlich waren die Verdauungsprobleme nur Ausdruck einer anderen Krankheit, die letztendlich zur Unterkühlung und zum Tod geführt hat.
Dass dein Kaninchen so weit entfernt von den anderen saß zeigt, dass es krank war, auch wenn es augenscheinlich normal wirkte.
Da Kaninchen ihre Krankheiten so gut verstecken können ist es auch oft für einen TA (vor allem wenn er/sie nicht auf kleine Heimtiere spezialisiert ist) schwierig, die Krankheit zu erkennen. Behandelt wird dann nur das sichtbare Symptom und nicht die dahintersteckend Krankheit.
Ich habe erst im Februar mein Knuffelchen verloren. Er hatte auch immer wieder Verdauungsprobleme aber eigentlich waren seine Nieren nicht in Ordnung.
Ich drück dich mal ganz fest!



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.10.2015, 14:13

Das tut mir sehr leid, und nein, ,es ist nicht Deine Schuld! Wir können nicht in die Tiere hineinsehen.

Als Du das Tier mit Unterkühlung zum TA gebracht hast, hätte die TÄ Bauch und Darm röntgen sollen/müssen, um dort evtl. eine Aufgasung oder Verstopfung feststellen oder ausschließen zu können. Eine Aufgasung im Darm kann man nicht immer fühlen.



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.06.2014
Beiträge: 62
Hochseefischer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.10.2015, 15:35

Hallo knuffelchen und marinahexe,

lieben Dank für die Antworten und die netten Worte. Dies ist sehr nett. Danke!

Ich mache mir doch große Vorwürfe und denke, dass ich mein Kaninchen auf dem Gewissen habe.

Ich habe die Trommelsucht einfach nicht ernst genommen. Von dem Dimeticon habe ich ihr nur einen kleinen Teil gegeben, da sie sich so gesträubt hat und mit den Hinterpfoten gekloppt hat. Ich habe es echt liebevoll versucht, aber sie wollte einfach nicht. Auch schien es ihr nach der Spritze besser zu gehen. Von daher habe ich es gelassen. Dies war wohl ein großer Fehler.

Auch hätte ich nach ihr schauen sollen, als sie alleine abends im Kleintierhaus saß. Dies war sonst nie der Fall. Dies hätte mir schon merkwürdig vorkommen müssen. Wahrscheinlich ging es ihr schon Mittwochs Mittag nicht mehr gut und sie saß so merkwürdig im Stall. Eventuell war sie zu dem Zeitpunkt noch nicht so unterkühlt und man hätte sie retten können.

Als ich Donnerstags Mittag zu der Ärztin kam, meinte sie, dass ihr Thermometer bis 31 Grad anzeigt und sie keine Temperatur bekommt (also mein Kaninchen kälter als 31 Grad ist). Von daher war es ihr wichtig, dass die Temperatur steigt.

Geht eine Unterkühlung eines Kaninchens schnell? Kann es sein, dass die Trommelsucht einfach noch nicht ausgestanden war?

Ich mache mir doch große Vorwürfe.

Lieben Dank nochmals für die Antworten und alles Gute.




Benutzerbild von knuffelchen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.10.2012
Beiträge: 3.566
knuffelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.10.2015, 15:44

Dein Kaninchen ist nicht an der Trommelsucht gestorben, die zieht sich nicht über mehr als eine Woche hin. Da ist am nächsten Tag Schluss!
Das war bestimmt was ganz anderes. Bei Knuffelchen habe ich ja erst nach seinem Tod bemerkt, dass er ganz alleine den Wassernapf leergetrunken hatte.
Nach seinem Tod wurde so gut wie nichts mehr getrunken.
Das ist halt das Risiko der Außenhaltung, du bist einfach nicht hautnah dabei.
Mach dich jetzt bloß nicht fertig, es war nicht deine Schuld.



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.06.2014
Beiträge: 62
Hochseefischer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.10.2015, 12:39

Nochmals lieben Dank für die Antworten. Das war nett. Leider konnte ich die letzten Nächte nicht besonders gut schlafen.

Bis heute kann ich nicht verstehen, warum mein Kaninchen plötzlich Probleme mit dem Bauch bekommen hat. Es gab keine Futterumstellung und den anderen beiden Kaninchen im Kleintierhaus geht es körperlich bestens (sie bekamen das selbe Futter).

Ich habe meine Fürsorgepflicht wohl schon sehr verletzt. Als ich am 02. Oktober gesehen habe, dass es ihm nicht gut geht, bin ich zwar sofort zum Tierarzt. Jedoch hätte ich es zwingen sollen, das Medikament Dimeticon zu nehmen. Es klopfte mehrmals mit den Hinterläufen und lief davon. Ich ließ es dann, da es ihm wieder deutlich besser ging. Auch hätte ich schauen sollen, als es sich von den anderen beiden so absonderte (ab Montag beziehungsweise Dienstag). Dies war schon verdächtig und hätte mir auffallen müssen. Auch hätte ich etwas machen müssen, als er am Mittwoch so ruhig da lag. Als es am Donnerstag immer noch an der selben Stelle lag, bin ich wieder sofort zum Tierarzt. Aber da war es leider schon zu spät. Ich hätte auch niemals gedacht, dass dies tödlich enden kann.

Kann es sein, dass es ihn nach der Spritze am 02. Oktober besser ging, aber die Krankheit irgendwie noch in ihm drin war und sich weiter ausgebreitet hat? Hätte es etwas geändert, wenn ich ihm das Medikament gegeben hätte? Und wäre es noch zu retten gewesen, wenn ich ein Tag früher zum Tierarzt gegangen wäre? Ich mache mir schon große Vorwürfe.

Ich werde das Kaninchen wohl obduzieren lassen. Wie teuer wird so eine Obduktion werden? Erhält man dann klare Aussagen, woran das Kaninchen gestorben ist und wie der Krankheitsverlauf war? Oder ist dies eher allgemein und nicht besonders aussagekräftig?

Meinen anderen beiden Kaninchen geht es so lala. Das verstorbene Kaninchen war das erste in der Rangordnung. Das zweite läuft nun überall herum, verspritzt seinen Urin und wühlt das Stroh richtig um. Das dritte Kaninchen ist ziemlich fertig, da es mit dem verstorbenen Kaninchen unzertrennlich war. Soll ich hierbei etwas unternehmen?

Für ein paar hilfreiche Antworten wäre ich dankbar. Ich bedanke mich schon jetzt für die Mühe und wünsche ein schönes Wochenende.

Mit besten Grüßen




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.06.2014
Beiträge: 62
Hochseefischer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.10.2015, 21:59

Hallo,

ich war heute bei der Tierärztin und wollte wissen, ob man mein totes Kaninchen obduzieren kann. Hierbei wäre ich bereit gewesen bis zu 150,- € zu zahlen, da mich die Angelegenheit sehr beschäftigt. Die Ärztin meinte aber, dass dies nichts bringt und die Keime nun überall im Körper seien, wodurch man keine genaue Ursache mehr feststellen kann. Sie meinte, dass man das Kaninchen sofort nach dem Tod einfrieren hätte müssen.

Für sie ist die Sache überaus klar. Das Kaninchen hatte Trommelsucht, dadurch bekam es eine heftige Unterkühlung, was zu Kreislaufversagen und zum Tod geführt hat.

Ich kann nicht verstehen, wie es Trommelsucht bekam. So gab es keine Futterumstellung und den anderen beiden Kaninchen geht es hervorragend (alle bekamen das gleiche Futter). Bezüglich des Futter kann ich mir absolut nichts vorwerfen.

Angeblich hatte es schon Trommelsucht am 02. Oktober, wo ich sofort reagierte und es zur Tierärztin brachte. Es wurde gespritzt und ich sollte ihm Dimeticon geben. Jedoch weigerte es sich standhaft das Medikament zu nehmen. Aufgrund dessen, dass es ihm bald wieder besser ging ließ ich es. Die Tierärztin meinte, dass es nicht ausschlaggebend für den Tod war, ob ich ihm das Medikament gegeben habe oder nicht.

Am 11. Oktober ging es ihm noch blendend. Es sah neugierig herum, aß und trank. Am Montag und Dienstag sonderte es sich von seinen Kameraden sehr ab und übernachte an einer Stelle, wo es sonst nie übernachte. Dies hätte mir schon merkwürdig vorkommen müssen. Auch war es sehr ruhig.

Am Mittwoch lag es so ruhig da und spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte ich zur Tierärztin müssen. Dies war wohl ein großer Fehler und ich war gedankenverloren. Als es am Donnerstag Mittag immer noch an der selben Stelle lag, bin ich sofort zur Tierärztin. Aber da war es leider schon zu spät. Die Tierärztin meinte, dass es Spekulation sei, ob es noch zu retten gewesen, wenn ich schon am Mittwoch gekommen wäre. Sie meinte aber "Je früher, desto besser."

Ich kann einfach nicht verstehen, wie es Trommelsucht bekam, wenn es den anderen beiden Kaninchen so gut geht. War es dann ein neuer Ausbruch an Trommelsucht oder schlummerte die Krankheit einfach in ihm weiter?

Auch knirschte es nicht mit den Zähnen oder klopfte mit den Hinterläufen. Es lag einfach überaus ruhig da und war eventuell benommen, was ich aber im Nachhinein nicht beurteilen kann.

Ich habe das Gefühl, dass ich mein Kaninchen vollkommen im Stich gelassen habe und für sein Schicksal verantwortlich bin. Dies macht mich echt fertig. Könnte ich die Zeit nur um eine Woche zurückdrehen.




Benutzerbild von knuffelchen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.10.2012
Beiträge: 3.566
knuffelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.10.2015, 22:33

Bitte versuche, dich aus deinen negativen Gedanken herauszuholen.
Deine Tierärztin hat, meiner Meinung nach, nicht viel Ahnung von Kaninchen.
Trommelsucht führt innerhalb von wenigen Stunden zum Tod.
Am 2. Oktober hatte es eine Aufgasung, die ja erfolgreich behandelt wurde.
Gründe für eine Aufgasung gibt es viele:
-Ein Haarballen im Magen, weil wegen dem Fellwechsel zuviele Haare geschluckt werden,
-Gärung des Futters im Magen weil das Futter wegen Zahnproblemen nicht richtig zerkleinert wird,
- Darmparasiten wie Kokzidien oder Würmer

Da Kaninchen Schmerzen und Unwohlsein verbergen müssen, da sie sonst aus der Gruppe ausgeschlossen werden bekommt man als Halter leider erst viel zu spät mit, wenn es dem Tier schlecht geht.
Da bist du nicht alleine! Das hat fast jede/r hier schon erlebt.
Du solltest von deinen anderen Kaninchen eine Kotprobe über 3 Tage sammeln und die auf Würmer und Kokzidien untersuchen lassen.
Ich würde auch nach einem Tierarzt suchen, der auf "kleine Heimtiere"
spezialisiert ist, nur der kennt sich mit Kaninchen richtig aus.
Es dauert bei den anderen jetzt eine Zeit, bis sie sich an die neue Situation gewöhnt haben aber die schaffen das schon.
Ich bin immer noch der Meinung, dass für den Tod eine andere, versteckte Krankheit verantwortlich war.
Eine Trommelsucht zieht sich nicht vom 2. bis zum 11.Oktober hin. Wahrscheinlich war die erste Aufgasung schon durch eine andere Krankheit hervorgerufen, vielleicht gab es angeborene Defekte der Verdauung, die erst später Probleme machten.
Wie auch immer, du hast doch alles für dein Kaninchen getan. Manchmal geht halt nicht mehr, wir können ja nicht in das Tier hineinsehen.
Ich drück dich nochmal und schicke dir eine Portion Kraft.
Alles Liebe



__________________



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.06.2014
Beiträge: 62
Hochseefischer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.10.2015, 01:21

Hallo knuffelchen,

lieben Dank für die Antwort. Dies war sehr nett. Danke!

Kann es eventuell sein, dass mein Kaninchen öfters Aufgasungen hatte? Ich hatte es leider nur ein halbes Jahr und in dieser Zeit sah es eins oder zwei Mal plötzlich ein wenig aufgeblustert aus. Ich kann mich auch erinnern, dass der Vorbesitzer meinte, dass es öfters einen ganz prallen Bauch hat, wenn es ein wenig mehr Grünfutter isst. Kann die Temperatur auch eine Rolle gespielt haben? Beim Vorbesitzer war es ein Wohnungskaninchen. Bei mir war es draußen im Kleintierhaus, aber ich hatte es erst seit April und der Sommer war recht warm. Kam es deswegen nicht zur einer Unterkühlung, da die Temperaturen in der Wohnung (Vorbesitzer) und bei mir (Sommer) recht warm waren? Und kam es erst jetzt zur einer heftigen Unterkühlung nach einer Aufgasung, weil es herbstlich kühl wurde?

Als ich mein Kaninchen geholt hatte, ging ich auch sofort zur Tierärztin, damit sie es untersucht. Es wurde jedoch nur die Zähne und das Fell (Milben) untersucht. Der Kot wurde bedauerlicherweise nicht untersucht. Es kam mir manchmal etwas knochig vor und es könnte gut möglich sein, dass es Darmparasiten wie Kokzidien oder Würmer hatte. Könnte man diese eventuell bei einer Obduktion feststellen, auch wenn es schon ein paar Tage tot ist (ich würde schon sehr gerne wissen, wie alles zustande kam)? Den Kot meiner anderen beiden Kaninchen werde ich natürlich untersuchen lassen.

Hätte das Dimeticon doch etwas bewirkt? Wäre dadurch die Darmflora nach der ersten Aufgasung beruhigt worden? Wäre es dann beim zweiten Mal nicht so schlimm geworden?

Für mich ist es doch unverzeihlich, dass es nicht früher gemerkt habe. Ich denke, dass man es hätte retten können, wenn ich nicht so gedankenverloren gewesen wäre. Böse Absicht war es nicht, aber ich war einfach nicht bei der Sache und hätte mich viel mehr um es kümmern müssen. Letztendlich war ich schon ein schlechter Besitzer.

Ich bedanke mich nochmals ganz herzlich für die Mühe und würde mich für weitere Antworten freuen.

Mit besten Grüßen,




Benutzerbild von knuffelchen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.10.2012
Beiträge: 3.566
knuffelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.10.2015, 08:14

Wenn dein Kaninchen schon beim Vorbesitzer auffällig war, was die Verdauung betrifft dann denke ich, dass einfach irgendetwas am Verdauungssystem nicht in Ordnung war. Vielleicht hatte es von Natur aus einen empfindlichen Darm, der durch falsche Fütterung des Vorbesitzers geschädigt wurde.
Da hattest du doch keinen Einfluss darauf.
Die Temperaturen waren sicher nicht schuld daran, das Kaninchen wurde ja schon Anfang des Sommer rausgesetzt, das ist völlig normal und es gewöhnt sich dann an die Temperaturen. Aufgasung wegen hohen Temperaturen war ja im September/Oktober kein Thema, das wäre schon im Juli/August passiert, da war es ja wesentlich heißer.
Eigentlich hätte die Tierärztin von sich aus eine Kotuntersuchung vorschlagen sollen als du das Kaninchen bekommen hast, es ist nämlich schon fast normal, dass Neue irgendwelche Untermieter mitbringen.
Eine Obduktion bringt jetzt kein richtiges Ergebnis mehr, aber wenn bei deinen anderen beiden Würmer oder Kokzidien festgestellt würden, könnte das die Ursache gewesen sein.
Frag doch mal bei marinahexe nach einem kaninchenerfahrenen Tierarzt, du brauchst ihr nur deine Postleitzahl zu sagen, dann sucht sie einen aus ihre Liste.



__________________



Benutzerbild von crazy curry
Kaninchen
 
Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9.398
crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.10.2015, 08:28

Wenn dein Kaninchen seit April draußen war, liegt es nicht daran. Es hat sich ja schon an Außenhaltung gewöhnt.
Wenn schon beim Vorbesitzer eine Aufgasung aufgefallen ist, frage ich mich warum er es dann nicht abgeklärt hat.

Es gibt Tiere die schon mir Gendefekten geboren werden und man kann es nicht sehen, willkürliche Vermehrung sei Dank.
Ich habe 2 Tiere innerhalb von 12 Tagen verloren, die quitschfiedel waren und abends musste ich sie beerdigen :-( .Aufgasung oder Magenüberladung waren bis dahin bei beiden unbekannt.

Sind Tiere krank, ist jetzt leider wieder die Zeit des sterbens, wie immer zum Winter und Frühjahr.Das ist von der Natur so eingerichtet und ändern kann man es nicht.

Eine Obduktion mit aussagekräftigen Befunden bekommst du nur, wenn das Tier frisch ist, bzw eingefrorenen.
Durch den sofort eintretenden Verwesungsprozess kann man schon nach 24 Std ungekühlt nicht mehr genau sagen was es war.

Dimeticon beruhigt die Darmschleimhaut nicht, es zerstört die Gasbläschen die zur Aufgasung führen. Darmsanierung kann man mit Symbiopet oder auch Apfelpektin, aus dem Reformhaus, machen.

Ich würde also sagen, dich trifft keine Schuld. Hätte, wäre, wenn, ist kontraproduktiv und macht dich nur wahnsinnig.
Such dir einen kaninchenerfahrenen Ta, schreib marinahexe mit deiner PLZ an, falls noch nicht geschehen.
Sammle Kotproben über 3 Tage, kühl lagern und lass sie auf Kokzidien, Würmer und Hefen untersuchen.
Wird dort was gefunden, behandel es und wenn mal wieder ein Tier Unwohlsein zeigt, bist du mit einem erfahrenen Ta auf der sicheren Seite. Das heißt nicht, das es nicht trotzdem wieder passiert, wie bei mir, aber es war dann in erfahren Händen.



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Liebe Grüße Heike



Benutzerbild von Fluse77
Kaninchen
 
Registriert seit: 15.10.2012
Beiträge: 11.489
Fluse77 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.10.2015, 22:53

Mein Beileid zu deinem Verlust. Ich glaube auch nicht, dass du Schuld bist am Tod deines Kaninchens. Die Verbergen ja leider zu gut, wenn sie etwas haben und bei einer akuten Aufgasung geht es ja leider sehr schnell und nicht über soviele Tage wie bei dir.

Den anderen Beiden würde ich einfach Zeit geben sich an die neue Situation zu gewöhnen. Das wird schon wieder.



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Viele Grüße von Silke und den Fellingern



Ninchen
 
Registriert seit: 20.10.2008
Beiträge: 9
Hoopsam befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.10.2015, 07:47

Hallo,
auch hatte schon Kaninchen, die ein ähnliches Krankheitsbild hatten. Immer mal wieder Aufgasung, die sich dann zwar wieder gelöst hatte, aber wieder kam....vielleicht war auch ein Tumor (eine tumoröse Verengung im Darmbereich oder der auf den Darm gedrückt hatte)Auslöser....ich hatte auch immer das Gefühl etwas übersehen zu haben, aber du kannst halt nicht hineinschauen, manchmal sind auch Röntgenbilder nicht ausreichend....ich hatte auch schon eine Häsin mit E.C., die einfach nur noch da saß und ebenfalls erst Aufgasung und dann später Unterkühlung hatte und der der Tierarzt nicht mehr helfen konnte,obwohl er alles versucht hatte, manchmal muß man solche traurigen Dinge so akzeptieren!



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Benutzerbild von Luke
Kaninchen
 
Registriert seit: 12.04.2013
Beiträge: 10.200
Luke befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.10.2015, 18:46

Hallo !!

Zermartere nicht Deinen Kopf !! Du machst Dich verrückt damit und dem Tier bringt es nichts mehr. Leider kommen so Magen Darm Geschichten oft von jetzt auf gleich !! Du kannst nicht mehr tun, als das Tier behandeln zu lassen . Beobachte Deine anderen Tiere gut auf evtl. Krankheitszeichen, weil man ja nicht weis , woran das Tier verendet ist . Es ist immer schlimm , wenn man ein Tier verliert , aber manchmal ist man leider machtlos ... Ich wünsche Dir viel Kraft mit dem Geschehnis fertig zu werden und gib Dir bitte keine Schuld am Tod des Kaninchens !! Lass Dich drücken !!

LG



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Viele Grüße von mir



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.06.2014
Beiträge: 62
Hochseefischer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.10.2015, 19:39

Hallo,

vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Dies war sehr nett. Danke!

Ich möchte dem Vorbesitzer absolut keine Vorwürfe machen. Zuvor gehörte das Kaninchen einem sechzehnjährigen Mädchen, das es sicherlich mit dem besten Wissen und Gewissen versorgt hat. Sie hing sehr an ihm und gab es nur schweren Herzen auf eBay Kleinanzeigen her. Das Problem war, dass sie noch ein weiteres weibliches Kaninchen hatte und es daher zu ziemlichen Revierkämpfen gekommen sein muss. Aufgrund dessen, dass es so ein niedliches Aussehen hatte, gab es einige Anfragen (die Mutter sprach von zehn). Ich bekam es, weil ich versprach in gewissen Abständen Fotos zu machen und es zuzusenden. Ich weiß jetzt gar nicht, was ich schreiben soll beziehungsweise wie ich es erklären soll. Dem Mädchen wird es sicherlich das Herz brechen (so wie mir auch).

Ich kann mich erinnern, dass die Mutter meinte, dass ich mich nicht wundern soll, wenn es einen dicken Bauch bekommt, nachdem es Grünzeug gefressen hat. Zwei Wochen nachdem ich es hatte, ging ich zur Tierärztin, um eine Scheinschwangerschaft abzuklären. Hierbei wurde auch das Fell wegen Milben sowie die Zähne untersucht. Leider wollte die Tierärztin keine Kotuntersuchung und ich habe auch nicht danach gefragt.

Ich nahm mir fest vor, mich jeden Tag mindestens 30 Minuten mit den Kaninchen zu beschäftigen. Dies war auch nicht schwer, da ich viel Freizeit habe und das Kleintierhaus nur zwei Meter von der Wohnungstür entfernt ist. Dies gelang mir auch jeden fast Tag.

Das Kaninchen muss irgendwie ein Problem gehabt haben, wenn es innerhalb von so kurzer Zeit zwei Aufgasungen bekommen hat. Wie gesagt, den anderen beiden Kaninchen geht es körperlich sehr gut und sie waren im selben Kleintierhaus beziehungsweise bekamen das selbe Futter. Ich denke, dass ich mir bezüglich des Futters keine Vorwürfe machen muss. Die Tierärztin meinte, dass es beim zweiten Mal schon so sehr unterkühlt war, dass sie nur noch versuchen konnte den Kreislauf zu stabilisieren, was leider nicht klappte.

Beim ersten Mal merkte ich die Aufgasung sofort, weil ich mich fast jeden Tag mit den Kaninchen beschäftigte und merkte, dass es etwas schlapp war. Hierbei ging ich dann sofort zur Tierärztin, sie spritze es und es ging im schnell wieder besser. Beim zweiten Mal war Sonntags noch alles in Ordnung. Montag und Dienstag sonderte es sich ziemlich ab, was merkwürdig war, da es das geselligste Tier war. Am Mittwoch lag es wieder so merkwürdig da. Als es am Donnerstag immer noch so da lag und an der selben Stelle, ging ich sofort zur Tierärztin. Aber da war es leider schon zu spät.

Das Problem bei der zweiten Aufgasung war, dass ich mich mit den Kaninchen nicht wie gewohnt beschäftigte. So gab es innerhalb der Familie ziemliche Spannungen und Streitereien. Hierbei war ich so verärgert und frustriert, dass ich genug hatte und nur neues Futter beziehungsweise Wasser nachfüllte. Ich sah zwar, dass etwas nicht stimmte, jedoch gelang diese Information aufgrund der Verärgerung nicht ins Gehirn. Und nun mache ich mir schwere Vorwürfe. Ich denke, dass man das Kaninchen retten hätte können, wenn es nicht die familiären Streitereien gegeben hätte. So hätte ich mich wohl mehr mit ihm beschäftigt und früher gemerkt, dass etwas nicht stimmt.

Jedenfalls tut es mir für das Kaninchen unendlich leid. Es war überaus niedlich und hatte zudem einen überaus lieben Charakter. Zudem hatte es ziemlich viel Pech im Leben, da es beim Vorbesitzer die Streitereien mit dem anderen weiblichen Kaninchen gab. Ich hätte ihm wirklich überaus gerne ein langes sowie sehr schönes Leben ermöglicht.

Ich bedanke mich nochmals für die Mühe und wünsche eine gute Zeit.

Mit besten Grüßen,




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.06.2014
Beiträge: 62
Hochseefischer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.11.2015, 17:28

Ich habe den Kot meiner anderen beiden Kaninchen eingehend auf alles mögliche untersuchen lassen. Dies hat mich zwar 20,- € gekostet, war mir aber auf alle Fälle wert. Laut der Tierärztin sollen sie gesund sein und nur einen leichten Befall von Fadenwürmern haben. Die Ärztin meinte, dass dies fast alle Kaninchen hätten und daran mein Kaninchen sicherlich nicht gestorben ist. Meine anderen beiden Kaninchen haben etwas ins Mäulchen gespritzt bekommen und in zwei Wochen soll es nochmals gemacht werden. Danach soll alles gut sein.

Sie sagte, dass die Aufgasungen eventuell ein Zeichen für eine versteckte Krankheit waren. Jedenfalls soll die letzte Aufgasung zu einer Unterkühlung und zu Kreislaufproblemen und somit zum Tod geführt haben.

Kann es sein, dass mein Kaninchen eventuell mehr Würmer als die anderen beiden hatte und doch aufgrund der Würmer gestorben ist?

Kokzidien wird wohl mein Kaninchen nicht gehabt haben, wenn es die anderen beiden nicht haben. Oder kann man dies nicht ausschließen?

Als ich es damals gekauft habe, hat die Mutter gemeint, dass ich mich nicht wundern soll, wenn es einen ganz dicken Bauch bekommt nachdem es zu viel Gras gegessen hat. Eventuell hat es schon damals mit Aufgasungen zu kämpfen gehabt. Ich habe die Fotos nochmals angeschaut, dass ich vom Kaninchen gemacht habe. Manchmal sieht es ein wenig aufgeblustert aus und ich kann nicht ausschließen, dass es da auch leichte Aufgasungen hatte.

Kann es sein, dass das Kaninchen öfters Aufgasungen hatte und nun wegen des kalten Wetters zu einer Unterkühlung und zum Tod kam? Würde es noch leben, wenn es in der Wohnung gehalten worden wäre und somit ständig warme Temperaturen um sich herum gehabt hätte? Dadurch hätte es eventuell nicht zur einer Unterkühlung und zu Kreislaufproblemen geführt.

Ist es normal, dass man kein Bogen mit den Untersuchungsergebnissen bekommt? Ich dachte, dass es so ist, wie wenn man Blut abgenommen bekommt. In diesem Fall bekommt man einen Bogen, wo alle untersuchte Resultate und die Grenzbereiche auf eins oder zwei Blätter stehen. Aber die Ärztin meinte, dass dies bei einer Kotuntersuchung nicht der Fall sei.

Die Ärztin hat gemeint, dass ich mich nicht grämen soll. Sie meinte, dass sich das Kaninchen, welches im letzten Dezember geboren wurde und das ich im Februar gekauft habe, ganz prächtig entwickelt hatte. Auch das andere Kaninchen soll in einem Topzustand sein. Ich mache mir jedoch sehr große Vorwürfe, dass ich die letzten Tage nicht richtig nach dem verstorbenen Kaninchen geschaut habe. Wahrscheinlich hätte man es retten können. Ich hätte viel mehr schauen nach ihr sollen.

Ist eine Kotuntersuchung in gewissen Abständen sinnvoll? In welchen Abständen soll diese stattfinden? Alle sechs Monate, jedes Jahr oder wenn die Kaninchen irgendwie krank wirken?

Die Tierärztin würde ich schon gerne wechseln und zu jemanden gehen, der spezielle Erfahrungen mit Kleintieren hat. So hätte man wohl letztes Jahr auch mein Kaninchen retten können, welches am 29. Oktober 2014 verstorben ist. Damals habe ich marinahexe gefragt, ob sie eine gute Tierärztin kennt. Die nächste Tierärztin, die sich auf Kleintier spezialisiert hat, ist aber leider 60 Kilometer entfernt und ich bin nicht mobil. Daher ist es im Notfall etwas schwierig.

Ich bedanke mich schon jetzt für die mühe und wünsche eine gute Zeit.

Mit besten Grüßen,




Ninchen
 
Registriert seit: 02.02.2018
Beiträge: 2
Judithgring befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.02.2018, 19:13

Hallo
Tut mir sehr leid um dein Kaninchen. Ich hatte damit auch schön öfters Probleme und ebenfalls einen Tierarzt, der keinerlei Ahnung hatte. Als Tipp: Achte immer ob dein Kaninchen frist. Kaninchen haben einen Stopfdarm, das bedeutet, dass sie unbedingt immer was fressen müssen. Ab ca. 24 Stunden wird es gefährlich. Du bekommst beim Tierarzt entsprechendes Futter, das man mit Wasser anrühren kann und dem Kaninchen geben muss. Will es nicht fressen, muss es leider auch dazu gezwungen werden. Ich hab das immer mit einer größeren Spritze gemacht.
Als Tipp zur Fütterung: Seit ich meinen Fenchelsamen zum fressen gegeben hab, hatte ich weniger Probleme mit der Auffassung . Die fressen sie auch liebend gerne. Gibts übers Internet zu kaufen. Schau dir mal online Futterlisten an z.B. gute Seite diebrain.de, da gibt es viel gesundes an Kräutern, die du sammeln kannst.




Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.02.2018, 19:37

Dir ist aufgefallen, dass der Thread über 2 Jahre alt ist?
Und kaninchenwiese.de ist besser



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