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Alte Kaninchendame.. OP? was soll ich tun?! auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Besorgte Kaninchenmama
Ninchen
 
Registriert seit: 26.02.2015
Beiträge: 9
Besorgte Kaninchenmama befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.02.2015, 21:11

Alte Kaninchendame.. OP? was soll ich tun?!


Hallo zusammen! Ich habe mich hier mal angemeldet, weil ich im Moment etwas verzweifelt bin und mal die Meinung anderer Kaninchenfreunde hören will.
Es geht um meine fast 10 Jahre alte Kaninchendame Lotte. Kurz zur Haltung: Sie lebt seit 5 Jahren zusammen mit einem 6,5 jährigen Männchen auf meinem 20qm großen Balkon, kann immer frei hoppeln und sich verkriechen, bekommt Heu, Gemüse und Obst zu essen. Ihr ging es im Grunde bis heute immer gut und ist soweit fit (mit den Jahren etwas langsamer geworden). Sie war nur zweimal im Leben scheinschwanger und hatte nie in die Richtung Probleme.
Letzte Woche habe ich auf einer Fliese einen recht großen Blutfleck gesehen (etwa ein halbes Pinnchen) und er kam von ihr. Ich bin dann sofort zu meiner TA, die sie gecheckt hat: aufgrund des Blutverlusts schneeweiße Bindehaut, etwas unterkühlt. Ich habe sie dann erstmal mit einer Wärmelampe "behandelt", am nächsten Tag war sie wieder gut drauf und ich bin wieder zur TA, die ein Röntgenbild gemacht hat: es ist ein Schatten im Gebärmutterbereich zu sehen. In der Hoffnung, dass es sich um eine Entzündung handelt, wurde sie dann jetzt eine Woche mit Antibiotika behandelt, was aber nichts geändert hat; im Klo ist mit Urin regelmäßig etwas rötliches, wenn auch wenig.
Jetzt muss man davon ausgehen, dass es ein Tumor in der Gebärmutter ist

Meine Frage, auf die ich wirklich hoffe, euer Bauchgefühl zu hören, denn ich bin hin- und hergerissen: Lasse ich sie operieren? Versteht mich nicht falsch, bei einem 6jährigen Kaninchen würde ich keine Sekunde zögern, aber tu ich meiner fast 10 jährigen Maus das noch an?! Ich weiß es einfach nicht. Meine TA tendiert in keine Richtung. Sie hat mir die Risiken erklärt: recht großes Risiko bei dem Alter, wenn sie sie aufschneidet, heißt das nicht, dass es überhaupt operabel ist und eine Zeit danach, die nicht ohne ist. Der Schnitt ist größer als bei einer normalen Kastration.

Andere Alternative: sie lassen, zusehen, dass es ihr weiter noch gut geht und dann die Entscheidung treffen, sie zu erlösen, wenn es soweit ist (darf ich auch nicht dran denken)...

Bürde ich ihr die OP auf? Wieviel Zeit schenke ich ihr damit überhaupt noch? Ich bin ratlos. Wenn man mal in die Zukunft sehen könnte.....
Soweit geht es ihr gut, man merkt gar nichts, frisst ohne Ende und ist zutraulich wie immer.

Was würdet ihr tun? Ich würde mich wirklich freuen, Meinungen zu hören. Es geht mir unterm Strich nur darum, ihr Schmerzen zu ersparen, so oder so. Hat jemand vielleicht Erfahrung mit einem so alten Tier und einer OP?
Danke.



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.02.2015, 21:30

Hallo Kaninchenmama, herzlich willkommen im Forum!

Das ist eine sehr schwierige Frage. Wurde sie nur geröngt oder habt ihr auch ein Ultraschall gemacht? Da kann man vielleicht mehr sehen. War es ganz sicher Blut der kann es auch verfärbter Urin gewesen sein (da ich nicht weiß, wie umfangreich Dein Kaninchenwissen ist, taste ich mich mal langsam ran).

War der Fleck durchgehend rot oder waren dort rote Schlieren? Welche Prognose hat die TÄ gegeben?




Benutzerbild von Besorgte Kaninchenmama
Ninchen
 
Registriert seit: 26.02.2015
Beiträge: 9
Besorgte Kaninchenmama befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.02.2015, 21:47

Hallo Marinahexe, danke schonmal für deine Reaktion.
Ich habe immer schon Kaninchen und behaupte mal, ich habe Erfahrung. Insbesondere Lotte habe ich ja schon sehr lange und kenne sie und ihr Verhalten sehr gut. Ich hänge total an ihr, möchte aber nicht rein emotional reagieren, weshalb ich euch nach Rat frage.

Es war reines, dickes Blut. Darin war ein Schleimpfropf. Wir haben ein Röntgenbild gemacht. Die Blase ist es eindeutig nicht, also keine Blasenentzündung, sondern die Gebärmutter. Das Bild von unten hat gezeigt, dass die Vermehrung den Darm etwas zur Seite drückt. Es ist recht groß. Ich mache mir schon Vorwürfe, aber auf Verdacht und wenn das Kaninchen immer fit ist lässt man ja auch keine Bilder anfertigen Man hat rein gar nichts bemerkt bisher und würde es auch nicht wenn es nicht geblutet hätte.

Ich muss auch sagen, dass ich mit meiner TA seit Jahren gute Erfahrungen mache und ihr sehr vertraue. Es ist für Lotte jedes mal ein riesen Stress zum TA, sie kennt das kaum, weil ich sie auch zB nicht zum Spaß hochhebe, wenn es nicht sein muss. Aber trotzdem nochmal zu einem anderen TA?!

Dass sie nicht 20 wird, wusste ich ja all die Jahre, aber wenn dann im Alter plötzlich so was kommt, ist es trotzdem furchtbar.




Benutzerbild von Besorgte Kaninchenmama
Ninchen
 
Registriert seit: 26.02.2015
Beiträge: 9
Besorgte Kaninchenmama befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.02.2015, 21:55

Zur Prognose... zeitlich nichts konkretes.. wenn man nichts macht, wird es ihr wahrscheinlich irgendwann nicht mehr so gut gehen, dann sollte ich mit ihr kommen und sie erlösen. Wenn man operiert, Risiko, ob sie überhaupt wieder aufwacht, Risiko, dass es operabel ist und nicht etwa schon gestreut hat, Nachbehandlung auch nicht so einfach (ist ja eh schon klar, weil sie dann an die Wunde wollen, Schmerzen etc.), aber darüber hinaus schwieriger wegen des Alters. Sie sagte, Kaninchen werden ihrer Erfahrung nach 10-11 bei Gesundheit.
Ich hörte schon von einer Freundin, ich müsse operieren lassen, weil man einfach kämpfen muss... es ist nur so, dass ICH nicht diejenige bin, die dann kämpft, sondern mein Tier.




Benutzerbild von Tinachen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.09.2010
Beiträge: 11.070
Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.02.2015, 22:08

Hallo und auch von mir erstmal herzlich willkommen im Forum.
Es stimmt schon die Süße ist zehn Jahre alt aber letzlich ist doch eine OP immer ein gewisses Risiko. Ich würde in diesem Fall eher vom Gesundheitszustand ausgehen. Wenn sie fit ist würde ich operieren lassen. Ist Deine TÄ wirklich Kaninchenerfahren und eine gute Operateurin? Beherrscht sie z. B. eine intrakutane Naht, die die Wundversorgung, bzw. das Risiko der Wundöffnung wesentlich verbessert usw.. Das wären wichtige Fragen.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.02.2015, 22:10

Zitat:
Ich hörte schon von einer Freundin, ich müsse operieren lassen, weil man einfach kämpfen muss... es ist nur so, dass ICH nicht diejenige bin, die dann kämpft, sondern mein Tier.

Das ist falsch. Wenn, dann kämpft ihr beide.

Ich würde das wahrscheinlich von ihrem Allgemeinbefinden abhängig machen. Sicherlich sind 10 gute Jahre schon viel, mehr als manch anderes Kaninchen je hatte. Wenn sie so topfit ist, wie Du schreibst, würde ich es vielleicht machen lassen. Bezüglich der Nachsorge könntest Du in die Suchfunktion mal "Weibchen-Kastra" oder Weiberkastra" eingeben. Wenn Du ihr einen Babybody anziehst oder in eine Socke Löcher für die Pfötchen reinschneidest, kommt sie nicht an die Wunde.

Wenn bei der OP aber festgestellt wird, dass der Tumor gestreut hat, würde ich sie schlafen lassen.

Ich lenke noch mal ein paar User hier hin, um mehrere Meinungen zu haben.



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Benutzerbild von Besorgte Kaninchenmama
Ninchen
 
Registriert seit: 26.02.2015
Beiträge: 9
Besorgte Kaninchenmama befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.02.2015, 22:24

Danke!
Ja sicher kämpfe ich dann auch mit, ich würde natürlich jede freie Minute bei ihr sein. Ich meinte nur, sie hat die schmerzen etc., nicht ich.

Schonmal Danke für die Meinungen. Mein erstes Bauchgefühl -ganz ehrlich- war, es zu lassen und ihr noch Schöne wochen/monate zu lassen. Jetzt denke ich schon Eher darüber nach. Aber eine Entscheidung fällt mir so schwer. Ich muss sie aber die nächsten tage fallen.

Ja, habe mich über Bodys und Möglichkeiten schon schlau gemacht. Das geht dann nicht anders. Von dieser naht habe ich noch nicht gehört, ich werde sie fragen. Danke! Erfahren ist sie auf jeden fall und auch auf Kleintiere spezialisiert. Alle meine kaninchenfreunde gehen mittlerweile zu ihr. Da habe ich keine bedenken. Mit tierkliniken habe ich zb ganz schlechte erfahrungen gemacht, auch mit teureren Geräten sind die nicht besser. Die Klinik in meiner Stadt hatte lotte 2008 schon mal fast auf dem gewissen, also wenn dann weiß ich, dass ich zu meiner TA gehe.




Benutzerbild von knuffelchen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.10.2012
Beiträge: 3.566
knuffelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.02.2015, 22:25

10 Jahre sind ein hohes Alter für ein Kaninchen, das kann man mit einem 85 jährigen Menschen vergleichen.
Mein Schwiegervater hätte in diesem Alter an der Galle operiert werden sollen aber der Hausarzt hat abgeraten, weil dann wahrscheinlich nicht mehr aus dem Krankenhaus kommen würde.
Ich seh das bei einem so alten Kaninchen genauso. Was hätte sie von so einer schweren OP mit ungewissem Ausgang?
Solange sie noch Lebensfreude hat, würde ich sie noch verwöhnen und ihr die restliche Zeit schön machen, keine OP mit Schmerzen, Wundbehandlungen und am Ende wars doch nichts.
Aber das ist meine Meinung, so würde ich es machen - entscheiden muss das jeder für sich.



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Benutzerbild von hasis2011
Kaninchen
 
Registriert seit: 14.02.2011
Beiträge: 30.760
hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.02.2015, 22:27

Meine Meinung kurz und bündig, ich würde sie sofort operieren lassen!

Welche Alternative habt ihr? Wenn es wirklich ein Tumor ist oder sonst etwas Ernsthaftes, hat sie mit der OP eine Chance, ohne nicht. Ohne OP wird sie Schmerzen haben und leiden und irgendwann daran sterben.
Ja, sie ist schon alt und wird nicht mehr sehr lange leben, aber wenn die OP gut geht, kann sie ihre letzten Jahre noch schmerzfrei leben, ohne OP wird sie nicht mehr viel Zeit haben...



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Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.02.2015, 23:34

Wenn mein TA sagen würde er schätzt den Gesundheitszustand noch als operationsfähig ein würde ich sie auch möglichst schnell operieren lassen. Wenn er einen schrecklichen Zustand im OP-Bereich vorfindet würde ich mein Tier auch nicht mehr aufwachen lassen .



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Mein Vorstellungsthreat: http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/27188-gerti%B4s-rasenm%E4herbande-%3B.html]
Meine Homepage http://www.gertis-rasenmaeherbande.de/
Myxomatose Erfahrungsaustausch Gruppe in FB: https://www.facebook.com/groups/739013102858463/
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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 26.07.2013
Beiträge: 329
Katharina P. befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.02.2015, 06:59

Marinahexe bat mich, hier mal einen Blick rein zu werfen

Ich persönlich würde sie nicht mehr operieren. Das würde ich ihr nicht mehr antun. Ich würde ihr ihre Würde lassen

ich z.B. habe gestern Abend meine 12 jährige Dame einschläfern lassen, sie hatte seit Tagen Atemprobleme, Starkschnupfer, habe sie lange behandelt, aber seit vorgestern saß sie nur noch mit Kopf in der Luft und schnappte nach Luft.
Klingt hart, aber gestern war der Punkt, wo ich es nicht mehr mit ansehen konnte. Ihr Lieblingspartner ist vor 2 Wochen gestorben, sie hat schon länger abgebaut und es ging immer mehr richtung Ende. Sie hat 10 jahre ihres Lebens in Einzelhaft mit Meerschweinchen gelebt. Die letzten 2 Jahre hatte sie Gesellschaft und ich kann sagen, eines der liebsten Tiere die ich je hatte und sie war glücklich.
Für mich war gestern der Punkt erreicht, andem ich ihr keine weitere Behandlung zumuten wollte. Auch meine TÄ sah das so. Ich hätte sie weiter behandeln können, mit Medikamenten voll pumpen etc. Aber ich hätte ihr Leiden nur verlängert. Zeit geschindet.
Und das wollte ich nicht mehr. Sie sollte in Frieden gehen und nicht die letzten tage noch Stress haben

Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man los lassen muss

Ich habe gestern ein schönes Zitat gelesen

Einschlafen dürfen, wenn man müde ist,
und seine Last fallen lassen dürfen,
die man sehr lange getragen hat,
das kann Erlösung sein.


Hermann Hesse


ich persönlich würde sie mit Schmerzmitteln abdecken und ihr die letzte Zeit so schön wie möglich machen
du könntest ihr noch Traumeel geben, entzündungshemmend, schmerzstillend, regeneriert geschädigtes Gewebe

mehr würde ich nicht mehr machen. es ist schwer los zulassen, ich weiss. Aber bei so einem alten Tier finde ich macht das keinen Sinn mehr. Klar ist es möglich, dass sie noch 13 Jahre wird nach der OP. Aber das Risiko, dass sie es nicht schafft liegt bei mindestens 50:50

es tut mir leid



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Benutzerbild von mausefusses
Kaninchen
 
Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 4.990
mausefusses befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.02.2015, 07:44

Zitat:
Schonmal Danke für die Meinungen. Mein erstes Bauchgefühl -ganz ehrlich- war, es zu lassen und ihr noch Schöne wochen/monate zu lassen. Jetzt denke ich schon Eher darüber nach. Aber eine Entscheidung fällt mir so schwer. Ich muss sie aber die nächsten tage fallen.
Wäre auch mein Gedanke.

Wenn es ihr jetzt soweit gut geht würde ich sie so laufen lassen wie es eben geht und sie Spaß hat.
Eine OP würde ich nicht machen. In Anbetracht des Alters wäre das für sie eine enorme Belastung und so viel Lebenszeit kannst Du ihr damit ja auch nicht mehr schenken da sie ja schon 10 ist...

Ist es gar ein bösartiger Tumor so wird sie dann kurz nach der OP sterben.

So eine schwere OP ohne eine gute Prognose würde ich einem so alten Tier nicht zumuten.



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 27.02.2015, 09:08

Wäre es "nur" der mögliche Tumor, würde ich vielleicht auf die OP verzichten. Allerdings ist ja die Blutung mit dabei, und auch der Darm wird schon beeinträchtigt.

Es ist eine schwierige Entscheidung - so oder so. Weiß eigentlich jemand ob es möglich ist bei Kaninchen wie beim Menschen Tumormarker im Blut zu bestimmen?

Ich würde nämlich ganz spontan folgendermaßen versuchen vorzugehen:

Blutprobe machen, um zu schauen ob es Entzündungszeichen und/oder Hinweise auf eine bakterielle Infektion gibt. Da kann man auch gleich schauen ob z.B. Leber- oder Nierenwerte eine mögliche OP erschweren würden. Gibt es Hinweise auf eine Infektion, würde ich evtl. medikamentös behandeln. Es kann ja auch sein, dass gar kein Tumor, sondern eine Gebärmutterinfektion dahinter steckt, in diesem Fall würde ich angesichts des Alters den Behandlungsversuch mit AB einer Operation vorziehen.

Wenn es tatsächlich ein Tumor sein sollte, stellt sich die Frage nach schmerzlindernden Medikamenten und die Frage nach dem Zeitpunkt des Abschiedes - oder ob man die OP wagt, und je nach Ausmaß des vorgefundenen Befundes dann unter der OP vielleicht entscheidet sie nicht mehr aufwachen zu lassen.

Von einem Fall weiß ich dass eine schon alte Häsin (ich glaube sie war 9 Jahre alt) erfolgreich notkastriert wurde und danach noch ein paar schöne Monate hatte. Allerdings hängt so etwas sehr stark vom Einzelfall ab, vom Lebensmut des betroffenen Kaninchens ebenso wie vom Allgemeinzustand.



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Benutzerbild von Besorgte Kaninchenmama
Ninchen
 
Registriert seit: 26.02.2015
Beiträge: 9
Besorgte Kaninchenmama befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.02.2015, 15:50

Ich danke euch allen sehr für eure ehrliche Meinung! Gut, dass es solche Foren gibt, man fühlt sich nicht mehr ganz so hilflos.

Lupine, eine Behandlung auf Gebärmutterentzündungsverdacht wurde schon gemacht.. das ist in meinen ganzen Romanen bestimmt etwas untergegangen. Meiner TA nach deuteten die Röntgenbilder auf eine Gebärmutterentzündung hin oder aber auf einen Tumor. Um Lotte keine schmerzhafte Untersuchung zuzumuten (sie ist auch noch absolut panisch bei TA ) haben wir ihr jetzt 8 Tage lang auf den (hoffnungsvollen) Verdacht einer Entzündung hin ein Antibiotikum gegeben, es hat sich aber nichts verändert: das Verhalten ist gleich und es ist nach wie vor ein kleines bisschen Blut mit im Urin, so dass man von einem Tumor ausgehen muss. Ich beobachte sie aber jeden Tag ganz genau, die Hoffnung stirbt ja zuletzt.

Lotte geht es auch heute gut; ich habe gerade ihren Unterschlupf neu eingestreut und beide Kaninchen wühlen und knabbern seit einer Stunde darin herum, als wäre das total aufregend. Kennt ihr bestimmt

Und ich glaube, ich habe mich entschieden. Ich hab jetzt viel Zeit mit ihr verbracht und hin und her alle pros und contras abgewogen. Es fällt mir schwer und ich hoffe, dass es am Ende wirklich das Richtige ist. Ich denke, ich werde zusehen, dass es ihr noch so lange wie möglich gut geht und dann irgendwann, wenn die Zeit kommt, sie erlösen, dann muss ich alle Emotionen beiseite schieben und ihr zuliebe entscheiden. Ich will ihr so möglichst Leiden ersparen. Und mit einer OP hat sie die ja in jedem Fall, wenn sie mit viel Glück auch ihr Leben verlängern würde. Ich habe Novalgin da und werde ihr das bei Bedarf geben, im Moment ist das aber noch nicht nötig. Das wird zum Glück ohne Zwang möglich sein, weil sie Möhrensaft liebt und ich da alles untermischen kann. Traumeel habe ich besorgt, danke für den Tipp, und Salbei etc. Ich hoffe sehr, dass sie noch einen schönen Frühling mit ihrem Freund erlebt. Ich gebe mein Bestes dafür...
ich werde das alles nochmal mit meiner TA besprechen. Ich hoffe, ihr könnt meine Entscheidung verstehen. Ob sie richtig war, wird sich zeigen.

Katharina P., ich habe Lotte auch aus "Einzelhaft" mit einem Meerschweinchen übernommen, als sie ein Jahr alt war.. und sie ist auch das liebste und anhänglichste Kaninchen, das ich je hatte. Als ob sie damit ihre Dankbarkeit zeigen Ach, Kaninchen sind einfach toll.

Knuffelchen, Lotte sieht ganz ähnlich aus. Nur schon etwas grauer mit längeren Haaren im Nacken. Aber das gleiche liebe Gesicht.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten. Danke für eure Zeit!!




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.02.2015, 16:02

Ich wünsche Lotte noch eine schöne Zeit und Dir viel Kraft für den Tag X!



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Benutzerbild von JayJay
Kaninchen
 
Registriert seit: 07.01.2011
Beiträge: 15.808
JayJay wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 27.02.2015, 16:26

Ich wünsche Lotte und Dir auch alles Gute.

Das ist eine schwere Entscheidung, die auch nur du allein treffen kannst - man kann nur die Vor und Nachteile gegeneinander abwägen.

Mein Problem dabei ist, dass Kaninchen ihre Krankheiten gut verstecken und man bis zuletzt nicht weiß, dass ihnen etwas weh tut..

Ich will dich jetzt auch nicht verunsichern, aber ich glaube ich würden mir noch eine weitere Tierarzt Meinung einholen und die Möglichkeiten besprechen.



__________________

Fit for 2016:
http://www.kaninchenforum.de/small-talk/40635-fit-2016-a.html

Grüße vom teuflischen Duo und ihrer Haussklavin
Besucht uns doch mal :
[url]http://www.facebook.com/Langohrterrortruppe[/url]



Benutzerbild von knuffelchen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.10.2012
Beiträge: 3.566
knuffelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.02.2015, 19:14

Ich sage immer, und das gilt auch für Menschen, nicht alles was medizinisch machbar ist, ist auch richtig.
Meiner Mutter wären 2 Jahre elendiges Verrecken erspart geblieben, wenn sie nicht operiert worden wäre (Hirntumor).
Und bei Menschen gibt es leider nicht die gnädige Option des Einschläferns.
Beobachte deine Lotte gut und gib ihr im Zweifelsfall mehr Schmerzmittel.
Irgendwas kaputtmachen und Lebenszeit verkürzen kann das ja nicht mehr.
Ich drück dich ganz fest.



__________________



Benutzerbild von Luke
Kaninchen
 
Registriert seit: 12.04.2013
Beiträge: 10.200
Luke befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.02.2015, 20:11

Hallo !!

Ich würde auch so entscheiden wie Du . Sie ist 10 J alt. Viele erreichen dieses Alter gar nicht . Allerdings würde ich sie mit Schmerzmitteln abdecken lassen . Kaninchen sind wahre Helden im Verbergen von Schmerzen und Krankheiten. Sie sollte wenigstens schmerzfrei gehalten werden. Das solltest Du mit Deiner TA dringenst abklären. Eine OP würde ich dem Tier nicht mehr zumuten. Beobachte das Tier genau und entscheide von Tag zu Tag . Dein Tier zeigt Dir ganz genau , wenn der Zeitpunkt gekommen ist . Dann sollte man das Tier aber auch erlösen !!! Alles Gute !!!Fühl Dich gedrückt !!!
LG



__________________

Viele Grüße von mir



Benutzerbild von Besorgte Kaninchenmama
Ninchen
 
Registriert seit: 26.02.2015
Beiträge: 9
Besorgte Kaninchenmama befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.02.2015, 20:44

Wirklich danke nochmal an alle!

Ich gehe nächste Woche nochmal zu einem Tierarzt. Und ich habe heute doch schon mal angefangen, ihr etwas Novalgin zu geben. Schaden kann es nicht und das mit dem Meister-im-Verstecken stimmt bei Kaninchen natürlich. Ich werde sie genau beobachten, ich kenne sie zum Glück gut. Solange sie weiter mit Elan frisst, bin ich froh. Wenn Tag X da ist, werde ich es schweren Herzens, aber mit hoffentlich gutem Gewissen tun.. ich will sie nicht unnötig leiden lassen, das wäre egoistisch.



Lupine and knuffelchen like this.

Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 27.02.2015, 20:50

Die Behandlung auf die Gebärmutterentzündung war tatsächlich an mir vorbei gerauscht, entschuldige bitte

Unter den gegebenen Umständen dürfte deine Entscheidung diejenige sein, die am meisten in ihrem Interesse ist. Ich hoffe dass Lotte noch eine recht schöne Zeit bei dir hat und wünsche euch beiden viel Kraft.



 
 
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