
Hallo zusammen! Ich habe mich hier mal angemeldet, weil ich im Moment etwas verzweifelt bin und mal die Meinung anderer Kaninchenfreunde hören will.
Es geht um meine fast 10 Jahre alte Kaninchendame Lotte. Kurz zur Haltung: Sie lebt seit 5 Jahren zusammen mit einem 6,5 jährigen Männchen auf meinem 20qm großen Balkon, kann immer frei hoppeln und sich verkriechen, bekommt Heu, Gemüse und Obst zu essen. Ihr ging es im Grunde bis heute immer gut und ist soweit fit (mit den Jahren etwas langsamer geworden). Sie war nur zweimal im Leben scheinschwanger und hatte nie in die Richtung Probleme.
Letzte Woche habe ich auf einer Fliese einen recht großen Blutfleck gesehen (etwa ein halbes Pinnchen) und er kam von ihr. Ich bin dann sofort zu meiner TA, die sie gecheckt hat: aufgrund des Blutverlusts schneeweiße Bindehaut, etwas unterkühlt. Ich habe sie dann erstmal mit einer Wärmelampe "behandelt", am nächsten Tag war sie wieder gut drauf und ich bin wieder zur TA, die ein Röntgenbild gemacht hat: es ist ein Schatten im Gebärmutterbereich zu sehen. In der Hoffnung, dass es sich um eine Entzündung handelt, wurde sie dann jetzt eine Woche mit Antibiotika behandelt, was aber nichts geändert hat; im Klo ist mit Urin regelmäßig etwas rötliches, wenn auch wenig.
Jetzt muss man davon ausgehen, dass es ein Tumor in der Gebärmutter ist
Meine Frage, auf die ich wirklich hoffe, euer Bauchgefühl zu hören, denn ich bin hin- und hergerissen: Lasse ich sie operieren? Versteht mich nicht falsch, bei einem 6jährigen Kaninchen würde ich keine Sekunde zögern, aber tu ich meiner fast 10 jährigen Maus das noch an?! Ich weiß es einfach nicht. Meine TA tendiert in keine Richtung. Sie hat mir die Risiken erklärt: recht großes Risiko bei dem Alter, wenn sie sie aufschneidet, heißt das nicht, dass es überhaupt operabel ist und eine Zeit danach, die nicht ohne ist. Der Schnitt ist größer als bei einer normalen Kastration.
Andere Alternative: sie lassen, zusehen, dass es ihr weiter noch gut geht und dann die Entscheidung treffen, sie zu erlösen, wenn es soweit ist (darf ich auch nicht dran denken

)...
Bürde ich ihr die OP auf? Wieviel Zeit schenke ich ihr damit überhaupt noch? Ich bin ratlos. Wenn man mal in die Zukunft sehen könnte.....
Soweit geht es ihr gut, man merkt gar nichts, frisst ohne Ende und ist zutraulich wie immer.
Was würdet ihr tun? Ich würde mich wirklich freuen, Meinungen zu hören. Es geht mir unterm Strich nur darum, ihr Schmerzen zu ersparen, so oder so. Hat jemand vielleicht Erfahrung mit einem so alten Tier und einer OP?
Danke.