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Hermine hat sich (characterlich) so verändert auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von RH2014
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 21.08.2014
Beiträge: 139
RH2014 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.01.2015, 13:36

Hermine hat sich (characterlich) so verändert



Ihr Lieben,

ich hab (zunehmend, fürchte ich) ein Problemchen:
Wir haben ein Zwerghasenpäärchen, Geschwister, Rocky ist kastriert (frühkastriert).
Tagsüber, ganz früh, mit Anbruch der Helligkeit, setzte ich die Beiden raus vom "Nachtstall" ins Gehege. Dort haben sie dann den ganzen Tag, bis auf manchmal Unterbrechungen, zu den komm ich gleich, Ihren Auslauf im überdachten, nicht mardersicheren (unmöglich, das hinzubekommen) Gehege, worin verschiedene Kletter- und Springmöglichkeiten, mehrere unterschiedliche Häusschen, eine Schutzhütte und die Toiletten natürlich stehen.
Abends, also im Moment mit Einbruch der Dunkelheit, setze ich sie in Ihren Stall.
Der ist halt für die Nacht sicher, allerdings haben die beiden da nur etwa 2qm Platz.
So - nun zu meinem Problemchen, wobei das eigentlich für uns gar nicht sooo groß ist, wenn ich nur wüßte, daß es für Hermine so okay ist:
Rocky kann man ganz einfach aus dem Nachtsstall (der nicht im Gehege steht, sondern außerhalb um eine Hausecke rum) rausnehmen, und zwei Meter rüber ins Gehege tragen. Er läst sich ohne "Geschichten" rausnehmen, und abends auch wieder in den Stall bringen.
Hermine dagegen versucht im Stall abzuhauen, sich einem Zugriff durch uns zu entziehen. Sie knurrt auch dabei. Aber naja, wir versuchen sie dann möglichst mit Ruhe zu greifen, aus dem Stall zu nehmen, auf den Arm zu nehmen, und sie ins Gehege zu setzen. Auf dem Arm ist sie auch noch recht ungehalten, beist auch wütend in meine Fleecejacke, versucht aber nicht, mir in die Hand zu beißen, oder so, also gefährlch ist das nun nicht, auch nicht für meine Kinder - sie drückt nur deutlich ihren Unmut aus.
Tja, aber abends ist es ein Akt, sie wieder einzufangen und reinzusetzen. Und da fällt die "Ruhe" schwer - irgendwie ist es doch ein Hinterherlaufen, und schnelles Zupacken, wenn sie dann mal sitzenbleibt und einen ran lässt. Sie kann sehr genau unterscheiden, ob man sie ins Gehege besuchen kommt, oder sie einfangen will! Es ist nicht so, dass sie Angst hat: geht man sie besuchen, lässt sie einen sehr wohl an sich ran, kommt von selbst, lässt sich streicheln, frisst aus der Hand, etc.. Aber wenn man - auch nur versuchsweise - an ihre Seite greift, als wolle man nur im entferntesten planen, sie etwas hochzunehmen - ist sie blitzartig weg .
Ich bin noch am überlegen, ob es eine Lösung wäre, sie in eine Transportbox zu locken, die dann samt Hase hochnimmt, und sie damit in den Stall bringt. Leider dauert das ziemlich lange, denn sie riecht sofort Lunte.Wie gesagt, Rocky muß man nicht einfangen - oder doch sehr selten und recht kurz. Er bleibt dann schon brav sitzen, lässt sich hochnehmen, und fertig. Bei Hermine kann man froh sein, wenn man sie "erwischt" und festhalten kann, das ist manchmal nicht einfach und ich hab auch schon ganz schön Kratzspuren kassiert.
Manchmal, wenn ich wegmuß, setze ich sie auch lieber rein in den Stall, um nicht unnütz Zeit zu verlieren, plane ich dazu so 10 Minuten ein, das klappt auch, ich "krieg" sie dann schon.
Ich frage mich halt bloß, ob das Panik ist, oder ob sie sich einfach nicht reinsetzen lassen bzw. raussetzen lassen will, also, ob ihr das Hochnehmen so gegen den Strich geht. Im Sommer, da waren die beiden allerdings noch jünger, sie sind am 14. Junu geboren, war Hermine die Zutraulichere von den beiden, es dauerte nie lange, bis sie auf den Schoß sprang. Das kann ich jetzt diesen Winter nicht so recht einschätzen, weil sich keiner mehr für so lange ins Gehege setzten mag, um auf "Madame " zu warten, vielleicht ist sie so kuschelig jetzt auch nicht mehr drauf.
Meine grundsätzlichen Fragen nun:
Kann die Verhaltensänderund mit der Pubertät zusammenhängen? Sie sind ja nun ziemlich genau 7 Monate alt.
Ist das Nachrennen beim Reinsetzen so okay für`s Kaninchen? Wenn ich sie dann auf dem Arm habe, klopft ihr Herzchen (was vielleicht bei dem Gerenne, das sie sich da abhällt kein Wunder ist), aber sie kommt mir jetzt nicht unbedingt angstvoll vor: sie wehrt sich durch Kratzen, solange man nicht schnell genug eine Hand unter ihren Popes bekommt, aber dann ist eigentlich gut. Das würde mir doch eine Last abnehmen, weil ich eigentlich eher traurig bin, daß ich ihr den Streß da nicht ersparen kann. Natürlich hoffe ich, das ich da nicht noch mehr Zeit reinbuttern muß, denn ich hab das Gefühl, sie wird von Mal zu Mal schlauer , wenn sie mit dem Schwänzchen anfängt zu wackeln und wie der Blitz fort ist . Deswegen ist die Chose mit der Transportbox auch nicht so eine tolle Option: sie geht zwar rein, um zu fressen, aber wenn man sich in die Nähe zum Türchenschließen begibt, ist sie meistens längst wieder draussen .
Oder rede ich da etwa über ganz "normales Hasenleben", und bei Euch, die Ihr sie nachts an einen sicheren Platz brint, ist das genauso? Und Rocky ist dann eben extrem brav und pflegeleicht?

Liebe Dank für Input,

Kirsten



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Benutzerbild von Rabny
Kaninchen
 
Registriert seit: 19.05.2012
Beiträge: 3.622
Rabny befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.01.2015, 13:48

Das hört sich ja doch schon ziemlich stressig für Mensch und Tier an :/

Am einfachsten wäre es, wenn sie Tag und Nacht ein Gehege hätten, welches groß genug wäre (wären dann für 2 Kaninchen 6qm) So erspart ihr euch das tägliche hin und her. Und die Kaninchen würden sich freuen!



__________________
„Es ist nicht nur ein Tier, es ist ein Herz das schlägt, eine Seele die fühlt und ein Leben, das leben will..“



Benutzerbild von knuffelchen
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Registriert seit: 26.10.2012
Beiträge: 3.566
knuffelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.01.2015, 14:12

Das hat mit Sicherheit auch etwas mit der Pubertät zu tun aber sie möchte halt auch nicht in den viel zu kleinen Nachtstall.
Kannst du um den Nachtstall ein mardersicheres Nachtgehege bauen? So dass sie dann nachts insgesamt ca. 6m² haben?
Ich habe für 4 Kaninchen ein 18m² großes Nachtgehege und zusätzlich ein 15m² großes Tagesgehege. Diese beiden liegen leider 10 Meter auseinander und wir haben das Problem mit Drainagerohren gelöst.
Abends gehen sie meistens von selbst rein, falls nicht werden sie ins Tunnel gescheucht und dann der Deckel zugemacht. Dann können sie nur noch im Nachtgehege raus. Hier kannst du es mal ansehen:

http://www.kaninchenforum.de/kaninchenstall-kaninchengehege/29595-meine-neue-au%DFengehegeerweiterung.html




Benutzerbild von RH2014
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 21.08.2014
Beiträge: 139
RH2014 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.01.2015, 14:51

@knuffelchen
Zitat:
sie möchte halt auch nicht in den viel zu kleinen Nachtstall
Na - dann möchte sie von da aber auch nicht ins große Gehege, denn sie macht ja auch Zicken, wenn ich sie raussetzen will.
Aber Deine Drainagerohrenlösung : Genial!!
Ich dachte ja auch schon daran, den Nachtkäfig ins Gehege zu stellen, aber das hätte zur Folge, daß wir die Nins überhaupt nicht mehr im Blick hätten. Außerdem sollte das Taggehege eigentlich auch der Platz sein, wo wir unseren Hänger und diverses Gerät einstellen wollten - jetzt sind da Hasen eingezogen. Dennoch muß der Platz flexibel bleiben, d.h. ein Teil der Umzäunung ist aus zwei Gittern, die leicht weggenommen werden können.
Der Nachtkäfig steht sozusagen an der anderen Ecke des Hauses, das die eine Seite des Geheges begrenzt, dazu müßte noch ein Höhenunterschied von ca einem Meter überwunden werden ... (Nachtkäfig steht erhöht zum Bodenterrain) aber daran könnte man ja basteln, indem man innerhalb des Taggeheges "Treppchen" baut, die in das KG-Rohr führen, das wiederum dann fast eben in den Nachtstall führt. Aber sag - wenn Du das KG-Rohr dicht machst, so daß sie theoretisch sich am Verschluß des Rohres aufhalten können - hast Du dann keine Bedenken, daß sie sich dort vielleicht in der Enge in die Wolle bekommen könnten?




Benutzerbild von Minerva
Kaninchen
 
Registriert seit: 19.10.2013
Beiträge: 42.082
Minerva befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.01.2015, 15:15

Zitat:
Zitat von RH2014 Beitrag anzeigen
@knuffelchenNa - dann möchte sie von da aber auch nicht ins große Gehege, denn sie macht ja auch Zicken, wenn ich sie raussetzen will.
Es spielen hier zwei Faktoren eine Rolle. Zum einen will sie nicht hochgehoben werden (wie die meisten Kaninchen das nicht wollen) und zum anderen will sie nicht in den kleineren Nachtstall.
Mein Rat daher: Nachtgehege bauen und eine Verbindung zum Tages-Auslauf schaffen, die es den Tieren ermöglicht, selbst zu entscheiden, in welchem Bereich sie sich aufhalten wollen.



__________________
Vergangenheit ist Geschichte,
Zukunft ist ein Geheimnis,
aber jeder Augenblick ist ein Geschenk.



Benutzerbild von knuffelchen
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Registriert seit: 26.10.2012
Beiträge: 3.566
knuffelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.01.2015, 16:12

Zitat:
Zitat von RH2014 Beitrag anzeigen
Aber sag - wenn Du das KG-Rohr dicht machst, so daß sie theoretisch sich am Verschluß des Rohres aufhalten können - hast Du dann keine Bedenken, daß sie sich dort vielleicht in der Enge in die Wolle bekommen könnten?
Das ist bis jetzt noch nie vorgekommen, auch nicht morgens wenn ich den Deckel im Nachtgehege entferne und sie sich am Rohr drängeln. Da muss nur ich Angst um meine Hand haben, weil Ina immer "mithilft", den Deckel zu entfernen und da hat sie statt des Deckels auch schon mal meine Hand erwischt.
Aufhalten tut sich in der Röhre sowieso keiner, die gehen immer direkt durch - außer Mäxli, der geht schonmal rein wenn ich zumachen will und dreht dann in der Mitte wieder um. Dann merkt er aber, dass zum Außengehege geschlossen ist und geht dann sofort ins Nachtgehege.
Die Röhre hat auf beiden Seiten Deckel.
Und in die Transportbox geht bei mir keiner freiwillig

So eine Verbindung zwischen 2 Gehegeteilen muss auch nicht unbedingt ein Drainagerohr sein, ich hatte erst überlegt, aus Dachlatten und Volierendraht eine Art offenes Tunnel zu basteln aber dann hatte mein Mann die Idee mit den Rohren.



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Geändert von knuffelchen (10.01.2015 um 16:14 Uhr).

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RH2014 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.01.2015, 17:24

@ knuffelchen:
ist das Rohr dann den Kaninchen immer zugänglich, oder machst Du`s nur abends auf, um sie reinzulassen?
Danke für die Tipps!!




Benutzerbild von knuffelchen
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Registriert seit: 26.10.2012
Beiträge: 3.566
knuffelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.01.2015, 18:08

Wenn ich die Kaninchen morgens rauslasse, entferne ich die Deckel auf beiden Seiten und lasse sie offen. Die Kaninchen können dann tagsüber rein und raus, wie sie wollen. So kommt es auch meistens, dass sie abends schon von alleine drinnen sind und ich die Deckel nur noch schließen muss.

edit: Im Außengehege gibt es nur morgens Futter, abends wissen sie ganz genau, dass frisches Futter im Stall ist



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Geändert von knuffelchen (10.01.2015 um 18:25 Uhr).

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Zwergkaninchen
 
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Beiträge: 139
RH2014 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.01.2015, 20:36

Bin schon quasi in der Planungssphase :-). Allerdings wird es darüber Sommer, im Moment kommen wir nicht dazu. Solange muß Hermine da noch durch. Heut war`s übrigens kein größeres Problem: Ich hab den Transporter hungestellt, bin zu den zwei hin, Hermine wollte zwar flüchten Rock stand aber im Weg. Ich hab sie sanft wie möglich gepackt, und sie in den Transporter gesetzt, wo`s Leckerchen (Saaten) gab. Und so hab ich sie in den Stall gebracht. Ich glaub das war einigermaßen schonend und hat ziemlich genau eine Minute gedauert.




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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 21.08.2014
Beiträge: 139
RH2014 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2015, 21:55

Guten Abend!
ich wollte nur mal kurz von (der Lösung) meines Problems berichten:
Als erste Maßnahme habe ich versucht, Hermine an den Transporter zu gewöhnen. Das hat auch totaaal super geklappt: erst hatte sie Schiß, reinzugehen, hat aber ziemlich schnell raussgehabt, daß es da drin wohl was leckeres gibt, weil Rocky auch am Schmatzen war . Also ist sie auch rein. ich machte die Klappe zu - Hase in den Stall - alles yippieh.
Aaaaaber: schon am nächsten Abend ging Hermine da nur noch mit dem "langen Hals" rein - nur nicht mehr so, daß ich die Transportertür hätte schließen können . Also wieder "Nachlaufen" gespielt mit der eigenwilligen Zicke .
Ich stellte den Transporter dann am nächsten Tag ins Aussengehege, mit Leckerchen drin, damit sich vor allem Hermine an das Teil gewöhnt - Rocky ist das ganze ja pupsegal, ob ich ihn hochhebe oder ob er im Transporter in den Stall getragen wird - alles wurscht. ... Ja - die Dame "gewöhnte" sich an den Transporter - , fraß alle Leckerchen begeistert raus, lief eifrig in den Transporter, sobald ich was Neues reinlegte. Aber am Abend verknüpfte sie wohl Zeit mit "Transporter und Tür zu" - no way, Kaninchen weigerte sich, reinzugehen
Und seit gestern steht der Nachtstall dann nun doch im Aussengehege (hat halt den Nachteil, daß ich vom Haus aus den Nachtstall nicht mehr sehe) auf einem Tisch, zwei Steine davor als Treppchen - und Hermine geht annähernd ohne Zögern abends rein, Rocky sowieso, und ich habe prima entspannte Kaninchen: morgens so früh wie möglich Türchen auf, beide hopsen in den Auslauf, und abneds wieder rein. Das ihr so verhasste Einfangen fällt weg - und sie lässt sich mittlerweile sogar wieder anfassen und auch manchmal hochheben zum Kuscheln. Alles gut! Und das Beste: wir schauen nun doch, daß wir das Gehege Mardersicher bekommen dann haben sie Tag und Nacht die ca 15 qm zur Verfügung - lediglich "gestört" durch einen Anhänger der darin noch geparkt wird. Aber das dürfte die Nins ja nicht stören - höchstens mein ästetisches Empfinden für einen Kaninchenspielplatz.

Vielen Dank für Eure Tipps!!



 
 
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