
Ihr Lieben,
ich hab (zunehmend, fürchte ich) ein Problemchen:
Wir haben ein Zwerghasenpäärchen, Geschwister, Rocky ist kastriert (frühkastriert).
Tagsüber, ganz früh, mit Anbruch der Helligkeit, setzte ich die Beiden raus vom "Nachtstall" ins Gehege. Dort haben sie dann den ganzen Tag, bis auf manchmal Unterbrechungen, zu den komm ich gleich, Ihren Auslauf im überdachten, nicht mardersicheren (unmöglich, das hinzubekommen) Gehege, worin verschiedene Kletter- und Springmöglichkeiten, mehrere unterschiedliche Häusschen, eine Schutzhütte und die Toiletten natürlich stehen.
Abends, also im Moment mit Einbruch der Dunkelheit, setze ich sie in Ihren Stall.
Der ist halt für die Nacht sicher, allerdings haben die beiden da nur etwa 2qm Platz.
So - nun zu meinem Problemchen, wobei das eigentlich für uns gar nicht sooo groß ist, wenn ich nur wüßte, daß es für Hermine so okay ist:
Rocky kann man ganz einfach aus dem Nachtsstall (der nicht im Gehege steht, sondern außerhalb um eine Hausecke rum) rausnehmen, und zwei Meter rüber ins Gehege tragen. Er läst sich ohne "Geschichten" rausnehmen, und abends auch wieder in den Stall bringen.
Hermine dagegen versucht im Stall abzuhauen, sich einem Zugriff durch uns zu entziehen. Sie knurrt auch dabei. Aber naja, wir versuchen sie dann möglichst mit Ruhe zu greifen, aus dem Stall zu nehmen, auf den Arm zu nehmen, und sie ins Gehege zu setzen. Auf dem Arm ist sie auch noch recht ungehalten, beist auch wütend in meine Fleecejacke, versucht aber nicht, mir in die Hand zu beißen, oder so, also gefährlch ist das nun nicht, auch nicht für meine Kinder - sie drückt nur deutlich ihren Unmut aus.
Tja, aber abends ist es ein Akt, sie wieder einzufangen und reinzusetzen. Und da fällt die "Ruhe" schwer - irgendwie ist es doch ein Hinterherlaufen, und schnelles Zupacken, wenn sie dann mal sitzenbleibt und einen ran lässt. Sie kann sehr genau unterscheiden, ob man sie ins Gehege besuchen kommt, oder sie einfangen will! Es ist nicht so, dass sie Angst hat: geht man sie besuchen, lässt sie einen sehr wohl an sich ran, kommt von selbst, lässt sich streicheln, frisst aus der Hand, etc.. Aber wenn man - auch nur versuchsweise - an ihre Seite greift, als wolle man nur im entferntesten planen, sie etwas hochzunehmen - ist sie blitzartig weg

.
Ich bin noch am überlegen, ob es eine Lösung wäre, sie in eine Transportbox zu locken, die dann samt Hase hochnimmt, und sie damit in den Stall bringt. Leider dauert das ziemlich lange, denn sie riecht sofort Lunte.Wie gesagt, Rocky muß man nicht einfangen - oder doch sehr selten und recht kurz. Er bleibt dann schon brav sitzen, lässt sich hochnehmen, und fertig. Bei Hermine kann man froh sein, wenn man sie "erwischt" und festhalten kann, das ist manchmal nicht einfach und ich hab auch schon ganz schön Kratzspuren kassiert.
Manchmal, wenn ich wegmuß, setze ich sie auch lieber rein in den Stall, um nicht unnütz Zeit zu verlieren, plane ich dazu so 10 Minuten ein, das klappt auch, ich "krieg" sie dann schon.
Ich frage mich halt bloß, ob das Panik ist, oder ob sie sich einfach nicht reinsetzen lassen bzw. raussetzen lassen will, also, ob ihr das Hochnehmen so gegen den Strich geht. Im Sommer, da waren die beiden allerdings noch jünger, sie sind am 14. Junu geboren, war Hermine die Zutraulichere von den beiden, es dauerte nie lange, bis sie auf den Schoß sprang. Das kann ich jetzt diesen Winter nicht so recht einschätzen, weil sich keiner mehr für so lange ins Gehege setzten mag, um auf "Madame " zu warten, vielleicht ist sie so kuschelig jetzt auch nicht mehr drauf.
Meine grundsätzlichen Fragen nun:
Kann die Verhaltensänderund mit der Pubertät zusammenhängen? Sie sind ja nun ziemlich genau 7 Monate alt.
Ist das Nachrennen beim Reinsetzen so okay für`s Kaninchen? Wenn ich sie dann auf dem Arm habe, klopft ihr Herzchen (was vielleicht bei dem Gerenne, das sie sich da abhällt kein Wunder ist), aber sie kommt mir jetzt nicht unbedingt angstvoll vor: sie wehrt sich durch Kratzen, solange man nicht schnell genug eine Hand unter ihren Popes bekommt, aber dann ist eigentlich gut. Das würde mir doch eine Last abnehmen, weil ich eigentlich eher traurig bin, daß ich ihr den Streß da nicht ersparen kann. Natürlich hoffe ich, das ich da nicht noch mehr Zeit reinbuttern muß, denn ich hab das Gefühl, sie wird von Mal zu Mal schlauer

, wenn sie mit dem Schwänzchen anfängt zu wackeln und wie der Blitz fort ist

. Deswegen ist die Chose mit der Transportbox auch nicht so eine tolle Option: sie geht zwar rein, um zu fressen, aber wenn man sich in die Nähe zum Türchenschließen begibt, ist sie meistens längst wieder draussen

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Oder rede ich da etwa über ganz "normales Hasenleben", und bei Euch, die Ihr sie nachts an einen sicheren Platz brint, ist das genauso? Und Rocky ist dann eben extrem brav und pflegeleicht?
Liebe Dank für Input,
Kirsten